sozial gebundenes Privateigentum?

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3 Antworten

Eigentum ist ein viel zu hoch gehängtes Wort. Es bedeutet im Prinzip nur eine Rechtsposition, an die der Gesetzgeber Rechte und Pflichten anhängen kann. Entscheidend ist letztlich das Nutzungsrecht. Am einfachsten ist das erkennbar am Eigentum eines Autos. Wenn Du Dir für viel Geld ein Auto zulegst, hast Du auf Basis des Eigentums ein eingeschränktes Nutzungsrecht. Du musst Dich an die Straßenverkehrsordnung halten. Du darfst nicht überall parken und schon gar nicht kostenlos. Du musst mehrfach Steuern zahlen, für den Erwerb, für das Besitzen und für das Fahren. In Gemeindeordnungen ist vorgeschrieben, wo Du auch zu Hause Dein Auto abstellen darfst, wenn Du Dir auf eigenem Grund keinen genehmigten Unterstand gebaut hast.

Wer noch keinen eigenen Boden erworben hat und versucht hat, darauf ein Haus zu bauen, der ahnt nicht, mit welchen Kosten und Vorschriften er geradezu überschüttet wird. Dann kann es durchaus vorkommen, dass Dir etwas verboten wird, was zwei Ecken weiter erlaubt wird, weil deren Architekt bessere Beziehungen zum Bauamt hat. Da wird auch bestimmt, wieviel Dein Grundstück wert ist: Die einen dürfen 10 Stockwerke hoch bauen und vermieten und andere nur zwei. Und solltest Du mal in die Gelegenheit kommen, selbst Geld zu verdienen ....  dann kannst Du erleben, dass Du viel arbeitest und Brutto viel verdienst und Deine Abzüge schneller steigen wie Dein Brutto. Im Moment arbeitet man im Durchschnitt bis Juli für die Allgemeinheit - danach erst für sich selbst.

https://www.welt.de/finanzen/article143798634/Ab-Samstag-6-14-Uhr-arbeiten-Sie-fuer-sich.html

Im Durchschnitt. Die sogenannten Besserverdiener brauchen dazu bis August und länger.

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Kommentar von Saragoza
23.09.2016, 18:04

Oha: Artikel aus "Der Welt " zu verlinken, zeigt mal wieder ,auf welcher Seite Sie ernsthaft stehen, als "Systemkritiker", oder?

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Im GG steht etwas schwammig (wie üblich denn das soll  ja nicht zu klar erklärt werdent, ..) dass Eigentum "verpflichtet",  angeblich,abe rzu was ist dort nicht beschreiben, ..!

Stiftungen  die inzwischen schon Redchtsformen auch für Unternehmen sind, die  an Profiten orietiert arbeiten (wie die  "Lidl" Stiftung, deren "Besitzer" 14  facher Miliardär ist, Herr Schwarz) ) benützen den sozialen Aspekt nur um dadurch (weniger sozial) Steuern zu sparen, also schaden damit dem Allgemeinwohl,  indem sie sich ihre  Kosten sozialisieren lassen, !

Zitat:

"Eigentum im Sinne von Art. 14 GG bedeutet in
erster Linie Pri­vateigentum, also ein – wenn auch sozial gebundenes
(Art. 14 Abs. 2 GG) – Recht, das einen Abwehr- und Schutzanspruch gegen
die Staatsgewalt be­gründet und als Voraussetzung für eine freie und
selbstverantwortliche Le­bensgestaltung angesehen wird"

http://rewikompakt.net/privateigentum/

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