lololol am 07.03.2009 um 16:21 Uhr
welche Berufsgruppen stehen einem mit einem soziologie studium offen?
ich bin gerade in dem auswahlverfahren welches studium für mich in frage kommt! kennt ihr eine website die mir die Berufsgruppen nach einem soziologie studium eröffnet? wäre wahnsinnig wichtig
Es gibt nur sehr wenige Stellen, auf die ein Universitätsstudium in Soziologie vorbereitet. Nebem dem Hochschulbereich gibt es Stellen z.B. in der Agentur für Arbeit, die über Arbeitslosigkeit forschen. Das sind alles Stellen in Institutionen, die im Themenbereich Soziologie Forschungsarbeiten benötigen. Meist gibt es da projektbezogene Anstellungen, auch abhängig, wer das Projekt finanziell unterstützt.
Unbedingt eine zweite Ausbildung parallel machen, z.B. etwas im Sozialbereich, oder ein Doppelstudium (Zusatzfächer wie Rechtswiss. oder Med.).
Mit Soziologie auch unbedingt die Auslandsmöglichkeiten beachten, z.B. Migrationssoziologie, Soziologie der sogen. "dritten Welt", Armutsforschung, usw. Da gibt es viele Möglichkeiten, nur die Bezahlung ist eben nicht oder kaum gegeben. Man ist Projektwerber oder man macht es im Rahmen eines stud. Austausches z.B. in Afrika oder Brasilien oder China.

hier findest du ein paar Prognosen und Berufsfelder: http://www.studentenpilot.de/studium/studienfuehrer/studiengang_soziologie.htm
oleandra am 7. März 2009 16:25 hier auch noch:http://www.wiso.uni-hamburg.de/fileadmin/einrichtungen/careerservice/DownloadRelaunch/BerufsperspektivenundTaetigkeitsfelderfuerSoziologInne.pdf
Na z.B. Taxifahrer!
Man kann als Soziologe angestellt werden, allerdings gibt es die wie Sand am Meer und kaum Stellen. Sonst kann man alles machen, was man sonct mit einem Hochschulstudium auch machen kann: Als Journalist arbeiten, im Personalwesen, als Berater...
Nur mal allgemein auch für die nächsten, die nach "was kann man mit Soziologie arbeiten" fragen. Das man als Soziologe nur schlecht eine zufriedenstellende Arbeit bekommt, ist einfach nicht richtig. Schon gar nicht das Klische des Taxi fahrenden Soziologen! Vielmehr ist es richtig, das es schwer ist nach dem Studium im universitären Bereich weiter zu forschen oder zu unterrichten. Da muss man sehr gut in dieser Disziplin sein und man benötigt einen langen Atem bis zur Habilitierung. Danach muss man hoffen eine feste Anstellung zu bekommen. Für andere Studiengänge gilt das selbe. Berufsfelder des Soziologen liegen in der Methodik / Statistik (Meinungsforschung), Öffentlichkeitsarbeit bei Verbänden/Gewerkschaften, in der Aus und Weiterbildung, Organisationsberatung und in sozialen Bereichen. Dabei ist es wichtig was man als Nebenfach wählt. Möchte man im sozialen Bereichen tätig sein ist es sicher gut Psychologie als Nebenfach zu wählen bzw. BWL, wenn man in der Organisationberatung tätig sein möchte. Möchte man in die Meinungsforschung gehen, sollte man im Studium mehr Seminare und Projektarbeiten besuchen, wo es um empirische, also statistische/methodische Untersuchungen geht.
Der eigendliche Unterschied zu Studiengängen wie Medizin, Psychologie ist der, dass es nicht den genau definierten Arbeitsbereich gibt. Das hat aber auch den Vorteil, dass man als Soziologe flexibler ist. Allerdings gehört viel Selbständigkeit dazu, einen Job zu bekommen. Man musst sich z.B. schon in Verbänden angagieren (Gewerkschaft, Greenpeace, AWO) um Kontakte zu knüpfen.
Wenn jemand sagt er studiert Jura bekommt er bestimmt nicht gesagt, dass er als Taxifahrer enden wird, obwohl viele Jura-Absolventen sich nach dem Studium langen mit unbezahlten Praktika rumschlagen müssen. Psychologen, Sozialarbeiter haben ebenfalls eine längere Zeitspanne nach dem Studium zu überwinden, bis sie eine Anstellung bekommen. Es wäre eine soziologische Fragestellung, zu untersuchen, wie es dazu kommt, dass man der Soziologie oder den Politikwissenschaften das Taxifahrerklische unterstellt und Jura nicht (allerdings eine sehr flache), obwohl Soziologen relativ schnell eine Anstellung finden. Soziologie ist ein sehr spannende und kritische Wissenschaft. Man wird sehr schnell sehr vorsichtig mit vorschnellen Behauptungen, wie so und so ist es. Es ist erstaunlich, wie sich Sachverhalte und kausale Zusammenhänge, die man meinte zu kennen, auf dem zweiten Blick als falsch erweisen.Und genau das ist Soziologie, die Wissenschaft des zweiten Blicks. So ist es auch mit der weit verbreiteten Annahme Soziologen hätten auf den Arbeitsmarkt keine Chance!

primusvonquack am 7. März 2009 16:25 Es ist wirklich erstaunlich, welche Fragen du als Abiturient und Studieninteressent stellst....

ohne eine Seite zu kennen, aber wahnsinnig viel ist es nicht. ich kenn einen der ist seit dem studium fast durchgängig arbeitslos.

Das mit dem Professor glaubste mir nicht.? Guck mal Spinnennetz.de!