Frage von Premislyde 02.03.2011

Solo scriptura

  • Hilfreichste Antwort von Befra1980 02.03.2011
    5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Eine gute Frage!

    Pietro Carnesecchi,der Anfang des 16. Jahrhunderts lebte und der Geheimsekretär des Papstes Clemens’ VII war, wurde genau dieser Punkt von der katholischen Kirche "angekreidet". Man verurteilte ihn zum Tode, enthauptete ihn und verbrannte seinen Leichnam u.a. aus dem Grund, weil er "behauptete, man solle an nichts anderes als an das Wort Gottes, wie es in der Heiligen Schrift zum Ausdruck kommt, glauben."

    In 2.Timotheus 3:16 wird von der Bibel als ganzes gesagt:"Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert und nützlich zum Lehren, zum Zurechtweisen, zum Richtigstellen der Dinge, zur Erziehung in [der] Gerechtigkeit.."

    Jesus Chrsitus sagte in Hinblick auf die Bibel in Johannes 17:17 :"Heilige sie durch die Wahrheit; dein Wort ist Wahrheit."

    Vom Apostel Johannes wurden folgende Worte in Offenbarung 21:5 festgehalten: "Und der, der auf dem Thron saß, sprach: „Siehe! Ich mache alle Dinge neu.“ Auch sagt er: „Schreibe, denn diese Worte sind zuverlässig und wahr.


    Was man heute als die Bibel kennt, ist eigentlich eine Sammlung "alter" von Gott inspirierter Urkunden. Diese wurden in einer Zeit von 1 600 Jahren schriftlich niedergelegt und zusammengetragen. Insgesamt bildet diese Urkundensammlung das, was Hieronymus auf lateinisch passend als die Bibliotheca Divina bezeichnete, d. h. die Göttliche Bücherei.

    Für diese Bücherei gibt es ein Verzeichnis oder eine offizielle Liste, die sich nur auf solche Bücher beschränkt, die dem Rahmen und den besonderen Merkmalen dieser Bibliothek entsprechen.

    Alle nichtautorisierten Bücher sind davon ausgeschlossen.Gott ist der große Bibliothekar, der den Maßstab festlegt, der bestimmt, welche Schriften aufgenommen werden sollten. Für die Bibel gibt es daher ein festes Verzeichnis, das 66 Bücher umfaßt, alles Erzeugnisse, die unter der Leitung des heiligen Geistes Gottes entstanden sind.

     Die Sammlung oder Liste der als echt und inspiriert anerkannten Schriften wird oft als biblischer Kanon bezeichnet.


    Welches sind einige der göttlichen Maßstäbe für die Kanonisierung der 66 Bücher der Bibel? Vor allem müssen die Urkunden von Gottes Tun in Verbindung mit der Erde handeln; sie müssen die Menschen veranlassen, ihn anzubeten, und sie müssen hohe Achtung vor seinem Namen und vor seinem Werk und seinem Vorsatz hinsichtlich der Erde einflößen. Sie müssen von Inspiration zeugen, das heißt, sie müssen davon zeugen, daß sie ein Produkt des heiligen Geistes sind.

  • Antwort von Abundumzu 02.03.2011
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Hallo Premislyde

    Getreu dem biblischen Grundsatz „Die Summe deines Wortes ist Wahrheit“ (Psalm 119:160) sollte man zur Beantwortung Deiner Frage einige biblische Aussagen „addieren“, um im Ergebnis zu der Feststellung zu gelangen: „Solo scriptura“ oder „Allein die Schrift“


    Als erstes würde ich die oben bereits genannte Grundregel aus dem 119ten Psalm nehmen, weil man daraus herleiten kann, dass die Bibel -- in ihrer Gesamtheit -- in den Sinnfragen des Lebens die absolute Wahrheit ist

    sodann

    Jesaja 30:21

    „Dies ist der Weg. Wandelt darauf“, falls ihr zur Rechten gehen solltet oder falls ihr zur Linken gehen solltet.“ -- unterstreicht das oben gesagte.

    außerdem

    Johannes 14:6

    „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch mich.“
    Vater und Sohn hier als Synonyme für absolute Wahrhaftigkeit.

    sodann

    Johannes 5:39

    „Ihr erforscht die Schriften, weil ihr denkt, daß ihr durch sie ewiges Leben haben werdet; und gerade diese sind es, die über mich (Jesus, als treuer Zeuge seines Vaters) Zeugnis ablegen.“

    und auch

    1ter Korinther 4:6)

    „Geht nicht über das hinaus, was geschrieben steht.“ (Solo scriptura)

    und nicht zuletzt

    2ter Timotheus 3:16-17

    Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert und nützlich zum Lehren, zum Zurechtweisen, zum Richtigstellen der Dinge, zur Erziehung in [der] Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes völlig tauglich sei, vollständig ausgerüstet für jedes gute Werk.“ -- mehr ist also nicht erforderlich, aber auch nicht weniger.

    .

    oder abschließend als Antonym:

    2ter Johannes 9-11 „Jeder, der vorausdrängt und nicht in der Lehre des Christus bleibt, hat Gott nicht. Wer in dieser Lehre bleibt, der hat sowohl den Vater als auch den Sohn. 

    Wenn jemand zu euch kommt und diese Lehre nicht bringt, so nehmt ihn niemals in euer Haus auf, noch entbietet ihm einen Gruß.  Denn wer ihm einen Gruß entbietet, hat an seinen bösen Werken teil.


    In der Summe dieser Aussagen liegt die Botschaft „Solo scriptura“


    Ein Beispiel dafür bitte in meiner Antwort zu dieser Frage

    .

    Was ist die Hauptbotschaft der Bibel? Was will sie uns sagen?


  • Antwort von Stefek 03.03.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Das Alte Testament die Grundlage des Glaubens und der Verkündigung

    Zu diesem Zeitpunkt als z. B. Paulus Briefe an Gemeinden oder an Mitarbeiter geschrieben hat, gab es den neutestamnetlichen Kanon noch nicht.

    Was es jedoch gab war das AT, das aus der Thora(Gesetz des Moses,

    die Propheten und

    Psalmen bestand.

    Darauf hatte sich Christus in seiner Verkündigung gestützt und damit bewiesen, dass Er der verheißene Messsias war.

    Lukas 24, 27.44-48

    Genauso hatte Er sich in der Wüste, als Er von Satan versucht wurde (Matthäus 4,1ff), mit den Aussagen des AT verteidigt und damit den Menschen ein Vorbild gegeben, wie auch sie Versuchungen abwehren können.

    So stellte das AT die Grundlage des Glaubens und der Verkündigung dar.

    Mit dieser prüften die Menschen auch, ob die mündliche Verkündigung mit der vorhandenen Schrift übereinstimmte.

    Apostelgeschichte 17.10.11.

    "Sie forschten täglich in der Schrift und prüften, ob es sich so verhielte."

    Petrus und die anderen Mitarbeiter stützen sich bei ihrer Verkündigung auf das AT

    Apostelgeschichte 2, 22-32

    3, 13-26.

    7, 1ff

    8, 26-36.

    13, 15-52.

    17, 16ff.

    26, 22.23

    "....sage nichts, als was die PROPHETEN und MOSES vorausgesagt haben., dass Christus müsse leiden und als erster auferstehen von den Toten und verkünigen das Licht seinem Volk und den Heiden."

    In Zentrum ihrer Verkündigung stand also immer wieder das Zeugnis über Christi Opfertod und seine Auferstehung am dritten Tag von den Toten als Beweis für seine göttlioche Sendung und für sein Wirken. Und dass das bereits durch Moses und die Propheten angekündigt wurde.

    Dieses Zeugnis über Christus findet dann seinen Niederschlag in den Evangelien und in den anderen Schriften(Briefe) und in der Offenbarung.

    Sie wurde dann als der neutestamentliche Kanon zusammenh gefasst.

    Aufgrund des AT war es letztlich möglich alle jene Schriften auszusondern, die nicht in Übereinstimmung mit den Grundlehren des AT standen.

    Beide zusammen ergeben schließlich die GRUNDLAGE für die CHRISTLICHE LEHRE und für den CHRISTLICHEN GLAUBEN.

    Auf diese Weise ist die Formulierung

    SOLA SCRIPTURA

    berechtigt und auch richtig, weil alles andere, was nicht im Einklang mit ihnen (AT u. NT) steht keine Gültigkeit und auch keine Verbindlichkeit besitzt.

    Mit ihnen muss immer wieder das Glaubensgut und Glaubensverständnis überprüft werden und nicht mit späteren Schriften, die erst im 3. 4. oder 5. Jhd. oder noch später entstanden sind.

    Denn die Gefahr besteht immer, dass außerbiblische Gedanken und Vorstellungen mit der Bibel vermischt werden, was ja auch im Laufe des Früh- und Mittelalters geschehen ist.

    Das Festhalten an der Schrift ist die einzige Möglichkeit vor falschen Vorstellungen und Lehren bewahrt zu werden, weil es immer wieder Menschen gibt, die glauben, dass den Inhalt der Bibel dem jeweiliergn Zeitrend oder Zeitgeist anpassen müssten.

    Darum ist der Grundsatz:

    ALLEIN DIE SCHRIFT

    eine lebenswichtiges Prinzip, um nicht den verschiedensten Ideen und Vorstelluzngen zu erliegen.

    Denn diese Gefahr ist weitaus größer als viele glauben.

  • Antwort von Raubkatze45 02.03.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Eine entsprechende Bibelstelle gibt es nicht. Die Reformatoren waren der Meinung, dass nur die Heilige Schrift Quelle und verbindliche Norm des Glaubens ist und dass deshalb der Anspruch der Kirche, auch in ihrer Tradition und Lehre Glaubenswahrheiten auszusprechen, nicht berechtigt sei. Es ging ihnen dabei um die Sorge, dass Gottes Wort nicht in die Verfügung der Menschen gerate.

    Das Konzil von Trient hat dem widersprochen. So entstand der Eindruck, dass in der kath. Kirche eine zweite, von der Hl. Schrift getrennte Quelle der göttlichen Offenbarung sei.

    Die moderne Bibelwissenschaft hat gezeigt, dass die Hl. Schrift selbst ein Niederschlag der zunächst mündlich überlieferten Offenbarungen Christi ist. Man kann die Bibel also gar nicht verstehen, wenn man nicht die Überlieferung mit berücksichtigt. Die Bibel entstand im Raum der Kirche und ihrer Überlieferung und auch die Entscheidung, was überhaupt zu den verbindlichen Hl. Schriften gehört, wurde von der Kirche gefällt.

    Sie hat auch in Zukunft darüber zu wachen, dass das Gotteswort unverfälscht erhalten bleibt und im Sinne der apostolischen Tradition verbindlich für jede Zeit ausgelegt wird.

  • Antwort von Sonnenschnauz 02.03.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Ds sola scriptura bezieht sich nicht auf einzelne "Wörter", sondern auf das "Wort" Gottes. "Das Wort ist Fleisch geworden!" (Joh 1,14) Das Wort Gottes ist letztendlich und unüberbietbar Christus selbst. Deshalb geht ja das "solus Christus" Hand in Hand mit dem "sola scriptura".

    Der Kanon im Kanon ist Christus. Deshalb kann Luther durchaus bibelkritisch sein, also gegen ein stures "sola scriptura", wenn er sieht, dass eine Schrift nicht "Christum treibet". Zum Beispiel wollte er am liebsten den Jakobus-Brief als eine "strohene Epistel" aus dem NT entfernt wissen. Die Apokalypse kam ihm ebenfalls nicht geheuer vor. Andererseits gibt es wichtigere und weniger wichtige Stellen in der Bibel, je nach Christologie.

    Calvin zeigt ebenfalls kritische Ansätze der Bibelkritik, soweit Christus dort zu kurz kommt.

    Allein die Schrift, weil sie mit Wörtern von dem "Wort" Christus zeugt. Die Schrift, also die Bibel, weil dort die wichtigsten Dokumente versammelt sind, die am nächsten an Christus dran sind.

    Sola scriptura ist auch eine Antithese zur "Tradition". Tradition in diesem Falle als eine verbindliche Kommentierung der Bibel, vorgeschrieben von einer Behörde, die die Bibel nur in einer ganz bestimmten Weise verstehen lässt. (Vergleichbar dem Politbüro einer Partei, dass die Erkenntnis vorschreibt und "Abweichler" verurteilt.) Die Reformation sagt, dass man die Bibel unmittelbar, "allein", ohne die Brille einer Tradition lesen kann und soll. Deshalb die immer genaueren Übersetzungen in die Volkssprachen.

    Da die Schrift am allernächsten am Christusgeschehen dran ist, muss man zu dieser praktisch unmittelbaren Quelle gehen. Hier verbindet sich die Reformation mit dem Humanismus der Renaissance, dem "ad fontes", zu den Quellen. Nur die "Originale" zählen, die Kommentare sind zweitrangig.

  • Antwort von quopiam 02.03.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    http://de.wikipedia.org/wiki/Sola_scriptura Hier wirst Du umfassend aufgeklärt. Gruß, q.

  • Antwort von wolfruprecht 07.03.2011

    > Wenn die Grundüberlegung alles müsse mit der Bibel belegbar sein nicht von der Bibel belegbar ist - ist dann nicht eigentlich ein Grundlegender Fehler im System? <

    Genau so ist es: ein grundlegender Fehler im System. Man kann darüber schreiben so viel man will. Es bleibt ein Fehler im System.

    Zum "Sola-Sriptura-Prinzip":

    Worauf gründet sich - zumindest aus christlicher Sicht - die Wahrheit? Es ist nicht die Bibel, sondern die Kirche (oder: Gemeinde, Versammlung, wie auch immer). Vergleiche hierzu 1 Tim 3,15:

    > Falls ich aber länger ausbleibe, sollst du wissen, wie man sich im Hauswesen Gottes verhalten muss, das heißt in der Kirche des lebendigen Gottes, die die Säule und das Fundament der Wahrheit ist. < (1 Tim 3,15)

    Das Neue Testament ist aus der Kirche heraus entstanden, von der Kirche von anderen Schriften allmählich abgegrenzt worden (Kanonbildung über mehrere Jahrhunderte; noch im 4. Jahrhundert wurde von einigen anerkannten Theologen die Apokalypse/Offenbarung nicht zum Kanon gezählt) und viel später erst verbindlich von der römisch-katholischen Kirche festgelegt. Die Kanon der orthodoxen Kirche und einiger altorientalischer Kirchen weichen auch von unserem geringfügig ab --- nur so nebenbei bemerkt). Über Jahrzehnte hinweg sind die Christen ohne schriftliches NT ausgekommen. Worauf haben die sich wohl berufen und gegründet? Die erste Gemeinde in Jerusalem hielt nicht an einem Buch oder an irgendwelchen Schriften fest, sondern an der "Lehre der Apostel" (Apg 2,42) Zu dieser frühen Zeit gab es noch keine Apostelbriefe und schon gar keine Paulusbriefe. Das Sola-Sriptura-Prinzip ist zwar im Kontext von Luther verständlich, aber es bleibt trotzdem ein Systemfehler.

    In diesem Zusammenhang gleich dazu zum "Sola-gratia-Prinzip":

    Das ist der nächste Systemfehler. Daher bleiben bei diesem Prinzip viele Fragen unbeantwortet, z. B. der Frage nach dem Wert und der Bedeutung des eigenen Willens und der Verantwortung für die Ewigkeit.

    Ähnlich ist es mit dem "Sola-fide-Prinzip": Welche Bedeutung hat das eigene Tun, die Entscheidungen, die Praxis des Christseins und die Aufforderung zur Nächstenliebe für die Rettung, für die Ewigkeit?

    In Röm 3,28 heißt es zwar:

    > "Denn wir sind der Überzeugung, dass der Mensch gerecht wird durch Glauben, unabhängig von Werken des Gesetzes." < (Röm 3,28) Aber es heißt eben nicht "allein durch Glauben". Das Wort "allein" wurde seinerzeit von Luther eingefügt, steht aber nicht im griechischen Grundtext. Glaube und Werke gehören zusammen. Da ist die Antwort im Jakobusbrief schon besser zu verstehen:

    > Meine Brüder, was nützt es, wenn einer sagt, er habe Glauben, aber es fehlen die Werke? Kann etwa der Glaube ihn retten? < (Jak 2,14)

    > Du siehst, dass bei ihm (= Abraham) der Glaube und die Werke zusammenwirkten und dass erst durch die Werke der Glaube vollendet wurde. < (Jak 2,22)

    > Ihr seht, dass der Mensch aufgrund seiner Werke gerecht wird, nicht durch den Glauben allein. < (Jak 2,24)

    Sola Scriptura - Sola Gratia - Sola Fide: auch wenn es vielen nicht schmecken mag, aber es sind nun mal "Systemfehler". Damit sinkt bei mir Martin Luther keineswegs in meiner Achtung. Ich schätze seine Schriften sehr. Aber Fehler sind einfach mal Fehler. Da hilft alles kaschieren oder diskutieren nichts.

  • Antwort von PfaffGu 03.03.2011

    Es ist nötig die Aussage der zugrundegelegten Bibelstelle zu verstehen um deine Frage zutreffend beantworten zu können. 2.Thessalonikerbrief Kapitel 2 Vers 15 "Also nun, Brüder, stehet fest und haltet die Überlieferungen, die ihr gelehrt worden seid, sei es durch Wort oder durch unseren Brief." (Elberfelderübersetzung 1905) Ich verstehe die Aufforderung des Paulus so daß die hier angesprochenen Brüder die Lehren des Paulus bewahren, festhalten sollen. Das soll unabhängig davon geschehen ob er diese Lehre nun geschrieben oder nur gesagt hat.

    Wo finden wir heute die Lehre weche Paulus den Brüdern gegeben hat? Soweit ich weiß nur in den "Paulinischen Briefen im NT". Alle anderen eventuell "apokryphen" Schriften wurden nicht als glaubwürdig bestätigt.

    Die Schlußfolgerung Luthers schein mir desshalb schon aufgrund dieser einzigen Bibelstelle notwendig. Wie hier andere Schreiber gezeigt haben existiern aber in der Bibel wesentlich mehr Belege für diesen, wie ich meine richtigen und nötigen Satz Luthers "Sola scriptura".

    Ein Beispiel noch. Als Jesus vom Teufel (steht im Luksasevangelium Kapitel 4) versucht wird - da verwendet sowohl der Teufel als auch Jesus ausschließlich Bibelworte. Weshalb konnte dann Jesu Antwort gegen die Versuchungen des Teufels bestehen? Weil Jesus die Verdrehungen des Teufels mit rechter Schriftkenntnis entlarft hat. Wenn nun zur Schrift noch andre Argumente wichtig und von Gott aus richtig wären - wesshalb hat sie Jesus nicht verwendet? Gustav Pfaff

  • Antwort von aimbot 02.03.2011

    Es geht darum, dass behauptet wurde, das Christentum sei verfälscht, deformiert worden.

    Es steht nichts in der Bibel von Päpsten und Ablass, von Heiligen, Kirchenvätern und Zölibat. Trotzdem war es wichtig. Einige sagen wegen Macht - in Wahrheit ist es die TRADITION.

    Es steht nichts in der Bibel davon, aber es wurde "immerschon so gemacht" - Tradition eben. Das war für Luther eine Deformation, und daher musste eine Reformation erfolgen, um wieder zur Formation zu kommen, so seine Meinung. Dabei galt: nur was in der Bibel steht ist wichtig!

    In der Bibel steht nicht, dass man sich nicht an ihr halten soll. Man soll an der Überlieferung der Lehren festhalten, und genau das tut man, indem man die Bibel beachtet.

  • Antwort von MeisterGlanz 02.03.2011

    Die Bibel ist auch nicht alleinige Glaubensgrundlage.

    An was sonst zum Beispiel hätten sich die Urchristen orientieren sollen.

    Es gibt außerdem nämlich noch die Überlieferung, die Vernunft (logisch überlegen) und das Gebet.

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