Sozialismus/Kommunismus in Deutschland?

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10 Antworten

"... falls man dieses richtig umsetzen würde"

Genau das ist trotz zahlreicher Versuche in den letzten 100 Jahren noch niemandem gelungen. Ergebnis war ohne Ausnahme eine Diktatur, wirtschaftliches Chaos, oft Krieg und massenhaft Tote.

Alle weiteren Versuche in dieser Richtung sollten sich daher verbieten.

Großkonzerne kann man übrigens nicht per Erbschaftssteuer enteignen. Das sind Kapitalgesellschaften mit eigener Rechtspersönlichkeit, also juristische Personen. Die sind nicht Eigentum irgendeines Kapitalisten. Juristisch gesehen haben die sogar gar keinen Eigentümer und deshalb ist das mit der Erbschaftssteuer auch unrealistisch.

Die meisten Menschen hierzulande wünschen keine "staatlich geregelte Wirtschaft" (einige kennen das noch aus eigener Erfahrung, und diese wird vermutlich nicht allzu positiv gewesen sein). Die angeblich bösen Großkonzerne sorgen hierzulande dafür, dass viele Leute ordentlich bezahlt werden und auch einen gesicherten Arbeitsplatz haben. Damit will ich nicht behaupten, dass die Großkonzerne alles richtig machen würden (im Gegenteil, VW und Deutsche Bank zeigen gerade, was man alles falsch machen kann). Aber alles zu verstaatlichen, kann auch keine gute Alternative sein (und auch das ist kein Garant gegen mögliche Fehlentscheidungen).

Wieso sollte ein Erbe eine "ungerechte Art von Profit" sein?
Und warum sollte der Staat die Löhne gerechter aufteilen können als ein Unternehmen?

Beispiele aus sozialistischen Ländern stimmen auch nicht gerade positiv.

Kommentar von Viper28
07.11.2016, 23:50

Man sollte das Wichtigste verstaatlichen und nicht alles. Zb öffentliche Verkehrsmittel, Banken, Versorgungseinrichtungen wie Supermärkte usw. Ein Erbe ist in sofern ungerecht, da der Erbende nichts dafür geleistet hat! Lediglich dessen Eltern haben etwas dafür getan und somit zur Gesellschaft beigetragen. Dieser Beitrag zur Gesellschaft wird aber eingestellt, sobald nurnoch von den eigenen Zinsen gelebt wird und nichts mehr arbeitstechnisch geleistet wird.

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Es gibt keinen Unterschied zwischen Sozialismus und Demokratischem Sozialismus, es ist wichtig, das zu verstehen. Sozialismus macht ohne Demokratie keinen Sinn. Was Lenin als "Diktatur des Proletariats" beschrieben hat, würde heute Direkte Rätedemokratie heißen.

Eine kommunistische Gesellschaft ist sozusagen der Nachfolger einer sozialistischen Staatlichkeit, die eintreten soll, wenn der "neue Mensch" fertig ist. Dieses System setzt voraus, dass ein sozialistischer Staat über eine lange Zeit (mehrere Generationen) hinweg extrem erfolgreich gewesen ist und wirtschaftliche Unzulänglichkeiten in einer Weise beseitigt hat, dass jeder bedenkenlos dem Beruf nachgehen kann, den er als seine Berufung ansieht, ohne sich materielle Sorgen machen zu müssen, desweiteren wird eine so starke Wertegemeinschaft vorausgesetzt, dass kriminale Einzelfälle auf derart geschlossene Ablehnung stoßen, dass keine staatliche Gewalt mehr erforderlich ist, um diese einzudämmen. Als Beispiel.

Der neue Mensch sieht sich selbst als Verteidiger von Gleichheit und Gerechtigkeit. Er strebt nach Erfolg, ohne erfolgreichere Menschen zu beneiden. Schade, dass dieser neue Mensch wenig mit unserem aktuellen zu tun hat.

Kommentar von Viper28
07.11.2016, 23:07

Ein wirklich sehr hilfreicher Kommentar im Gegensatz zu dem unteren Kommentar :) Sozialismus an sich ist eben kein schlechtes System, wenn man dieses eben gewaltfrei und demokratisch führt.

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Kommentar von Gebraucht123
07.11.2016, 23:37

Die Menschen sind halt so, unsere Triebe passen da nicht rein und in das kommunistische Sysren können wir auch nicht einfach so hinein quetschen. Dagegen sprechen unsere innere Instinkte und Naturgesetze! Deshalb wird Kommunismus eine Utopie bleiben, in de

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Kommentar von Viper28
07.11.2016, 23:43

Diese Utopie muss aber prinzipiell umgesetzt werden damit wir endlich ein freiheitliches und friedliches Leben führen können in dem wir alle die gleichen Rechte haben. Daran kann der Mensch sich anpassen. Veganismus ist ja schließlich auch anpassbar obwohl es gegen die Natur des Menschen ist ;)

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Kommentar von Gebraucht123
07.11.2016, 23:56

Würdest du denn allen Menschen zwingen im Kommunismus zu leben wenn du könntest? Auch wenn sie nicht wollen?

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Es ist so, dass der Sozialismus in keinen einzigen Staat funktiniert hat und es selbst keine positiven Experimente gibt (alle sind gescheitert).

Sozialismus bedeutet auch, meinen Nachbarn zu ernähren indem ich jeden Tag arbeiten gehe während er es sich gemütlich auf der Couch macht mit Chips und Cola.

Sozialisten wollen gerne alles kontrollieren und lenken (Planwirtschaft), aber guck die Nordkorea an mit seiner 100% Planwirtschaft an.

Möchtest du, wenn du im Lotto spielst den ganzen Gewinn auf die Gemeinde verteilen?

Ich bin eher Liberal und pro Kapitalismus.

Aber viele linke verstehen kapitalismus nicht. Heute leben wir laut Deffinition in einer sozialen Marktwirtschaft.

Kommentar von Viper28
07.11.2016, 23:38

Wie wäre es, wenn jeder nach Arbeit strebt beziehungsweise auf die Menschen die sich nicht aktiv am Beitrag zur Gesellschaft beteiligen möchten keine Rücksicht mehr genommen wird. Streichen wir die Gelder des Hartz IV noch weiter damit wir diese Faulenzer endlich zum arbeiten bringen und gut ist. Und eine Marktwirtschaft ist super! Diese allerdings am besten durch den Staat gelenkt und nicht durch profitgeile Kapitalisten!

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Der Sozialismus ist stets eine Errungenschaft und Bereicherung für die breite Masse, wenn er denn nicht in repressivster Form auftritt.

Der Begriff demokratischer Sozialismus ist eine Mogelpackung, denn inwieweit der Sozialismus demokratisch ist, hängt sehr von den Ausgangsbedingungen und dem jeweiligen Kräfteverhältnis im Lande selbst sowie gegenüber dem feindlichen kapitalistischen Ausland ab.

Bis jetzt hat dieser Begriff nur zur allgemeinen Nebelwerferei beigetragen und wird zudem eifrig von bloßen Links-Opportunisten bedient, die aus dem Sozialismus ein bloßes Sittenprogramm machen möchten. Statt Materialismus, Klassenkampf und ökonomischer Vertiefung bloßer Moralismus, der fast immer sich in bloße Abstrakta verliert und zudem aus vielerlei guten Absichten besteht, die sich allerdings an der Realität blamieren. Solche Leute haben meist wenig Rückgrat, fallen daher wenn der politische Wind scharf weht, erfahrungsgemäß fast immer um.

Der Kommunismus/Sozialismus ist nur eine Perversion (Entstelltheit) des Kapitalismus. Die Prinzipien des Kapitalismus werden damit nicht hinreichend durchbrochen.

Wenn man den Kapitalismus aussterben lassen möchte muss man beim Geld ansetzen. Man muss die Knappheit des Geldes beseitigen, man muss die Wichtigkeit des Geldes aufheben, sowie die Möglichkeit auf privater Seite Geld mit Geld verdienen zu können.

Kommentar von Viper28
07.11.2016, 23:09

Die Wichtigkeit des Geldes zu beseitigen ist schon lange überfällig! Es wird Zeit, dass das Menschenleben wieder in den Vordergrund der Wichtigkeit gerückt wird und die Menschlichkeit und internationale Solidarität zurückkehrt :) Danke für deine Antwort

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Kommentar von Viper28
07.11.2016, 23:34

Eben diesen Hierarchiegedanken muss man beseitigen. Wir Linken beziehungsweise Sozialisten/Kommunisten werden mittlerweile immer mehr, da die Menschen langsam begreifen, dass wir zusammenhalten müssen und den Kommunismus neu reformieren müssen (so, dass er funktioniert)

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Kommentar von Viper28
07.11.2016, 23:47

Ich verurteile niemanden wegen seiner Meinung... abgesehen vom meinungsversifften dreckigen Nazipack

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Kommentar von Gebraucht123
07.11.2016, 23:53

Gegen die eigenen Urinstinkte anzukämpfen bedeutet auch kein Sex zu haben, nicht mehr zu essen, nicht mehr zu trinken, nicht mehr auf Toilette zu gehen.....

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Sozialismus/Kommunismus in Deutschland?

nein so lange es menschen gibt wirt das nie klappen zum glück,ich halte von der Utopie nicht,und alle die an so was glauben sollten mal aufmachen und nicht Tag Träumen.

Kommentar von Viper28
07.11.2016, 23:41

Als Tagträumen würde ich das eher nicht bezeichnen ^^ Tagträumen ist eher das Leben der Nazis die in Gedanken 1933-45 hängengeblieben sind ;) oder der Menschen die allen Ernstes denken, dass die Menschlichkeit noch in irgendeiner Weise eine Rolle für die Politiker und Köpfe unserer Gesellschaft spielt. Es sollte eben diese Köpfe der Gesellschaft nicht geben. Wir sind alle Menschen und somit gleich zu behandeln egal woher wir kommen oder was unsere Fähigkeiten sind. Allerdings sind Menschen die sich diesem System in den Weg stellen in meinen Augen wertlos. Denn wer die Menschlichkeit verachtet, sollte auch von der Menschheit verachtet werden :)

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Ich hatte hier mal einen kleinen Stuhlgangsturm erlebt,weil ich auf eine Frage DDR-kritisch geantwortet hatte. Nicht schlimm,nur ist meine Mutter zweimal aus der DDR geflohen,wir hatten unseren Teil an Erfahrungen mit Stasi,Überwachen,IM's im engeren Kreis der Bekannten.
Die Idee ist schön,das man in einem
Kollektiv,(muss nicht immer Team sein),Probleme von Neid,Besitz und ähnlichem überwinden könnte.
Doch erlebte ich es bereits im Kleinen,daß es nur sehr wenige Menschen gibt,die die in uns angelegte Bequemlichkeit überwinden und sich tatsächlich so der Allgemeinheit gegenüber verhalten,wie sie es für den eigenen Besitz/Angelegenheiten machen.
Und immer werden da welche sein,die sich die besseren Sachen heimlich vom Teller ziehen.
Es wäre so schön. Auch eine milde Religion.
Aber mit uns Menschen,so wie wir sind.. :)
Trotzdem Danke! :)

Kommentar von Viper28
07.11.2016, 23:31

Danke für deinen Beitrag :)

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Kommentar von RheumaBaer
07.11.2016, 23:51

Dir für die Frage! Ich versuche,in meinem Umfeld höflich,mitfühlend,nicht zu eigensüchtig zu sein. Ich hoffe,Frau Holle kippt mir am Ende nicht Pech über die Rübe..! Nicht aufgeben,gibt ja doch immer wieder Menschen,bei denen man sich freut,sie getroffen zu haben. Alsdann..frisch voran. :)

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Ich würde nicht sagen. Mir fällt jetzt spontan kein Land ein in dem Sozialismus oder Kommunismus jemals funktioniert hat. Letzter Fehlschlag, Venezuela. Ein furchtbar reiches Land indem es Hungersnöte gibt und Menschen sich für eine Flasche Wasser verprügeln. 

Ich denke Deutschland hat ein recht gutes Gleichgewicht zwischen freiem Markt und sozialen Werten. Wenn man nach Frankreich schaut, dort greift der Staat bereits unglaublich in die Wirtschaft ein und das scheint nicht wirklich zu funktionieren. 

Kommentar von Viper28
07.11.2016, 23:14

Naja man beachte, dass Deutschland nicht gleich Venezuela oder Frankreich ist. Wenn wir uns erstmal um den Kapitalismus und um die Politiker kümmern würden, würde es zu einer sinnvollen Lösung führen. Politiker im Bundestag... nichts weiter als geldgeiles, ignorantes Pack, dass einen Scheiß auf das Volk gibt.

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Kommentar von Viper28
07.11.2016, 23:27

In der DDR hat der Kommunismus ANFANGS funktioniert. Dann kam die Mauer, die Politiker wurden geldgeil und noch dazu war die DDR hoch verschuldet, was durch zwanghaften Kapitalismus zum Zusammenbruch führte. Ich hatte Vorfahren in der DDR und diese führten dort ein gutes und zufriedenes Leben als normale Bürger ohne Stasi Kontakte oder Sonderrechte. Erst nachdem der verhasste Kapitalismus mit der Mauer einherging waren sie nicht mehr zufrieden. Hätte man den Menschen damals den goldenen Westen aufgezeigt... hätten sie gesehen, dass wir uns hier nur für das System aus superreichen Kapitalisten totarbeiten und nurnoch fürs Geld leben.

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Kommentar von Gebraucht123
07.11.2016, 23:33

Wenn der Sozialismus so gut wäre wie du sagst, dann müsste es die DDR ja noch geben.

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Kommentar von Viper28
07.11.2016, 23:35

Die DDR fiel aufgrund von Machtgier, Kapitalismus und Menschenverachtung. Letztendlich war es wiedereinmal das Verhängnis der machtgierigen Bourgeoisie

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Der Kommunismus; möchte alle Menschen gleich machen, das hört sich gut an, ist aber nicht umzusetzen. Der Kommunismus ist wider der menschlichen Natur, die Menschen sind Pioniere und wollen immer besser und immer mehr, das ist der Antriebsmotor der Menschen, mein Haus, mein Boot, mein Auto usw., wenn sich die Arbeit für den Menschen nicht persönlich rechnet, dann wird er Faul.

Der Kommunismus macht alle gleich (…) faul, außer die führenden Genossen, die leben dann in Saus und Braus. In allen Länder in dem der Kommunismus das Sagen hatte sind gescheitert, erst als der Kommunismus abgeschafft wurde ging es wieder aufwärts. Aber es gibt immer wieder Träumer die meinen es besser machen zu können.

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