Sozialhilfe für Eltern weniger, weil ich in der Ausbildung bin?

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3 Antworten

Wenn du ausziehst kann es sein das es deine Eltern dann auch müssen !

Denn dann könnte die Wohnung für 2 Personen nicht mehr angemessen sein und wenn sie dann nach einer Übergangszeit von in der Regel 6 Monaten ( solange wird auch die tatsächliche Miete weiter gezahlt ) nicht ausziehen möchten,dann müssen sie die Differenz nach der Übergangszeit selber zuzahlen.

Nun zu dir,wenn du in der Ausbildung bist,dann verdienst du selber Geld und dieses wird nach Abzug von Freibeträgen auf Erwerbseinkommen nach § 11 b SGB - ll auf deinen Bedarf,sprich auf deine Leistungen,die deine Eltern für dich bekommen angerechnet.

So kann es dann sein das sie für dich gar nichts mehr bekommen und das musst du natürlich aus deinem Einkommen wieder zusteuern,sonst könnten sie ja die volle KDU - Kosten der Unterkunft und Heizung ( Warmmiete ) nicht mehr zahlen,Abschlag für Haushaltsstrom,dich verpflegen usw.

Es muss also klar sein was du an Brutto und Netto - Vergütung hast,was deine Eltern an KDU - zahlen müssen,was an Abschlag für den Haushaltsstrom,evtl.Telefon / Internet wenn du das mit nutzt usw.

Ich nehme mal an das du min. 18 aber noch unter 25 bist,dann steht dir erst mal dein Regelsatz von 324 € zu und dazu käme dann 1 / 3 der KDU - also der Warmmiete,wenn ihr 3 Personen seid,dass ergibt dann deinen Bedarf,also das was deine Eltern für dich vorher bekommen haben.

Dann kannst du dir deine Freibeträge berechnen,die ersten 100 € des Brutto ist der Grundfreibetrag,von 100 € - 1000 € Brutto stehen dir noch mal 20 % an Freibetrag zu und von 1000 € - 1200 € Brutto sind es noch mal 10 % Freibetrag.

Diese Freibeträge werden dann addiert,theoretisch von deinem Netto abgezogen und mit deinen 190 € Kindergeld addiert,dass ergibt dann dein gesamtes anrechenbares Einkommen und das wird dann auf deinen obigen Bedarf angerechnet.

Würdest du bzw.deine Eltzern dann keine Leistungen mehr für dich bekommen,dann bist du aus der BG - ( Bedarfsgemeinschaft ) deiner Eltern raus.

Mal ein Beispiel : 

Deine Eltern zahlen 600 € für die KDU - und ihr seid 3 Personen,dann stehen dir 1 / 3,also 200 € zu und dazu dein Regelsatz von 324 €,somit läge dein Bedarf bei 524 € pro Monat.

Jetzt verdienst du angenommen 800 € Brutto und bekommst 650 € Netto überwiesen.

Dann hättest du auf dein Brutto erst mal die 100 € Grundfreibetrag und von den übersteigenden 700 € bleiben dir noch mal 20 % Freibetrag,also noch mal 140 € dazu,der gesamte Freibetrag läge dann bei 240 €.

Diese 240 € Freibetrag würden dann vom Jobcenter / Sozialamt theoretisch von deinen 650 € Netto abgezogen,würden dann 410 € anrechenbares Nettoeinkommen ergeben und mit deinen 190 € Kindergeld gesamt dann 600 € anrechenbares Einkommen.

Dein Bedarf läge bei 524 €,somit würdest du deinen Bedarf aus eigenem Einkommen decken können und würdest aus der BG - deiner Eltern raus sein.

Da du hier in diesem Beispiel dann 600 € anrechenbares Einkommen hättest,dein Bedarf aber nur bei 524 € liegen würde,hättest du einen Überschuss von 76 € und diese würden deinem Kindergeld zugerechnet.

Weil du dieses dann zur eigenen Bedarfsdeckung nicht mehr benötigen würdest,wird dieses dann auf den Bedarf der elterlichen BG - angerechnet,deine Mutter könnte dann wenn sie dein Kindergeld bekommt max.30 € an Versicherungspauschale geltend machen,wenn sie nicht schon anderweitig Freibeträge geltend machen würde.

Wenn sie Leistungen nach dem SGB - Xll - vom Sozialamt bekommen,dann könnte es sein das sie nur tatsächliche angemessene Beiträge für Versicherungen dann von dem Kindergeld absetzen könnte,weil das dann als ihr Einkommen zählen würde.

Das ganze geht dann solange so weiter,bis dann einmal das volle Kindergeld auf den Bedarf der elterlichen BG - angerechnet worden wäre,dann kann von deinem Einkommen nichts mehr angerechnet werden,wenn du das nicht freiwillig möchtest.

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Ihr habt als Familie einen bestimmten Satz an staatlichen Hilfen bekommen.

Sobald Du oder ein anderes Familienmitglied Geld verdienst, werden diese Hilfen entsprechend angepasst, da diese Person ihren Anteil ja jetzt selbst verdient & nicht mehr (ganz oder teilweise) auf die staatlichen Hilfen angewiesen ist.

Lass Dir von Deinen Eltern mal die Bescheide vom Amt zeigen.Da muss eigentlich genau drinstehen um wieviel die Leistungen weniger geworden sind, denn das wird einem immer schriftlich mitgeteilt.

Zum Thema "Auszug": Wenn Du ausziehst, müssen Deine Eltern/ Du dies dem Amt sowieso mitteilen. Da werden die Leistungen dann neu berechnet. Ob dann Deine Eltern aber wieder mehr Geld bekommen, obwohl eine Person den Haushalt verlassen hat, wage ich zu bezweifeln...

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Wenn du ausziehst brauchen sie erst recht weniger Geld und bekommen nicht wieder mehr

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