Sollten Suizidversuche strafbar sein?

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Das Ergebnis besteht aus 33 Abstimmungen

Nein (bitte begründen) 87%
Sonstige (bitte begründen) 9%
Ja (bitte begründen) 3%

37 Antworten

Nein (bitte begründen)

Ich denke, jeder Mensch sollte das Recht besitzen, sich das Leben zu nehmen. Es gibt genügend Situationen, in denen ich das nicht moralisch verwerflich finde. Eine Strafe würde ja implizieren, dass der Staat es dir verbieten will und ich finde darauf hat er kein Recht. Natürlich gehe ich davon aus, dass du in deiner Frage nur von denjenigen Suiziden redest, die keinem dritten Schaden.

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Kommentar von antwortbittejap
11.09.2016, 00:09

Ein Recht darauf sollte man auf garkeinen Fall haben. Es reicht doch, dass es nicht strafbar ist.

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Nein (bitte begründen)

Es gibt zwei Möglichkeiten. Entweder sind die Menschen, die Suizid begehen nicht zurechnungsfähig und somit auch nicht strafmündig oder sie sind Herr ihrer Sinne und können somit laut Grundgesetz selbsbestimmt entscheiden.

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Kommentar von antwortbittejap
10.09.2016, 23:51

Natürlich sind auch psychisch Kranke  strafmündig.

Das ganze nennt sich übrigens Schuldunfähigkeit und psychisch Kranke können je nach Ausprägung der psychischen Krankheit teilweise bis ganz schuldunfähig sein.

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Nein (bitte begründen)

Menschen die Suizidversuche begehen stecken i.d.R. so schon in sehr schwierigen Lebenslagen. Durch ein Strafverfahren würde man diese nur noch verschärfen. Stattdessen muss diesen Menschen professionell geholfen werden.

Was anderes wäre es wenn die Person bei dem Suizidversuch andere Menschen in Gefahr gebracht oder verletzt hat.

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Nein (bitte begründen)

Es macht keinen Sinn, Suidzidversuche zu bestrafen, denn was würden solche Menschen daraus anderes lernen, als daß sie es beim nächsten mal so machen müssen, daß es auch funktioniert?

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Nein (bitte begründen)

Über dieses Thema könnte man wohl stundenlang diskutieren. Kurz und knapp meine Meinung: Es gibt Menschen, für die ist Suizid der letzte Ausweg, da ihnen aufgrund von z.B. schweren Krankheiten ihr Leben nicht mehr lebenswert erscheint. Man wird nicht gefragt ob man leben möchte, deswegen -finde ich- darf man auch "gehen" wenn man das für richtig hält.

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Nein (bitte begründen)

Auf keinen Fall. Es ist für mich kein Verbrechen, da man keinem anderen einen direkten Schaden zufügt und es in der Regel das Symptom einer Erkrankung ist. Die Lösung, dass man zwangsläufig in eine geschlossene psychiatrische Einrichtung kommt, ist Konsequenz genug. Ich beging meine beiden Selbstmordversuche übrigens in einer solchen Einrichtung...trotz Fixierungen und 1:1 Betreuung.

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Nein (bitte begründen)

Nein - Wer Suiziet begehen will der tut dies meistens aus psychischen problemen u.a. starke Depressionen. Solche Menschen benötigen hilfe.

Wer also versucht hat sich selbst umzubringen und hat dieses jedoch nicht geschafft, dem ist dann garantiert nicht damit geholfen, wenn er dann auch noch ärger mit dem Staat bekommt.

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Nein (bitte begründen)

Mit welcher Begründung soll man eine psychisch kranke Person für die Symptome ihrer Krankheit bestrafen?

Dann müßten wir auch Menschen mit Fieber, Brechdurchfall und Husten strafrechtlich zur Verantwortung ziehen.

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Nein (bitte begründen)

Wenn es Menschen nicht so schwer gemacht würde, ihr Leben selbst zu beenden (aus den unterschiedlichsten Gründen, die hier aus quantitativen Gründen nicht annähernd diskutiert werden können), dann gäbe es auch keine Suizide, die mit Fremdschädigung einhergehen. –> Siehe z.B.: vor den Zug werfen, was für den Lokführer echt extrem ist, genauso wie für diejenigen, die dann die Leichenteile aufpicken müssen (das nennt sich dann „Ermittlung“); schließlich auch diejenigen, die stundenlang auf irgendwelchen Bahnhöfen festsitzen…

Andererseits: Selbstverständlich kann alles bestraft werden, was nach so genanntem „gesetztem Recht“ (= Gesetz) als strafbar gilt. Aber dann müsste man konsequenterweise so krass und so tief in die Belange der persönlichen Lebensführung eingreifen, wenn es um die Verhinderung der Selbstschädigung gehen sollte, dass es nur noch absurd wäre.

Es ist schon spannend zu lesen, dass es hier immer wieder so Besserwisser und Weltversteher gibt, die gut genug wissen, was möglich, was angemessen, was zumutbar ist – die sich summa summarum über die Befindlichkeiten anderer rotzfrech und diktativ hinwegzusetzen verstehen.

Suizid ist in der Tat „nicht normal“, „unnormal“: nämlich nicht der Norm entsprechend! Wer dann auch noch liebevoll mit dem Begriff „krank“ daherkommt, ist nicht gleichbedeutend stets auch „verständnisvoll“. Bisweilen kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass die oder der eine oder andere sich mit solchen Begrifflichkeiten das Thema (das Leben nicht mehr ertragen zu können) kommod vom Leibe hält – um im eigenen brüchigen Frieden nicht gestört zu werden.

Diese wirklich restlos verständnislose Fürsorglichkeit, mit der vielen zu Selbsttötungen nichts anderes einfällt als das Diktat, zu Leben, ist nicht nur erstaunlich, sondern schlicht erschreckend.

Für alle, die vielleicht noch ein OFFENKUNDIGES Extrem verstehen können, um sich auf den Sachverhalt wenigstens mal annähernd einzulassen: Vor vielen Jahren war einer Frau in Frankreich, an Gesichtskrebs erkrankt (mit Bildmaterial wurde in den Medien sehr sparsam umgegangen!), in allen gerichtlichen Instanzen das Recht, Sterbehilfe zu beanspruchen, um „friedlich“ davongehen zu können, verweigert worden. Als sie dann einen Tag, nachdem sie das ablehnende Urteil der letzten Instanz erhalten hatte, erhängt aufgefunden wurde, da war das Erschrecken darüber groß, dass die Frau sich so „grausam“ hat umbringen mögen. – ?!?

Dennoch ist es alles in allem beruhigend, dass man hier doch recht einhellig den Gedanken zurückweist, den Versuch der Selbsttötung zu bestrafen – und zwar nicht allein deshalb, weil umgekehrt die gelungene Tat wg. des erfolgreichen Selbstentzugs des Täters nicht geahndet werden kann.

Den ganz Einfallsreichen sei jedoch zur Beruhigung erläutert: Den erneuten Versuch, sich das Leben zu nehmen, kann man wirkungsvoll in einer geschlossenen psychiatrischen Abteilung unterbinden – bis hin zu Bekleidung, an der man sich beim besten Willen nicht selbst aufhängen kann, bis hin zu Fixierungen, um noch die absurdesten Versuche der Selbstverletzung zu unterbinden, nötigenfalls bis hin zur Zwangsernährung, um als letztem Mittel die Nahrungsverweigerung auch noch zu unterbinden! Noch Fragen?

Der Fantasie sind nun wahrhaftig keine Grenzen gesetzt – ob es nun darum geht, Leben als bloße Stoffwechselfunktion zu erhalten, oder Leben als „lebenswert“ vorzugaukeln, wo es einzelnen vielleicht noch so sehr eine bloße Qual ist. Aber an dem Wunsch, seinem Leben ein Ende zu setzen, darf niemand einen Gewinn schöpfen – weswegen aktive Sterbehilfe verboten gehört?

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Ein Mensch der mal so verzweifelt ist, dass er daran denkt sich das Leben zu nehmen, der braucht keine Strafen sondern eine helfende Hand, da kann man davon ausgehen, dass der vom Leben schon genug bestraft wurde. Was hier noch eine äußere Strafe bewirken soll ist mir unklar und wäre wohl vielmehr verspotten und vorführen. Wenn du mal Liebeskummer hast, verweifelt, weinst und traurig bist dann kann dir ja dein Kumpel eine Ohrfeige verpassen und sagen: Reiß dich mal zusammen, das ist derselbe Effekt.

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Sonstige (bitte begründen)

Das kommt auf die Umstände an. Man kann sich auch so umbringen, dass man noch viele andere mit in den Tod reißt.  Und das geht natürlich gar nicht! Sowas gehörte verboten. Aber wie soll man das ahnden?

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Kommentar von antwortbittejap
10.09.2016, 23:47

Es geht in der Frage um den reinen Suizid ohne der Gefährdung Dritter.

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Kommentar von Menuett
11.09.2016, 15:31

Das ist dann Mord. Der ist vom eigenen Selbstmord zu trennen.

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Kommentar von PitBull11
14.09.2016, 19:47

Andere mit in den Tod reissen wäre natürlich eine Frechheit. Das kann man dann aber auch nicht mehr ahnden da man tot wäre.

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Nein (bitte begründen)

Nicht der Staat ist Herr über das eigene Leben, auch sonstig hat kein Dritter ein Recht daran.

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Nein (bitte begründen)

natürlich mit einer Strafe versucht man was zu bewirken! Man muss diesem Menschen helfen und nicht noch bestrafen wenn sie eh schon am Abgrund stehen 

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Nein (bitte begründen)

Diese Leute sind krank und unzurechenbar. Sie gehören in ärztliche Behandlung, aber nicht bestraft.

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Solche Menschen brauchen doch keine Strafe! Sondern Hilfe. Ihr Leben ist doch schon qualvoll genug. Das würde das Faß definitiv zum Überlaufen bringen.
Außerdem ist die anschließende Geschlossene Station oft Strafe genug...

Also Nein, das wäre mehr als grausam. Ich meine,wie stellst du dir diese Strafe vor??

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Kommentar von antwortbittejap
10.09.2016, 23:52

Welche geschlossene Station? Es kann niemand ohne plausiblen Grund gezwungen werden, in einer Psychiatrie behandelt zu werden..

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Kommentar von FelinasDemons
10.09.2016, 23:58

Wow, du verstehst deine eigene Frage wohl nicht...Du hast gefragt,ob ein Suizidversuch strafbar sein sollte. Nach einem Suizidversuch kommt man definitiv auf die Geschlossene(für mindst. eine Nacht). Also ein Suizidversuch ist wohl ein "plausibler Grund" genug...Eigengefärdung. Logischerweise....

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Kommentar von FelinasDemons
11.09.2016, 00:11

...Wow und hast wohl keine Ahnung von Suizid. Klasse!

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Kommentar von FelinasDemons
11.09.2016, 00:24

Weil du sagst,dass eine Person die versucht hat sich umzubringen, nicht in Psychiatrie muss. Und dafür muss man kein Genie sein um zu wissen,dass das der einzige logische Schritt ist,nachdem jemand versucht hat sich umzubringen. Er muss bewacht werden, damit er es nicht wieder versucht. Ganz einfach....

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Nein (bitte begründen)

Eine Strafbarkeit würde Polizei, Gerichte und Staatsanwaltschaften nur unnötig belasten. Hier wollte schließlich jemand sich selbst das Leben nehmen und keinem anderen. Man wird nur direkt selbst "geschädigt" und indirekt schädigt man diejenigen, die einen lieben. Würde man mit diesem Maß messen, müsste das einseitige Beenden einer Beziehung auch unter Strafe gestellt werden.

Das es nicht normal ist wenn jemand nicht mehr Leben möchte, dass bleibt von meiner rechtlichen Meinung unberührt.

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nein mann sollt leute mit solch massiven Problemen nicht noch weiter bestrafen !

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Die Polizei darf von der Schusswaffe Gebrauch machen, um die weitere Ausführung eines Verbrechens oder eines Vergehens unter Mitführen von Schusswaffen oder Sprengmitteln zu verhindern.

Da Totschlag ein Verbrechen ist, dürfte die Polizei im äußersten auf einen Suizidenten schießen. Wie sinnvoll hört sich das an?

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Kommentar von Bevarian
11.09.2016, 19:31

Wie sinnvoll hört sich das an?

Nicht sinnvoll - aber guuut!

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Ich finde das es nicht strafbar sein sollte weil es jedem frei stehen sollte ob er leben oder nicht leben möchte

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Nein (bitte begründen)

Wenn sich Menschen nicht für mein Leben interessieren würden, dann sollten sie sich gefälligst auch nicht für meinen Tod interessieren !!!!!!!

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