Frage von gauloises1991, 39

Sonderrechte der Polizei, obwohl kein Einsatz erfolgt?

Hallo, heute morgen hatten meine Mutter und ich ein unangenehmes Erlebnis mit "Freund und Helfer". Gleich vorneweg, bisher hatte ich nie schlechte Erfahrungen mit unseren Gesetzeshütern gemacht, ganz im Gegenteil. Mir ist auch bewusst, dass die Polizei es nicht leicht hat oft und leider mangels Personal ganz schön im Stress ist. Ich sehe sie in der Öffentlichkeit immer gern, fühle ich mich gleich sicherer. Aber trotz allem müssen sich doch auch die Herrschaften von der Streife an Regeln halten, bin ich der Meinung. Nun zur Geschichte: Wir wollten vom Parkplatz auf eine öffentliche Strasse fahren. Der Parkplatz ist vierreihig, d.h., es gibt zwei Fahrgassen mit jeweils 2 Parkreihen. Wir fuhren also in Richtung "Ausgang" und mussten kurz davor stoppen, weil mitten auf der Fahrgasse ein Polizeiwagen stand. Er stand deshalb da, weil die Kollegen bei einer Routinetour von einem Bürger angehalten wurden, weil dieser offensichtlich eine Frage an die Polizei hatte. Wir standen da nun wie angewurzelt und der Beamte reagierte NULL. Nun fragte meine Mutter, ob sie mal hupen solle, noch bevor ich antworten konnte tat sie das. Der Beamte stieg aus, kam zu uns und fragte, warum sie hupe. Dann machte er sie aufmerksam, wann ein Signalgeber zu bedienen sei und wollte die Papiere sehen. Meine Mutter wollte die Angelegenheit eigentlich noch im Gespräch klären, aber er sagte dann nur barsch: "Wird´s denn heute noch mit den Papieren?" Da habe ich gefragt, ob alles soweit klar sei. Ich fand, der Ton ging garnicht. Dann machte er sie weiterhin aufmerksam auf Richtlinien in der StVO (§35 Sonderrechte usw.) und erklärte ihr eine Anzeige, weil sie blöderweise noch keinen Gurt umhatte. Er meinte, sie könne sich nun dazu äußern. Als meine Mutter nicht gleich antwortete, legte er seine rechte Hand an sein rechtes Ohr, wie: "Ich höre nichts!!!" Da hat´s mir gerreicht. So eine Unverschämtheit. Also worum es mir hier geht, ist die Art und Weise. Ok, korrekt, die Hupe ist ein Signalgeber für Ausnahmen, nicht angeschnallt ist auch eine Ordnungswidrigkeit. Alles klar. Aber Leute bitte, was ist denn das für ein Benehmen. Er hat meine Mutter behandelt wie ein kleines Kind. Ach ja, und er meinte, sie hätte auch umdrehen können und über die andere Fahrgasse rausfahren können. Aber nun zu meiner Frage: Dürfen die ohne Grund mitten im Weg stehen? Es gab genügend Platz, um an die Seite zu fahren, damit wir hätten vorbeifahren können. Kein Einsatz, keine Gefahrensituation, keinen Grund, Sonderrechte geltend zu machen. Danke vorab

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von Dirndlschneider, 19

Hupen wird halt als extrem " aggressiv " wahrgenommen ....vllt hätte deine Mutter aussteigen und die Situation von Angesicht zu Angesicht klären sollen . dass sich das so hochgeschaukelt hat ist natürlich bedauerlich , aber ich denke , die Beamten sind auch nur Menschen......

Ganz in Ordnung war es sicherlich nicht , aber bei aller gegebenen Entrüstung deinerseits würde ich den Ball flachhalten .......es wächst nichts gutes daraus , wenn man sich darüber zu sehr aufregt .

Kommentar von gauloises1991 ,

Verstehe, ja, vielleicht hätte sie das tun sollen, da gebe ich Dir Recht. Im Focus stand bei mir die Art und Weise, wie er mit ihr gesprochen hat. Nun ja, und an ein paar Regeln müssen sie sich ja eigentlich auch halten. Und wenn sie mit einem Passanten einen Schnack halten, können sie nicht einfach mitten im Weg stehen bleiben. Die haben sicherlich genug um die Ohren, als sich nun noch mit uns und einem kurzzeitig versperrten Weg rumzuplagen, völlig korrekt. Aber wenn man von denen dann so angepammpt wird, ist das sehr ärgerlich. Okay, aber danke, bin ja schon entspannt und ja, es gibt viel dramatischere Dinge im Leben :-)

Kommentar von Dirndlschneider ,

Sicherlich bleibt nach so einem Erlebnis ein ungutes und vor allem ohnmächtiges Gefühl zurück - gerade wenn man sich auf Leute und Institutionen verlässt ist das ja eine Art Vertrauensverlust.....

Die Frage ist , wie man damit umgeht .....ich würde es einfach als die Entgleisung eines einzelnen abtun , man hat manchmal halt einen abgrundtief schlechten Tag. 

( Machs halt so wie ein Kollege von mir , der in solchen Situationen immer sagte : Sagen tu ich nichts , aber der Herrgott hört mein Brummen.......)

Antwort
von Monstrus87, 13

Naja, bei denen ist der Gesetzgeber bei so Kleinigkeiten eh nicht so streng. Die dürfen das. Bei Polizisten würde ich immer ganz kleine Brötchen

backen. Er hat deiner Mutter ja gezeigt, was die können. Nun muss sie zahlen. Tja, verbucht es als "dumm gelaufen" und geht klüger aus der Situation heraus.

Antwort
von Aliha, 14

Ob es einen Grund für die Beamten gab Sonderrechte zu beanspruchen kannst du nicht beurteilen. Unnötiges Hupen ist nun mal verboten und im öffentlichen Straßenverkehr muss man angeschnallt sein. Also halte mal die Bälle flach. Wenn du meinst, der Beamte hätte sich unkorrekt verhalten, so steht es dir frei, eine Dienstaufsichtsbeschwerde zu machen. Viel Erfolg.

Antwort
von oppenriederhaus, 25

alles korrekt angelaufen seitens der "Gesetzeshüter"

Kommentar von gauloises1991 ,

das sehe ich trotzdem anders, der hat mit meiner Mutter gesprochen, als ob sie minderbemittelt wäre

Kommentar von oppenriederhaus ,

das ist Deine ganz persönliche Meinung.

Wer im Glashaus sitzt ..................

Antwort
von dafsjdcchgs, 26

Ja sie dürfen es

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