Frage von NotYourDarling, 68

Sorgerechtsstreit, wie gehe ich klug vor?

Hallo, ich muss etwas ausholen, um die frage ausreichend zu beschreiben. Der Sohn meines partners wohnt seit etwa 4 jahren bei seiner oma. Das ist im Einverständnis der Eltern passiert und auch deshalb, um den Sohn nicht aus seinem gewohnten Umfeld zu holen (die räumliche Entfernung ist etwas größer). Normaler weise ist er an den Wochenenden alle 14 tage bei uns und in den Ferien auch länger. Wir verstehen uns super und kriegen dadurch natürlich auch mit, was so alles passiert, wenn er bei seiner Mutter zu besuch ist. Schon seit jahren ist es so, das die Mutter oft die treffen mit dem sohn absagt und die großeltern, oder auch uns erpresst, wenn sie geld (kindergeld oder Unterhalt) möchte, obwohl der Sohn ja gar nicht bei ihr wohnt. Im letzten halben Jahr häuften sich die schlechten Geschichten über die Mutter enorm. Sie hat das Kinderzimmer des Sohnes untervermietet und bezieht seit Jahren soziale Gelder für den Sohn, die ihr nicht zustehen. Außerdem macht sie auch an Wochenenden wo der Sohn da ist fast immer Party mit ihren Freunden. Das führt dazu, das sie dann die hälfte des nächsten tages verpennt und der sohn auf sich alleine gestellt ist. Außerdem gibt es oft das ganze Wochenende nur toast und salami zu essen, da das geld zu knapp ist um genug essen zu kaufen. Der Sohn wollte deswegen auch des öfteren schon früher wieder zu seiner oma. Sie unternehmen selten etwas. Jetzt kommt noch hinzu, das dur Wohnung der Mutter offensichtlich unaufgeräumt und schmutzig ist. Das Schlafzimmer ist dank Hausrat und altem Verpackungsmüll nicht mehr zu betreten. Vor ein paar Wochen war sie in Gefängnis, dadurch kam heraus, das sie Internetbetrug in mehreren Fällen begangen hat. Unter anderem hat sie im Wert von mehreren tausend Euro Waren auf den Namen des Sohnes bestellt. Auch andere Familienangehörige sind betroffen. Das alles hat jetzt dazu geführt, das der Vater das alleinige Sorgerecht bei Gericht beantragt hat. Das Jugendamt steht hinter uns und auch der Anwalt macht und Hoffnung. Nun haben wir natürlich trotzdem ein flaues Gefühl im Magen, ob das alles so klappt und ob die Chancen wirklich so gut stehen. Die Mutter kommt jetzt natürlich mit der Gegenwehr und behauptet, wir hätten kein recht ihr das Kind wegzunehmen, und es bestehe keine kindswohlgefährdung. Wie gehen wir mit dieser Situation um? Wie schätzt ihr das alles ein und können wir noch irgendwas tun...?

Ich weiss das klingt alles wie aus einem schlechten Film, aber leider ist das wirklich die Wahrheit. Wir wollen ihr das Kind auch nicht entziehen (betreuter Umgang, sehen am tag, fänden wir vollkommen ok). Wir möchten nur die handhabe, um den jungen eine sichere Zukunft zu ermöglichen und die Notbremse ziehen zu können.

Antwort
von autmsen, 45

Die Zeiten sind zum Glück vorbei als eine Mutter bei ihrer Wahnvorstellung unterstützt wurde das Kind gehöre ihr wie ein aussaugbarer Gegenstand. 

Zudem steht das Kindeswohl heute an erster Stelle. 

Die Frage steht für mich im Raum warum der Junge nicht zu Euch zieht. Es gibt immerhin einige Möglichkeiten mit Freunden in Kontakt zu bleiben. Dann wäre er an den Wochenenden und vielleicht mal in Ferien bei der Oma. Würde ich tatsächlich mit ihm besprechen. 

Je älter er wird je mehr Mitspracherecht wird ihm eingeräumt. Wobei seine Entwicklung selbstverständlich mit berücksichtigt wird. Macht ihm also Mut sich eine eigene Meinung zu bilden und diese auch offen auszusprechen. 

Antwort
von landregen, 54

Ihr habt doch alles gemacht, das Jugendamt ist am Zuge, und sowie du es darstellst, wird der Mutter das Sorgerecht über das Jugendamt per Gericht entzogen werden.

Antwort
von Elfi96, 45

Ob Kindewwohlgefährdung vorliegt, kann nur ein Mitarbeiter vom Jugendamt beurteilen, wenn er mal unangemeldet bei der Kindsmutter vor der Tür ankommt. Wenn euer Anwalt noch weitere Beweise (sprich: Zeugenaussagen der Nachbarn) zusammentragen kann, seid ihr auf der sicheren Seite. LG 

Kommentar von haufenzeugs ,

unangemeldet kann die frau gerne vor der tür stehen. sie muss sich aber leider anmelden. ohne anmeldung wird sie keiner reinlassen.

zeugenaussagen von nachbarn sind uninteressant. die gleichen aussagen bringt mutti für sich in zahlreicherer anzahl mit. das interessiert den richter nicht.

Kommentar von martinzuhause ,

das jugendamt muss sich nicht anmelden. sie stehen da plötzlich vor der tür und fragen ob sie reindürfen. die kindesmutter kann das natürlich ablehnen. allerdings muss sie dann vor gericht begründen warum jemand der prüfen wollte ob das kind bei ihr gut aufgehoben ist das nicht durfte.

Kommentar von dielauraweber ,

doch das jugendamt muss sich anmelden. wenn nicht, müssen sie damit leben, dass sie draußen stehen bleiben. die km muss garnichts begründen.

Antwort
von dielauraweber, 6

du gehst garnicht vor. für einen sorgerechtsstreit gibt es keinen grund. es bleibt alles wie bis dato. warum sollte der vater sich plötzlich für sein kind interessieren? es verbleibt bei oma, die eltern haben weiter umgang.

Antwort
von haufenzeugs, 35

wieso du? dein partner müsste etwas tun. für alleiniges sorgerecht besteht kein bedarf. das kind lebt bei oma, dort wird es wohl weiter verbleiben da es sein gewohntes umfeld ist. die letzten jahre hat es den vater auch nicht gekümmert wo sein kind ist, warum also jetzt?

wenn er weiß, dass kind garnicht bei mutti wohnt, dann ist es seine pflicht dies dem amt zu melden. dann werden nicht berechtigte leistungen gestrichen und zurückgefordert. wenn sie allerdings nur umgangskosten beantragt hat, dann war dies berechtigt, dass stünde ihr zu.

die sache sollte kv mit dem jugendamt und seinem anwalt besprechen. gsr wird er bekommen. dann wäre zu klären ob es für den jungen sinnvoll wäre ihn aus dem gewohnten umfeld zu zerren oder ob er dort verbleibt und oma die pflegschaft übernimmt. du musst dich da raushalten. die situation betrifft nur die eltern und die scheinen gehörigen redebedarf zu haben. gerade auch was die pflichten beider eltern betrifft. die haben beide an oma abgedrückt. dich jedoch geht es garnichts an.

Kommentar von NotYourDarling ,

ich weiß, das ich mich da “raushalten“ muss, weil ich keine rechtliche handhabe habe. trotzdem darf es mich doch interessieren, was mit dem kind passiert und natürlich stehe ich hinter meinem mann... und der vater kümmert sich wunderbar un den jungen! es ist nicht jedes familienmodell gleich und das er bei seiner oma (eher in der Nähe seiner Mutter) lebt, hat ihm bisher sehr gut getan und wir verstehen uns sehr gut mit ihr. schon oft haben wir überlegt ihn zu uns zu holen, aber wie schon gesagt, ein kind hängt an seiner Mutter, mitlerweile auch an der oma und seinen freunden. es wird die zeit kommen, da wohnt er bei uns, aber sollen wir einem sowieso schon durch die Situation verunsicherten Jungen noch mehr Sicherheit nehmen...? ich denke nicht! das die Mutter weiter Leistungen bezieht ist erst im laufe des Gefängnisaufenthaltes rausgekommen, sonst wäre dieses natürlich viel früher gemeldet worden! grmeinsames sorgerecht besteht bereits seit geburt des kindes, jetzt geht es um das alleinige Sorgerecht.

Kommentar von haufenzeugs ,

kümmern hieße,  er hätte das kind in den vier jahren bereits zu sich geholt. hat er aber nicht. er kümmert sich vier tage im monat. das ist wunderbar? nicht dein ernst. als partnerin des vaters bist du unbeteiligte dritte, kannst dich interessieren in deinem stillen kämmerlein, aber es gibt in kindschaftssachen nur ein wir und das sind mutter und vater. du bist weder das eine noch das andere.

wenn gsr besteht seit geburt, dann ist unverständlich, warum das kind bei oma wohnen musste, wenn zwei eltern mit gleichen rechten da stehen. hat sich überhaupt jemand mal - außer oma - für das kind interessiert?

unabhängig davon, bekommt er kein alleiniges sorgerecht. weder hat die mutter das kind schwer missbraucht, noch schwer misshandelt. gsr wird bestehen bleiben. das ist auch derzeit garnicht wichtig. hier ist wichtig zu entscheiden, wie es mit dem kind weiter geht. denn dem ist in der zeit nichts geschehen und es wird versorgt von oma. mutti wird auch mit asr weiter umgang haben. und auch alleine in ihrer wohnung. tagelang toast mit salami ist nichts was sie sich vorwerfen lassen muss, das ist ihre entscheidung.

zusammenfassend:

1. asr für den vater ist außer frage. einzig alleiniges abr könnte er vielleicht bekommen, wenn eine herausnahme des kindes aus dem oma-haushalt dem kindeswohl entspricht, mit schlüssiger begründung. man entreißt einem kind nicht einfach grundlos das zuhause nur weil es einem gerade einfällt das man ein kind hat.

2. umgang wird mutti weiter haben. auch in ihren vier wänden wird sie umgang haben, dass hat mit den betrugsvorwürfen und anderen dingen garnichts zu tun.

3. ich vermute es bleibt alles wie bisher und wenn ihr/papa der meinung seit es muss sich was ändern, dann überlegt doch erstmal was sich ändern soll und wie es dem kind dabei geht. was will der kleine oder würde er wollen, aber fragt ihn nicht. mediation beim jugendamt ist der erste weg.

www.allein-erziehend.net

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