Frage von LordBro, 10

Spanische paare im Jahr 1977?

Liebe community ;) Ich hätte da mal eine Frage :) also, morgen hat unsere Spanisch Lehrerin ihren abschließenden Unterrichts Besuch, bei dem wir uns natürlich gut benehmen müssen und die HA haben sollen. Also, es ist die Frage, wie es im Jahr 1977(kurz nach Frankos Tod) in Spanien war und wie es heute ist. Was für starke Differenzen gibt es da? Ich freue mich schon auf eure Antworten :)

Antwort
von billyMambo, 4

Es war für die meisten jetzt nicht unbedingt ein Unterschied wie Tag und Nacht.

Es gab die 60er über schon viele Hippies. Viele Aussteiger, die nach Spanien gingen, wohlgemerkt in der Franco-Zeit, z.B. auch Vietnam- und Korea-Kriegsverweigerer und "Nordeuropäer mit Sonnendefizit", vor allem Schweden. Ein Buch düber die Zeit ist "Die Kinder von Torremolinos".

Man hörte Rock. Im TV nannte man die 70er dann auch "Destape". Es gab viel nackte Haut zu sehen, wie allgemein in diesen Jahren. Europaweit, mit den liberalen Schweden als Vorreiter.

Nach Francos Tod kam die Movida auf, ähnlich wie in Deutschland die Neue Deutsche Welle (die ja im Jahr 1980 mit der Band Trio eingeleitet wurde), nur etwas intellektueller auf der einen Seite, etwas verdorbener auf der anderen. Vorreiter waren Gruppen wie Alaska oder die Szene um den Ressigeur Pedro Almodóvar.

Hierin sah man schon die Befreiung, denn im Franco-Regime wurden Homosexuelle verfolgt. Diese nutzten die Movida und machten ihr eigenes Ding, setzten das in Filme und Musik um und vermischte sich mit dem, was sonst eben in Deutschland NDW oder in England Wave war.

Wie die Paare 1977 waren? Ähnlich wie ein deutsches Paar, welches 1977 auch vorwiegend in Italien oder Spanien Urlaub machte.

Allgemein - auch wenn dies von Feministen und Politisch überkorrekten gerne verborgen wird - waren die späten 70er auf jeden Fall freier als die heutige Zeit, die doch sehr tabubehaftet ist. Europaweit. Man nahm kein Blatt vor den Mund.

Die Differenzen heute sind in Spanien, dass das Land internationaler geworden ist. Es leben viel mehr Ausländer dort, von Lateinamerikanern angefangen über Europäer hun zu Chinesen oder US-Amerikanern. Das war zwar damals auch der Fall, aber in weit geringerem Ausmaß.

In der Franco-Zeit, die ja mit dem Bürgerkrieg begann, lag vieles in Trümmern. Die Leute verdienten viel weniger. Aber es kostete eben auch alles weniger. Eine Wohnung war in 7 Jahren abbezahlt, heute nicht mal in 30. Klar, es gab kaum Autobahnen, nur im allerobersten Norden, kaum Umgehungsstraßen, am Wochenende vestopften sich die Durchfahrtsstraßen der Städte, weil das Partyvolk die Straßen besiedelte. Es war anders.

Heute ist alles geregelter. Auch von Europa aus. Aber in vieles lassen sich die Spanier nicht reinreden.Stierkampf gibt es immer noch. Als Beispiel.

Eine TV-Serie, die in den 70ern (u.a.) handelt ist Quenta me.

Antwort
von MarliesMarina12, 5

In Spanien war die Franco Diktatut von 1936 bis 1975 wo er starb oder bis 1977 wo es die ersten freien Wahlen gab und dann wurde Spanien nach der Tradition wieder ein Königreich und König Juan Carlos kam an die Macht und der baute ab 1981 wieder eine Demokratie auf und zb wurde auch das Wappen wieder geändert. Und so wurde Spanien zu einem modernen Land in das viele deutsche Touristen kommen .

Kommentar von billyMambo ,

Ja, immer diese Mutmaßungen. Klar sind die Eckdaten richtig, aber es wird ja heute alles so dargestellt, als ob vor dem Schengen-Abkommen oder vor der EU jeder in seinem Land blieb.

In Spanien leben z.B. Deutsche lange vor Franco. Die Deutsche Schule in Málaga wurde 1899 gegründet. Touristen gab es vor Jahrhunderten, wer es sich leisten konnte. Der Massentourismus fing in den 60ern an. In Spanien. Unter Franco.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten