Frage von MarikoMei, 146

Soziale Phobie ,keine freunde schwere depression Angstzustände was nun?

Hallo erst mal... Erstmal zur meiner Person : ich bin ein Mädchen und 17 jahre alt und leide an einer starken sozialen phobie und einer schweren depression dies wurde auch schon diagnostiziert zudem habe ich noch suizidgedanken und verletze mich hin und wieder selber.

Ich war ein halbes jahr in einer psychatrie und davor war ich auch schon einmal 3 monate in einer gewesen ich habe die therapie abgebrochen aus starkem heimweh obwohl die empfehlung war das ich noch bleiben solle. Nun ja die therapie brachte eben gar nichts mir konnte keiner helfen ich habe immernoch panische angst mit anderen zu reden abgesehen von meinen eltern und meinem bruder.. ich habe seit ich 12 bin wirklich keine einzigen freunde mehr gehabt den da fing es am richtig schlimm mit der phobie zu werden da ich meine beste freundin verlor diese war die einzige damals mit der ich wirklich redete wir kannten uns auch seit dem kindergarten. NUN ich fühle mich so leer ich finde mein leben hat keinen sinn den ich sitze nur im zimmer und schlafe und warte bis der tag ein ende hat ich kann weder arbeiten noch zur Schule wegen der phobie ich bin total eingeschränkt und habe keinen ich bin total am ende und verzweifelt. Da ich in der realität keine freundschaften schliessen kann oder sonst was will ich es hier versuchen vielleicht findet sich hier jemand der auch dieselben probleme hat und sich austauschen will und sich gegenseitig mut macht und für einen da ist. So das wars von mir ich hoffe es schreibt jemand :)

Antwort
von conelke, 96

Ich will ehrlich zu Dir sein...wenn das alles tatsächlich diagnostiziert wurde, dann musst Du auch eine Therapie durchhalten - auch wenn Du Heimweh hast. So etwas verschwindet nicht von heute auf morgen. Man braucht Geduld und sollte auch wirklich den Willen haben, etwas an seiner Situation zu ändern. Du merkst selbst, dass es Dir immer schlechter geht - Du bist auf psychologische Hilfe angewiesen, ob Du es nun stationär über einen Klinikaufenthalt machst oder eine intensive Therapie mit einem Psychologen. Ich könnte mir jedoch vorstellen, dass der erste Schritt erst einmal die Psychatrie ist und wenn man dort Erfolge bei Dir sieht, dass man Dich entlässt und einem Psychologen an die Hand gibt, der Dich dann mit wöchentlichen Besuchen bei ihm unterstützt. Deine Phobie wird nicht einfach so gekommen sein, dafür gibt es vermutlich Gründe, die man herausfinden muss. Wenn sie bekannt sind, kann man auch Strategien entwickeln, um dagegen anzugehen. Ich weiß nicht, ob ein Abbruch so günstig war. Es ist die Frage, ob die Krankenkasse einen weiteren Versuch von Deiner Seite aus, zusagt. Das müsstest Du in Erfahrung bringen. Auf jeden Fall benötigst Du Unterstützung durch die Kasse, denn einen Psychologen privat zu bezahlen, ist eine teure Angelegenheit. Wie gesagt, wenn Du aus Deiner traurigen Situation herausmöchtest, musst Du Deinen ganzen Willen aufbringen und Dich nochmals in fremde Hände begeben. Außerdem musst Du viel Geduld haben. Etwas, was sich über Jahre aufgebaut hat, bekommt man nicht in ein paar Wochen in den Griff. Es gibt Fortschritte und auch Rückschritte, aber man nähert sich langsam dem Ziel. Alles Gute.

Kommentar von conelke ,

Freunde braucht man, wie die Luft zum atmen. Da gebe ich Dir völlig recht. Eine liebe Person an seiner Seite zu wissen, mit der man Freud und Leid teilen kann, ist etwas ganz besonderes. Freunde findet man aber in aller Regel nur, wenn man mit sich selbst im Reinen und zufrieden ist. Du mussst erst einmal Dein inneres Gleichgewicht wiederfinden, wieder Freude am Leben haben und dann kannst Du auch Freundschaften schließen ohne Ängste.

Kommentar von MarikoMei ,

Ich war ja insgesamt 3 mal in der klinik meinen letzten aufenthalt habe ich ja durchgezogen nur ... finden die psychologen das es mir dort einfach nichts bringt und das die mir nicht mehr helfen könnten ich denke nicht das wenn ich jetzt noch mal hilfe will das ich noch mal eingewiesen werde und wenn dann wer es ja wieder das selbe dort das die mir nicht helfen können ich habe meine soziale phobie ja schon seit ich ein kleines kind war so als ich in den kindergarten kam es ist deshalb extrem schwer für mich diese so schnell wieder loszubekommen ich meine ich bin Jetzt 17 und leide14 jahre daran und ich schaffe es einfach nicht mich zu öffnen ich nicke oder schüttel den kopf statt zu reden nur ab und zu sage ich etwas da kann man mir wohl nicht helfen ich weiß nicht wie ich mir selber helfen soll meine Angst ist einfach viel zu groß ich hatte auch zeiten als ich noch zu hause lebte da habe ich meine fenster mit lichtundurchlässiger folie abgeklebt um die ausenwelt nicht mehr zu sehen und kam tagelang nicht aus meinem zimmer etc ich habe einfach  viel zu große angst vor anderen ich weiß nicht weiter ich soll aber bald noch eine ambulante therapie machen  aber da bekommt man ja eh nur 1 mal in 3 monaten nen termin ob das etwas bringt naja hm zurzeit wohne ich ja in einer wohneinrichtung für psychisch kranke  aber da helfen die einem ja nicht das sind ja keine psychologen nur krankenpfleger mit denen kann ich auch nicht so reden ich warte dann mal ab nur halte ich meinen alltag so nicht aus nur im zimmer hocken und schlafen und jeden tag das selbe ab und zu aktivitäten aber wenige... und ich weis nicht was ich tuhen soll wenn ich mich umbringen will und es mir total schlecht geht weil dank der phobie traue ich mich ja nicht bescheid zu sagen... alles so kompliziert

Kommentar von conelke ,

Es hörte sich so an, als hättest Du die Therapie abgebrochen, weil Du Heimweh hattest...

Ich bin natürlich kein Psychologe und ich kann Dir auch nicht raten, was Du konkret machen musst, um Deine sozialen Ängste zu überwinden.

Vermutlich hätte man diese Verhaltensauffälligkeit schon in früher Kindheit behandeln müssen. Wenn man über Jahre das meidet, wovor man Angst hat, dann ist es natürlich sehr schwer diesen Teufelskreis zu durchbrechen.

Ich hatte mal eine Bekannte, die unter schweren Depressionen litt und ebenfalls einen Klinikaufenthalt in Angriff genommen hat, auch sie erzählte mir, dass ihr das nichts gebracht hat. Ich kann das nicht beurteilen...ich könnte mir höchstens vorstellen, dass man sich aus personellen und zeitlichen Gründen vielleicht nicht so intensiv um die Patienten kümmern kann, wie sie es vielleicht bräuchten. Aber das ist lediglich eine Mutmaßung. Ich will mir nicht anmaßen zu sagen, dass die Leute ihren Job nicht verstehen.

Für jemanden, der keine soziale Phobie hat - vielleicht nur schüchtern oder introvertiert ist, sind Deine Probleme sehr schwer nachvollziehbar.

Vermutlich müsstest Du neben einer tiefenpsychologischen Behandlung, die der Ursache für Deine Ängste auf den Grund geht auch eine Verhaltenstherapie machen. Man müsste Dir einfache Aufgaben stellen, die Dich dazu veranlassen mit Menschen in Kontakt zu treten z. b. mal nach der Uhrzeit fragen oder mal nach dem Weg. Wenn Du dann siehst, dass Dir die Menschen bei höflichem Entgegenkommen auch freundlich gesinnt sind, hast Du schon mal ein gutes Stück geschafft. Und so werden die Aufgaben immer ein bisschen anspruchsvoller.

Dies kannst Du jedoch nur mit psychologischer Betreuung schaffen und da wären 1-2 Termine im Monat definitiv zu wenig. Du bräuchtest vermutlich eine Betreuung, die 1-2x die Woche für Dich da ist.

Ich weiß nicht, ob Du einen Psychologen an der Hand hast, den Du ansprechen kannst, aber wenn Deine Gedanken schon in Richtung Suizid gehen, ist es wirklich schon arg und ich würde Dir empfehlen schnellstens zu agieren.

Kann man Dich nicht medikamentös einstellen, so dass Du weniger depressiv bist, sondern vielleicht auch die nötige Begeisterung mitbringst, Dich einer Verhaltenstherapie zu stellen?

Ist Dir als kleines Kind irgendetwas widerfahren, dass Dich dazu hätte bringen können, vor Menschen generell Angst zu haben? Das würde mich echt mal interessieren.

Der Mensch ist ein soziales Wesen und braucht Familie und Freunde, wie Essen und Trinken. Er lebt durch und mit sozialen Kontakten. Wenn man diese nicht hat, verkümmert man sozial und es entwickeln sich dementsprechend natürlich Ängste. Was ist es konkret, wovor Du Angst hast? Ablehnung?

Menschen treffen aufeinander und man merkt relativ schnell, ob man auf einer Wellenlänge schwimmt, wenn nicht, dann geht jeder seines Weges, die anderen bleiben vielleicht eine Weile oder für immer. Was meinst Du denn könnte passieren, wenn Du Kontakt zu anderen Menschen hast, die Dir fremd sind? Doch eigentlich nichts.

Du bist schon zu lange in dieser Situation gefangen, vielleicht hast Du Dich auch darin schon gut eingerichtet und nimmst es innerlich so hin, weil Du meinst, dass Du eh nichts ändern kannst, aber das ist nicht richtig. Um an das Ziel zu kommen, muss man anfangen sich zu bewegen, Hürden und Steine überwinden und sich nicht ablenken lassen.

Wenn DU aus diesem Teufelskreis wirklich heraus willst, dann kannst Du das auch schaffen. Natürlich wird das unbequem und Du musst Dir Einiges abverlangen und Dich überwinden, aber von Nichts kommt Nichts.

Sprich mit einem Psychologen, sage ihm alles, was Dich belastet und erzähle von Deinen negativen Gedanken, sonst trittst Du weiter auf der Stelle. Alles Gute.

Antwort
von FelinasDemons, 81

Bist du im Moment in Therapie?Wenn nicht,solltest du dir dringend einen Platz suchen.
Mit geht's so ziemlich wie dir.Hab kaum Freunde bzw keine "echten",hab eine soziale Phobie und bin depressiv,hab hin und wieder Sgedanken.War zweimal in einer Psychiatrie hat mir aber auch nichts gebracht.Außer neue Narben am Arm:/
Na ja,wie schon gesagt,solltest du dir dringend psychologische Hilfe suchen,sonst könnte es schlimm mit dir enden.

Antwort
von sozialtusi, 85

WArum suchst Du dir nicht einen neuen Therapeuten und lässt Dich vernünftig auf Medikamente einstellen? Damit muss doch niemand dauerhaft leben...

Kommentar von MarikoMei ,

Ich nehme schon meine zweiten tabletten aber die bringen mir meist nichts auser übelkeit und das es mir manchmal noch schlechter geht das sagte ich der ärztin die sagt nur das die diese nich absetzten wird. Ja werde ja bald eine ambulante therapie machen aber ob diese was bringt bezweifle ich stark

Kommentar von sozialtusi ,

Manchmal dauerts, bis man die richtigen TAbletten gefunden hat :) Alles Gute!

Antwort
von VirtualHebrides, 81

Du musst dir erneut einen Platz suchen und eine Therapie anfangen. Und dieses Mal auch konsequent durchziehen.

Wenn du Kontakte oder Freundschaften suchst, bist du hier nicht an der besten Stelle, fürchte ich.

Dafür würde ich eher eine Art Forum oder Gemeinschaft mit Leuten suchen, denen es ähnlich geht. Da wird es dir auch leichter fallen, jemanden zu finden, der dich ein wenig verstehen kann.

Aber oberste Regel: Mach die Therapie.

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