Frage von Viper28, 84

Sozialismus/Kommunismus in Deutschland?

Wäre der Kommunismus beziehungsweise Sozialismus ein gutes System für Deutschland, falls man dieses richtig umsetzen würde? Oder wäre der demokratische Sozialismus besser geeignet? Eure Meinung zum Kommunismus/Sozialismus ist gefragt.

Zu mir selbst: Ich persönlich sehe mich selbst im stark linken Politik-Spektrum mit sozialistischen Grundwerten. Diese Grundwerte zeichnen sich vorallem dadurch aus, dass ich antikapitalistische Werte verfolge, für eine Gleichberechtigung aller Menschen egal welcher Herkunft bin und für eine staatlich geregelte Wirtschaft ohne Privatisierung stehe. Großkonzerne deren Besitzer Milliarden beiseite schaffen sollten per Erbschaftssteuer "enteignet" werden, sodass das Geld in die Staatskasse fließt und der Staat den Arbeitsmarkt kontrollieren kann. Jeder sollte sich sein Leben selbst erarbeiten. Es sollte also erlaubt sein, dass man Millionen verdient, jedoch durch ehrliche Arbeit und nicht durch Erbe, Zinsen oder sonst irgendwelchen ungerechten Arten von Profit.

Kritik ist gerne erwünscht ;)

Antwort
von OlliBjoern, 36

Die meisten Menschen hierzulande wünschen keine "staatlich geregelte Wirtschaft" (einige kennen das noch aus eigener Erfahrung, und diese wird vermutlich nicht allzu positiv gewesen sein). Die angeblich bösen Großkonzerne sorgen hierzulande dafür, dass viele Leute ordentlich bezahlt werden und auch einen gesicherten Arbeitsplatz haben. Damit will ich nicht behaupten, dass die Großkonzerne alles richtig machen würden (im Gegenteil, VW und Deutsche Bank zeigen gerade, was man alles falsch machen kann). Aber alles zu verstaatlichen, kann auch keine gute Alternative sein (und auch das ist kein Garant gegen mögliche Fehlentscheidungen).

Wieso sollte ein Erbe eine "ungerechte Art von Profit" sein?
Und warum sollte der Staat die Löhne gerechter aufteilen können als ein Unternehmen?

Beispiele aus sozialistischen Ländern stimmen auch nicht gerade positiv.

Kommentar von Viper28 ,

Man sollte das Wichtigste verstaatlichen und nicht alles. Zb öffentliche Verkehrsmittel, Banken, Versorgungseinrichtungen wie Supermärkte usw. Ein Erbe ist in sofern ungerecht, da der Erbende nichts dafür geleistet hat! Lediglich dessen Eltern haben etwas dafür getan und somit zur Gesellschaft beigetragen. Dieser Beitrag zur Gesellschaft wird aber eingestellt, sobald nurnoch von den eigenen Zinsen gelebt wird und nichts mehr arbeitstechnisch geleistet wird.

Kommentar von OlliBjoern ,

Ein verstaatlichter Supermarkt hat schon mal keine Konkurrenz, die das Geschäft belebt. Wir können hierzulande in verschiedene Märkte gehen. Jeder Markt muss sich anstrengen, weil die Kunden Alternativen haben.

Ohne Konkurrenz tut man das Nötigste. Man hat sicher auch im Konsum Dinge bekommen, klar. Aber die Auswahl konnte nicht mit derjenigen mithalten, die Westdeutschland zu bieten hatte.

Beim Erben kann es durchaus sein, dass der Erbende sich einen Anteil daran verdient hat. Es kommt drauf an. Wenn sich jemand ein Haus gebaut hat, und dieses an die Kinder gehen sollte: warum sollte es gerechter sein, wenn jemand anderes (der ja nicht mal einen Bezug dazu hat) das Haus bekommt?

Auch da würde man Engagement entgegenwirken. Im Supermarkt tut man das Nötigste, und die Kinder engagieren sich auch nicht mehr, wenn sie wissen, dass sie vom Erbe nichts haben werden. Auch die Eltern werden sich weniger engagieren (wenn sie wissen, dass vom Haus nix mehr in der Familie bleibt).

Wenn man von den eigenen Zinsen leben kann, muss man schon ziemlich reich sein. Im Moment klappt das ohnehin nicht, bei der Nullzinsphase.

Antwort
von voayager, 15

Der Sozialismus ist stets eine Errungenschaft und Bereicherung für die breite Masse, wenn er denn nicht in repressivster Form auftritt.

Der Begriff demokratischer Sozialismus ist eine Mogelpackung, denn inwieweit der Sozialismus demokratisch ist, hängt sehr von den Ausgangsbedingungen und dem jeweiligen Kräfteverhältnis im Lande selbst sowie gegenüber dem feindlichen kapitalistischen Ausland ab.

Bis jetzt hat dieser Begriff nur zur allgemeinen Nebelwerferei beigetragen und wird zudem eifrig von bloßen Links-Opportunisten bedient, die aus dem Sozialismus ein bloßes Sittenprogramm machen möchten. Statt Materialismus, Klassenkampf und ökonomischer Vertiefung bloßer Moralismus, der fast immer sich in bloße Abstrakta verliert und zudem aus vielerlei guten Absichten besteht, die sich allerdings an der Realität blamieren. Solche Leute haben meist wenig Rückgrat, fallen daher wenn der politische Wind scharf weht, erfahrungsgemäß fast immer um.

Antwort
von vitus64, 15

"... falls man dieses richtig umsetzen würde"

Genau das ist trotz zahlreicher Versuche in den letzten 100 Jahren noch niemandem gelungen. Ergebnis war ohne Ausnahme eine Diktatur, wirtschaftliches Chaos, oft Krieg und massenhaft Tote.

Alle weiteren Versuche in dieser Richtung sollten sich daher verbieten.

Großkonzerne kann man übrigens nicht per Erbschaftssteuer enteignen. Das sind Kapitalgesellschaften mit eigener Rechtspersönlichkeit, also juristische Personen. Die sind nicht Eigentum irgendeines Kapitalisten. Juristisch gesehen haben die sogar gar keinen Eigentümer und deshalb ist das mit der Erbschaftssteuer auch unrealistisch.

Antwort
von alexklusiv, 44

Es gibt keinen Unterschied zwischen Sozialismus und Demokratischem Sozialismus, es ist wichtig, das zu verstehen. Sozialismus macht ohne Demokratie keinen Sinn. Was Lenin als "Diktatur des Proletariats" beschrieben hat, würde heute Direkte Rätedemokratie heißen.

Eine kommunistische Gesellschaft ist sozusagen der Nachfolger einer sozialistischen Staatlichkeit, die eintreten soll, wenn der "neue Mensch" fertig ist. Dieses System setzt voraus, dass ein sozialistischer Staat über eine lange Zeit (mehrere Generationen) hinweg extrem erfolgreich gewesen ist und wirtschaftliche Unzulänglichkeiten in einer Weise beseitigt hat, dass jeder bedenkenlos dem Beruf nachgehen kann, den er als seine Berufung ansieht, ohne sich materielle Sorgen machen zu müssen, desweiteren wird eine so starke Wertegemeinschaft vorausgesetzt, dass kriminale Einzelfälle auf derart geschlossene Ablehnung stoßen, dass keine staatliche Gewalt mehr erforderlich ist, um diese einzudämmen. Als Beispiel.

Der neue Mensch sieht sich selbst als Verteidiger von Gleichheit und Gerechtigkeit. Er strebt nach Erfolg, ohne erfolgreichere Menschen zu beneiden. Schade, dass dieser neue Mensch wenig mit unserem aktuellen zu tun hat.

Kommentar von Viper28 ,

Ein wirklich sehr hilfreicher Kommentar im Gegensatz zu dem unteren Kommentar :) Sozialismus an sich ist eben kein schlechtes System, wenn man dieses eben gewaltfrei und demokratisch führt.

Kommentar von alexklusiv ,

In dieser Hinsicht ist die Begrifflichkeit "demokratischer Sozialismus" ein Versuch der LINKEN, unentschlossenen SPD-Wählern ihre Politik schmackhaft zu machen. Ob es der richtige Weg ist, die Dinge anders zu benennen, sei dahingestellt, aber diese Partei ist nach wie vor nichts anderes als die demokratisch reformierte Sozialistische Einheitspartei.

Kommentar von Rotrunner2 ,

Genau so sehe ich es auch.

Kommentar von Gebraucht123 ,

Die Menschen sind halt so, unsere Triebe passen da nicht rein und in das kommunistische Sysren können wir auch nicht einfach so hinein quetschen. Dagegen sprechen unsere innere Instinkte und Naturgesetze! Deshalb wird Kommunismus eine Utopie bleiben, in de

Kommentar von Viper28 ,

Diese Utopie muss aber prinzipiell umgesetzt werden damit wir endlich ein freiheitliches und friedliches Leben führen können in dem wir alle die gleichen Rechte haben. Daran kann der Mensch sich anpassen. Veganismus ist ja schließlich auch anpassbar obwohl es gegen die Natur des Menschen ist ;)

Kommentar von Gebraucht123 ,

Würdest du denn allen Menschen zwingen im Kommunismus zu leben wenn du könntest? Auch wenn sie nicht wollen?

Kommentar von Viper28 ,

Ja würde ich weil es die beste Lösung ist, wenn diese funktionsfähig wäre

Antwort
von Gebraucht123, 28

Es ist so, dass der Sozialismus in keinen einzigen Staat funktiniert hat und es selbst keine positiven Experimente gibt (alle sind gescheitert).

Sozialismus bedeutet auch, meinen Nachbarn zu ernähren indem ich jeden Tag arbeiten gehe während er es sich gemütlich auf der Couch macht mit Chips und Cola.

Sozialisten wollen gerne alles kontrollieren und lenken (Planwirtschaft), aber guck die Nordkorea an mit seiner 100% Planwirtschaft an.

Möchtest du, wenn du im Lotto spielst den ganzen Gewinn auf die Gemeinde verteilen?

Ich bin eher Liberal und pro Kapitalismus.

Aber viele linke verstehen kapitalismus nicht. Heute leben wir laut Deffinition in einer sozialen Marktwirtschaft.

Kommentar von Viper28 ,

Wie wäre es, wenn jeder nach Arbeit strebt beziehungsweise auf die Menschen die sich nicht aktiv am Beitrag zur Gesellschaft beteiligen möchten keine Rücksicht mehr genommen wird. Streichen wir die Gelder des Hartz IV noch weiter damit wir diese Faulenzer endlich zum arbeiten bringen und gut ist. Und eine Marktwirtschaft ist super! Diese allerdings am besten durch den Staat gelenkt und nicht durch profitgeile Kapitalisten!

Kommentar von OlliBjoern ,

Einerseits bist du für ein freiheitliches und friedliches Leben, aber jetzt propagierst du sehr restriktive Methoden und sprichst pauschalisierend von "Faulenzern" (ohne die Details näher zu betrachten). Diese Methoden sind restriktiver als in unserer sozialen Marktwirtschaft.

Antwort
von whabifan, 45

Ich würde nicht sagen. Mir fällt jetzt spontan kein Land ein in dem Sozialismus oder Kommunismus jemals funktioniert hat. Letzter Fehlschlag, Venezuela. Ein furchtbar reiches Land indem es Hungersnöte gibt und Menschen sich für eine Flasche Wasser verprügeln. 

Ich denke Deutschland hat ein recht gutes Gleichgewicht zwischen freiem Markt und sozialen Werten. Wenn man nach Frankreich schaut, dort greift der Staat bereits unglaublich in die Wirtschaft ein und das scheint nicht wirklich zu funktionieren. 

Kommentar von Viper28 ,

Naja man beachte, dass Deutschland nicht gleich Venezuela oder Frankreich ist. Wenn wir uns erstmal um den Kapitalismus und um die Politiker kümmern würden, würde es zu einer sinnvollen Lösung führen. Politiker im Bundestag... nichts weiter als geldgeiles, ignorantes Pack, dass einen Scheiß auf das Volk gibt.

Kommentar von whabifan ,

Was unterscheidet Deutschland denn so sehr von Frankreich oder Venezuela? Und in welchem Land hat denn Kommunismus oder Sozialismus zumindest mittelfristig funktionniert? Wenn ich mir die letzten 100 Jahre anschaue, dann sehe ich diesbezüglich nur Diktatoren und blutige Auseinandersetzungen zwischen Volk und Regierung. 

Kommentar von Viper28 ,

In der DDR hat der Kommunismus ANFANGS funktioniert. Dann kam die Mauer, die Politiker wurden geldgeil und noch dazu war die DDR hoch verschuldet, was durch zwanghaften Kapitalismus zum Zusammenbruch führte. Ich hatte Vorfahren in der DDR und diese führten dort ein gutes und zufriedenes Leben als normale Bürger ohne Stasi Kontakte oder Sonderrechte. Erst nachdem der verhasste Kapitalismus mit der Mauer einherging waren sie nicht mehr zufrieden. Hätte man den Menschen damals den goldenen Westen aufgezeigt... hätten sie gesehen, dass wir uns hier nur für das System aus superreichen Kapitalisten totarbeiten und nurnoch fürs Geld leben.

Kommentar von whabifan ,

Die DDR gab es rund 40 Jahre, ab 49. Du sagst sie hat Anfangs gut funktioniert. Die Mauer hat man 61 angefangen zu bauen. Das sind ganze 12 Jahre. Und du sprichst etwas an was wirklich wahr ist. Die hohe Verschuldung. Genau aus dem Grund funktionniert Kommunismus oder Sozialismus nicht. Denn um ein soziales System aufrecht zu erhalten braucht man die Steuereinnahmen von Unternehmen und Reichen. Diese werden dann immer mehr gemelkt bist sie irgendwann abhauen (deshalb auch die Mauern). Wenn dies geschieht, dann muss das Volk mit hohen Steuern und Polizei oder Militärgewalt geknechtet werden. Versteh mich nicht falsch, ich finde Sozialismus und Kommunismus nicht unbedingt schlecht. Allerdings für jeden Staat der länger als vielleicht 5 Jahre bestehen will...meiner Meinung nach, schlechte Idee.

Kommentar von vitus64 ,

Die Mauer "kam" nicht, die wurde gebaut und zwar weil die Menschen unzufrieden waren und massenhaft in den Westen flohen.

Kommentar von Gebraucht123 ,

Wenn der Sozialismus so gut wäre wie du sagst, dann müsste es die DDR ja noch geben.

Kommentar von Viper28 ,

Die DDR fiel aufgrund von Machtgier, Kapitalismus und Menschenverachtung. Letztendlich war es wiedereinmal das Verhängnis der machtgierigen Bourgeoisie

Kommentar von Viper28 ,

Aufgrund der*

Kommentar von Viper28 ,

whabifan man muss dafür sorgen das die Verschuldung nicht zustande kommt. Indem man keinen Wert mehr auf Geld legt sondern nurnoch durch Materialismus lebt. Man kann auch produzieren und versorgen ohne Geld dafür zu zahlen (mit eigenen Rohstoffen). Arbeit für Leben anstelle von Arbeit für Geld. Wo ist da das Problem wenn alle Staaten kommunistische Grundgedanken leben würden?

Kommentar von whabifan ,

Das heisst du willst Geld komplett abschaffen. Okay. Sprich die Menschen betreiben lediglich Tauschhandel. Aber ändert das wirklich etwas? Gegen Verschuldung hilft aber auch das nicht, denn ob ich dir nun 1500 Euro schuldig bin oder 3 Kühe, das kommt wirklich (fast) auf das Gleiche heraus. 

Ansonsten, es gibt bereits heute viele Menschen die ohne Geld leben. Aussteiger. Irgendwo auf einer Wiese mit 2 oder 3 Kühen und davon leben. Das geht. Es gibt sogar Menschen die auf diese Weise die ganze Welt bereisen. 

Kommentar von vitus64 ,

Ich glaube, er möchte Spreewälder Gurken gegen echten Bohnenkaffee tauschen.

Kommentar von OlliBjoern ,

Die Verschuldung rührt nicht daher, dass es Geld gibt (und die Abschaffung des Geldes würde das Problem nicht lösen). Der Staat muss die Infrastruktur aufrechterhalten, und Beamte und Renten zahlen können (ob mit Geld oder anders, ist unerheblich). Wenn die Einnahmen nicht genügen, wird eben nachgeholfen. Wobei Schulden nicht per se schlecht sein müssen (das ist ein häufiges Missverständnis). Sie sollten nur in einem machbaren Rahmen bleiben, die Zinslast muss zu stemmen sein (ansonsten wird es kritisch).

Niedrige Verschuldung bedeutet nicht gleich Wohlstand.

Tauschgeschäfte sind enorm unpraktisch. Soll ich meinen Friseur mit Schinken bezahlen? Geld ist lediglich eine praktischere Abbildung von Tauschgeschäften (ich muss keinen Schinken für meinen Friseur lagern, und keine Erdbeertorte für meine Hausärztin).

Die Probleme des Kommunismus liegen vor allem darin, dass er Theorie ist. Realisiert wurde der Sozialismus (welcher etwas anderes ist). Dieser hat aber noch nie zu einem Hochtechnologieland geführt. 

Antwort
von NewKemroy, 45

Der Kommunismus/Sozialismus ist nur eine Perversion (Entstelltheit) des Kapitalismus. Die Prinzipien des Kapitalismus werden damit nicht hinreichend durchbrochen.

Wenn man den Kapitalismus aussterben lassen möchte muss man beim Geld ansetzen. Man muss die Knappheit des Geldes beseitigen, man muss die Wichtigkeit des Geldes aufheben, sowie die Möglichkeit auf privater Seite Geld mit Geld verdienen zu können.

Kommentar von Viper28 ,

Die Wichtigkeit des Geldes zu beseitigen ist schon lange überfällig! Es wird Zeit, dass das Menschenleben wieder in den Vordergrund der Wichtigkeit gerückt wird und die Menschlichkeit und internationale Solidarität zurückkehrt :) Danke für deine Antwort

Kommentar von whabifan ,

Deine Ansätze sind nicht falsch Viper, das Problem ist dass der Mensch nicht so denkt. Der Erfolg des Kapitalismus liegt daran dass  Kapitalismus die Urinstinkte des Menschen in den Vordergrund rückt. Ein wirklich solidarischer Staat kann nur dann funktionieren wenn seine Gesellschaft es auch ist. Im Kapitalismus geht es aber darum besser als alle anderen zu sein, sich einen Vorteil zu verschaffen, Macht zu haben. Und diese Eigenschaften sind tief im Mensch (und dem Tier) verankert. Also so sehe ich die Sache.

Kommentar von alexklusiv ,

Dann verstehe ich nicht, wieso man solche Tendenzen weiter duldet. Hat es ja sogar innerhalb kommunistischer Parteien häufig genug gegeben.

Kommentar von Viper28 ,

Eben diesen Hierarchiegedanken muss man beseitigen. Wir Linken beziehungsweise Sozialisten/Kommunisten werden mittlerweile immer mehr, da die Menschen langsam begreifen, dass wir zusammenhalten müssen und den Kommunismus neu reformieren müssen (so, dass er funktioniert)

Kommentar von whabifan ,

Dann bin ich gespannt. Ich will nicht dass du mich falsch verstehst, ich bin selber kein absoluter Kapitalist. Für mich ist es lediglich von all den schlechten Optionen, die beste.

Kommentar von Viper28 ,

Ich verurteile niemanden wegen seiner Meinung... abgesehen vom meinungsversifften dreckigen Nazipack

Kommentar von whabifan ,

Geht mir genau so. Die Jungs und Mädels von rechtsaussen müssen auch bei mir nicht antanzen.

Kommentar von Gebraucht123 ,

Gegen die eigenen Urinstinkte anzukämpfen bedeutet auch kein Sex zu haben, nicht mehr zu essen, nicht mehr zu trinken, nicht mehr auf Toilette zu gehen.....

Kommentar von Viper28 ,

Von Urinstinkten war nie die Rede. Die Rede war von Anpassung der nötigen Instinkte.

Kommentar von vitus64 ,

Wichtigkeit des Geldes (ich denke mal, es ist die Wertaufbewahrungsfunktion gemeint, gegen die Tauschfunktion kann niemand etwas haben) heißt doch dass man die Natur des Menschen (Gier, Streben nach Genuss) ändern müsste. Und das funktioniert eben nicht.

Deshalb ist und bleibt Kommunismus eine Utopie.

Antwort
von Sagittarius1989, 24

Sozialismus/Kommunismus in Deutschland?

nein so lange es menschen gibt wirt das nie klappen zum glück,ich halte von der Utopie nicht,und alle die an so was glauben sollten mal aufmachen und nicht Tag Träumen.

Kommentar von Viper28 ,

Als Tagträumen würde ich das eher nicht bezeichnen ^^ Tagträumen ist eher das Leben der Nazis die in Gedanken 1933-45 hängengeblieben sind ;) oder der Menschen die allen Ernstes denken, dass die Menschlichkeit noch in irgendeiner Weise eine Rolle für die Politiker und Köpfe unserer Gesellschaft spielt. Es sollte eben diese Köpfe der Gesellschaft nicht geben. Wir sind alle Menschen und somit gleich zu behandeln egal woher wir kommen oder was unsere Fähigkeiten sind. Allerdings sind Menschen die sich diesem System in den Weg stellen in meinen Augen wertlos. Denn wer die Menschlichkeit verachtet, sollte auch von der Menschheit verachtet werden :)

Kommentar von OlliBjoern ,

Ich schätze es eigentlich, dass unser Staat nicht versucht, "einen besseren Menschen" aus mir zu machen. Insofern finde ich unsere Politiker gar nicht mal so schlecht (ok, es gibt Ausnahmen).

Ich mag es nicht so sehr, wenn der Staat sich allzu wohlmeinend in das soziale Leben einmischt, und versucht, die Menschen zu "erziehen". Das hat noch nie so richtig funktioniert. Der kommunistische Mensch soll nach einem bestimmten Schema funktionieren (und wenn er dem nicht entspricht, sieht man an deinen Postings sehr schön, was dann passiert, was dann vom wohlklingenden Frieden des Kommunismus bleibt: nicht mehr allzu viel, denn dann wird eine Drohkulisse hochgefahren).

Unser Staat lässt uns viele Freiheiten. So lange wir anderen nicht schaden, können wir weitgehend tun, was wir möchten. Wir Menschen wollen nicht nach Schema F leben (das ist auch ein Grund dafür, dass die Religiosität hierzulande abnimmt). Wir wollen eigene (auch riskante) Entscheidungen treffen. Damit können wir scheitern oder auch einen großen Durchbruch schaffen.

Die Deutungshoheit über die Menschlichkeit möchte ich nicht an ein politisches System abgeben (da ist mir die Kirche sogar noch lieber, obwohl ich wirklich nicht sonderlich kirchen-nah bin).

Kommentar von Sagittarius1989 ,

wo bitte gibt es noch menschen mit den Gedanken von 1933-45

Antwort
von RheumaBaer, 26

Ich hatte hier mal einen kleinen Stuhlgangsturm erlebt,weil ich auf eine Frage DDR-kritisch geantwortet hatte. Nicht schlimm,nur ist meine Mutter zweimal aus der DDR geflohen,wir hatten unseren Teil an Erfahrungen mit Stasi,Überwachen,IM's im engeren Kreis der Bekannten.
Die Idee ist schön,das man in einem
Kollektiv,(muss nicht immer Team sein),Probleme von Neid,Besitz und ähnlichem überwinden könnte.
Doch erlebte ich es bereits im Kleinen,daß es nur sehr wenige Menschen gibt,die die in uns angelegte Bequemlichkeit überwinden und sich tatsächlich so der Allgemeinheit gegenüber verhalten,wie sie es für den eigenen Besitz/Angelegenheiten machen.
Und immer werden da welche sein,die sich die besseren Sachen heimlich vom Teller ziehen.
Es wäre so schön. Auch eine milde Religion.
Aber mit uns Menschen,so wie wir sind.. :)
Trotzdem Danke! :)

Kommentar von Viper28 ,

Danke für deinen Beitrag :)

Kommentar von RheumaBaer ,

Dir für die Frage! Ich versuche,in meinem Umfeld höflich,mitfühlend,nicht zu eigensüchtig zu sein. Ich hoffe,Frau Holle kippt mir am Ende nicht Pech über die Rübe..! Nicht aufgeben,gibt ja doch immer wieder Menschen,bei denen man sich freut,sie getroffen zu haben. Alsdann..frisch voran. :)

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