Frage von yuyake, 55

Sorgerecht nach trennung einklagen?

Folgende situation: Frau mit 2 kindern lernt mann kennen, sie bekommen ein kind, ziehen in ein haus. plötzlich mutiert mann zum kontrollfreak, verbietet der mutter ihre beste freundin, deren tochter mit ihren kindern wie geschwister aufgewachsen sind, verbietet ihr den gemeinsamen sohn mitzunehmen und ihr abends mal zur besten freundin zu gehen. nach der trennung muss sie sich mit 3 kindern eine neue wohnung suchen, er frisst 1000euro im monat bei mäcces weg, kümmert sich ausser um sich selbst eigentlich um nichts und will dann geteiltes sorgerecht? wie stehen die chancen dass er dass vor gericht einklagen kann??immerhin ist sie eine gute mutter und versteht sich auch nach streit mit dem vater der beiden großen um der kinderwillen relativ gut. Müsste er einen grund angeben weswegen er dass halbe sorgerecht "unbedingt braucht" oder reicht die bloße tatsache dass er es will vor gericht aus?

Antwort vom Anwalt erhalten
Anzeige

Schneller und günstiger Rat zum Familienrecht. Kompetent, von geprüften Rechtsanwälten.

Experten fragen

Antwort
von Mieze1231, 31

Das er das gemeinsame Sorgerecht haben möchte reicht völlig aus! Er muss keine Gründe angeben und wie gut die Mutter auch alleine zurecht käme spielt keine Rolle. Auch ob er Unterhält zahlt oder nicht ist nicht relevant. Heutzutage wird es Vätern (zum Glück) leichter gemacht, das gemeinsame Sorgerecht und damit eine Gleichberechtigung zu bekommen. Gerichte sehen das so, dass das gemeinsame Sorgerecht am besten dem Kindeswohle entspricht.
Nur bei einer Kindeswohlgefährdung, wie einer Kindesmisshandlung hätte er geringere Chancen, aber das scheint in deinem Fall ja eh nicht zu zu treffen.
Ich kann dich trotzdem verstehen, dass du das doof findest, aber was hast du zu befürchten? Für dich ändert sich nicht viel. Lass es ihn doch haben. Er muss dann halt nur in Dinge wie Schulanmeldung involviert werden und auch unterschreiben.
Im normalen Alltag hast du aber weiterhin die alleinige Sorge der alltäglichen Dinge, solange das Kind bei dir ist. (Der Vater hat dies auch - eben während der Umgangszeit.)
Ich kann dir nur empfehlen, dass du ihn das Sorgerecht nicht einklagen lässt, sonders es freiwillig beim Jugendamt mit ihm erklärst.
Das hat zwei Gründe:
1. Bei Gericht würde er es sowieso bekommen, aber die Kosten müsst ihr beide tragen! Also auch du die Hälfte. Beim Jugendamt ist es kostenlos. Und er bekommt es ja ohnehin.
2. Es könnte dir als "mangelnde Bindungstoleranz" ausgelegt werden, wenn du gegen das gemeinsame Sorgerecht bist. Das könnte im schlimmsten Falle sogar Konsequenzen für dich haben...

Viel Glück, dass ihr es schafft in Zukunft auf der Elternebene besser schafft miteinander klar zu kommen. Und auch, dass du mehr Unterstützung bekommen wirst! :-)

Kommentar von yuyake ,

ums klar zu stellen es geht dabei nicht um mich, ich bin die beste freundin die dass haus nicht betreten durfte trotz dass ich die beiden zusammen gebracht habe usw^^ 

dass problem ist einfach dass vorrauszuehen ist dass dieser mann sich gegen alles stellen wird was sie sagt nur um sich zu rächen. und da er, wenn er mit dem kind alleine ist wowieso den kleinen immer zu seiner mama bringt damit er sich nicht drum kümmern muss sehe ich da keine relevanz. dass problem was ich beim geteilten sorgerecht habe, aus eigener erfahrung, ist dass ich wegen jedem kleinkram zum vater rennen muss und schon verlohren habe wenn er mir grad eins auswischen will. ich finde es einfach irrelevant da sie ihn ja in alle entscheidungen einbezieht. als meine tochter einen op brauchte musste ich erst warten bis ihr vter von montage zurückkommt damit er sein einverständnis dazu gibt.

Kommentar von Mieze1231 ,

Ah okay. Sorry für die Verwechselung^^

Wenn er sich in Zukunft wirklich daneben benimmt und ihr mit Absicht das Leben schwer machen möchte, kommt er aber auch nicht sehr weit damit. Sie könnte dann z.B. zum Jugendamt gehen und um eine Mediation bitten.

Das gemeinsame Sorgerecht wird aber nichts am Umgang ändern. Also wo und wie der Vater den Umgang gestaltet. Das ist etwas anderes. Er kann auch in Zukunft bei der Oma sein egal, was mit dem GSR ist...

So oft wird die Unterschrift ja nun auch nicht gebraucht. Und in Fällen wie Montage kann man auch einfach die Unterschrift per Post schicken oder eine Vollmacht ausstellen.

Wenn die Kommunikation zwischen den Eltern erschwert ist und es Probleme gibt liegt das häufig aber auch an beiden. Jeder sieht und versteht halt nur die Sichtweise des anderen nicht. Aber auch hier kann man sich gemeinsam z.B. beim Jugendamt oder Pro Familia helfen lassen um wieder besser miteinander klar zu kommen, zum Wohle des Kindes.

Kommentar von blumenkanne ,

du irrst: beim jugendamt ist es kostengünstiger. es kostet mittlerweile 30,00 um gemeinsames sorgerecht zu erklären, (selbiger preis übrigens auch für eine vaterschaftsanerkennung).

aus der abneigung gegen gsr wird keine mangelnde bindungstoleranz konstruiert, das wäre bei umgangsboykott und -verweigerung der fall. aber nicht bei gsr. das bedingt keine bindung zwischen vater und kind.

Antwort
von passaufdichauf, 25

Er hat als Kindsvater das recht, die elterliche Sorge gemeinsam auszuüben, sprich: wenn er das gemeinsame Sorgerecht beantragt, wird er es auch bekommen. Vermutlich hat er es sogar schon, oder ist er nicht als Vater eingetragen?

Er ist nicht gewalttätig zu dem Kind oder stellt sonst eine Gefahr dar. Einfach nur ein unangenehmer Zeitgenosse zu sein, reicht nicht zum Entzug der Sorge.

Antwort
von blumenkanne, 21

seine chancen auf gemeinsames sorgerecht sind 100%. er wird es bekommen und muss dafür auch keine gründe nennen. er bekommt es da es dem kindeswohl zugute kommt. er wird auch das umgangsrecht wahrnehmen, wenn er das will. in den ersten 6 monaten der trennung kann er sich durch das sorgerecht auch sein kind wieder zurückholen, da der aufenthalt nicht fest verankert ist.

Kommentar von yuyake ,

aber wenn ein mensch psychisch so instabil ist dass man davon ausgehen kann dass er in einer streitsituation keine rationale, zum kindswohl beitragende entscheigung treffen könnte wäre es ja zum nachteil

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten