Frage von Hausaufgaben, 27

Kann mir jemand folgenden Satz erklären?

Kann mir jeman diesen Satz erkäre, verstehe ihn nicht ganz.

" Die Sozialdemokraten hätten be stärkerem Gestaltungswillen mehr verändern können und weniger bewahren müsse"

( Es geht darum das die Sozialdemokraten 1918 November die Macht bekommen haben

Antwort
von Lazybear, 18

Ich glaube der satz bezieht sich auf die gestaltung der weimarer republik, diese hatte im gegensatz zur brd heute zwar viel neues, aber auch viel altes aus der monarchie, zb die sehr starke stellung des reichspresidenten, der auch ersatzkaiser genannt wurde, man hat sich also nicht vollständig von der alten vorstellung gelöst wie ein staat zu sein hat, was letztenendes viel zum scheitern der demokratie beitrug! So würde ich es mir erklären, man hat mehr bewahrt als neu gemacht!

Antwort
von eusreg, 27

Öhm, das "Bewahrende" ist ja eine Domäne der Konservativen, also der damaligen Zentrumpartei glaub ich.

Die Sozialdemokratie gilt als "progressiv", also voranschreitend, zukunftgerichtet, also das Gegenteil vom Bewahren der alten Werte.

In dem Satz wird also gesagt (wer sagt den eigentlich?), dass die Sozialdemokraten entgegen ihrer eigenen Tradition bewahrend gehandelt haben statt wie sonst progressiv.

Der Sprecher hat auch noch gesagt, dass die Sozialdemokraten, hätten sie progressiver gehandelt, noch mehr die Situation beeinflussen hätten können, "gestalten", wie er sagt.

Der Satz klingt arg politisch, als ob ein Politiker ihn ausgesprochen hätte.

"Polemisch" nennt man das glaub ich. Wenn man durch etwas, was man sagt, Stellung bezieht und Dinge, auf die man anspielt, stark politisch bewertet.


Antwort
von Immofachwirt, 16

Ja, der der ihn ausgesprochen hat.

Den mit diesem Satz belegt der Autor nur, dass er weder die Sozialdemokratie verstanden hat, noch die Weimarer Republik.

Die Sozialdemokratie hat im Gegensatz zum Kommunismus nicht die Revolution gesucht, sondern stets den Ansatz die Mehrheit der Bevölkerung bei Veränderungen mitzunehmen. Das ist sozusagen der Mittelweg zwischen Kommunismus und Konservativen. Eine Demokratie in der Weimarer Republik wäre schon im Ansatz gescheitert, wenn die Sozialdemokratie nicht die "alten" Kräfte mit einbezogen hätte.

Kommentar von Unsinkable2 ,

Den mit diesem Satz belegt der Autor nur, dass er weder die Sozialdemokratie verstanden hat, noch die Weimarer Republik.

Das hängt davon ab, welche "Sozialdemokratie" du meinst. Jene, die "frühsozialistisch" war und sich noch "Sozialistische Arbeiterpartei" nannte? Jene, die der Kriegshetze und Spaltung der Gesellschaft nachlief? Oder eher jene, die orientierungslos durch Zeit & Gesellschaft stolpert?

Beispiel: Allein die Tatsache, dass die "frühe SPD" Karl Marx als zentralen Impulsgeber ihrer Ideale sah; die "heutige SPD" genau diese Ursprünge aber krampfhaft zu leugnen versucht, ist ausreichend deskriptiv.

Es gibt in der SPD nur eine einzige Konstante, die mit dem Tode Bebels eingeführt wurde: "Verrat um der Macht willen, koste es das Volk, was es wolle".

Die Sozialdemokratie hat im Gegensatz zum Kommunismus nicht die Revolution gesucht, sondern stets den Ansatz die Mehrheit der Bevölkerung bei Veränderungen mitzunehmen.

Und genau das ist eines der Kernprobleme der mittleren und späten Sozialdemoratie. Sie hat nie verstanden, wie Gesellschaft "tickt". 

Schon die Umbenennung der Partei von "Sozialistisch" in "Sozialdemoratkisch" in der unmittelbaren Folge der Aufhebung des Sozialistengesetzes war der erste große Verrat und die wesentlichste Täuschung des potenziellen Klientels.

Aber auch die verschiedenen Abspaltungen - von der USPD (aus der später die KPD hervorging) bis zu den GRÜNEN - zeigen unzweifelhaft, dass die SPD zu keiner Zeit ihrer mittleren (und noch weniger in der späten) Phase in der Lage oder wenigstens willens war, auch nur ansatzweise imstande zu sein, "Mehrheiten" zu versammeln. 

Beispiel: "Schröders SPD" sorgte bereits vor 1,5 Jahrzehnten für massive Einbrüche und rapide sinkende Zustimmung in den "Mehrheiten" der Bevölkerung.

Doch anstatt den Kurs zu überdenken; anstatt sich nach den "Mehrheiten" zu richten, verfolgte die SPD - wie ihre "mittleren Vorgänger" - den klassischen Weg der SPD: Verrat, Lüge, Betrug, Heuchelei ... und "macht-konforme" Anbiederei bei jedem, der lange genug still hält; während man gleichzeitig JEDES Ideal über Bord warf und wirft, das dabei stört.

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Dein Postulat ("Mehrheiten mitnehmen") ist daher durchaus als "typisch SPD" zu beschreiben; Immofachwirt: Eine Vision (die du vielleicht sogar selbst glaubst), die aber mit der Realität auf Kriegsfuß steht...

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Eine Demokratie in der Weimarer Republik wäre schon im Ansatz gescheitert, wenn die Sozialdemokratie nicht die "alten" Kräfte mit einbezogen hätte.

Geschichtsklitterung, wie sie bei der SPD üblich ist.

Tatsache ist, dass die Weimarer Republik scheiterte, weil die SPD außerstande war, "mehrheitsfähige Konzepte" zu entwickeln; sich aber gleichzeitig aus purer Angst vor dem eigenen Machtverlust bei konservativen und reaktionären Kräften anbiederte. ... Nicht "beim Volk", sondern "bei der Politik"; auf der Ebene der "höheren Gesellschaft", ... also dort, wo sich SPD-Granden auch zeit der Bundesrepublik stets am wohlsten fühlten und fühlen (s.a. "Genosse der Bosse")...

Die Weimarer Republik ist also vor allem daran gescheitert, weil die SPD - wie stets in ihrer Geschichte; und vorausgesetzt, man nimmt ihre Aussagen beim Wort, setzt also "Ehrlichkeit" voraus - "mehr Mund als Hirn" hatte und sich einen Dreck um "Mehrheiten" scherte...

Kommentar von Immofachwirt ,

Du hättest auch einfach schreiben können, dass du meine Meinung nicht teilst du die Sozialdemokratie nicht magst, statt deine eigenwillige Sichtweise hier zu verbreiten.

Kommentar von Unsinkable2 ,

Ob ich die SPD "mag" oder "nicht mag" spielt keine Rolle. Entscheidend ist, dass deine Behauptungen falsch sind und auch durch Wiederholungen nicht wahrer werden.

Die SPD hat es 1914 endgültig aufgegeben, sich an "Mehrheiten" zu wenden. Sie wendet sich an die "Macht"; und NUR dorthin. Und dazu verrät und  verkauft sie jeden, ganz besonders bevorzugt aber jene, die auf ihren Deckmantel hereinfallen. 

Tatsächlich ist sogar die NPD ehrlicher, als die SPD. Sie mag keine schöne Meinung haben; aber sie steht wenigstens dazu und heuchelt dem Pöbel nicht irgendwelche wohlfeil zu schluckenden Lügen vor, um sich die Macht zu sichern... s. nachgefragter Satz oben...

Kommentar von Immofachwirt ,

Ja, ja die Kommunisten und ihr verqueres Weltbild.

Es waren die Kommunisten, die mit den Nazis in der Weimarer Republik gemeinsame Sache gegen die Demokratie agiert hatten, was wohl auch deine welt- und geschichtsfremde Wahrnehmung im Bezug auf die Ehrlichkeit der NPD und die Bezeichnung des Volkes als Pöbel erklärt.

Gottlob haben die meißten Deutschen, die Wissenschaft wie auch ich eine andere Sichtweise als du. Im Gegensatz zu der SED (heute Linkspartei) und den Kommunisten, hat die Sozialdemokratie in Deutschland und Europa sehr viel für die Bevölkerung erreicht, ohne dass sie eines Überwachungsstaates oder einer Lynchjustiz bediente, wie es die Nazis und die Kommunisten ja so gerne taten und tun. Das Karl Marx noch von solchen Leuten für ihre menschenfeindliche Weltsicht missbraucht wurde und wird, ist ein Treppenwitz der Geschichte.

Antwort
von voayager, 10

"hätte, hätte - Fahrradkette, kann ich da nur sagen

Antwort
von Oldtimertreffen, 22

Du meinst:

  »Die Sozialdemokraten hätten bei stärkerem politischen Gestaltungswillen mehr verändern können und weniger bewahren müssen«

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