Frage von Kobi8, 10

Sozialkunde Volkswirtschaft?

Hallo, Ich habe eine, hoffentlich, einfache Frage nur finde ich irgends etwas passendes...

Wie wird der Begriff Marktökonomie definiert?

Antwort
von berkersheim, 6

Über diesen Begriff kann man sich trefflich streiten. Seit der - sagen wir mal - familienübergreifenden Arbeitsteilung haben sich Märkte gebildet, oft Spezialmärkte wie sie in Altstadtnamen heute noch vorkommen: Pferdemarkt, Heumarkt, Fleischmarkt usw.. So gab es also auch in der feudalistischen-merkantilistischen Wirtschaft Märkte. Doch wurden letztlich Wirtschaftsentscheidungen vom Fürsten bestimmt. Gegen diese Despotie hat das Bürgertum freie Märkte gefordert mit fair ausgehandelten Preisen zwischen Anbietern und Nachfragern. Davon stammt das Idealbild der freien Marktwirtschaft oder Marktökonomie. Erreicht wurde es nie ganz, weil immer der Staat in unterschiedlichen Verfassungen mitgewirkt hat. Dieser immer vorhandene Einfluss des Staates wurde von Ökonomen in einer Theorie der "Sozialen Marktwirtschaft" so gefasst, dass dem Staat für sein Handeln sozusagen "soziale Zügel" angelegt werden sollten. Staatliches Handeln sollte sich an sozialem Ausgleich und der Dämpfung von konjunkturellen Schwankungen messen lassen. Auch dieses Idealbild wurde nie erreicht, denn es gibt ja keinen "neutralen Staat" sondern die Regierung von Parteien entsprechend ihrer Parteiideologie. So kann man für EUROPA feststellen, dass in zentralen Bereichen wie z.B. Geldpolitik kein Markt herrscht sondern die Politik. Rücklagen, ob Sparen oder Rückversicherungen (z.B. für Rente) werden aus politischen Gründen kalt enteignet, Banken ganz der Marktbewertung entzogen und von Steuerzahlern "gerettet". Der oft beklagte Lobbyismus ist als Auswuchs ein markantes Zeichen für die Marktverzerrung durch den Staat, denn wo keine Verzerrung, macht auch Lobbyismus keinen Sinn.

Antwort
von kokomi, 10

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