Sowohl Christen, Muslime, und Juden beten im Grunde einen einzigen Gott an, den einen Gott, warum also kämpfen wir denn gegeneinander?

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37 Antworten

Diese Frage ist uralt und schon Lessing versuchte in der Ringparabel ("Nathan der Weise") darauf eine Antwort zu finden. Seine Antwort dort: die drei Ringe, welche der gestorbenen Vater seinen Söhnen gegeben hatte, wovon zwei eine Fälschung seien und der echte die Kraft besäße, einen vor den Menschen gefällig zu machen, seien wohl allesamt eine Fälschung, da kleiner nach außen gefiele, alles nur nach innen wirke, der echte Ring sei wohl verloren.

Kennt man es nicht irgendwie?; - Selbstgefälligkeit unter Herabwürdigung des anderen, ihm das Recht absprechen, welches man für sich beansprucht. Dabei sind auch massenhaft Vorurteile im Raum. So unterhielt ich mich kürzlich mit einem kirchlich sehr engagierten Menschen, der nicht einmal um die noachidischen Gebote und den Status eines Gerechten im Judentum wußte oder daß man durch eine Giur zum Juden werden kann. Er meinte, daß man in das Judentum hineingeboren werden müsse. Also kommt auch noch Unwissenheit bis Halbwissen hinzu.

Der Islam hat es Jahrhunderte vorgemacht, wie man Toleranz üben kann, aber den Gebieten im Nahen Osten wurde systematisch die Bildung entzogen, das soziale Fundament zerstört in der Kolonialzeit. Auf diesen Trümmern wuchert nun Terrorismus und "Islamismus", beides eigentlich wider den Koran und damit wider den Glauben (so wurde schon aus solchen Gruppierungen heraus die Tötung von Imamen befohlen, welche eine andere Koranauslegung vertraten, aber Auslegungen sind im Islam gleichwertig, d.h. man stellt hier die eigene Auslegung über den Koran, damit sich selber über Mohammed). Allerdings gibt es einen großen Unterschied zu den Kreuzzügen: die Kreuzzüge waren durch kirchliche und weltliche Macht getragen.

Einzig das Judentum hat eigentlich nie Krieg geführt, um ihre Religion zu verbreiten. Es gab zwar eine missionarische Tätigkeit (so war ein nicht unwesentlicher Teil der römischen Bevölkerung nach Christi zum Judentum übergetreten), doch eher passiv. Hier wirkt der Status eines Gerechten. Wer zum Judentum übertritt und damit zu einem Israeliten und Teil der 12 Stämme Israels wird, unterwirft sich freiwillig den Gesetzen der Tora, nicht mehr. Es gibt kein weitergehendes Heil, welches mit der Zugehörigkeit zum Judentum verbunden wäre, denn das wäre schon als Gerechter erreicht.

In der Summe bleibt, daß ein falsches Selbstverständnis in den Religionen zu diesen Kämpfen führt, aber das sind neurotische Strukturen, die wir auf kleinerer Ebene tagtäglich finden. Ausländerfeindlichkeit läuft nach dem gleichen Prinzip ab. Was anders ist muß schlechter sein, denn ansonsten müßte man seine eigene Position in Frage stellen, da ich gleichwertiges neben mir zuließe. Auch ist das Hervorheben durch positives Handeln weit anstrengender, als andere einfach nur herabzustufen, beides aber wirkte in die gleiche Richtung in der Selbstwahrnehmung: man erhebt sich über andere.

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Kommentar von luggels
11.07.2016, 06:26

Eigentlich ein guter Text, aber damit, die Schuld auf die Kolonialzeit zu legen, liegst du völlig falsch. Gerade die arabischen Räume blieben vom westlichen Kolonialismus weitgehend verschont (im Gegensatz zu Amerika z.B.). Der dauerte vielleicht 30-40 Jahre. Saudi-Arabien und Iran, die führenden Länder des Islam, wurden überhaupt nicht kolonialisiert. Die Araber bringen aber schon sein 500 Jahren nichts mehr auf die Reihe. Das haben sie sich schon selbst zuzuschreiben, auch wenn der Westen so gern die Schuld dafür übernehmen würde.

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"Sowohl Christen, Muslime, und Juden beten im Grunde einen einzigen Gott an"

Das ist eine Behauptung, mehr nicht.

Es gibt ein Beispiel, was zeigt, dass so eine Behauptung nicht stimmen muss.

Als die Israeliten in der  Wüste sich ein goldenes Kalb schufen, behaupteten sie, es sei identisch mit dem Gott, der sie aus Ägypten führte. Das war es aber nicht.

Christen, welche nicht eine "Theologie" vertreten, nach der Gott sein Volk verstoßen hätte und nur noch zu den Christen hält, sprechen den Juden nicht ab, denselben Gott anzubeten.

Allerdings die Juden, die Jesus ablehnen, müssen konsequenterweise den Christen absprechen, denselben Gott anzubeten, weil die Christen ja keine Juden sind und die messianischen Juden das Judentum verlassen haben.

Und beim Islam das gleiche: Im Islam wird ja gesagt, dass Gott auch mal trickst und eine Lüge für den edlen Zweck in Ordnung sei. Das sind schon mal zwei Indizien dafür, dass entweder der Gott des Islams und der des Christentums nicht identisch sein können oder eine von beiden Gruppen ihren Gott falsch sieht.

Für Muslime hat Gott keinen Sohn und wenn man ausschließen kann, dass Muslime ihren Gott falsch einschätzen, dann müssen es zwei verschiedene sein.

http://www.biblisch-lutherisch.de/religion-islam-judentum/mohammeds-widerspruch-gegen-jesu-gottessohnschaft-und-kreuz/

Im übrigen ist es ja so, dass in Israel die Gesetzeslehrer das, was Jesus lehrte, nicht mochten und es gewünscht war, dass Jesus stirbt.

Die ersten Christen wurden verfolgt, von Menschen, die dachten, dass sie damit großen Schaden abwenden würden.

Im Islam wiederum gibt es nun mal den Fakt, dass Mohammed mit seinen Lehren von den Juden ausgelacht wurde und diese Ablehnung gewisse Folgen hatte.

Luther nahm es ja persönlich, dass die Juden ihm nichts glaubten, und reagierte sehr judenfeindlich. Das mindert nicht das Gute, was Luther bewirkte, z. B. dass man aus seiner übersetzten Bibel eben auch sehen konnte, wo sich Luther bibelwidrig verhielt.

"Nathan der Weise" wurde erwähnt. Irgendwie schaffen es alle Menschen, einen bestimmten Punkt zu überlesen, dass keiner den echten Ring hatte, aber sich einbildete, ihn zu haben, weil ihr Vater sie betrog. Der Schluss ist also nicht, dass Gott alle 3 Religionen lieb hat, sondern dass Nathan, der Narr in einer weise wirkenden Geschichte im Grunde genommen sagt, dass alle drei Religionen verkehrt sind.

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Meine Eltern sind vor 25 Jahren vom Krieg geflüchtet und es war nicht einfach denn sie waren noch jung und alles mussten sie dort lassen.Mein Vater und seine kinder mussten alleine reisen.Meine Mutter ging mit ihrer Schwester.

Jedes mal wenn ich meine mami frage wieso sie sich. Bekriegen sagt sie, weil sie Probleme suchen wegen jedem kleinen Problem gibt es Krieg.Ganz ein trauriges Thema sunniten gegen Schiiten , sie sind beide Muslime aber sie suchen Stress .Denen ist es sowas von egal wie die Menschen leiden nur sie wollen sich bekriegen.
Alles was hier auf der Rest der Welt passiert, geschah in Europa auch doch früher 18 Jahrhundert.
Es ist einfach krank die Menschen selbst wissen nicht wieso sie sich bekriegen.Aber mein wunsch, der vielleicht nie in Erfüllung geht, ist Frieden auf der ganzen Welt.

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Kommentar von Horus737
12.07.2016, 15:01

Das Übel beginnt schon in der Kindererziehung. Die geliebten Eltern kaufen dem Jungen eine Plastikpistole als Spielzeug. Kriegswaffen für ein Kleinkind!! Damit er ein großer und starker Mann wird.

Und sie erzählen ihm, dass nur ihre Religion die einzig wahre ist. Die anderen sind Ungläubige und müssen bekämpft werden.

Und so werden aus Kindern Krieger, Selbsmordattentäter,  "Märtyrer". Und dann heulen sie jämmerlich, die armen Wittwen und Mütter um ihre Söhne. Die Bomben kennen aber keinen Unterschied und töten alle, Männer, Frauen, Kinder. Der Krieg hört nicht auf.

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Ich denke es liegt am Machtstreben jedes einzelnen Menschen. Wenn ich keine Macht über andere Menschen ausüben will, dann brauche ich auch niemanden zu bekämpfen. Ich kann ihn ja ganz einfach in Ruhe lassen.

Würden alle Menschen so handeln, wie sollte es dann zu Konflikten kommen, die zu Kämpfen und zu Krieg führen?

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Kommentar von DerBuddha
11.07.2016, 19:07

zu kurz gedacht............. kriege, hass, trauer usw. entstehen auch aus liebe und danderen emotionalen gründen...... eine mutter, die aus liebe und angst um ihre kinder kämpft, hat nichts mit machtansprüchen zu tun und zeigt auch nur, dass WIR ALLE nur natur sind, denn die gründe sind bei der menschenmuitter die selben, wie bei der tiermutter..............:)

ALLE dinge die der mensch so treibt, kommen in der natur genauso vor............ die gläubigen streiten dass immer ab, aber mord aus allen gründen, missbrauch, diebstahl, protitution, versklavung, ausrottung und noch viel mehr geschieht tagtäglich in allen bereichen der natur.......schon seit milliarden von jahren und es wird auch noch so weitergehen, wenn wir nicht mehr existieren.......denn die natur hat nur eine regel:

leben, ausbreitung, anpassung und überleben um jeden preis...............und da ist die natur nicht zimperlich und viel schlimmer als wir...............:)

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Es scheint so, als hätten die erwähnten drei Religionen unterschiedliche Vorstellungen von "ihrem Gott"... und als würden sie unterschiedliche Regeln und Auslegungen haben.

Es scheint so, als würden manche beweisen wollen, dass "Gott" sie mehr liebt, als die anderen Menschen, weil sie gewisse Regeln und Rituale einhalten....

... und sie reagieren quasi extrem eifersüchtig, wenn andere Menschen "diesen Gott" auch für sich beanspruchen.....

Zudem scheinen es doch sehr unterschiedliche Religionen zu sein...

im Glaubensbekenntnis sogar gegensätzlich....

z.b. verlangt der Islam, dass man Allah und Mohammed bezeugt....

( und jeder etwas anderes bezeugt, kommt in die Hölle )

Das Christentum verlangt, dass man Gott Vater und Gott Sohn bezeugt....

( und jeder, der nicht Vater und Sohn annimmt, wird das ewige Leben evtl. nicht haben....)

Es scheinen also nicht nur....

....diverse namentliche Benennungen von "Gott" zu sein.... sondern die Glaubensinhalte-- und die daraus resultierenden Lebensvorschriften--- sind sehr unterschiedlich 

Im Christentum darf man z.B. Gott mit einem liebenden Vater vergleichen

Im Islam ist jeglicher Vergleich Allahs mit irgendwelchen menschlichen Eigenschaften strengstens unter Strafe gestellt....bzw. wenigstens verboten.

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"kämpfen" sollten wir dennoch nicht gegeneinander, sondern das urteil einfach "Gott" überlassen....

uns solange respektieren.. dulden... und füreinander beten.....

( wobei das Beten für Kuffr im Islam verboten ist... aber man darf ihnen die Rechtleitung durch Allah wünschen...."...)

also eine ganze menge Ungereimtheiten und Unterschiede... und spitzfindige "Wortausleger" tragen aus allen Richtungen dazu bei, dass der Hass geschürt wird.... aber nicht die Freundschaft und Liebe

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Dummheit! Klingt zwar hart aber so ist es.

Es kämpfen ja auch Muslime gegen Muslime aber im Grunde muss es einen Faktor immer geben, welcher zu Hass führt. Schau dir die letzten 50 Jahre nur an. Afghanistan, Irak, Lybien, Syrien, usw.

Der Iran steht auch auf der Liste und hier reden wir von Verteidigung, Menschenrechte und Frieden.

Ich weiß nicht, wie es bei den im Süden ist (z.B. im Irak) aber wenn ich alles verloren hätte, dann könnte man auch auf ganz andere Gedanken kommen, wie z.B. Rache.

Palestina wollen wir erst gar nicht drüber sprechen, da das in Deutschland verboten ist bzw. das böse A-Wort an einem klebt aber Ägypten ist ein sjper Beispiel dafür, wie die Mehrheit nicht beachtet wird und wie wir Militär-Dikaktur unterstützen.

Meine Familie wurde auch vertrieben, in Europa, weil wir den falschen glauben hatten. Etwa 600km von der Deutschen Grenze entfernt. Gewalt löst keine Probleme und der Glaube verbietet es sowieso.

In Deutschland ist es leider so, das die große Mehrheit einfach alles über die Medien erfährt, welche nicht neutral berichten. Um dir ein Beispiel zu geben "Putin". Ab 2009 gab es nicht einen Artikel, welcher neutral oder gar positiv ist. Es spielt keine Rolle, was Putin machen würde - er ist die Quelle des Bösen. Der Iran hingegen ist ganz verschwunden, wird dann aber dran kommen, wenn Syrien gefallen ist.

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Kommentar von Sobaron
11.07.2016, 04:50

Dummheit, wenn man gegen den Trinitätskonflikt ist?, soso....

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Kommentar von aliumei13
11.07.2016, 08:39

sehr gute Antwort akhii:)

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Und ich frage mich, warum dieser Gott nichts unternimmt, wenn sich seine Anhänger gegenseitig die Köpfe einschlagen. Mit Allmacht und Allgüte hat das jedenfalls nichts zu tun.

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Kommentar von RonnyFunk
13.07.2016, 19:51

Gott ist kein Diktator. Er hat uns gesagt, was gut ist und uns eine gewisse Mündigkeit zugetraut und Du möchtest einen Gott, der immer alles regelt.

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Es ist jedoch die Religion Schuld daran, dass es keinen Frieden zwischen den Religionen gibt.

Weil jede dieser 3 Religionen die Weltherrschaft als Ziel hat, kann sie keine anderen Religionen zulassen und muss diese über kurz oder lang gewaltsam oder durch Assimilation vernichten.

Jede der 3 monotheistischen Religionen bezeichnet sich selbst als die einzig wahre Religion, sagt dass nur ihre Anhänger ins Paradies kommen und dass alle die nicht dieser Religion angehören in der Hölle leiden werden.

Durch diese art der polarisierenden Erziehung der Gläubigen, wird in diesen der Wunsch geweckt zu missionieren, denn die Glaubensgrundlagen sagen ebenfalls dass es die "Pflicht" der Gläubigen sei andere durch Missionierung vor der Hölle zu bewahren.

Und auch wenn der jeweilige Klerus öffentlich von Frieden und Toleranz spricht, weiß er ganz genau, dass er sich so nur aus der Verantwortung zieht, denn die eigentliche Botschaft ist ganz klar.

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Kommentar von PolluxHH
11.07.2016, 07:27

*grummel* Das Judentum spricht vom einzig wahren Gott, aber nicht davon, daß nur ihre Religion "selig" mache. Stichworte: noachidische Gebote, Status des Gerechten ... a.a.O.

Es ist zwar eine Mindermeinung, aber man kann im Lukas-Evangelium den Samariter auch als "Bewohner Samarias" lesen (dies ist die Entsprechung zum durch Lukas verwendeten Terminus), was dann als eine in seinem Evangelium angelegte Botschaft zu verstehen wäre, daß nicht das Glaubensbekenntnis, sondern das Handeln gefällig mache. Diese Ansichten aber sind Gift für Strukturen, die nach einer Ausübung von Macht streben. Bei dem hier angesprochenen Streben nach Weltherrschaft der Religion geht es faktisch nicht um die Verbreitung des Christentums, sondern um Ausweitung von Macht unter Instrumentalisierung des Christentums.

Der Islam kennt schriftgebundene Lehren, die grundsätzlich zu tolereieren sind, was in islamischen Ländern mit Zusatzsteuern geregelt wird. Wer die zahlt, darf seine Religion weiter ausüben.

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Kommentar von Whitekliffs
11.07.2016, 08:11

Hallo Andrastor

ein gutes Prinzip ist es, um das Verhalten der 'Nachfolger' zu prüfen an der Lehre des Nachzufolgenden.

Wenn zwischen dem, was der 'Gründer' lehrte und dem, was diejenigen tun, die sich seine Nachfolger nennen, entscheidende Unterschiede sind, dann sind sie keine echten Nachfolger.

Ich wüsste zum Beispiel nicht, wo Christus zu Folter von Andersgläubigen, zu Zwang, Gewalt, Bekämpfung usw. aufgerufen hat.

Ich wüsste auch nicht, wo Jesus lehrte, dass seine Nachfolger eine politische Weltherrschaft anstreben sollen. Hat er nicht gesagt 'mein Reich ist nicht von dieser Welt'?

Verkündigung, ja. Zwang, nein!

Um ein Bild zu gebrauchen:

Wenn du Menschen kennen würdest, die angeblich unheilbaren Krebs haben und du wüsstest ein Medikament dagegen, weil du durch genau dieses Medikament gesund wurdest, würdest du das dann nicht auch allen sagen wollen? Sagen, aber nicht mit Gewalt durch die Kehle propfen. Nicht? Das wäre doch LIEBE deinen Mitmenschen gegenüber.

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Weil trotzdem jede Religion für sich den einzigen Glauben deklariert und die Anhänger anderer Religion, und seien sie noch zu nahe verwandt, zu Ungläubigen erklärt. Der Islam macht das sogar in der eigenen Religion.

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Kommentar von PolluxHH
11.07.2016, 06:17

Gut, es geht im Islam-internen Streit um die Erbnachfolge Miohammeds, was eigentlich nichts mit dem Islam zu tun hat, doch lassen wir das einmal beiseite. Wie sieht es im Christentum aus? Im 15. Jahrhundert die Husseiten (erst Hinrichtung von Hus, dann Konzil von Basel, dann ...), der Dreißigjährige Krieg .... Noch bis in das 20. Jahrhungert galten Angehörige der reformierten Kirchen für die römisch-katholische Kirche als Ketzer (was kirchenrechtlich nette Folgen hat, denn Ketzer dürfen getötet werden, ohne daß es eine Sünde wäre).

Das Judentum war nach außen immer human, aber nach innen? Man denke an die Geschichte der Juden Samarias, aus denen später die Samaritaner hervorgingen. Die Makkabäer waren nicht gerade zimperlich mit ihnen ... . Schon im 8. Jahrhundert v.Chr. wurden sie sanktioniert, weil man die starke Vermischung mit den Heiden in dem Gebiet des alten Nordreiches nach Ende des Exils mißbilligte (Ausschluß vom Wiederaufbau des Tempels in Jerusalem). Auch der Konflikt zwischen Sadduzäern und den Pharisäern wurde teils recht offen ausgetragen.

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Es sind in der Regel  ganz wenige  religiösen Fanatiker und fundamentalistischen Führer die zum Kampf gegen die jeweils andere Religion aufrufen. Oft ist der Anlass ein Gerücht über die Missachtung der einen Religion durch eine einzelne Person einer anderen Religion.

Dabei geht es fast in allen Fällen um Macht und um wirtschaftliche Interessen. Der überwiegende Teil der Bevölkerung im jeweiligen Land hat mit Religionskriegen nichts "am Hut". Erst wenn Unruhen richtig begonnen haben, nutzt auch der "einfache Bürger" die Gelegenheit zu Diebstahl und Gewalt. Menschen, die dann für den Frieden eintreten, werden bedroht und mundtot gemacht. 

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Der eine Gott ist zwar immer derselbe, er wird nur immer anders beschrieben.

Christen und Juden beten Jahweh an, Muslime hingegen Allah.

Ich kenne viele Christen die sagen, Jahweh und Allah sind nicht dieselben, das ist aber nicht möglich und diese aussage verneint gleichzeitig die Lehre der Bibel, wenn es nicht dieselben sind, dann müssen sie unterschiedlich sein und dann müssen es 2 Götter sein die existieren. Es existiert aber nur ein Gott.

Ich denke es sind einfach nur verschiedene Auslegungen von Gott.

Das Problem an Kriegen sind, keine Moslems, keine Christen und auch keine Juden.

Es sind Katholiken, IS Idioten, Taliban und anderen Hirnverbrannte Geldgierigen Leute die sich als "Christen" und "Moslems" ausgeben, aber gar keine sind!

Sie beanspruchen dass ihre Idiotischen Lehren sich mit der Bibel und dem Koran decken, was überhaupt nicht der Fall ist.

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Alle drei Religionen sind monotheistisch, allerdings ist Gott dabei nicht derselbe, sonst wären auch die Religionen unterschiedlich. Obwohl sie grundsätzlich dieselben Wurzeln haben.

Man sagt: Gott hat sich den Menschen auf unterschiedliche Weise offenbart.

Die meisten Kriege sind allerdings einfache Machtkämpfe, und religiös wirklich begründen lässt sich kein einziger. Auch, wenn sich viele darauf berufen.

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Muslime beten zwar (offiziell) einen Gott an, aber es ist nicht der selbe wie der der Christen.

Der Gott der Christen ist ein Gott der Liebe, sebst dem Feind gegenüber, und auch ein Gott der Liebe innerhalb der Familie.

Vergleiche doch einmal Sure 4:34

Die Männer stehen den Frauen in Verantwortung vor, weil Allah sie ausgezeichnet hat und wegen der Ausgaben, die sie von ihrem Vermögen gemacht haben. Und die rechtschaffenen Frauen sind demütig ergeben und geben acht mit Allahs Hilfe auf das, was verborgen ist. Und wenn ihr fürchtet, daß Frauen sich auflehnen, dann vermahnt sie, meidet sie im Ehebett und schlagt sie! Wenn sie euch gehorchen, dann unternehmt (weiter) nichts gegen sie! Allah ist erhaben und groß.

mit Eph 5:28

So sind auch die Männer schuldig, ihre Frauen zu lieben wie ihre eigenen Leiber. Wer seine Frau liebt, liebt sich selbst.

Ein Mann, der seine Frau schlägt ist kein Christ und betet auch nicht zum selben Gott wie die Christen.

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Das alle Religionen einen und vielleicht so gar auch noch den selben Gott anbeten, ist ein Irrtum. Christentum Islamentum und Judentum sind die Buch Religionen mit Bibel Koran Thora. Eigentlich sind alle drei Monotheisten und haben ein und den selben Gott zur Grundlage wie er in den Büchern offenbart wird. Viele Christen wissen gar nicht, dass die Trinitätslehre (Dreieinigkeitslehre) zur Zeit der ersten Christen zu den heidnischen Lehren gezählt wurde. Die Kirche hat jedoch das biblische Christentum, welches eigentlich monotheistisch ist, durch Konzilbeschluss im vierten Jahrhundert in eine trinitarische Religion umgewandelt. Seither vertreten nur Minderheiten das monotheistische Christentum und somit den gleichen Gott wie die Juden. Diese Christen werden auch von Kirchen als Sekten degradiert, und je nach politischer Lage verfolgt.  http://heart4truth.de/pdf/entstehung.pdf 

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Kommentar von PolluxHH
11.07.2016, 09:06

Allerdings wurde in diversen weiteren Konzilien versucht, es über die ... falsch, aber als Vereinfachung vielleicht tolerabel ... "Emanationsschiene"  wieder geradezubügeln. Flickwerk, ich weiß ...

Allerdings hat Dorothee Sölle gezeigt, daß es im Rahmen evangelischer Kirchen möglich ist, rein monotheistisch zu verbleiben, auf römisch-katholischer Ebene eher weniger aufgrund der Bindung an die Dogmatik. Dabei ist gerade das Dreieinigkeitsdogma des Konzils von Konstantinopel eigentlich nicht gültig beschlossen, da von Kaiser Theodosius I. faktisch verkündet und damit oktroyiert.

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Kommentar von ngdplogistik
11.07.2016, 13:01

Der eine Gott ist und bleibt der eine Gott. Demzufolge wird Gott auch als Gott angebetet, nur die einzelnen Religionen unterscheiden, was Jesus Christus anbelangt und hier ist der Streit zu suchen.

Das jüdische Glaube kennt keine Trinität. Ihr widerspricht der Zentralgedanke des Schma Jisrael, dem Toravers eines einzigen und in einer Form vorhandenen Gottes elementar. Der Geist (ruach) ist in seiner Bezeichnung der Lebensatem Gottes. In Jesus von Nazareth sieht der jüdische Glaube keinen Teil der Trinität. Er wird als Wanderprediger, der wegen Aufrührertums hingerichtet wurde. Laut Talmut kommt Jesus in die Hölle.

Die islamische Theologie(IIm al - Kalam) versteht die christliche Trinitätslehre als unvereinbar mit der Einheit Gottes(Tauhid). Es kann Gott kein anderer beigestellt werden(Shirk). Vereinzelte Intellektuelle weichen heutzutage von dieser Einschätzung ab. Sie vertreten, dass der Koran nur ein Missverständnis christlicher Trinität, nämlich einen Dreigöttergauben (Tritheismus) ablehne. 

Vater, Sohn und heiliger Geist, wären Gott, der Sohn und der Heilige Geist als eine Dreifaltigkeit.

Jesus sagt, niemand wird zum Vater kommen denn durch mich und die Stunde weiss nur der Vater, nicht der Sohn. 

Somit bleibt die Allmacht und Endgültigkeit beim Vater, also Gott und hier erkennt dies auch Jesus an.

Wir glauben demzufolge alle an den einen Gott und bräuchten um Gott selbst, weshalb SOBARONS Frage durchaus eine Existenzberechtigung findet, keine Kriege führen oder uns in anderer Form streiten. Weshalb, wenn wir alle an den einen Gott glauben, nur mit anderen Bezeichnungen für Gott, können wir keinen dauerhaften Frieden halten; ich merke an...finden. 

Die Antwort ist relativ einfach: Weil manche Individuen, die sich als Menschen bezeichnen - oder Wesen keinen dauerhaften Frieden wollen.

Krieg in jeglicher Form ist immer mit Macht, Gier und Wirtschaft verbunden, die irgendein Überleben sichern sollen, jedoch am Ende die Menschheit ausrotten werden.

Liebe Grüße 

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Der Gott der Juden, der Christen und der Muslime sind nicht
identisch. Jahwe ist der Gott Israels, sozusagen ein „Ein-Personen-Gott“,
wenngleich die Juden in Gott keine Person sehen, sondern eine abstrakte Macht.

Der Gott der Christen ist ein dreieiniger Gott (Gott Vater, Gott Sohn, Gott
Heiliger Geist).

Allah ist der „Ein-Personen-Gott“ der Muslime, der allerdings
als universal angesehen wird.

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Die Antwort auf deine Frage ist relativ einfach:

Die Mehrheit der gläubigen Menschen glaubt zwar an einen "einzigen Gott", jedoch wird dieser Gott in den verschiedenen Religionen unterschiedlich beschrieben. Zudem unterscheidet sich dieser Gott aber auch in seiner Einstellung gegenüber den Menschen, seinen Geschöpfen und darin wie sie sein "Wohlgefallen" bzw. seine Gnade und Barmherzigkeit erlangen können. Während die einen (Islam) ein Leben lang im Vorschriftenkatalog dieser Religion sich unterwerfen und Gesetze erfüllen müssen, ohne dabei je "schuldenfrei" zu werden, bekommen die anderen (Christen) seine Gnade und seine Barmherzigkeit "geschenkt", allein durch den Glauben an die große Opferrolle von Jesus Christus als seinem Sohn. 

Diese elementaren Unterschiede machen auch den Grund aus, warum sich vor allem Islam und Christentum nach deiner Lesart "bekriegen" und immer bekriegen werden, wobei dies, für dass Christentum gesprochen, bestenfalls auf ideologischer Ebene erfolgt. Beim Islam dagegen handelt es sich in Ländern, in denen der Islam das kulturelle Leben bestimmt, tatsächlich um ein "Bekriegen" im eigentlichen Sinne des Wortes.

Frieden zwischen den Religionen und Völkern wird es also solange nicht geben, solange nicht alle Religionen und Gott widerlegt sind, oder Gott einen entscheidenden Schritt in seiner Offenbarung tut und damit gleichzeitig die "falschen" Religionen entlarvt.

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Ich schätze mal, weil wir unterschiedliche Vorstellungen von Gott haben. Wir Christen sehen Ihn mehr als einen liebenden Vater genau wie die Juden, die Moslems behaupten das zwar auch von Allah, verhalten sich aber oft aggressiv was ich dann auch nicht verstehe...
Jeder möchte immer den Anderen überzeugen, dass er Recht hat & das leider auch nicht selten mit Gewalt...warum versteh ich auch nicht ganz, weil wir das Evangelium ja eigentlich im Frieden verkünden sollen, um die Menschen zu ermutigen und nicht, um sie abzuschrecken.

Kolosser 3:14:
Über alles zieht an die Liebe, die da ist das Band der Vollkommenheit.

Galater 5:14:
Denn das ganze Gesetz ist in "einem Wort" erfüllt, in dem: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!

Jeder sollte sich selbst eine Meinung darüber machen können, wie streng oder liebevoll er sich Gott vorstellt. Ich denke allerdings, dass wir uns in einer Meinung über Gott einig sind: Er schuf uns nach Seinem Bild und Er ist nicht der strafende, alte Mann mit Rauschebart.

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Weil Religion (oder die Freiheit, oder die Gerechtigkeit.....) gerne als Vorwand für einen "gerechten" Krieg dient.

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Hallo

ich bin Christ. Kein einziger der vielen Christen, die ich kenne, kämpft gegen eine andere Religion.

Es gibt Christen in Kriegsgebieten, die sich und ihre Kinder durch Verteidigung mit Waffengewalt gegen Versklavung, Vergewaltigung, Folter und Ermordung versuchen zu schützen.

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die frage solltest du anders stellen:

WARUM schaffen es 85 prozent der menschen auf dieser welt nicht, eine friedliche oder "schöne" welt aufzubauen?.....immerhin glauben nämlich so viele an einen gott............

das problem ist nun mal leider die religion selbst, z.b. der monotheismus, denn im glaubensgerüst dieser religion, das bei allen drei religionen (judentum/chrsitentum/islam) zum glauben dazu gehört, das alte testament, wird ein gott beschrieben,der in wahrheit ein kriegsverbrecher und monster war............und wenn dieser dort beschriebene gott schon selbst wie der teufel beschrieben wurde, muss es ja auch gut sein, genauso wie er zu handeln..............*g*

religionen sind nun mal nur dazu da, um menschen zu beeinflussen, zu beherrschen und macht auszuüben, und ganz nebenbei häuft man auch noch viele reichtümer an..............

dein hinweis, (Bitte unterlasst die Antworten, dass die Religion Schuld an allem sei, das ist Schwachsinn und pure Polemik!!) ist leider falsch, denn es ist nunmal fakt, dass die menschheit ohne religionen mit sicherheit besser darstehen würde.............sieht man auch am beispiel der angeblichen gottgebote, denn diese gab es schon tausende jahre VOR dem monotheismus und dem märchen von moses......alles geschichtlich begründet und bewiesen, zudem sind nur die ersten drei gebote neu erfunden wurden, um den alleinigen machtanspruch dieses gottes zu begründen und zu festigen..........ansonsten gab es schon viel früher sogar 613 "gebote" die jedoch dann auf 10 (7) gekürzt wurden...........die ersten völker hatten ALLE gebote und regeln, denn sonst hätten sie niemals in der wildnis überlebt und diese ganzen regeln bezogen sich auch immer und ausschließlich NUR auf die entsprecheden sippen, familien, clans usw.....

mal dich mal wirklich schlau mit der ganzen geschichte der religionen überall....................

in dem moment wo der mensch sich aller religionen entledigt, wird mit sicherheit der nächste sprung in der geistigen entwicklung des menschen erfolgen..........:)

und falls du nichts damit anfangen kannst, dann denke mal in ruhe darüber nach...........z.b. mittelalter und christentum.......islam und menschenrechte usw.....usw..................:)

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Kommentar von Bodesurry
11.07.2016, 19:53

In bin in mancherlei Beziehung nicht gleicher Meinung wie Du. 

Nehmen wir ein Beispiel. Du schreibst, dass die Menschheit ohne Religionen mit Sicherheit besser dastehen würde. Nenne mir nur einen grösseren Krieg seit 1900 bei dem es um einen religiösen Konflikt ging. 

Eine Tatsache ist auch, dass es z. B. ohne das Christentum die grössten Hilfsorganisationen in Deutschland nicht gäbe. 

Eine Tatsache ist auch, dass es in den Ländern, in denen die Religionen brutal bekämpft wurden, z. B. Sowjetunion, China (Mao) oder wird z. B. Nordkorea die Bevölkerung ganz sicher nicht besser  lebt, als in den umliegenden Ländern. 

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