Frage von Becca1996, 41

SOS Tipps in Katzenerziehung?

Moin ihr Lieben, wir haben vor 3 Wochen zwei Katzen (w,m) ca. 10-11 Monate alt aus dem Tierschutz übernommen. Wir haben die zwei als Freigänger übernommen (sollen frei auf dem Hof leben), aber die "Außenwelt" (Bäume, Gras, etc.) kennen die nicht. Vorsorglich leben die zwei erstmal im Stall. Auf ihre Namen hören die beiden nur wenn sie es wollen.

Daraus ergeben sich 2 Probleme:

1 . Wir haben ein wenig Schiss, dass die beiden abhauen oder vors Auto laufen, sobald sie raus kommen, da für sie aus ihrer Sicht alles (Schnecken, Gras, Vögel,..) außer Autos gefährlich scheint.

Kann man denen den Respekt vor Autos irgendwie "beibringen"?

Wie kann ich das Risiko minimieren, dass sie weglaufen?

2 . Wenn wir kurz unachtsam sind huschen die Katzen durch die Tür ins Haus und verstecken sich in der Nachbarwohnung (und pinkeln dort auch in den Flur), was uns natürlich nicht passt. In unsere Wohnung dürfen die gerne kommen, aber der offene Zugang zur Nachbarwohnung sollte Tabu-Gebiet sein. Wasserspritze und Fernhaltemittel haben wir schon ausprobiert, bringt aber nichts.

Hat jemand eine Idee?

.

Wir hatten zuvor schon mehrere Katzen, welche die Grenze zur Nachbarwohnung von sich aus akzepiert haben (oder evtl. von der Katzenmutter erlernt??) nur diesmal sind wir echt ratlos.

Oder meint ihr, dass sich das Verhalten gibt, sobald die beiden länger bei uns wohnen?

lg Becca

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Antwort
von annask, 17

Wichtig wäre sicher gewesen, dass ihr sie erstmal für ein paar Wochen nur im Haus bei euch haltet sodass sie sich an euer Haus gewöhnen und anfangen dieses als ihr Revier anzusehen.
Ich weiß zwar nicht ob das jetzt noch den selben Effekt hat, aber ihr könntet es ausprobieren - aber: Katzenklo`s nicht vergessen!! Und wichtig auch dass ihr sie beschäftigt wenn sie es gewohnt sind eigentlich draußen zu leben!

Das wird natürlich nicht unanstrengend, weil man immer aufpassen muss dass sie nicht rauslaufen etc...

Wenn ihr euch um die Katzen kümmert und sie regelmäßig füttert wird für sie kein Grund bestehen wegzulaufen.

Dass sie im Haus pinkeln obwohl sie die ganze Außenwelt zur Verfügung haben kann viele Gründe haben - da wäre zuerst die Frage ob sie kastriert sind und evtl markieren, dann ob sie sich überhaupt wohl fühlen - Katzen sind sehr saubere Tiere, wenn sie unkontrolliert in die Gegend pinkeln dann ist das oft ein Anzeichen für eine Verhaltensstörung (kommen mit dem Umfeld nicht klar, kommen mit der Partnerkatze nicht klar...), nicht zuletzt kann Pinkeln auch ein Anzeichen für eine Krankheit sein.

Zum Autoproblem kann ich leider keine Tips geben, nur dass ihr eben langsam mit den Autos auf den Hof fahrt - ich denke nicht dass man da etwas antrainieren kann.

Kommentar von Becca1996 ,

Danke für deine Antwort, wir haben die beiden seit 3 Wochen im Stall, da dies "ihr Revier" ist. Die beiden sind Hof- und keine Hauskatzen und dürfen nur zum schmusen in unsere Wohnung. Die beiden sind Geschwister, kastriert und 3 Katzenklos stehen zur verfügung

Antwort
von Bernerbaer, 12

Meint ihr nicht, dass eure Anforderungen an die zwei Jungkatzen die ihr erst drei Wochen habt etwas hoch sind?

Lasst sie sich doch erst mal einige Zeit eingewöhnen.

Du schreibst zwar, dass sie aus dem Tierschutz kommen aber was für eine Vorgeschichte haben sie?

Eine Straßenkatze (aus dem Ausland) ist was anderes als eine Freigängerkatze. Gerade Katzen brauchen oft relative lange um sich umzugewöhnen.

Wenn die Katzen frei auf dem Hof leben sollen dann werden sie wahrscheinlich auch in Zukunft nur wenn sie wollen auf ihren Namen hören.

Da Katzen von Natur aus sehr neugierig sind wird es, gerade bei Hofkatzen, weitgehend unmöglich bzw. sehr schwer sein ihnen "bestimmte" offene Zugänge zu verbieten.

Ein Tier ist und bleibt ein Individuum und gerade bei Tieren aus dem Tierschutz ist die Vorgeschicht meist weitgehend unbekannt oder geschönt.

Kommentar von Becca1996 ,

Vorgeschichte: September geboren, ab Mitte Oktober im Tierheim, im Januar 2 Wochen vermittelt (haben den "alten" Kater dort gemobbt), dann bis vor 3 Wochen wieder im Heim. Diese ist auch durchaus glaubwürdig. Wir haben keine zu hohen Erwartungen bzw. wir wollen sie vor Gefahren durch Autos schützen, da sie auf fahrende Autos zugehen. Mit dem Verbot-Gebot Training MUSS man früh anfangen, damit sich das "falsche" Verhalten nicht festigt

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