Soziale Kosten werden beim BIP nicht berücksichtigt?

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4 Antworten

Hi Samy7,

nein, soziale Kosten werden im BIP nicht berücksichtigt. Das BIP gibt nur die Summe aller Waren und Dienstleistungen an.

Du hattest recht mit deinem Erklärungsversuch, dass indirekte Kosten das BIP bei Umweltverschmutzung steigern. So beeinflusst Umweltverschmutzung z.B. die Gesundheit der Menschen. Je mehr Menschen aber krank werden, desto mehr verdienen Ärzte, Pharmakonzerne etc.

lg, hummelchen

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Kommentar von Nasdaq14
28.03.2016, 17:54

desto mehr verdienen Ärzte, Pharmakonzerne etc

 womit sie zu Flussgrössen werden und damit für das BIP relevant.

Mit freundlichen Grüßen

Nasdaq

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Kommentar von berkersheim
28.03.2016, 18:28

Nicht korrekt: Die Kosten der Einen sind die erfassten Umsätze und Dienstleistungen der anderen. Je mehr Müll die Leute machen, desto höher sind die Einnahmen bei der Müllabfuhr oder beim Recycling.

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Bei Deinem Beispiel wäre es ja konkret bemessbar, und, da würde ich Deiner Logik folgen, fließt es auch mit ein. Wenn sich Ehrenamtliche um die Beseitigung kümmern oder es irgendwann erst in der Zukunft relevant wird, dann sind die Folgekosten nicht enthalten.

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Das BIP zeigt Ergebnisse an, die über Markthandlungen erzielt werden. So zeigt z.B. das BIP bei einem selbst gebauten Wintergarten nur an, was in Baumärkten gekauft wird, nicht aber die darüber hinaus gehende Wertsteigerung des Hauses. Ebenso wird die Versorgung der Familie durch Hausfrau/Hausmann nicht angezeigt, wohl aber, wenn dafür eine Zugehfrau eingestellt wird.

Kosten erscheinen im BIP nur indirekt, wenn sie in der Wertschöpfungskette auftauchen, d.h. auch Soziale Kosten tauchen auf z.B. als Leistung von Altenheimen, von Entsorgungsfirmen (auch Müllabfuhr), Kosten von Entzugsanstalten oder geminderte Versicherungsgewinne. Soweit z.B. die Vermeidung von Luftverschmutzung mit Auflagen durchgesetzt wird, erscheinen die Ausgaben dafür als Vorleistung der Dienstanbieter. Ähnliches gilt für die Wasseraufbereitung. Soweit allerdings zum Erhalt von Umweltgütern keine Widerherstellung oder Vermeidung vom Gesetzgeber vorgeschrieben ist, also niemand dafür Ausgaben tätigen muss, die anderswo als Einnahmen erfasst werden, werden diese Umweltkosten nicht im BIP erfasst.

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Das BIP besteht aus monetären realen Flussgrössen, daher werden soziale Kosten nicht berücksichtigt.

Hausfrauenarbeit fließt daher nicht mit ein, eine Haushälterin dagge sehr wohl.

Umweltschäden werden erst dann berücksichtigt, wenn deren Beseitung zahlungsmäßig relevant wird.

Mit freundlichen Grüßen

Nasdaq



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