Frage von rhmrx, 42

Sony Alpha A230: Neues Objetkiv, neuer Body oder neues Set?

Worum geht es?

Vor über einem Jahr kaufte ich günstig die Sony DSLR-A230 inkl. Kit-Objektiv SAL 18-55 (Link zum Datenblatt siehe unten) einem Freund ab, der damals die Sony für eine neue Kamera unbedingt los haben wollte. Ich fotografierte vorher nur mit herkömmlichen Digitalkameras und somit wurde sie zu meiner ersten DSLR, welche als Einsteigermodell sehr gute Dienste leistet(e). Ich hatte sie immer auf Reisen und anderen Ausflügen mit dabei, konnte mehrere tausende Bilder schießen und Erfahrungen sammeln.

Ich bin jetzt an einem Punkt angelangt, an dem ich mir nicht sicher bin, ob ich mit der Qualität der Bilder 100% zufrieden bin. Natürlich spielt der Fotograf, in dem Fall ich, eine entscheidende Rolle, aber auch die Technik. Und ich sehe es bei Bildern von Freunden/Bekannten, die ohne viel Nachbearbeitung gestochen scharfe und super Bilder schießen - und ich bilde mir ein mit weniger Know-How und besserer Technik.

Das Objektiv spielt bei der Fotografie eine entscheidende Rolle, denn was die Linse verbockt kann der teuerste Body nicht mehr hinbiegen. So viel ist klar! Ich glaube nicht, dass die Sony A230 schlecht ist. Ich glaube auch nicht, dass das Kit-Objektiv schlecht ist, aber mit einem besseren könnte ich wohlmöglich bessere Ergebnisse erzielen.

Aus dem Ganzen ergeben sich jetzt folgende Fragen:

  • Sollte ich mir zum Vergleich erst einmal die Kamera von Freunden borgen, um zu testen ob es wirklich einen Unterschied macht? (Insofern das möglich ist natürlich)
  • Wenn nicht: Sollte ich nach einem neuen Objektiv Ausschau halten? Oder sogar Body? Oder beides? Wenn ja, könnt ihr mich beraten? (mittlere Preisklasse; es muss kein Profi-Tool sein - ich bin nicht mehr als ein Hobby-Fotograf, der alles Mögliche fotografiert, wie z.B. Menschen, Tiere, Landschaft/Natur, Architektur, .. daher war ich mit dem Kit-Objektiv mit einer Brennweite von 18-55mm auch recht flexibel)

Vielen Dank für eure Hilfe!


Datenblätter:

Sony A230: digitalkamera.de/Kamera/Sony/Alpha_230.aspx

Objektiv: digitalkamera.de/Objektiv/Sony/DT_18-55_mm_35-56_SAM/10416.aspx

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Brandenburg, 42

"Versuch" einer hilfreichen Antwort: 

1. Interessant wäre für dich zu wissen, welche Fototechnik die Bekannten, Freunde etc..nutzen, mit denen sie lt. deiner Aussage ohne viel Nachbearbeitung "knackscharfe Fotos" schiessen. 

Auch interessant wären deren Arbeitsweisen fürs Fotografieren. Benutzen sie z.B. extrem kurze Belichtungszeiten? was die Verwackelungsgefahr und somit Unschärfen erhebl. vermindert? 

Wie betrachten deine Freunde bzw. Bekannte ihre Bilder? Auf evtl. kleinen Monitoren sehen fast alle Bilder gut und scharf aus. Die ggfs. faustdicke Überraschung kommt mit grösseren Monitoren und deren Auflösungen, wo dann "gnadenlos" alle Unschärfen etc..erkennbar werden. 

Mit wieviel Pixel-Auflösung werden deren Bilder im Vergleich zu den deinen gemacht? 

Dies wären nur EINIGE Fragen von vielen, um der Sache näher zu kommen. 

2. Ohne dir nahetreten zu wollen: Deine Sony-Kamera ist mit dem Sony-Sam-Kit-Objektiv unterfordert. Auf einer Amazon-Webseite beklagt sich z.B. ein Kunde über die mit demselben Objektiv verbundenen Unschärfen. Was übrigens auch in div. anderen Fotoforen von etlichen Nutzern moniert wird. 

Von mit vielen Sam-Kit-Objektiven einhergehende teils erhebl. Vignettierungen und anderen opt. Unregelmässigkeiten mal abgesehen. 

Mein Vorschlag dahingehend, dich nach vollformat-tauglichen und zugegebenermassen älteren Minoltaobjektiven mit A-Bajonettanschluss umzusehen. 

Ein m.E. vergleichsweise preiswertes und dennoch sehr brauchbares Minoltaobjektiv wäre das Minolta Ofenrohr AF-28-85 mm mit 3,5-4,5er Lichtempfindlichkeit. Auch ist hier eine Makrofunktion mit 1:4 Abbildung vorhanden. 

Nebenbei: Von Minolta gibts auch wesentlich lichtempfindlichere Objektive z.B. mit f2,8 oder f1.7. Dann explodieren aber die Preise regelrecht auf locker mehrere Hundert Euro! Mit f3,5 - 4,5 bist du für die meisten Situationen gut gerüstet. 

Besagtes Ofenrohr-Objektiv 28-85 mm  taucht immer wieder z.B. in der Bucht für ca. 40-99 Euro auf. 

Einziger Nachteil: Der Metalltubus verursacht ein etwas höheres Tragegewicht, verleiht dem Objektiv jedoch eine bessere Stabilität als Kunstoffassungen. 

Ein anderer Objektiv-Vorschlag wäre dto. von Minolta: AF-28-80 mm 

mit 4,0 - 5,6er Lichtempfindlichkeit. Lt. Webrecherche angebl. dto. vollformattauglich. 

Das Teil wird in div. Fotowebforen als "Scherbe" also minderwertiges Objektiv bezeichnet, was ich lt. eigener Erfahrung so nicht bestätigen kann. Oder ich erwischte ein "Sonntags-Exemplar". 

Anders als das Ofenrohr ist hier die etwas geringere Lichtempfindlichkeit zu beachten. Was sich aber zumindest bis jetzt bei mir nicht dramatisch bemerkbar machte. 

Anders als besagtes Ofenrohr hat das Objektiv nur einen Kunststoffbajonettanschluß. 

Mehr als max. 35 Euro würde ich jedoch dafür nicht zahlen. 

Zumindest mir gelingen mit BEIDEN hier genannten Objektiven "knackscharfe" Bilder ohne jegl. Nachbearbeitung. 

Zu bedenken: Du liegst zwar mit der Minoltabrennweite rd. 28-85 zwar anfangs höher als mit deinem Sam-Objektiv 18-55, holst dir andererseits jedoch entferntere Motive näher heran. Lt. meiner Einschätzung, müsstest du mit 28-85mm Brennweiten für die meisten Situationen bei Fotografien von Landschaften, Architektur, Menschen, Tieren etc..dennoch gut klarkommen. 

Wie dir wahrscheinlich bekannt sein dürfte: Beim Kauf von Gebrauchtobjektiven u.a. auf evtl. vorhandenen Fungus (Glaspilz) achten. Hierzu das Objektiv unter vorsichtiger Öffnung der Blendenlamellen von der "verkehrten Seite" gegen eine Lampe haltend durchsehen. Sind hier z.B. spinnenförmige Verzeichnungen auf dem Glas erkennbar (typisches Erscheinungsbild für Fungus) dann am besten Finger weg! 

Fungus kann zwar beseitigt werden. Der Aufwand bzw. die Kosten dafür können jedoch leicht den Zeitwert insbes. von preiswerten Gebrauchtobjektiven übersteigen. 

3. Deine Sony-Alpha 230 geniesst lt. div. Webeinträgen für eine "Einsteigerkamera" einen relativ guten Ruf. Deshalb mein Ratschlag: Bevor du dir evtl. einen anderen Sony DSLR-Body für (auch gebrauchte) teils stolze Preise holst, würde ich erst mal ein anderes Objektiv als dein Jetziges versuchen. 

Solltest du danach IMMER NOCH auf eine andere Sony-DSLR-Kamera mit A-Bajonett wechseln wollen, kannst du die jetzt evtl. schon gekauften Minolta-Objektive normalerweise problemlos weiternutzen. 

Hoffentlich hilft dir das (länger geratene) Posting fürs Erste weiter. 


Kommentar von rhmrx ,

Hallo Brandenburg, vielen Dank für deine ausführliche Antwort! I appreciate it!

Ich versuche mal auf all deine Fragen und Gedanken einzugehen und sie bestmöglich zu beantworten.


1. Soweit möglich, versuche ich alle wichtigen Informationen in Bezug auf die Fototechnik und die Arbeitsweisen herauszubekommen. Außerdem hoffe ich, dass sie mir entweder ein paar Bilder schicken können, um in den Eigenschaften nach Blenden-, Belichtungs-, Brennweiteeinstellungen, etc. zu suchen, oder dass sie mir die Einstellungen direkt sagen können. Sollte ich Bilder bekommen, werde ich diese und meine mal etwas genauer unter die Lupe nehmen und vergleichen, natürlich Bilder mit ähnlichen Einstellungen.

Ich weiß von einer Freundin, dass sie mit einer Canon EOS 500D und dem 18-55mm IS Kit Objektiv fotografiert und sich mit der Kamera noch nie wirklich auseinandergesetzt hat. Ich vermute mal, sie nimmt automatische Modi - der Rest erledigt die Kamera. (Auf weitere Antworten warte ich noch, Nachtrag folgt!) Ein Bild von ihr habe ich jedoch. Die Auflösung beträgt 1024x638 und 72dpi im JPG-Format. Ich fotografiere fast ausschließlich im RAW-Format mit der höchstmöglichen Auflösung meiner Kamera von 3872x2592 und 300 dpi (laut JPG Eigenschaften nach dem Entwickeln).
Auf welchen Monitoren sie ihre Bilder betrachten, weiß ich nicht, aber ich betrachte sie auf Monitoren mit einer Diagonale von 22" und 24".

2. Ich hatte schon die Vermutung, dass das SAM Objektiv Probleme verursacht.

Habe mal auf eBay geschaut und da findet man einige, gebraucht und bezahlbar. Wären folgende denn zum Beispiel die von dir erwähnten Minolta Ofenrohre?

ebay.de/itm/Minolta-28-80mm-3-5-5-6-AF-D-Zoom-fur-Minolta-Sony-A-N011228-/361421434175?hash=item5426656d3f:g:4bAAAOSw37tWDQbD

ebay.de/itm/Minolta-Objektiv-AF-28-80-Macro-Zoom-55mm-Sony-A-Bajonett-1500642-/111704360377?hash=item1a021945b9:g:~AMAAOSwDNdVjV-t

ebay.de/itm/Sony-Alpha-Minolta-AF-28-85-mm-f-3-5-4-5-AF-Objektiv-Ofenrohr-/301795696386?hash=item46446cdf02:g:qQgAAOSwwbdWQj8p


Würde gerne noch wissen wollen, was die "Bucht" ist?

Für den Fungus-Tipp bin ich dir ebenfalls dankbar. Hatte vorher noch nichts davon gehört. Es gibt ja verschiedene Methoden diesen zu beseitigen. Hoffen wir einfach mal, dass ich kein vom Pilz befallenes Objektiv erwische. Ist im übrigen sonst noch etwas zu beachten beim Kauf von gebrauchten Objektiven? Gibt es noch eine andere Webseite für gebrauchten Fotobedarf?

3. Ich nehme den Ratschlag herzlich an und werde mal nach einem gebrauchten Objektiv Ausschau halten. Das wird wohl die preisgünstigste Methode sein. Ich weiß auch nicht, ob ich immer bei Sony bleiben werde oder nicht, aber wenn doch, dann müsste nur der Body gewechselt werden.

Kommentar von Brandenburg ,

Hallo rhrmx, danke für deine Info. 

Dein erwähnter 3. Ebay-Link beinhaltet das 28-85er Ofenrohr. Der Preis von 41Euro insofern sehr günstig. Einziger evtl. Haken: Ein Privatverkäufer. Im Vergleich zu gewerbl. Händlern also im Zweifelsfall ein Umtausch-bzw. Gewährleistungsproblem, falls das Objektiv Mängel hat. 

Die Minolta-Ofenrohr-Objektive laufen auch im Web unter dem engl. Begriff "beercan" also Bierdose. 

Die beiden anderen Weblinks: 

1. Weblink ein reines "Digitalobjektiv", m.E. nicht vollformattauglich. 25Euro erscheinen ungewöhnlich günstig. Neupreis z.B. Amazon liegt bei rd. 89Euro. 

Lt. eben erfolgter Schnellrecherche und div. Nutzerbeurteilungen liegt das Objektiv qualitativ im guten Durchschnitt. Am besten nochmal selber recherchieren, um weitere Nutzerurteile selbst zu lesen und daraus deinen Entschluss zu ziehen. 

Evtl. Kauferleichterung: Anbieter ist gewerblich. Hat das Objektiv irgendwelche Mängel wie z.B. Glaspilz, ist der Umtausch innerhalb eines Jahres leichter als beim Privatverkäufer. 

2. Weblink beinhaltet das 28.80er Minolta-Objektiv mit Plastikbajonett, welches vielfach geschmäht wird, ich aber evtl. davon ein Sonntagsexemplar erwischte. 59Euro für das Teil erscheinen mir vergleichsweise zwar teuer, andererseits soll lt. Händlerlangebot eine Streulichtblende mit dabei sein. 

Meine pers. Empfehlung bei Objektiven allgemein: Möglichst immer mit sog. Gegenlichtblende (Geli) benutzen. Das verhindert z.B. Lichteinfall von der Seite, welches die Bilder diffus wirken lässt. 

Ausnahme: 

Bei Makroaufnahmen (extrem Nahfeld von ca. 25cm) mit Blitzlicht mit Minolta-Ofenrohr 28-85 die Geli abnehmen. Ich selbst legte  damit mal "ein Schatten-Ei" ins Foto-Nest. Bildergebnis starke Abschattung durch die Geli. Nach Wegnahme der Geli das Bild einwandfrei. 

Eine spezielle Seite für gebr. Fotobedarf-bzw. Zubehör mir selbst nicht bekannt. 

Evtl. Wechsel der Sony-DSLR-Kamera: Die gängigen Sony-Kameras der Alpha-Serie arbeiten fast alle mit A-Bajonett. Insofern also die A-Bajonett-Objektive normalerweise problemlos weiterhin nutzbar. 

Anders siehts jedoch mit div. Sony-Nexus-Modellen aus: Hier wird durchgängig ein E-Bajonettanschluss genutzt. Die A-Bajonett-Objektive somit ausser mit evtl. Adaptern nicht nutzbar. 

Bajonett-Adapter engl. auch Mount genannt, z.B. von A-nach E-Bajonett zwar machbar. Allerdings werden durch div. Adapterversionen z.B. die AF-Funktion bzw. Blendeneinstellungen nicht nutzbar. Die Schärfe kann man zwar am Objektiv selbst nachregeln, allerdings kann die Blende selbst nicht mehr verstellt werden. Einzige Chance hier bei zuviel Licht: Die Verschlusszeiten möglichst kurz einstellen, z.B. 1/250sek, 1/4000sek oder noch kürzer soweit an der Kamera einstellbar. 

Deshalb beim Adapterkauf darauf achten, dass der Bajonettadapter alle relevanten Infos wie z.B. AF-Funktion etc..nicht blockt. 

Vorsichtshalber beim Modellwechsel innerhalb Sony-DSLR-Modelle IMMER darauf achten, ob das neue Objekt der Begierde mit A-Bajonett im engl. auch A-Mount genannt versehen ist. 

RAW-Format bzw. Jpeg-Format

Grundsätzlich richtige Einschätzung deinerseits. RAW-Format ist zwar das qualitativ höchste Bildformat, was jedoch von div. PCs etc..ohne Zusatzsoftware nicht erkannt und verarbeitet werden kann. Insofern für den "täglichen Hausgebrauch" das Jpeg-Format qualitativ durchaus ok. 

RAW-Format bietet sich z.B. für höchstaufgelöste Bilder (z.B. grossformatige Poster) an. 

 Canon EOS 500D deiner Freundin: Gerade mal Schnellrecherche per Google betrieben: Die Canon ist zwar "einen Tick" besser, als deine Sony A-230. 

Lt. m.E. jedoch NICHT SO WESENTLICH dass ein Wechsel von deiner Sony auf Canon EOS 500D sich finanziell wirklich rechnet. U.a. stammen beide Modelle aus 2009. Im übrigen kannst du beim Wechsel zu Canon deine A-Bajonett-Objektive nicht ohne Adapter an der Canon benutzen. 

WENN ein evtl. Modellwechsel beabsichtigt wird: Mit der Sony Alpha 580 fahre ich bis jetzt SEHR GUT. U.a. mehr Einstellungsmöglichkeiten als bei A-230. Auch hat die A-580 einen eingeb. Bildstabilisator welcher zumindest teilweise evtl. Verwackeln sichert. 

Bevor ich die Sony-A-580 kaufte, recherchierte ich LANGE im Web nach Nutzerurteilen. Die A-580 wird u.a. für "ambitionierte Hobbyfotografen" empfohlen. Die vielfach gelobte "sehr gute Bildqualität" trifft m.E. vollumfänglich zu. Auch die sog. Live-view-Funktion ist durchaus brauchbar. 

Beim Kauf von Gebraucht-DSLRs auf die bisherige Auslösezahlen achten, bzw. vor dem Kauf nachfragen: Je höher die Auslösezahl, desto intensiver wurde die Kamera gebraucht. Auslösezahlen von z.B. 1000-ca. 4000 sind jedoch vertretbar, vergleichsweise mit einem Gebrauchtauto mit geringer Km-Laufleistung. 

Kommentar von rhmrx ,

Hallo Brandenburg, danke für deine Rückantwort und dass du dir die Zeit genommen hast, die Links anzuschauen.

Ich behaupte mal, ich weiß jetzt worauf ich achten muss beim Kauf eines gebrauchten Objektivs. Die eBay-Angebote waren nicht sonderlich gründlich ausgewählt, aber dadurch, dass sie alle verschieden sind plus deiner Einschätzung, habe ich jetzt einen besseren Überblick erhalten. "Gelis" sind z.T. bei den Angeboten mit dabei, was schon mal sehr gut ist.

RAW-Format bzw. Jpeg-Format: Ich bin im Besitz von einer älteren Version von Photoshop + Camera Raw und Caption One, welches ähnlich wie Lightroom ist aber für Sony-Kameras kostenlos. Für einen Hobbyfotografen schon Luxus, daher kommt für mich ein Systemwechsel erst einmal nicht in Frage. Ich habe die Vorzüge von RAW kennengelernt und weiß diese zu schätzen, daher werde ich wohl auch dabei bleiben. Die Option in RAW + JPEG gleichzeitig aufzunehmen besteht weiterhin.

Festbrenntweite...

...ein Thema, welches für mich immer interessanter wird. Ich habe mit einem anderen Bekannten geredet und er nutzt fast ausschließlich Festbrennweiten. (Nachtrag zu deinem ersten Kommentar)

Ich habe mich belesen und über die Vor- und Nachteile informiert, viele Videos von Profis angeschaut zu diesem Thema und bin wirklich begeistert!

Ich bin bei meiner Recherche auf beispielsweise auf das Sony SAL-50F18 1,8 / 50mm und Minolta AF 50 mm f/1.7 gestoßen. Beide Objektiv kosten +/- 100€, wobei man sie im gebrauchten Zustand auch wesentlich günstiger bekommen kann. Das Minolta wird im Gegensatz zum Sony Objektiv (soweit ich weiß) aber schon seit einigen Jahren nicht mehr produziert. Nichtsdestotrotz sollen beide Objektive tolle Ergebnisse liefern. Folgender Testbericht vergleicht beide miteinander, ich finde ihn sehr aufschlussreich:

http://www.lenstip.com/121.1-article-A_history_of_Sony_Alpha_-_Minolta_AF_50_mm_...

Kommentar von Brandenburg ,

Hallo rhmrx, danke für die Info.

1. Festbrennweiten: Richtig! Festbrennweiten-Objektive haben FAST immer (die Betonung liegt bei FAST immer) bessere Bild-und Lichtempfindlichkeitswerte, kosten jedoch auch meist mehr. 

Variabler und flexibler bist du natürlich bei Zoomobjektiven, wenn dir z.B. ein Motiv zu nahe ist, und den Abstand nicht ändern kannst. Wobei fast alle Zoomobjektive geringfügig in der Lichtempfindlichkeit schlechter sind als Festbrennweiten. 

Erwischst du ein gutes Zoomobjektiv mit allzu grossen Brennweitenverstellungen (z.B. 18-200mm) dann erreichst du bildschärfenmässig lt. meinem pers. Eindruck durchaus Festbrennweitenqualität. 

Bleibt also bei Zoomobjektiven vor dem Kauf nur übrig: 

- auf gute Lichtwerte achten. Je niedriger die f-Werte sind, desto besser. 

- wie andere Nutzer das ausgewählte Objektiv in einschlägigen Fotoforen beurteilen. Auch Testberichte z.B. bei Artaphot, Kurt Munger etc..(Kurt Munger nur englisch) sind durchaus aufschlussreich. 

2. Minolta-Objektive: Hier würde ich das Minolta AF 50 mm f/1.7

nehmen. Dieses ist vollformat-tauglich und  hat im Vergleich zum Sony-SAL 50mm Objektiv ein Metallbajonettverschluss. Leider nur noch gebraucht erhältlich. Beim Kauf deshalb wie schon erwähnt u.a. auf Glaspilz achten. Wer weiss wie der Vorbesitzer das Teil aufbewahrte. 

Beim Sony-SAL-50mm Objektiv bemängeln z.B. div. Käufer/Nutzer, dass dieses Objektiv komplett aus Kunststoff/Plastik besteht und dass wohl div. vorhandene Plastiknasen leicht abbrechen können. 

Besagtes älteres Minolta-Objektiv AF 50mm f/1.7 habe ich auch. Die div. positiven Nutzerurteile in vielen Fotoforen kann ich vollumfänglich bestätigen. Erstes "extrem ichtempfindlich" und zweitens zumindest lt. meinem subjektiven Eindruck "knackscharfe Bildqualität". 

Wobei meine anderen Minoltaobjektive (alles Zoom) mit Ausnahme der Lichtempfindlichkeit bei der Bildschärfe lt. meinem Eindruck keine grossen Unterschiede im Vergleich zum 50mm Festbrennweitenobjektiv aufweisen. 

3. Ebay-Angebote: Deine Links waren durchaus aufschlussreich, also deshalb völlig i.o. Wie schon erwähnt, beim Kauf u.a. auf den Beschreibungszustand der Objektive achten. Bei Objektiven welche normalerweise sehr gut sind und entspr. viel kosten, bei Billigangeboten hellhörig werden: Entweder liegen z.B. hier mechan. Schäden vor, oder der Fungus hat sich eingenistet. 

Auch neigen WENIGE Minolta-Objektive zu mech. Schwächen, z.B. im Fokusgestänge welches die einzelnen Linsenpaare hin und herschiebt. Verklemmt sich das Gestänge, wirds böse...Deshalb möglichst keine Objektive nehmen, welche derartige Schwächen aufweisen, obwohl die sonstigen Eigenschaften hochgelobt werden. 

Vorsichtshalber beim Durchforsten der Kaufangebote den Schwerpunkt auf gewerbl. Anbieter legen. Diese sind i.d.R. zwar teuerer als Privatanbieter, jedoch hast du bei gewerbl. Anbietern/Verkäufern eine Gewährleistung falls das Teil mangelhaft ist. 

Soweit erstmal dieses Posting, bevor es "monsterlang" wird...

Antwort
von Airbus380, 26

Wenn Dir die A230 nach wie vor gefaellt, bleib dabei. Ihre Nachteile wie kleines Sucherbild, kleines Display und sehr schwache High-ISO-Leistung kennst Du ja und findest wahrscheinlich die sehr schoene Farbwiedergabe des CCD-Sensors wichtiger.  

Mit besseren Objektiven zeigt die Kamera auch, dass sie mehr kann und duerfte auch heute noch mit tollen Fotos ueberzeugen.

Trotzdem ist es richtig, dass Du Dir jetzt Gedanken darueber machst, wie es bei Dir weitergeht. Sony baut schließlich keine DSLRs mehr und wenn Dir die elektronischen Sucher der modernen Kameras nicht zusagen, muesstest Du das System Richtung Canon, Nikon oder Pentax verlassen.

Ueberhaupt denke ich, dass das A-Bajonett auf dem Abstellgleis steht und Sony sich eher auf das moderne E-Bajonett konzentriert.

Ich wuerde mir an Deiner Stelle zunaechst mal moderne Alpha Kameras anschauen, sowohl die mit A- als auch die mit E-Bajonett und dann fuer mich entscheiden, ob Du Dir da Deine "fotografische Zukunft" vorstellen kannst. Wenn ja, dann besorgst Du Dir ein gutes Normalobjektiv wie z.B. das Sigma 17-70mm/2,8-4,0 oder auch ein 17-50mm/2,8. Und auch wenn Du zu dem Schluss kommst, dass Du eher nicht beim A-Bajonett bleiben willst, waeren diese Objektive fuer die naechsten Jahre mit Deiner A230 eine Empfehlung. Gebraucht gekauft machst Du kaum Verlust beim Wiederverkauf.  

Antwort
von judgehotfudge, 42

Hallo rhmrx,

ich denke, man könnte eher was dazu sagen, wenn man mal Bilder von Dir (mit denen Du unzufrieden bist) und von besagten Freunden/Bekannten (die Dir besser gefallen) sehen könnte.

Kommentar von rhmrx ,

Danke @judgehotfudge für die Antwort. Ich kann mal suchen, aber ich verstehe nicht recht worauf du hinauswillst bzw. ob das mein Frage beantwortet, denn theoretisch bräuchte man doch ein Motiv, welches man mit beiden Kameras fotografiert, um dann wirklich die Bilder vergleichen zu können? Ich müsste dafür mal einen Tag mit geliehener Kamera durch einen schönen Herbstwald laufen und mit beiden Kameras Bilder schießen.

Kommentar von judgehotfudge ,

Nimm doch einfach solche Fotos, die Du in Deiner Frage gemeint hast. Auch wenn es unterschiedliche Motive sind.

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