Frage von CansuN 09.03.2010

Sozial schwache Schüler...

  • Hilfreichste Antwort von carstenhuesing 10.03.2010
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Guten morgen. Mit deiner Frage hast du du das Problem fast schon beantwortet. ;-) Sozial schwach zu sein bedeutet eben nicht ausschließlich finanziell schlecht dazustehen, auch wenn das einer der Faktoren ist, die für gesellschaftliche Ausgrenzung sorgen. Alle, von dir beschriebenen, Akteure sind an der Entwicklung des Kindes beteiligt. Die Eltern bei der Erziehung, der Vermittlung von Werten. Dies ist der wesentlicher Grundstein auf dem in Kindergarten und Schule aufgebaut werden muß. Das Kind braucht von Anfang an Herausforderungen, Bestätigung, Lob, Tadel, Grenzen... In der Schule liegt es in der Verantwortung der Lehrer hieran anzuknüpfen, ggf. noch zu ergänzen was in elterlicher Erziehung nicht vermittelt wurde. Ein reger Austausch zwischen Eltern und Lehrern unter Einbeziehung der Kinder wird hier sicher hilfreich sein. Auch bei "schwierigen" Kindern können Lehrer beratend zur Seite stehen. Die Entscheidung ob z.B. ein Schulpsychologe hinzugezogen wird obliegt den Eltern. Hier ist Aufklärung sehr wichtig. Den Eltern mß bewusst werden das dem Kind in diesem Fall kein Stempel auf die Stirn gedrückt wird. Möglichkeiten gibt es genug. Auch der Politik die Schuld an einem nicht optimalen Schulsystem geben zu wollen sieht aus als würde nur ein Sündenbock gesucht werden um eigene Probleme auf andere Schultern abzuwälzen. Sicher ist es so, dass die Zahl der Lehrkräfte in den letzten Jahren mehr und mehr gesunken ist. Trotzdem kann dies kein Grund sein das Kind, bei Krankheit eines Lehrers, sich selbst zu überlassen. Hier sind die Schulleitungen gefragt, Pläne zu entwickeln die greifen wenn ein Kollege erkrankt.

    Aber zu eigentlichen Fragen zurück: Ich bin der Überzeugung, dass über ein starkes Selbstbewusstsein des Schülers vieles erreicht werden kann. Selbstbewusstsein über die Akzeptanz im Klassenverband, über die Bestätigung bei guten Leistungen, über Förderung von Talenten, Behandlung des Schülers als vollwertiges Mitglied der Gesellschaft. Frühe Aufklärung, bereits in Kindergarten, hat hier wesentlichen Einfluss auf das soziale Verhalten von Kindern und die gegenseitige Akzeptanz.

    Fazit: Meiner Meinung nach alles eine Frage der Erziehung, die Zuhause beginnt und in Kindergarten und Schule fortgeführt werden muß.

  • Antwort von McCall 10.03.2010
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Akademikerkinder erhalten eine sechseinhalbfach höhere Chance das Abi zu erreichen, als Kinder von Eltern ohne Abi. Das Kind eines Elternteils mit Abitur benötigte in einem Test 65 Leistungspunkte um einen Lehrer davon zu überzeugen gut zu sein, daß Kind dessen Eltern keinen Schulabschluß vorweisen konnten, benötigte 97 (!!) Punkte. Bei gleicher (gemessener) Intelligenz besuchen 50% der Kinder aus der gehobenen Mittelschicht das Gymnasium, nur 10% der Arbeiterkinder wird dieses gewährt. Dabei beklagt die Bundeswehr bei Abiturienten Rechtschreibfehler im hohen zweistelligen Bereich. Und die ZVS muß Studenten mittlerweile den Unterschied zwischen senkrecht und waagerecht erklären, wenn es darum geht, die erforderlichen Unterlagen korrekt auszufüllen. In keinem anderen Land hängt der Bildungserfolg so sehr von Ausbildung und Geldbeutel der Eltern ab, wie in Deutschland.

  • Antwort von treulose 09.03.2010
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Gar nichts, denn es wird immer Gewinner und Verlierer geben, man muss das diferenzieren denn es darf nicht sein, dass starke Schüler aufgrund von schlechten Schülern im Lernniveau benachteiligt sind. Unser bestehendes Schulsystem ist einwandfrei, jeder Schüler kann durch gute Leistungen Abitur machen, siehe Gesamtschule und auch die Hauptschulen ermöglichen Realschulabschluss zu machen und danach kann jeder auf Berufsschulen einen höheren Abschluss erwerben. Der Wille entscheidet allein Jedem stehen alle Türen offen und das hat wenig mit Geld zu tun

  • Antwort von SugarBloom 09.03.2010
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Es gibt genauso auf dem Gymnasium sozial schwache schüler. Das ist doch totaler quatsch!!

  • Antwort von McCall 10.03.2010
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Noch eine Anmerkung: 94% aller Analphabeten haben eine Schule besucht, und blieben unentdeckt. Bei dieser hohen Zahl scheint es sehr viele Lehrer zu geben, denen die Schüler vollkommen egal zu sein scheinen. Denn ansonsten wären sie ja, in dem ach so guten Schulsystem, entdeckt worden. Aus mehreren Studien ist auch bekannt, daß hübschere Menschen bei gleichen Leistungen bevorzugt behandelt werden. Demnach ist das System nicht gerecht. Aus eigener Erfahrung kenne ich einen Fall, in dem eine ehemalige Mitschülerin 2 Hauptschulen, 2 Sonderschulen und sogar eine Psychatrie durchlaufen hatte, weil sie als unbeschulbar galt. Das war zu meiner Zeit "die Doofe". Durch viel Glück schaffte sie es, ihre Leistung überprüfen zu können. Die Gute war hochintelligent und schlichtweg unterfordert. Sie hat die Schulabschlüsse nachgeholt, als eine der Landesbesten das Abitur bestanden, in Rekordzeit studiert und lehrt heute in einem Institut das sich um Hochbegabte kümmert. Ihre Lehrer(innen) erklärten ihr damals, sie sei schlichtweg "doof und faul" und sie würde "in der Gosse landen". Ein Hoch auf unser Bildungssystem!! :-(

  • Antwort von irene72 09.03.2010
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    sozial schwache Schüler haben ja einen entsprechenden familiären Hintergrund, erfahrungsgemäß weniger Motivation zum Lernen, weil ja das Vorbild fehlt, ihnen kann nicht geholfen werden von den Eltern, was sich natürlich in den Leistungen niederschlägt. Das Problem ist, daß das jetzige Schulsystem keine Möglichkeiten bietet, solchen Schülern wirklich zu helfen, speziell auf sie einzugehen und Defizite des Elternhauses auszugleichen. Wenn Dich das interessiert, schau Dir mal die Seite "Grundlagen für eine neues Bildungssystem" auf der homepage von onlinetechniker.de an, da kannst Du nachlesen, was getan werden müßte, um das Schulsystem zu verbessern...

  • Antwort von Gockeline 09.03.2010
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Sozial schwache Schüler,was meinst du damit?Kein Geld zu haben oder sich nicht im Ungang zozial gut zu verhalten?Das ist ein Unterschied.Wer viel Geld hat ist noch lange nicht sozial eingestellt.Wer arm ist kann sozialer sein als Menschen mit Geld. Wenn du damit meinst dass arme Menschen nicht in höhere Schulen kommen,dann muß ich ja sagen.Wenn du meinst dass reiche Menschen aufs Gymnasium kommen obwohl sie nicht so intelligent sind, dann sage ich ja so ist es.Diese reiche junge Menschen kommen dann durch Hilfe ihrer Sponsoren im Beruf weiter. Da kannst du auch am Schulsystem nichts ändern,das wird immer so sein.Wer viel Geld hat dem gehen alle Türen von alleine auf.das ist in jedem Bereich so auch in der Politik.

  • Antwort von Volker13 09.03.2010
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Es gibt gar keine sozialschwachen Schüler, sondern nur sozialschwache Eltern.

  • Antwort von EgyptSummer 09.03.2010
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Es ist leider oftmals so, dass Kinder die aus sozial schwachen Familien kommen zu Hause nicht die nötige Aufmerksamkeit bekommen zum Thema Schule/Bildung. Manchmal liegt es wohl auch daran, dass die Eltern leider auch nicht viel Wert auf ihre eigene Bildung gelegt haben.

    Was aber nicht unbedingt heißen soll, dass es nicht trotzdem viele Kinder gibt, die von zu Hause aus nichts mitbekommen und trotzdem ganz hervorragende SChüler sind.

    Ich denke in der heutigen Zeit ist es schon wichtig, dass Eltern sich um die Bildung ihrer Kinder kümmern und versuchen sie zu fördern, da meiner Meinung nach den Kindern heute viel abverlangt wird. Aber wenn die Eltern es entweder nicht können oder wollen, dann ist es natürlich schwierig.

    Eine Änderung im Schulsystem ist wohl immer ein wenig schwierig und sehr langwierig. Das Problem ist auch sicherlich, dass einige Lehrer einfach nur ihren Plan durcharbeiten ohne sich sonderlich für die Schüler zu interessieren. Und wenn man mal dann einen wirklich guten engagierten Lehrer hat, dann schaffen es meistens auch alle Schüler, egal aus welcher sozialen Schicht, sich für das Fach zu begeistern und richtig was zu lernen.

  • Antwort von schlaubert 09.03.2010
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Das liegt nicht am Schulsystem.Sozial schwache Familien sind oft auch sogenannte Bildungsferne Familien.Aus diesem Grunde sind sie ja sozial schwach.Diese Eltern sind gar nicht in der Lage ihren Kindern die nötige Erziehung für höhere Bildung zu geben.Schaffen sie es doch können die Kinder ohne weiteres auch auf ein Gymnasium,das ist ja kein finanzielles Problem.

  • Antwort von ralphkurz 09.03.2010
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Schublade auf, Kind rein, Schublade zu.

    Die Einordnung in Schubladen bzw. Schulen erfolgt NUR aufgrund der Noten in der Schule.

    Dann ist es so, dass es wohl so ist, dass Kinder sozial schwacher Eltern Ihre Kindern nicht die richtige Förderung geben / können / wollen. Die Ursachen dafür können z.B. mangelndes Bildungsniveau der Eltern oder mangelnde finanzielle Flexibilität sein.

    Wenn die Kinder dann in der Schublade sind, kann es sein, dass sie sich anpassen und den "Anforderungen" gerecht werden. Sie passen sich evtl. ihrem "schlechten" Umfeld an.

    Über das Thema kann man stundenlang reden.

  • Antwort von pierrot 09.03.2010
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Das hat auch mit der Einstellung der Eltern zu tun.Wenn man so hinter die Fassaden so manch vermeintlich guten Familien sieht,ist nicht alles Gold was glänzt!

  • Antwort von treckertom 09.03.2010
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Hörensagen. Irrelevant. Arroganz.

    Weniger Liberalismus?

  • Antwort von SchokoBrunnen 09.03.2010
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    ICh weiß nicht ganz warum aber ich glaube das die Schule daran Schult hat. Im Gimmi musst du jeden Tag ja hauffen weiße lernen!Aber ich weiß nicht warum es könnte gut möglich sein aber auch nicht.

  • Antwort von MScChris 06.11.2010

    Es wird gesagt das die Sozial schwachen Schüler eher auf Hauptschule und Gesamtschule zugeordnet werden....und wenn man sich Gymnasien anguckt sind da eigentlich nur Sozial starke Schüler zu finden! Woher kommt das? Und wie können Lehrer, Eltern und der Staat, etc. tun/ändern damit sich das Schulsystem in Deutschland ändert/bessert??

    Die Frage ist ja nun schon einige Monate alt, aber sie wird wohl auch in den nächsten Jahren nicht an Aktualität verlieren. Aus meiner Sicht ist es genau diese Thematik der wir uns in Deutschland in den kommenden Jahren zu stellen haben.

    Eine einfache und allgemeingültige Antwort gibt es auf diese Frage nicht. Mir ist auch aufgefallen, dass diese Frage häufig sehr subjektiv beantwortet wird, was ich auf die jeweils individuelle Erfahrung der Autoren zurückführe.

    Meiner Ansicht nach ist die Aussage Grundsätzlich korrekt. Sozial schwache Schüler, damit meine ich Kinder aus Familien die unzureichende Erziehungsarbeit geleistet haben (ob gewollt oder nicht) und aus Familien die sich nicht um sich selbst kümmern können (z.b. arbeitslosigkeit, drogenkonsum). Diese Schüler werden nach der Grundschule häufig auf eine Hauptschule versetzt. Dies gilt leider außerdem für Schüler mit einem internationalen Hintergrund, die aus welchen Gründen auch immer, die Deutsche Sprache nicht vollständig beherrschen. Schüler deren Eltern gute Erziehungsarbeit geleistet und ihre Kinder von klein auf gefördert haben, besuchen in der Regel ein Gymnasium.

    Unabhängig davon, welche Schulform in Kind besucht, müssen wir uns allerdings fragen, wie wir jedes Kind individuell fördern können um stärken auszubauen und dabei helfen, mit schwächen umzugehen. Ich halte das Schulsystem in Deutschland grundsätzlich für gut, ansonsten würden wir wohl kaum zur Weltspitze für Ingenieurprodukte und Dienstleistungen gehören. Wir würden wohl kaum den stärksten (effektivsten) Lebensmitteleinzelhandel der Welt unser eigen nennen, wenn wir nicht hervorragend ausgebildete Arbeitskräfte hätten.

    Aber die Ausgangsfrage geht in die richtige Richtung. Was können wir tun, um uns weiter zu verbessern? Wo müssen Eltern ansetzen um ihre Kinder auf das Leben in der Gesellschaft vorzubereiten? Was können Lehrer tun, um mögliche defizite der Erziehung der Eltern auszugleichen? Wie kann man Eltern dazu bringen, sich intensiv um die Ausbildung ihrer Kinder zu kümmern? Was muss ein Lehrer heute können, damit er Schüler in deutschland optimal bilden kann? Wie können wir der demographischen Entwicklung begegnen, dass weniger Kinder geboren werden?

    Eins ist sicher, die Bildung der kommenden Generationen in Deutschland wird mit darüber entscheiden, ob wir als Gesellschaft weiterhin erfolgreich sein können. Hinzu kommt die kontinuierliche Bildung von Erwachsenen - wir dürfen nicht vergessen, dass das Durchschnittsalter ansteigt und wir unser bestes geben müssen, damit auch ältere Generationen in Deutschland zum Fortbestehen und zur Weiterentwicklung der Gesellschaft beitragen können.

    Um dies zu erreichen benötigen wir eine wesentlich größere Akzeptanz der Wichtigkeit von Bildung in der Bevölkerung und gleichzeitig Toleranz und Unterstützung für die Schächeren in unserer Gesellschaft.

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