Soziale Phobie Tipps?

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7 Antworten

Hi

Als erstes möcht ich dich fragen, wie alt du bist.

Ich finde super, das du den ersten Schritt gemacht und mit deinem Problem dich getraut hast sowohl einem Therapeuten und deinen Eltern davon zu erzählen.

Allerdings verstehe ich nicht, warum deine Therapie erst im Februar beginnen kann/soll. Da müsste durchaus früher etwas gemacht werden.

Ich kann dir leider keine Diagnose oder begutachtung deiner bereits bestehenden Diagnostik abgeben. Dazu müsste ich dich persönlich sprechen.

Für den Anfang, kannst du versuchen erstmal mit deinen Eltern nach draussen zu gehen. Lass dich begleiten und bewusst in "kritische" Situationen zu steuern, welche diese Angst in dir aufflammen lässt. Immer nur soweit, bis du für dich merkst STOPP! Jeden Tag mindestens zwei mal.

Zuhause dich einzuigeln ist der falsche Weg. Dadurch verstärkst du durchaus deine Angst vor Menschen und deren Anwesenheit. 

Sprich unbedingt mit deinem Therapeuten oder deinem Hausarzt darüber. Im schlimmsten Fall, kann man dich zu gewissen Schulstunden abmelden. Mit dem erzwingen das du zur Schule musst, kann sich auch vieles verschlechtern. Sprich unbedingt auch mit deinen Eltern darüber. Es ist keine Schande zuzugeben, das man Angst oder Panik verspührt.. aber man kann dir helfen. Du bist auf dem richtigen Weg.

Du darfst mich gerne auch auf privater Ebene anschreiben. Ich werde dir sogut als möglich helfen.

Alles gute und viel Erfolg

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Kommentar von brokenguurl
02.08.2016, 16:43

Hi, ich bin 16. Die Praxis schließt von September bis Anfang Februar, aus Gründen von der Praxis aus, aber es ist kein Urlaub. Mir wurde auch vorgeschlagen in der Zwischenzeit für ca. 3 Wochen in eine Tagesklinik zu gehen, aber das möchte ich nicht soo gerne. Der Antrag für die Therapie wurde auch schon gestellt damit es dann direkt los gehen kann. Habe bis dahin jetzt noch ein Gespräch.
Diese Situationen, werde ich gezielt suchen, weil ich langsam auch wirklich keine Lust mehr habe. Ich bekomme dabei auch sehr viel Unterstützung von meinen Freunden.
Vielen Dank!

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Kommentar von brokenguurl
03.08.2016, 08:04

Guten Morgen, also natürlich haben wir das auch schonmal bedacht, aber mir gefällt das dort sehr deswegen würde ich dort echt gerne bleiben. Andererseits versuche ich das momentan gerade alleine ein bisschen zu bekämpfen! :) Als mir der Tagesklinikaufenthalt vorgeschlagen wurde, war ich total dafür. Nach und nach wurde mir dann bewusst, dass ich da zum Beispiel auch essen muss und das möchte ich ungern. Ich habe mir selbst dann einen Kompromiss gemacht.. entweder ich gehe dahin oder ich arbeite eben selbst daran meine Angst zu bekämpfen. Danke dir auch!

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Kommentar von brokenguurl
03.08.2016, 09:19

Vielen dank für die Hilfe und die guten Tipps!

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In der Zwischenzeit solltest du eine Entspannungstechnik lernen. Denn: Entspannung und Angst können nicht koexistieren. Autogenes Training oder insbesondere Selbsthypnose sind da äußerst hilfreich.

Generell ist bei einer sozialen Phobie eine verhaltenstherapeutische Therapie angesagt, z. B. Expositionstherapie. Gerade bei Phobien ist eine Hypnosetherapie bei einem erfahrenen Hypnosetherapeuten ebenfalls hocheffektiv, ggf. kombiniert mit Verhaltenstherapie...  

Und mal ganz ehrlich: eine soziale Phobie gerade in deinem Alter, ist sehr gut therapierbar und die Chance die Ängste komplett los zu werden sind sehr hoch :-)

LG

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Vielleicht vorher daran gewöhnen, d.h. dich langsam immer mehr in die Nähe von anderen Menschen begeben, bis du wieder mit der Phobie klarkommst.

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Kommentar von brokenguurl
02.08.2016, 15:00

Habe nurnoch 2 Tage Zeit dazu, ich glaube das bringt mir jetzt auf die Schnelle nichts, werde das aber neben der Schule machen. :) Danke!

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Suche dir einen Psychotherapeuten/in, mit dem/der du gut kannst (Beziehung gut ist).
Gehe mit einer vertrauten Person hinaus, in einen Laden, lass dich begleiten zu "bekannten" Menschen. Wenn du das geschafft hast, dann gehe alleine zu "bekannten" Menschen. Belohne dich selbst, wenn du das geschafft hast. Je öfter du es machst, umso leichter wird es. D.h. du nimmst diese Herausforderungen schrittweise an, egal wie oft du dich begleiten lässt, irgendwann ist der Punkt erreicht, dass du alleine gehst.
Ich bin überzeugt, dass du es schaffst.

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Wende Dich bitte an den Arzt, der die Diagnose gestellt hat! Nur der ist für eine entsprechende Therapie zuständig. Zumindest wird er Dir sagen können, an wen Du Dich nun wenden kannst!

Weiterer Ansprechpartner sind Deine Eltern. Die werden Dich sicher unterstützen.

Alles Gute und gute Besserung

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Kommentar von brokenguurl
02.08.2016, 15:02

Ich bin momentan bei einem Therapeuten. Die Therapie kann aber erst im Februar beginnen. Also bin ich bis dahin so gut wie alleine auf mich gestellt und meine Eltern wissen auch nicht so recht was sie tun können. Das einzige was sie mir gekauft hatten waren 'Beruhigungsdrops' für solche Situationen.. die wirken aber nicht mehr so ganz. Trotzdem danke!:)

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Gehe zu einem Psychologen aber tu auch selbst was. Setze dir Ziele...rausgeben und jmd. Nach der Uhrzeit fragen etc. 

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Vielleicht liegt es ja auch an den Fehltagen und du kannst dich wegen der Phobie nicht konzentrieren.

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