Frage von NaniPitu,

Sorge um kranken Hund

Hallo Community, ich habe einen kleinen 3-jährigen Mischlingsrüden. Im Juli dieses Jahres bekam er völlig unerwartet seine ersten epileptischen Anfälle. Es war schrecklich. Wir haben ihn sofort in einer Tierklinik und in den folgenden Wochen bei 2 verschiedenen Tierärzten vorgestellt. Man hat viele Blutuntersuchungen gemacht, aber ohne Ergebnis. Auf Anraten der Ärzte wurde kein MRT durchgeführt, da ein Tumor auf Grund des ansonsten sehr guten Allgemeinzustandes und des Alters im Prinzip ausgeschlossen werden kann. Nach der 2. Anfallswelle einige Wochen später wurden ihm Luminaletten verordnet. Dank dieser Medizin ging es ihm in dieser Zeit gut, welches auch ein Zeichen dafür ist, dass es kein Tumor sein kann. Da wirken die Medikamente nämlich nicht. Seit Kurzem sollten wir nun die Dosis verringern und gestern kam es dann erneut zu einem Anfall. Nach Rücksprache mit dem Arzt bekommt er nun wieder die hohe Anfangsdosis. Im Gegensatz zu den ersten Anfällen (minutenlange Krämpfe, Bewusstlosigkeit, danach völlige stundenlange Desorientiertheit) war der gestrige Anfall weniger schwer und trotzdem bin ich nun völlig hilflos. Ich habe große Angst, dass das immer wieder kommt und außerdem die hohe Dosierung der Medikamente seine Organe zerstört. Aber ohne die Medikamente ist ein normales Hundeleben nicht möglich. Er hatte anfangs innerhalb von 24 Stunden bis zu 8 schwere Anfälle pro Tag, die laut Aussage des Arztes hätten tödlich enden können. Trotz der Medikamente ist mein Kleiner fit und überhaupt nicht schläfrig. Meine Frage ist nun: Hat irgendwer Erfahrung mit Epilepsie bei seinem Hund und kann mir Ratschläge geben? Meine ganze Familie ist in großer Sorge und hofft dass wir noch weitere wunderbare Jahre mit unserem Schatz verbringen können. Vielen, lieben Dank vorab für eure Antworten! LG

Hilfreichste Antwort von Viel25wissender,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Hallo. Höre auf deinen TA. Der Hund kann mit den Tabletten sehr alt werden und die schädigen auch nicht. Menschen müssen auch mit Epi leben und ein Leben lnag Tabletten nehmen. Wenn er unter eine höheren Dosis besser dran ist, dann muss der TA die Dosis nun wieder erhöhen und zwar so lange bis er keine Anfälle oder nur selten einen bekommt. Nur rate ich dir trotzdem zum MRT. Um zu sehen was da los ist. Es kann eine harmlos Zyste sein oder eine Hirnschädigung die angeboren ist, Durchblutungsstörungen oder eine Narbe. Das könnte man dann operieren und er würde ohne Medis ein tolles Hundeleben haben.

Gehe nicht zu einem Heilpraktiker. Das ist nichts für Epilepsie. Nicht in diesem Fall. Da wirft iht nur euer Geld aus dem Fenster. Damit spaßt man nicht. Ich bin Psychologin und Krankenschwester und halte gar nichts von Heilpraktikern. Dis geben dir Globolis oder anderes wo nur ein Hauch an Wirksstoff drin ist. Wenn diese Tabletten schon nicht gut helfen, wie sollen da Tabletten helfen die 1000 Fach verdünnt sind? Und wenen er damit putzmunter ist wie du schreibst, dann verträgt er die gut. Viel Wasser geben, damit die Nieren gut ausscheiden können. Nebenwirkungen sind meistÜbelkeit, Kopfschmerzen und Müdigkeit. Blutbild von Luminaletten - nein da passiert nichts. Ist das Beste Mittel und wird bei allen Hunden eingesetzt und auch bei uns.

Also nicht so sorgen. Wartet ab wie sie wirken wenn es höher dosiert wird. Und spreche nochmal auf ein MRT an. So ohne zu wissen wo es her kommt, damit wäre ich nicht zufrieden, denn wenn man das per OP weg bekommt, dann würde ich das auch machen lassen. Das wird schon. Tammy

Kommentar von NaniPitu,

Vielen, lieben Dank für deine Antwort. Werde das mit dem MRT nochmal beim Tierarzt ansprechen. Habe nach einem MRT wenigstens Gewissheit, ob im Kopf alles ok ist. Ja,uund die Luminaletten wirken prima. Das Problem ist nur: wir sind mit der Dosierung ziemlich an der Obergrenze und was machen wir, wenn das Mittel/Wirkung nicht mehr ausreicht???? Naja, vielleicht kommt es ja nicht so weit. Danke nochmals und LG

Kommentar von Viel25wissender,

Erstmal warten. Braucht er mehr, bekommt er ein anderes gutes Mittel dazu in kleiner Dosierung. Und ja, mit MRT hat man Gewissheit. Als Tipp sonst, Den Hund nicht überstressen mit vielen Übungen falls er gehorsam hören soll. Nicht so grelles Licht aussetzen und keine laute Musik. Schon der Staubsauger, ein Hund hört das 20 x lauter als wird - kann schon Stress sein. Suche ruhige Wege zum Gassi gehen. Trifft er auf andere Hunde ruhig mal spielen lassen, aber nur wenn er es will. Kommt wieder die Hitze nächstes Jahr, ihn nie der Sonne aussetzen. Wenn ihr Garten habt, dann immer im Schatten und Morgends ganz früh Gassi gehen und Abends spät noch mal. Macht man ja mit gesunden Hunden auch so außer wenn die schwimmen. Aber das sollte er nun nicht falls er im Kanal einen Anfall bekommt, kann er ertrinken. Falls er gerne schwimmt ist nun erstmal Tabu. Besser wäre hier eine Tierklinik die das Ganze richtig einstellt. Die haben mehr Untersuchungsmöglichkeiten und mehr Erfahrungen als ein Klaintierarzt. Nicht, dass euer schlecht ist, aber oft fehlt da die Erfahrung. Zumindest kann eine Zweitmeinung nie schaden. Viel Glück: Tammy

Antwort von shark1940,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Oh je ... das ist richtig schlimm für Euch und Euren Hund.

Ich kenne einige die eleptische Anfälle haben - allerdings nicht so viele wie Du es beschreibst.

Manche haben es realtiv gut in den Griff bekommen, andere wieder gar nicht. Die die das in den Griff bekommen haben, gehen allerdings nicht nur medizinisch vor. Sie haben das Futter auf Rohfutter ohne Getreide umgestellt u. lassen den Hund zusätzlich homöopatisch behandeln.

Problem ist das das Gebiet der Epilepsie und der Krämpfe sehr weit und unerforscht ist. Die Lehrmedizin unterdrückt die Krampfbereitschaft nur durch chemische Mittel, die aber irgendwann zu Nebenwirkungen führen.

Man sollte gerade bei einer solchen Erkrankung es mit der Homöopathie versuchen. Es kommt aber auf die Erkrankung an. Es gibt Formen da hilft die Homoöpathie sehr und bei anderen angeborenen Epil. kann man gar nichts machen. Ein Versuch wäre es allerdings wert.

Daher würde ich Dir dringend empfehlen einen guten Tierheilpraktiker zu suchen.

Auch sollte das Futter unbedingt auf getreidefreies Rohfutter umgestellt werden. Viele Hunde, die umgestellt wurde, hatten weniger, nicht so starke Anfälle - teilweise sogar gar keine Anfälle mehr. Bei der extremen Häufigkeit Deines Hundes, wird es sicher sich nicht auf Null reduzieren. Es wäre aber schon ein großer Fortschritt, wenn es weniger nicht so heftige Anfälle wären - denke ich.

Hier ein toller Link - am Anfang steht halt viel was Du sicher weißt - aber unten wird es interessant:

http://www.kayaundbico.de/html/epilepsie_beim_hund.html

Und laß bloß nicht den Kopf hängen. Es gab echt schon Hunde, bei denen hat man es toll in den Griff bekommen und sie hatten ein tolles langes Leben.

Ich wünsche Dir, Deiner Famliie und vor allem Deinem Hund viel Erfolg.

LG

Kommentar von NaniPitu,

Danke für die Informationen. Werde alles versuchen, damit es ihm besser geht. Solche Anfälle sind schrecklich. Man denkt sein Tier stirbt und kann nur hilflos daneben stehen. Also lieben Dank nochmal!

Kommentar von shark1940,

Ich habe einmal so einen Anfall gesehen - es ist schrecklich, man meint, der Hund stirbt und man ist so verdammt machtlos.

Ich habe das einmal gesehen und es war nicht mein Hund .... es ging mir wahnsinnig an die Nieren. Du siehst das sehr oft und es ist Dein Hund ... das muß unglaublich schlimm für Dich sein. Ich denke das kann sich keiner vorstellen.

Viel Erfolg und liebe Grüsse

Antwort von elizza,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Es tut mir Leid für Deinen kleinen Schatz.

Ich kenne einen Hund, der lebt jetzt eit über 10 Jahren an dieser Krankheit, es ist jetzt im Alter von 12 Jahren zwar komischerweise sogar etwas besser geworden, der Hund hat seit fast 2 Jahren keinen Anfall mehr gehabt, nicht einmal die Aerzte können das erklären, dieser Hund ist so ein kleiner Kämpfer, man sagt, dass normalerweise grosse Hunde weniger Alt werden mit dieser Krankheit, aber dieser ist offenbar eine Ausnahme!

Damit wollte ich Dir sagen, dass es immer Ausnahmen gibt, es kommt sogar auch bei Tieren mit dieser Krankheit auf die psychische Verfassung an, wenn ein Tier trotzdem ein glückliches Leben hat, auch länger damit Leben kann.

Es ist halt genau so, wie bei Menshen, da kommt es bei jeder Krankheit auf die psyche an, wie es einem Menschen geht und genau so ist es bei den Tieren, man hört oft von grossen Hunden, dass sie diese Krankheit haben und tzrotzdem ein langes Leben haben dürfen!

Ihr solltet ihn einfach verwöhnen, so gut es geht!

Ich wünsche Euch alles Liebe! L.G.Elizza

Kommentar von NaniPitu,

Lieben Dank für deine aufmunternden Worte. Wir hoffen ja auch auf ein langes und glückliches Hundeleben. Haben halt momentan nur so große Angst um ihn. Und sind so hilflos. LG

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