leanderchen am 19.02.2009 um 8:41 Uhr
So verstehe ich die ganze Situation:
Opel ist doch offenbar irgend wann einmal von General Motors übernommen worden. GM hat nun die größten Probleme, die Opel VIELLEICHT mit in den Ruin reißen könnten. Dabei geht es Opel (alleine betrachtet) doch gar nicht so schlecht.
Meine Frage nun:
Es hat doch schon Überlegungen/Behauptungen gegeben, dass "ein paar große Opelhäuser Deutschlands" (krass und übertrieben formuliert natürlich) Opel doch einfach "zurück kaufen könnten". Warum tun sie das dann nicht?
So ein bisschen stören mich diese ewigen "feindlichen Übernhamen" schon. (Einziges Beispiel, an das ich mich konkret erinnere ist D2 Mannesmann, heute Vodafone, aber da gab es bestimmt unzählige mehr). Natürlich sind solche Firmen "selber Schuld", wenn sie der Konkurrenz die Möglichkeit bieten, sie aufzukaufen (so zumindest verstehe ich den Aktienmarkt und Aktienhandel). Aber warum machen "wir" das Ganze jetzt nicht rückgängig?
Lasst uns Opel (und vielleicht auch so manch andere Firma) doch wieder zu einem Unternehmen in deutschem Besitz machen!

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Zitat: Opel doch einfach "zurück kaufen könnten". Warum tun sie das dann nicht?
Weil das einfach keinen Sinn macht. Jeder Euro und jeder Cent den man da reinsteckt ist verlorenes Geld. "Wir Deutschen" sollten unser Geld besser in gesunde und wachsende Firmen stecken, damit möglichst viele neue Arbeitsplätze geschaffen werden.
Tote wiederzubeleben ist Unsinn.
Glaubt jemand im Ernst, dass diese Finanzkrise vorbeigeht ohne dass auch große Firmen hops gehen? Ist doch normal. Man kann und muss nicht jeden retten.

Wozu, ich fahr lieber Toyota. Die bauen eh die besseren Autos! Ich halte nichts davon Steuergelder in die Privatwirtschaft zu investieren. Wir leben in einer Marktwirtschaft mit Angebot und Nachfrage und der Markt wird es richten. Sollte die Nachfrage nach Opel nicht ausreichen, dann war´s das eben!
leanderchen am 19. Februar 2009 08:52 Die Nachfrage nach Opel würde m. E. nicht reichen. Denn wenn der Mutterkonzern (hier GM) pleite geht, MUSS der Tochterkonzern (hier Opel) ebenfalls in Konkurs gehen.
So ist es zumindest meinem ehemaligen Arbeitgeber passiert. Mutter in GB pleite. Tochter in DE stand bestens da, musste aber mit in Konkurs.
Außerdem habe ich nicht davon geschrieben, das Ganze mit Steuergeldern zu verwirklichen, sondern privatwirtschaftlich!!!

Nein, unser Staat ist jetzt schon völlig überschuldet, wir dürfen auf keinen Fall ein amerikanisches Unternehmen (GM) finanzieren. BMW oder VW sollen die kaufen, es muß nur ein fairer Preis ausgehandelt werden, zur Not soll GM Opel für einen symbolischen Dollar verkaufen.
leanderchen am 19. Februar 2009 08:55 Hallo! Ich schreibe doch gar nichts davon, dass der Deutsche Staat zurückkaufen soll. Und von Steuergeldern schreibe ich auch nichts!
Aber die Variante, dass einer der anderen Autohersteller Deutschlands (oder mehrere als Konsortium) das tun könnte, wäre super, wenn sicher gestellt wäre, dass die "wirklich deutsch" sind und nicht ebenfalls in Ami-Hand. Denn dass die Amis Probleme beim Wirtschaften haben, sieht man ja täglich in den Medien...
teppichhai am 19. Februar 2009 09:10 Die deutschen Hersteller entlassen in Kriesensituationen sogar ihre eigenen Leute, ich denke es macht keinen Sinn Opel zu kaufen, wenn sie die Leute dann doch entlassen müssen, weil keiner Opel-Autos kauft. Für die deutschen Unternehmen geht es hauptsächlich darum Gewinn zu machen, das ist nun mal Kapitalismus : (
leanderchen am 19. Februar 2009 09:31 Na, wenigstens nicht nur die deutschen Unternehmen, sondern vermutlich annähernd alle Unternehmen der Welt achten nur auf den Gewinn. Aber Recht hast Du.

Hä? Die Amis habens kaputtgewirtschaftet, wir kaufen es und richten es wieder her? Warum? Meines wissens hat der Staat genug finanzielle Probleme!
leanderchen am 19. Februar 2009 08:44 Weil Prestige und tausende Arbeitsplätze davon abhängen!
Um den Amis eine lange Nase zu ziehen, wenn wir Opel wieder auf den Damm bekommen nach dem Motto: Ätsch, WIR können so etwas!
U.s.w.
z95959599 am 19. Februar 2009 08:48 Prestige ist mir nicht soviel Geld wert! Und das wir besser sind als die Amis, das weiß ich auch so und muss es mir nicht erkaufen! Und Arbeitsplätze kann man nicht durch Subventionen retten! Das wäre ein Fass ohne Boden!
papi08 am 19. Februar 2009 08:53 Für Prestige haben wir kein Geld mehr.
Wir bräuchten günstige Kleinwagen, damit die Abwrackprämie in DEUTSCHE KFZ ausgegeben wird.
Aber wir können leider nur Premium... da sieht man, wohin man mit PRESTIGE kommt...

Niemals! Dem Ami würde ich nicht helfen. Der hat schon unser ganzes Geld! DEr wird immer gieriger. Er hat doch die Situation herbeigeführt. Nichts an den. Soll der doch mit seinen Hintermännern damit klar kommen. Dieser Opeldreck hat uns schon Jahrzehnte belastet. Endlich Schluß damit! Wir haben so viele schöne und gängige Autohersteller. Da brauchen wir Opel-Popel nicht auch noch, was total runter gewirtschaftet ist und unmöglich verzahnt ist mit GM. Auch gerade nicht der beste Konzern. Der reinste Schuldenmacher und Wirtschaftsabstürzler.
leanderchen am 19. Februar 2009 09:37 Und was ist mit den vielen tausend Arbeitslosen und (z. B. Zulieferer-)Firmen, die an Opel hängen und die mit pleite gehen würden? Können wir die wirklich auch noch verkraften?
Und wenn wir Opel zurückkauften, würden die Amis zwar noch mal Geld kriegen, aber halt nur EINMAL. Und danach wäre nichst mehr mit Gewinne einstreichen, um die Amis reich zu machen. Das wären dann deutsche Gewinne...

Wer kauft MICH zurück??
Laut Aussage von Sachverständigen ist Opel zu klein, um sich am Weltmarkt halten zu können.
Ich find´s ja auch schade, aber wenn wir Geld in Opel stecken, fließt es zum Mutterkonzern in den USA.
Und die haben ja schon genügend Kohle verballert!
leanderchen am 19. Februar 2009 09:05 Liest denn hier keiner Fragen genau durch? Nicht Geld in Opel stecken, sondern Opel zurück kaufen!!! Das bringt den Amis zwar erst mal ein bisschen Geld, aber danach kriegen die (von Opel!!!) nie wieder was, weil es denen nicht mehr gehören würde!
Ich muss aber sagen, dass ich die Aussage über die weltmarkt-fähige Größe von Opel noch nicht kannte und als interessantes Argument empfinde!

und wer bezahlt mich wenn ich mit meiner firma pleite gehe?keiner,also und ich fahr nicht mal opel
leanderchen am 19. Februar 2009 10:03 Du hast aber auch keine paar tausend Angestellten, oder?

Sollen wir alle zurueckkaufen, die momentan Probleme haben? Ich halte das grundsaetzlich fuer falsch...
Mal ganz abgesehen davon, dass auch deutsche Firmen andere auslaendische Firmen aufkaufen, z.b. Daimler und Chrysler - darunter haben lange die Amis gelitten!
Da ich Opel noch nie mochte, eigentlich ist mir das egal!
leanderchen am 19. Februar 2009 10:05 Stimmt schon: Wo ist die Grenze, ob man eine Firma noch zurückkauft oder sterben lässt? Alter des Konzerns, Anzahl Mitarbeiter, Jahresumsatz? Wenn die, warum nicht den da?

nix da. wer schwach ist verliert. die amis haben uns jahrelang ausgelutscht und gewinne von open nach usa transferiert. udnwer solche schrott autos baut hat versagt. NIE WIEDER OPEL. dann lieber MAZDA oder TOYOTA. die bauen wenigstens autos.
leanderchen am 19. Februar 2009 09:36 Autos, die nur deshalb so gut geworden sind, weil die Ostasiaten erst mal jahrelang Ideen und Outfit und Technologie unter anderem in Deutschland geklaut haben. Dadurch sind die erst groß geworden!
Juergenstade am 19. Februar 2009 09:54 na und ? das ist business. tatsache aber, daß die japsis bessere autos bauen... also gelernt haben. die hatten schon ein hybridauto, als die deutschen das noch nicht schreiben konnten.

Es liegt immer am Geld, je mehr die Chefetage für sich privat raus schlagen kann, je öffters wechseln die Firmen den Besitzer. Man sollte sich doch eher die Frage stellen, wieso immer wieder nur neue Autos, wieso nicht die bereits bestehenden Marken, modernisieren?, Es gibt super alte Autos, die sich wirklich in jeder Werkstatt reparieren lassen. Nein heute wird sogar der kleine Unternehmer der Kfz Werkstatt platt gemacht. Weil diese Geräte einfach sehr teuer sind in der Anschaffung. Wenn das Opel mal machen würde, dann gibt es wirklich einen Chance für den Autohersteller, weil der der einzige ist der umdenkt
leanderchen am 19. Februar 2009 09:13 Bisher die beste Antwort in meinen Augen! DH! Auch wenn, wie ich hier in einer Antwort lernen musste, GM Opel bereits vor 60 Jahren übernommen hat ;-)
.
Und eine SUPER IDEE!
Aemmie am 19. Februar 2009 09:26 das wußte ich auch noch nicht, mit den 60 Jahren. Aber Danke dür DH. Hast auch eine super gute Frage gestellt
Aemmie am 19. Februar 2009 09:30 Am 17. März 1929 verkauften Wilhelm von Opel und sein Bruder Friedrich Opel zunächst 80 Prozent der Unternehmensanteile an den amerikanischen Automobilkonzern General Motors (GM). Bis 1931 übernahm GM das Unternehmen dann vollständig. Hauptgrund war die hereinbrechende Weltwirtschaftskrise. Der Verkaufspreis betrug für damalige Verhältnisse gewaltige 33,352 Millionen Dollar bzw. 154 Millionen Reichsmark.[5] Die Opel-Brüder konnten dabei durchsetzen, dass sie Mitglieder des Aufsichtsrates blieben und Fritz von Opel den Vorstand leitete. Außerdem blieb der Name Opel und eine eigenständige Modellpolitik erhalten. alles interessant
leanderchen am 19. Februar 2009 09:39 Psssst: Gemäß GF-Richtlinien bitte mit Angabe der Quelle wegen Urheber-Rechten... Es liest sich zumindest so, als hättest Du es "gefunden"!
Aemmie am 19. Februar 2009 09:49 bingo

irgend wann ist auch mal Schluss. Der Staat ist pleite
papi08 am 19. Februar 2009 08:52 Richtig.
Nun sollen sogar private Aktionäre enteignet werden - DAS ist ein echtes Armutszeugnis: Deutschland hat sich durch ein paar gierige Banken bankrott spekulieren lassen.
NICHTS IST SICHER! Gar nichts.
leanderchen am 19. Februar 2009 08:57 Ich rede doch gar nicht davon, dass der Staat das tun soll!
schildi am 19. Februar 2009 09:27 wer dann??
leanderchen am 19. Februar 2009 09:42 @schildi: Zitat aus der Frage, damit Du nicht noch einmal hochrollen musst:
>> dass "ein paar große Opelhäuser Deutschlands" (krass und übertrieben formuliert natürlich) Opel doch einfach "zurück kaufen könnten". Warum tun sie das dann nicht?
Nein, "Opel" nicht zurückkaufen, weil man die Schulden evtl. mit übernimmt, die in den Staaten zu begleichen sind.
Ich bin für Neustart unter neuem Namen - Opelfans werden das verkraften und langfristig mitziehen, wenn die Marktstrategie stimmt.
leanderchen am 19. Februar 2009 09:00 Für einen Neustart müsste "der ganze Kram" (Fabrikgelände, Produktionsanlagen, Rechte) aber jemandem gehören, der nicht pleite ist. Und das ist ja nicht gegeben! Damit es jemandem gehört, müsste es also einer kaufen. Und genau darauf zielt die Frage: Warum kauft das keiner, der es wieder in Gang bringt (bzw., da es Opel selber ja m. E. viel besser geht als GM) in Gang HÄLT.
Die Wiederbelebung einer alt eingeführten Marke unter anderem Namen, inbesondere in der Automobilwirtschaft, wo der Markenname eine extrem wichtige Rolle spielt, is von vornherein zum Scheitern verurteilt.
Das glaube ich nicht. Denn die Markennamen spielen zwar - wie Du richtig schreibst, eine "extrem wichtige Rolle", dennoch sind Fans lernfähig und verstehen, dass angesichts einer umfassenden Finanzkrise auch andere Maßnahmen erforderlich sein werden als bisherige Markenstrategien vorsehen.
Zum anderen Posting: Ganz und gar pleite sind die Autofirmen nicht, sie haben nur zuviel verspekuliert, und sehen sich der steigenden Armut gegenüber, so dass Leute eben weniger Autos kaufen als bisher.
Wenn einer "Fan" ist, ist er Fan einer Marke.

wenn ich das schon höre: DEUTSCHER BESITZ... mein gott.das war vor 60 jahren.
leanderchen am 19. Februar 2009 09:03 Egal wie lange her: Warum sollten wir Opel nicht zurückkaufen, solange die noch nicht von den Amis ganz "zerstört" wurden?!
Juergenstade am 19. Februar 2009 09:06 weil opel kein konzept hat. guck dir doch die kisten an. sehen sch.. aus, schlucken sprit und sind schlecht in der qualität.
Opel ist bereits jetzt von den Amis zerstört. Nicht mehr zu retten.