Frage von NewSanchez86, 28

Sorgt das Internet dafür das Menschen weniger eigene Erfahrungen machen und unmündiger sind?

Diese Frage beschäftigt mich spontan. Heute habe ich vermehrt den Eindruck das viele erst mal "googlen" oder auf Plattformen wie diesen nach Meinungen und Erfahrungen fragen um eine Stütze für das eigene Leben zu finden. Eigene Entscheidungen aus dem Bauch heraus erfolgen demnach nicht mehr.

Früher wurde dies doch dann eher im Bekanntenkreis gesucht oder man hat eine Entscheidung getroffen und dann metaphorisch gesprochen, im schlimmsten Fall "mit dem Gesicht gebremst". Ich finde eigene Entscheidungen "aus dem Bauch" heraus erfolgen weniger.

Zudem, da es für alles Apps gibt, entfällt doch Eigeninitiative und das Helferlein Smartphone übernimmt das Denken. Mir missfällt zudem die Denkweise, das alles was in den ersten drei Ergebnissen von Google, das ist was die Leute suchen, da ich in dem Bereich tätig bin, weiß ich das dem nicht so ist.

Meine Frage ist nun ob ihr das genauso seht oder anderer Meinung seid.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von DonkeyDerby, 18

Nein. Auch früher wurde "gesammeltes Wissen" genutzt, in geschriebener und gesprochener Form. Früher holte man sich öfter Rat aus Büchern, das war halt mühsamer und auch teurer. Gerade Fachbücher verschlingen Unsummen. Wenn beim Googlen nichts Gescheites herauskommt, weil natürlich jeder Hans und Franz im Internet veröffentlichen kann, greife ich immer noch gerne zum Fachbuch. Aber bei intensiver Recherche kann man auch im Internet sehr viele brauchbare Informationen finden.


Antwort
von violatedsoul, 10

Wenn ich was nicht weiß, frage ich jemanden, von dem ich weiß, dass er mir weiterhelfen kann oder ich google. Deshalb nimmt mir aber keiner das eigenständige Denken, Handeln oder meine Erfahrungen ab.

Antwort
von ErnstPylobar, 7

Um 1900 herum gab es diese Diskussion so ähnlich schon einmal: Thema: Sollen die Jugendlichen wirklich so viel lesen (Bücher)? "Das sind doch nur Erfahrungen aus zweiter Hand!" usw. "Das schwächt doch ihre Tatkraft".

Kommentar von NewSanchez86 ,

Interessanter Hinweis, ein Smartphone mit Internetzugang ließe sich mit einem Buch, in dem alles steht, aber auch wirklich alles steht, vergleichen. Wobei man bei Bücher ja einfacher kontrollieren konnte, in der Theorie, wer Zugang zu diesen bekommt und wer nicht.

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