Sonderräder gleicher Dimension eintragungspflichtig?

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4 Antworten

Eintragungspflchtig: ganz klar NEIN!

Änderungsabnahmepflichtig: recht wahrscheinlich

Wobei "Eintragung" und "Änderungsabnahme" zwei ganz verschiedene Dinge sind, das wird nur gerne verwechselt.

Bezüglich §13(1) FZV:

es bedeutet nur, dass eine Berichtigung der Zulassungsbescheinigung nicht erforderlicht ist nichts weiter,

ob die Reifengröße oder die Felgengröße in der Zulassungsbescheinigung
schon drin stehen hat damit gar nichts zu tun ebenso sagt der Satz
nichts darüber aus, ob das Mitführen  der Abe reicht oder eine
Änderungsabnahme erforderlich ist.

Er besagt nur, das die Zulassungsbescheinigung nicht geändert werden braucht, weil die Änderung der Reifengröße kein in §13(1) der FZV aufgeführter Pflichtpunkt zur Mitteilungspflicht bei Änderungen ist.

Es kann durch aus in der ABE eine andere Reifen oder Felgengröße genehmigt sein. Das Mitführen der ABE ist dann der Nachweis er Zulässigkeit, sofern in der ABE keine Auflage eine Änderungsabnahme nach §19(3) StvZO durch einen Prüfingenieur fordert oder sich die Pflicht zur Änderungsabnahme durch eine Mehrfachänderung sich gegenseitig beeinflussender Änderungen ergibt. (z.B. Räder und Fahrwerk)

Es kann also trotzdem in der ABE eine Änderungsabnahme gefordert sein, (durch eine der Auflagen oder durch Nichteinhaltung einer der auflagen) dann ist die Änderungsabnahmebescheinigung der Nachweis der Zulässigkeit.

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Das kann schon sein, dass die Räder trotzdem "eingetragen" werden müssen. Wobei der Werkstattmeister mit dem Begriff "eingetragen" nicht die Berichtigung der Fahrzeugpapiere meint, sondern die Änderungsabnahme durch einen Ingenieur der DEKRA, des TÜV / GTÜ / KÜS usw.

Der Begriff "Eintragung" stammt noch auch den 70ern, als alles in den Brief einetragen wurde, der sitzt immer noch in den Köpfen drin.

Wenn der Volksmund "Eintragung" sagt, meint er aber die Änderungsabnahme, ob das dann wirklich in die Papiere eingetragen werden muß, also ob die ZUlassungsbescheinigung sofort korrigiert werden muß, steht dann auf der Änderungsabnahmebescheinigung drauf, das ist aber nur bei Änderungen der Fall, die unter den §13(1) der FZV fallen.

Guck mal hier, da stehen die alle drin:

http://www.verkehrsportal.de/fzv/fzv\_13.php

Bei allen dort nicht genannten Änderungen reicht das Mitführen der Bestätigung der Änderungsabnahme (DEKRA / TÜV ...) oder oft auch der ABE.

Ein weiterer falscher Volksglaube ist "ABE mitführen reicht", das KANN so sein, muss aber nicht.

Das hängt wie oben schon erhähnt von den auflagen ab, die Du im Verwendungsbereich er ABE findest. Guck mal da rein, dort ist eine Tabelle, da findest Du Dein Auto und die genehmigten Reifengrößen, daneben stehen die einzuhaltenen Auflagen, die sind im Anhang der ABE aufgeschlüsselt. Dort gibt es immer eine Auflage, die die Änderungsabnahme forder, meistens heißt diese "A01" ode "A11" oder "11A", je nachdem wer das Gutachten zur ABE erstellt hat.

Di siehts zwei Spalten mit Auflagen, die linke, die direkt rechts neben den Reifengrößen stehen, gelten nur für die jeweilige Reifengröße, die ganz rechte Spalte gilt für ALLE Reifengrößen.

Es kann also sein, dass Du alle Reifengrößen ohne Änderungsabnahme fahren darfst, ebenso kann es sein, dass bei manchen Größen eine Abnahme erfordelrich wird oder aber auch bei allen Reifengrößen.

Findest Du dort keine "A01", also keine Auflage die schon alleine die Änderungsabnahme fordert, so kann sich die Pflicht zur Änderungsabnahme aber auch durch die Nichteinhaltung einer anderen Auflage ergeben.

z.B. wenn Du das Fahrzeug zusätzlich noch tiefergelegt hast. Diese beiden Änderungen beeinflussen sich gegenseitig. Du wirst in jeder Felgen ABE die Auflage finden, dass Fahrwerk und Bremsanlage dem Serienzustand entsprechen müssen ebenso steht bei der ABE von Federn immer drin, dass nur die Serienmäßig freigegebenen Räder verwendet werden dürfen.

Dadurch kann sich sogar die Pflicht zur Änderungsabnahme ergeben, obwohl die Federn als auch die Reifen eine ABE haben können, bei der bei alleiniger Änderung das Mitführen reichen würde.


Vermutlich hat er Meister das schon durchgesehen und festgestellt, das irgendwas die Änderungsabnahme fordert.

Die aussage ist schonmal gut, meist ist es umgekehrt und der Meister sgat Dir, dass das Mitführen reicht, obwohl das nicht stimmt.

Der Typ scheint sich da auszukennen.

Wenn Du Dir nicht sicher bist und mit der ABE nicht klar kommst, fahr zu einer Stelle der DEKRA oder TÜV / GTÜ / KÜS vorbei, die können Dir das an and der ABE erklären und wenn der Meister sich geirrt hat, dnan schwatzen die Dir auch nichs auf.

Unter www.dekra.de/de/standorte findest Du eine solche Stelle in Deiner Nähe.

Bei uns ist fast überall DEKRA, aber das kann in Deiner Region auch anders sein, mußt Du mal googlen, was sonst bei Dir in der Nähe ist.


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In der Zulassung sind nur Größen bzw. Größenkombinationen genannt, nicht jedoch Hersteller.

Wählt man also eine Felgen/Reifenkombination, die bereits eingetragen ist, ist eine weitere Eintragung sinnlos und nicht erforderlich...es steht ja schon da.

Nun weiß BBS aber nicht, auf welches Auto die Felgen kommen und ob diese Größe bereits dort eingetragen ist. Also liefern sie für diese Fälle eine ABE gleich mit.

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dass keine Berichtigung der Zulassungsbescheinigung nötig ist?
 

was kann man daran nicht verstehen? ist doch eindeutig

die Kombination ist doch bereits in der Zulassungsbescheinigung eingetragen. Es sei, irgendwas stimmt mit den Felgen nicht

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Kommentar von TransalpTom
17.10.2016, 07:39

Das stimmt so nicht:

es bedeutet nur, dass eine Berichtigung der Zulassungsbescheinigung nicht erforderlicht ist nichts weiter,

ob die Reifengröße oder die Felgengröße in der Zulassungsbescheinigung schon drin stehen hat damit gar nichts zu tun ebenso sagt der Satz nichts darüber aus, ob das Mitführen  der Abe reicht oder eine Änderungsabnahme erforderlich ist.

Er besagt nur, das die Zulassungsbescheinigung nicht geändert werden braucht, weil die Änderung der Reifengröße kein in §13(1) der FZV aufgeführter Pflichtpunkt zur Mitteilungspflicht bei Änderungen ist.

Es kann durch aus in der ABE eine andere Reifen oder Felgengröße genehmigt sein. Das Mitführen der ABE ist dann der Nachweis er Zulässigkeit, sofern in der ABE keine Auflage eine Änderungsabnahme nach §19(3) StvZO durch einen Prüfingenieur fordert oder sich die Pflicht zur Änderungsabnahme durch eine Mehrfachänderung sich gegenseitig beeinflussender Änderungen ergibt. (z.B. Räder und Fahrwerk)

Es kann also trotzdem in der ABE eine Änderungsabnahme gefordert sein, (durch eine der Auflagen oder durch Nichteinhaltung einer der auflagen) dann ist die Änderungsabnahmebescheinigung der Nachweis der Zulässigkeit.

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Hallo

Felgen haben neben der Grösse und Durchmesser unterschiedliche Einpresstiefen und unterschiedliche Traglasten.

Zudem muss man aufpassen ob korrekte Radbolzen verwendet werden und die Nabenzentrierung spielt auch noch eine Rolle.

Wenn die Felge eine ABE für denn Fahrzeugtyp hat muss man nichts eintragen ausser es gibt "Auflagen". Falls die ABE nicht das Baumuster enthält muss der TÜV/DEKRA/KÜS/GTÜ das per Einzeleintrag vornehmen.

Auch die Kombination mit anderen ABE also einem Sportlenkrad oder einem "Sportfahrwerk" erzwingt eine technische Abnahme ausser alle ABE berücksichtigen den modifizierten Zustand.

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