Frage von Katsa1, 209

Sollten sich gläubige Christinnen ihren Vätern/Männern unterordnen (vgl Bibelverse) und sich bei der Berufswahl für typische Frauenberufe* (sozial) entscheiden?

*Zunächst möchte ich erklären, dass der Begriff "Frauenberufe" keinesfalls diskriminierend verstanden werden soll. Er soll lediglich verdeutlichen, dass ein Großteil der Frauen einen solchen Beruf erlernt und später dann auch in einem solchen arbeitet.

Jetzt zur Frage: In der Bibel gibt es viele Stellen, die uns sagen, die Frau hat sich unterzuordnen. Am Ende des Textes habe ich einige dieser Bibelstellen aufgeführt. Von einigen Gemeinden/Gemeindemitgliedern/religiösen Gemeinschaften (mich ausgeschlossen) wird das so interpretiert, dass sich die Frau ohne Wenn und Aber unterzuordnen hat. Bisher habe ich das immer im historischen Kontext gelesen und mir gesagt, dass Frauen damals einfach nicht die gesellschaftlichen Rechte hatten, wie wir sie heute kennen. Eben diese Personen vertreten auch die Ansicht, es sei den Männern vorbehalten Karriere zu machen oder eben typische Männerberufe (Mechaniker, Elektriker, Informatiker, ...) zu erlernen. Frauen sollten soziale Berufe ausüben, weil das ihrer Natur entspricht?! Hier einige Bibelstellen:

Dann sagte Jahwe, Gott: "Es ist nicht gut, dass der Mensch so allein ist. Ich will ihm eine Hilfe machen, die ihm genau entspricht." 1. Mose (Genesis) 2:18 NBH

Zur Frau sprach er: "Ich mache dir viele Beschwerden und lasse deine Schwangerschaften zahlreich sein. / Mit Schmerzen wirst du Kinder gebären. / Deinem Mann wirst du befehlen wollen, / doch er wird über dich herrschen." 1. Mose 3:16 NBH

Nun möchte ich aber, dass ihr auch Folgendes wisst: Christus ist das Oberhaupt jedes Mannes, der Mann das Oberhaupt der Frau und Gott das Oberhaupt von Christus. 1. Korinther 11:3 NBH

Denn der Mann stammt nicht von der Frau, sondern die Frau vom Mann; denn der Mann wurde ja nicht für die Frau geschaffen, sondern die Frau für den Mann. 1. Korinther 11:8‭-‬9 NBH

Eine Frau suche Belehrung durch stilles Zuhören in aller Unterordnung. 1.Timotheus 2:11 NBH

sollen sie die jungen Frauen anleiten, ihre Männer und Kinder zu lieben, besonnen, zuchtvoll und gütig zu sein, ihren Haushalt gut zu versorgen und ihren Männern zu gehorchen, und zwar deshalb, damit das Wort Gottes nicht in Verruf kommt. Titus 2:4‭-‬5 NBH

Mit Antworten wie: "Alles was in der Bibel steht ist Schwachsinn" u.ä. kann ich leider nichts anfangen. Ich nehme zur Kenntnis, dass es Menschen gibt, die diese Ansicht vertreten und bitte diese von einer Antwort abzusehen. DANKE!

Gruß, Katsa

Antwort
von aicas771, 75

Ja, ja, der liebe Paulus. So sehr ich ihn schätze, so sehr eiert er in all seinen Briefen herum, wenn es um das Verhältnis von Mann und Frau geht. Den Grund dafür nennt er in 1.Kor. 7,7.

Deine Stelle aus 1. Mose 2 will ich nicht kommentieren.

Die Stelle aus 1. Mose 3 ist aus damaliger Sicht einfach eine Tatsachenbeschreibung.

Die Stellen in den Paulusbriefen muss man im Zusammenhang sehen:

In 1. Kor. 11 und 1.Tim 2 behandelt er Sitten im Gottesdienst. Paulus versucht hier, wie auch in anderen Briefen, die Dinge so zu regeln, dass die Christen in ihrer Umwelt möglichst wenig Anstoß erregen und ihren Glauben in Ruhe leben können. Daher kommt z.B. auch die Stellung zur staatlichen Gewalt in Röm. 13 oder in Titus 3, und dafür zieht er Begründungen sozusagen "an den Haaren herbei."

Wie sehr Paulus beim Thema "Mann und Frau " herumeiert und sich letztlich vor eindeutigen Aussagen drückt, sieht man z.B. in 1.Kor. 7 und in Eph. 5.

Damit versucht er meiner Meinung nach nur, das Vorbild Jesu ein Einklang zu bringen mit den Sitten und Gebräuchen seiner Zeit. Dabei ist die möglichst ungestörte Ausübung des Glaubens oberstes Ziel. Regelbrüche, wie Jesus sie vorgelebt hat (z.B. Joh. 4), können sich die "normalen" Christen nicht leisten.

Kinder austragen, gebären und dann groß ziehen erfordert deutlich mehr Aufwand als Kinder nur zu zeugen. Deshalb sehen die Lebensläufe von Frauen auch heute noch deutlich anders aus die von Männern. Letztere haben aus diesen biologischen Gründen wesentlich mehr Gestaltungsfreiheit im (Berufs-)leben.

Eine hochschwangere Frau oder eine mit kleinen Kindern ist wesentlich weniger durchsetzungsfähig als ein Mann (der weder schwanger ist, noch direkt (Stillen!) von ihm abhängige Kinder hat). Aus dieser machttechnisch schwachen Position der Frau ein Gebot der Unterordnung zu machen, ist fragwürdig und wird auch den Tatsachen nicht gerecht.

Ein Iraner hat mir neulich mal erklärt: Im Islam hat der Mann das letzte Wort. Aber es lautet: Ja, ja, Liebling, ich mach ja schon ... (grins). Der Witz beschreibt ganz treffend das wahre Machtgefüge in einer Familie, wie auch der Spruch: hinter jedem starken Mann steht eine starke Frau.

Gott hat jeder Frau genauso wie jedem Mann Fähigkeiten und Begabungen geschenkt, die wir nutzen sollen und dürfen. Wenn also eine Frau sich für Maschinenbau interessiert, dann soll sie Ingenieurin werden; und wenn ein Mann gut mit alten Menschen umgehen Kann, dann soll er Altenpfleger werden.

Kurz: Frauen sind meiner Meinung nach in der Familie und im Beruf grundsätzlich genauso frei wie Männer. Nur der sehr unterschiedliche Aufwand für das Leben der eigenen Sexualität beschränkt diese Freiheit.

Antwort
von RudolfFischer, 35

Die feministische Theologie bemüht sich, aus der Bibel heraus deutlich zu machen, dass Frau und Mann gleichberechtigt sind. Sich gegenseitig in Liebe unterzuordnen, das ist ok, aber keiner soll den anderen einfach dominieren.

Was teils in der Bibel steht und du auch angeführt hast, stammt aus einer Zeit, in der die Arbeitsteilung (besonders bei Nomadenvölkern) eher notwendig war. Daraus ergaben sich Traditionen, die nicht nur in die frühe Christenheit, sondern bis in unsere Zeit hinein fortwirkten: Der Mann jagt und kämpft gegen Feinde, die Frau beschert ihm Kinder und eine gemütliche Höhle.

Damit ist es mit Recht vorbei. Manchen Frauen sollte man aber sagen, dass ihre Gleichberechtigung nicht dadurch erreicht wird, dass sie sich bemühen, ein besserer Mann zu sein; das Gegenteil ist der Fall. Frau und Mann sind gottlob verschieden, das macht's immer spannend und reizvoll. Auch die Menschheit ist bunt, wie schön! Um Gleichberechtigung zu garantieren, muss man aber keine Gleichheit erzwingen. 

Antwort
von BerlinEastside, 96

Hallo Katsa1!

Vielleicht interessiert dich ja auch die Sicht, eines Nicht Christen/Gläubigen. Die Bibel wurde von Menschen geschrieben. Zu einer Zeit, wo gewisse Regeln und Rollen, zwischen Mann und Frau, durchaus Sinn hatten.

Viele Kinder zu gebären, war die einzige Möglichkeit, eine Art soziale Absicherung, für das Alter zu haben. In archaischen Zeiten, wo das Leben ein wirklicher Kampf war, waren gewisse Geschlechterrollen, einfach notwendig.

Wie gesagt, ich bin nicht religiös. Aber zu Jesus Zeiten, hatten Frauen eine größere Rolle, in der Gesellschaft, und auch im aufkeimenden Christentum. Aber da nun mal Männer die Geschichte schreiben, und wir uns nicht immer sehr selbstbewusst fühlen, besonders gegenüber starken Frauen, hat man über die Jahrhunderte, Frauen unterdrückt, und klein gehalten.

Wenn ich an Gott glauben würde, was ich nicht tue, würde ich denken, dass Frauen ihm besonders am Herzen liegen. Sie schenken Leben. Die wichtigste Fähigkeit, die Gott zu vergeben hätte.

Als Mann glaube ich, wenn in den letzten 2000 Jahren, Frauen die Welt beherrscht hätten, würden wir garantiert in einer besseren Welt leben. Das würde auch Gott gefallen.

Wir leben zum Glück, in einer Zeit, wo wir zulassen können, dass Frauen auch zeigen können, was sie alles schaffen können, wenn ihnen Männer nicht einreden, dass ihr Platz in der Küche ist.

Von daher würde ich denken, dass dein Gott froh wäre, wenn du alle Fähigkeiten, die er dir gegeben hat, auch nutzt, und du dir von niemandem einreden lässt, dass das nichts für Frauen ist.

LG :-)


Kommentar von 666Phoenix ,

berlinEastside!

Irgendwie ist das schön, was Du schreibst. Es geht aber der Realität vorbei!

Oft waren, wenn Frauen geherrscht haben (Cleopatra, Cixi, Jekaterina II., Gro Harlem Brundtland, Edith Cresson, Tarja Halonen, Mary McAleese, Estela Perän, Lydia Geyle, Rosalia Atreaga,  Violeta Chamorro, Janet Jagan, Mireya Moscoso, M. Thatcher, u. a.) politischer Extremismus, Mord und Totschlag an der Tagesordnung!

Rein statistisch gab es weniger Frauen in führenden politischen Positionen! Wenn aber, dann waren diese Herrschaftsperioden bedeutend angereicherter mit Mord und Totschlag!

Kommentar von BerlinEastside ,

Im Prinzip hast du recht. Allerdings sollte man beachten, dass diese Frauen die du anführst, sich in einer von Männern dominierten Welt durchsetzen mussten, ihre Führungsposition erobern, und/oder halten. Sie haben geherrscht wie Männer. Manchmal noch grausamer, als ihre männlichen Herrscherkollegen.

Ich bin mir sicher, eine von Frauen dominierte Welt, wäre geschichtlich gesehen, weit weniger grausam gewesen. Allerdings ist das nur eine Theorie, oder Meinung, die ich nicht beweisen kann, da es faktisch kein geschichtliches Zeitalter gegeben hat, dass von Frauen dominiert wurde.

Vielleicht ja mal in der Zukunft. Wer weiß. Wir Männer hatten ja unsere Chance. War ja nicht so toll. :-)

Kommentar von 666Phoenix ,

Ja, hast Recht! Das lässt sich aber eben heute nicht mehr zuverlässig beweisen! 

Antwort
von josef050153, 28

Wie eine Ehe gestaltet wird, hängt in erster Linie von den Ehepartnern ab.

Deine Bibelstellen sind sehr einseitig und die Auslegung ist (verzeihe mir das harte Wort) ziemlich dumm. Als Beispiel möchte ich nur 1 Kor 11 anführen.

Paulus zeigt hier auf, dass er in einem kulturellen Zusammenhang schreibt. In Vers 6 kannst du lesen:

Will sie sich nicht bedecken, so soll sie sich doch das Haar abschneiden
lassen! Weil es aber für die Frau eine Schande ist, dass sie das Haar
abgeschnitten hat oder geschoren ist, soll sie das Haupt bedecken.

In unserer Kultur ist es aber für eine Frau aber ABSOLUT keine Schande, kurze Haare zu haben. Ich persönlich finde das zwar auch nicht attraktiv, aber das ist eine andere Sache.

Und weiter mit Vers 14:

Lehrt euch nicht auch die Natur, dass es für einen Mann eine Unehre ist, wenn er langes Haar trägt, aber für eine Frau eine Ehre, wenn sie langes Haar hat? Das Haar ist ihr als Schleier gegeben.

Ich war in vielen Weltgegenden unterwegs und eines kann ich dir sicher sagen: Die Natur lehrt das nicht.

Wenn du also nicht ausdrücken willst, dass Paulus hier geirrt oder - noch schlimmer - gelogen hat, musst du wohl zugeben, dass hier nur von einem kulturellen Zusammenhang (der ja berechtigt sein kann, aber eben nicht allgemein gültig ist) die Rede sein kann.

Kommentar von Katsa1 ,

Danke für die Antwort. Vielleicht wird das aus meiner Frage nicht zu 100% deutlich, aber ich wurde durch andere Christen genau so darauf aufmerksam gemacht. Mir wurde erklärt, dass meine Lebensweise so nicht gottgefällig ist. Um dies zu belegen wurden eben diese Bibelstellen angeführt. Das hat mich natürlich verunsichert. Ich habe bisher gedacht Paulus will einfach, dass die Christen in der Gesellschaft nicht "anecken" und ihnen deshalb diese Verhaltensweisen mit auf den Weg gegeben. Ich trage ja auch kein Kopftuch in der Kirche....dafür meine langen Haare hochgesteckt um niemanden mit meiner weltlichen Schönheit vom Beten abzulenken. Mit einem Kopftuch würde ich ja erst recht auffallen, weil außer mir dann keiner Eines trägt.

Kommentar von josef050153 ,

Eine Lebensweise wird nicht deshalb gottgefällig, weil eine Frau ein Kopftuch trägt oder sich ihrem Mann absolut unterordnet. Das verlangen manche krause Sekten. Ein Kopftuch mag vielleicht in der Türkei angebracht sein, aber hier wird man dich eher für eine Muslima halten.

Kommentar von Katsa1 ,

Es gibt aber tatsächlich Christen die das so praktizieren und es immer wieder schaffen, das eigene Weltbild durcheinander zu bringen...

Antwort
von BellaBoo, 106

Ums mal klar zu sagen...

ich glaube nicht, das diese Texte von Gott persönlich stammen, sondern das sie von MÄNNERN geschrieben wurden. Und zusätzlich in dieser Form dann auch noch von Männern zusammengestellt wurden, die schlicht die Passagen, die ihnen nicht passten strichen, oder ganze Texte einfach ausgelassen haben. (Apokryphen)

Jesus hat Maria Madgalena wie eine gleichgestellte Person behandelt, es gab auch Apostel, die das dezent gestört hat. Es gibt übrigens auch ein Evangelium der Maria (magdalena)...aber das durfte wie vieles nicht in die Bibel. https://de.wikipedia.org/wiki/Evangelium\_der\_Maria

In der Frühkirche gab es weibliche Priester, Frauen haben Gemeinden geleitet, es gab auch kein zwangsweises Zölibat. Das alles ist eine Erfindung von Männern, die sich vor den Frauen gefürchtet haben.

Also...ein klares Nein, man hat sich nicht unterzuordnen.

Kommentar von Garfield0001 ,

die andere Hälfte wird gern weg gelassen ... das die Männer auch die Frauen lieben sollen wie Jesus die Gemeinde. dann sieht "Unterordnung" vielleicht auch ein wenig anders aus

Antwort
von junigloeckchen, 10

Es gibt auch Stellen, die anderes beschreiben. Zum Beispiel, ich bin mir nicht mehr ganz sichet wo, im Lukasevangelium so um 8 oder so herum, da wird gezeigt, dass Jesus Frauen als gleichwertige Menschen behandelt.

Und selbst wenn in der Bibel 100 Mal stehen würde, dass Frauen weniger wert sind: Man muss sich (laut Jesus) an alles nur halten, solange es mit dem Doppelgebot der Liebe vereinbar ist und Diskrimnation jeglicher Art ist mit dem Gebot der Liebe nicht vereinbr.

Antwort
von quopiam, 11

Gal 3,28: ... nicht Frau, nicht Mann, ihr alle seid EINER in Christus.

Wie sich christen sozial organisieren, bleibt der jeweiligen Kultur überlassen, die man entweder mitträgt oder nicht. Die Paulusbriefe geben reichlich Aufschluß über Anpassungsprobleme der jungen Gemeinden an ihre Umgebung. Gruß, q.

Antwort
von KaeteK, 24

Ich weiß ja nicht, warum du ausgerechnet diese Frage hier gestellt hast, wo du weißt, dass dieses Thema schon unter sogenannten Christen ein Problem ist - Nun ja, nun steht sie nunmal hier.

Da gibt es ein Büchlein, dass ich dir empfehlen möchte - kann man auch als Pdf-Datei runterladen - nur mal um reinzuschauen:

http://clv.de/Buecher/Glaube-Nachfolge/Die-Revolution-der-Geschlechter.html

Ich möchte dazu auch noch etwas von einem Bruder zitieren:

 
Jemand hat dazu gesagt: "Der Platz der Unterordnung ist der höchste
Platz, der Platz der Ehre, seit der Herr Jesus ihn einnahm." Dem Fleisch
gefällt dieser Platz freilich nicht und "politisch korrekt" ist es
ebenfalls nicht, deshalb bedarf es bei jeder gläubigen Frau eines festen
Herzensentschlusses.

Ja, aus eigener Erfahrung kann ich nur bestätigen, dass das ein Herzenentschluss ist.

In allen Fragen und Entscheidungen, geh zu deinem Herrn. Er wird dir gerne antworten...

lg

Antwort
von elisabetha0000, 3

In der Bibel steht nichts von unterordnen. Das wird nur von männlicher Seite um Macht auszuüben so dargestellt, oder falsch verstanden. Frauen sollten sich erheben, aber nicht unterordnen.

Antwort
von ObscuraNebula, 94

das ist ein veraltetes frauenbild ich sehe solche ''verse'' als diskrimminierung an, die frau hat die gleichen rechte wie ein mann eine frau ist nicht weniger wert oder schwächer

Antwort
von nowka20, 15

die bibel paßt eben nicht zu menschen, die ihr leben selber in die hand nehmen wollen

Antwort
von kdd1945, 44

Hallo Katsa1,

Gott selbst hat diese Ordnung bestimmt. Wäre eine andere besser?

Zudem kann sie von einem christlichen Ehemann nicht eingeklagt werden,  weder bei Gott noch dürfte vor weltliche Gerichte gezogen werden (siehTexte).

Eph 5,25 Ihr Männer, liebt eure16 Frauen!, wie auch der Christus die Gemeinde geliebt und sich selbst für sie hingegeben hat,...28 So sind auch die Männer schuldig, ihre Frauen zu lieben wie17 ihre eigenen Leiber. Wer seine Frau liebt, liebt sich selbst.


1Petr 3,7 Ihr Männer ebenso, wohnt bei ihnen mit Einsicht als bei einem schwächeren Gefäß, dem weiblichen, und gebt ihnen Ehre als solchen, die auch Miterben der Gnade des Lebens sind, damit eure Gebete nicht verhindert werden!


1Kor 6,1 Bringt es jemand von euch, der einen Rechtsstreit mit dem anderen hat, über sich, vor den Ungerechten zu streiten und nicht vor den Heiligen? 2 Oder wisst ihr nicht, dass die Heiligen die Welt richten werden? Und wenn durch euch1 die Welt gerichtet wird, seid ihr dann nicht würdig, über die geringsten Dinge zu richten2?

Grüße, kdd

Kommentar von LibertyFire ,

"Gott selbst hat diese Ordnung bestimmt. Wäre eine andere besser?"

Ja, die Gleichberechtigung von Mann und Frau ist besser als das chauvinistisch-sexistische Frauenbild, dass deine Richtung propagiert.

Kommentar von kdd1945 ,

Wenn Du meine biblisch begründete Antwort, vor allem die Zitate gelesen, dann nachgedacht und verstanden hättest, wäre Dein Kommentar hoffentlich anders ausgefallen.

  • Vor Gott sind Mann und Frau gleichwertig. 
  • "Haupt" zu sein bedeutet mehr Verantwortung, Fürsorge und Arbeit (das zeigt sich am deutlichsten im Verhältnis Jesu zur Gemeinde)
  • Gott verlangt vom Mann die Opferbereitschaft nach Eph 5,25 "wie der Christus".
  • Führung in der Familie beinhaltet nicht das Recht, zu tyrannisieren. Wer den Despoten herauskehrt, hat keine Liebe und ist folglich kein Christ.
  • Bitte, lies noch einmal die Bibelstellen nach.

Allerdings: Wenn eine Entscheidung getroffen werden muss kann es kein Dauerpalaver à la Kommune 13 mehr geben. Das gibt´s nicht im Betrieb, nicht auf dem Schiff, nicht beim Militär, nicht beim Verein.

kdd

Kommentar von BellaBoo ,

Wenn eine Entscheidung getroffen werden muss kann es kein Dauerpalaver à la Kommune 13 mehr geben.

Stimmt, aber wer sagt, das der Mann das zu entscheiden hat ?

Und ich sage immer noch...solche Passagen stammen nicht von Gott, sondern von irdischen Männern, die ihre Vormachtstellung sichern wollten.

Kommentar von kdd1945 ,

Innerhalb der Ehe soll der Ehemann als Haupt seiner Ehefrau nach gemeinsamer Beratung die Entscheidung treffen.

Ein Ehemann, der seine Frau liebt, und wirklich Jesus nachahmt, wird, wenn es irgend möglich ist, dem Wunsch der Frau nachgeben.

Er ist dadurch kein "Pantoffelheld", auch kein "Weichei", sondern er lebt nach dem, was nach 1Kor 13,4-8 Liebe ist:

4Die Liebe ist ...gütig, ...sie sie sucht nicht das Ihre, ... sie erträgt alles6, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie erduldet alles. 8 Die Liebe vergeht niemals.

So sieht das nämlich in der christlichen Familie in der Praxis aus.

Grüße, kdd

Kommentar von KaeteK ,

Da ist jedes Wort zu viel....

Kommentar von kdd1945 ,

Na, Deine offensichtlich nicht.

Kommentar von KaeteK ,

War jetzt nicht negativ deinem Beitrag gegenüber gemeint. lg

Kommentar von Katsa1 ,

Früher war es ja allgemein so, dass Frauen in der Gesellschaft nicht als gleichwertig anerkannt wurden. Wenn eine Frau also etwas gesagt hat hat das nicht gezählt, wenn sie aber ihren Mann bat diese Meinung zu äußern hat man ihm Gehör und Respekt geschenkt.... heute ist das nicht mehr überall so ... Wem soll ich gehorchen, wenn ich weder Vater noch Mann habe???

Kommentar von kdd1945 ,

Da hast Du völlig Recht. Und zum Teil ist das Unrecht durch irreführendes Interpretieren der Bibel noch schöngeredet worden.

Auch Angehörige des Volkes Gottes haben untreu an ihren Ehepartnern gehandelt.

Ein Schlüsseltext zum besseren Verständnis ist da Mt 19, besonders der Vers 8 - aber auch Vers 10 (Jesu engste Freunde, allerdings nach erst relativ kurzer Schulung):

3 Dann kamen einige Pharisäer und wollten ihm eine Falle stellen. Sie fragten:

"Darf ein Mann aus jedem beliebigen Grund seine Frau aus der Ehe entlassen?"

4 "Habt ihr nie gelesen", erwiderte Jesus, "dass Gott die Menschen von Anfang an als Mann und Frau geschaffen hat?1 5 Und dass er dann sagte: 'Deshalb wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und sich an seine Frau binden, und die zwei werden eine Einheit sein.'2? 6 Sie sind also nicht mehr zwei, sondern eine Einheit. Und was Gott zusammengefügt hat, sollen Menschen nicht scheiden!"

7 "Warum hat Mose dann aber gesagt", entgegneten sie, "dass man der Frau einen Scheidebrief ausstellen soll3, bevor man sie wegschickt?" 8 Jesus erwiderte: "Nur, weil ihr so harte Herzen habt, hat Mose euch erlaubt, eure Frauen wegzuschicken. Von Anfang an ist das aber nicht so gewesen.

9 Doch ich sage euch: Wer sich von seiner Frau trennt und eine andere heiratet – es sei denn, sie wäre ihm untreu geworden –, begeht Ehebruch. Auch wer eine Geschiedene heiratet, begeht Ehebruch.4 "

10 Da sagten die Jünger: "Dann wäre es ja besser, gar nicht zu heiraten!"

11 Jesus erwiderte: "Das ist etwas, was nicht alle fassen können, sondern nur die, denen es von Gott gegeben ist. 12 Manche sind nämlich von Geburt an unfähig zur Ehe, andere sind es durch einen späteren Eingriff geworden, und wieder andere verzichten von sich aus auf die Ehe, weil sie ganz für das Reich da sein wollen, das der Himmel regiert. Wer es fassen kann, der fasse es!"

.. Wem soll ich gehorchen, wenn ich weder Vater noch Mann habe???

Mutter, Lehrerin, Polizistin...da gibt ´s für Frau wie Mann noch viele!

Lies mal meinen Kommentar vom 1.5. oben.

Antwort
von anniegirl80, 72

Du hast da wichtige Bibelstellen "übersehen"!

Denn vielleicht solltest du auch aufzeigen, wie der Mann die Frau zu behandeln hat, und warum. Und mindestens eine von dir zitierte Bibelstelle (1. Tim) muss klar im historisch-kulturellen Kontext verstanden werden.

Mit dieser Einseitigkeit provozierst du hier nämlich eine unnötige Diskussion über die Rückständigkeit des christlichen Glaubens.

Und um deine Fragen kurz und knapp aus meiner Sicht zu beantworten: Ja, eine Frau sollte sich unterordnen (können). Nein, eine Frau sollte nicht ausschließlich soziale Berufe ausüben.

Kommentar von Katsa1 ,

Ich kenne auch die anderen Bibelstellen und hoffte auf Antworten von Leuten die ebenfalls bibelkundig sind.

Kommentar von anniegirl80 ,

Ich würde mich als bibelkundig bezeichnen ;-)

Wenn dir meine Antwort nicht genügt, dann schick mir bitte eine Freundschaftsanfrage, da das dann evtl. etwas länger gehen könnte!

Kommentar von BellaBoo ,

Eine Frau sollte sich unterordnen...mir fehlen die Worte. Wegen sowas bin ich aus der Kirche ausgetreten.

Kommentar von anniegirl80 ,

Ich kann dich vermutlich nicht davon überzeugen dass Unterordnung weder heisst dass die Frau vor dem Mann kuschen muss, noch dass Frauen weniger Wert sind als Männer. Denn so ist es nämlich nicht.

Antwort
von h3nnnn3, 102

nein!

in erster linie sind wir menschen mit einem freien willen und das gilt auch für frauen!

die texte in der bibel müssen auch immer im kontext verstanden werden und damals waren frauen nunmal von männern existenziell abhängig.

dass es sinnvoll ist, das frauen größtenteils typische frauenberufe ausüben sollten, weil sie psychologisch und physiologisch deutlich besser dafür geeignet sind als für andere berufe, ist zwar einleuchtend aber hat mit glauben nicht das geringste zu tun!

grundsätzlich entscheidet sowieso jeder selbst was er glaubt und was nicht also ist die frage so gesehen eigentlich irrelevant.

ich erwarte von JEDEM menschen, dass er sein gehirn benutzt und sich nicht nach einem uralten buch richtet!

und MEIN gehirn rät MIR: such dir den job, der am besten zu dir passt!

Antwort
von Linuxaffiner, 15

Diese Empfehlungen von Paulus ("Unterwerfung der Frauen unter die Männer") ist jahrhundertelang falsch verstanden worden und wurde viel von Männern zur Machterhaltung mißbraucht. Vielleicht wollte Paulus nicht, dass Frauen umgekehrt das Sagen hatten und Männer beherrschen wollten.

Das soll es ja schliesslich auch geben. Jedenfalls liefert Paulus keine theologische Grundlage für ein fehlgeleitetes Patriarchat. Das ist ein großes Mißverständnis. Paulus eignet sich nicht dafür, theologisch Machtverhältnisse auf Kosten anderer zu zementieren. Vielleicht sollte man auch einmal von einem reinem Buchstabenglauben Abstand nehmen.

LA

Kommentar von Katsa1 ,

Hi, danke für die Antwort... ich gehöre nicht zu den Christen, die die Bibel zu 100% wörtlich nehmen... tausche mich aber öfter mit anderen Gläubigen über ihre Ansichten aus. Es gibt wohl Menschen, die mich als Negativ-Beispiel für diese Paulus-Empfehlung herhalten lassen 😢 ...

Antwort
von Maimaier, 82

Keine deiner Bibelstellen stammt von Jesus selbst. Er liebte alle Menschen, hat keinen Unterschied gemacht. Sogar die Ehebrecherin hat er gerettet, indem er sagte "Wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein."

Jesus fordert uns auf zur Liebe zueinander. Die Unterordnung spielte für ihn einfach keine große Rolle, darauf kam es ihm nicht wirklich an. Auch nicht welchen Beruf die Menschen haben.

Im Gleichnis vom verlorenen Sohn wird sogar derjenige wider aufgenommen, der selbst zuvor gebrochen hat und reuig zurückkommt.

Kommentar von Katsa1 ,

Wohl wahr und bisher habe ich das auch so gesehen. Dennoch werde ich zuweilen darauf aufmerksam gemacht, dass ich mich den Männern unterzuordnen hätte und meine Berufswahl nicht mit meinem Glauben vereinbar ist 😢

Kommentar von kdd1945 ,

dass ich mich den Männern unterzuordnen hätte

Auweia! Wieviel hast Du denn - als Christin? I: )) 

Kommentar von Maimaier ,

Am letzten Abendmahl haben sich die Apostel gestritten, wer denn unter ihnen der größte sei. Darauf wusch Jesus allen die Füße, als Zeichen das auch er als Herr nicht über ihnen steht. Denn er wollte eben gerade keine Trennung zwischen Herren und Dienern, sondern das alle gleichgestellt sind.

Kommentar von Katsa1 ,

na es geht nicht darum das ich viele Männer habe sondern Situationsbedingt einmal dem Vater dem Bruder, dem eigenen Mann, aber auch Männern in der Gemeinde oder im Beruf Ich fürchte nur das willst du nicht verstehen 😢😢😢

Kommentar von Maimaier ,

Du hast recht, Trolle wollen nicht verstehen sondern provozieren.

Kommentar von kdd1945 ,

Das erwartet Gott nicht. Allein Kinder (Söhne und Töchter) sollen auf ihre Eltern hören. Grundsätzlich auch auf ihre Erzieher/-in, Lehrer/-in, Vorgesetzte, Polizisten w/m.

Es sind auch nicht die (angenommen) 4 000 000 000 männlichen Geschlechts den 4 000 000 000 weiblichen Geschlechts übergeordnet, oder umgekehrt.

Lediglich innerhalb der Ehe soll der Ehemann als Haupt seiner Ehefrau nach gemeinsamer Beratung die Entscheidung treffen.

Ein Ehemann, der seine Frau liebt, und wirklich Jesus nachahmt, wird, wenn es irgend möglich ist, dem Wunsch der Frau nachgeben. Er ist dadurch kein "Pantoffelheld", auch kein "Weichei", sondern er lebt nach dem, was nach 1Kor 13,4-8 Liebe ist:

4Die Liebe ist ...gütig, ...sie sie sucht nicht das Ihre, ... sie erträgt alles6, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie erduldet alles. 8 Die Liebe vergeht niemals.

So sieht das nämlich in der christlichen Familie in der Praxis aus.

Grüße, kdd

Antwort
von Momofabulous, 95

Steht in der Bibel nicht auch, dass alle gleich sind?

Kommentar von Katsa1 ,

Ja, vor Gott sind alle gleich. Das schreibt Paulus z.b. im Brief an die Galater. Aber im Epheserbrief heißt es der Mann soll die Frau lieben wie sich selbst und die Frau soll sich ihm unterordnen ...

Kommentar von Momofabulous ,

Wenn für Gott alle gleich sind, warum sollte er dann das eine Geschlecht dem anderen überordnen? Gott ist die netteste und gutmütigste Person und ich bin mir sicher, dass er will, dass Jeder sein individuelles Leben lebt, ohne dabei auf die Geschlechter zu achten. Er liebt alle und möchte sicherlich, dass alle gleich glücklich sind.

Kommentar von kdd1945 ,

Es ist schön, dass Du Gott "die netteste und gutmütigste Person" nennst. Auch Deine anderen Anmerkungen sind zutreffend. Nur zu Deiner Frage eine kurze Anmerkung:

Wenn für Gott alle gleich sind, warum sollte er dann das eine Geschlecht dem anderen überordnen?

Das tut er nicht. Allein Kinder (Söhne und Töchter) sollen auf ihre Eltern hören. Grundsätzlich auch auf ihre Erzieher/-in, Lehrer/-in, Vorgesetzte, Polizisten w/m.

Es sind auch nicht die (angenommen) 4 000 000 000 männlichen Geschlechts den 4 000 000 000 weiblichen Geschlechts übergeordnet, oder umgekehrt.

Lediglich innerhalb der Ehe soll der Ehemann als Haupt seiner Ehefrau nach gemeinsamer Beratung die Entscheidung treffen.

Ein Ehemann, der seine Frau liebt, und wirklich Jesus nachahmt, wird, wenn es irgend möglich ist, dem Wunsch der Frau nachgeben. Er ist dadurch kein "Pantoffelheld", auch kein "Weichei", sondern er lebt nach dem, was nach  1Kor 13,4-8 Liebe ist:

4Die Liebe ist ...gütig, ...sie sie sucht nicht das Ihre, ... sie erträgt alles6, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie erduldet alles. 8 Die Liebe vergeht niemals.

So sieht das nämlich  in der christlichen Familie in der Praxis aus.

Grüße, kdd

Kommentar von aicas771 ,

Wenn die Männer ihre Frauen so lieben, wie Jesus die Gemeinde geliebt hat (Eph. 5,25), dann ordnen sich die Männer den Frauen unter. Wer soll sich nun wem unterordnen? Paulus, Paulus, ...

Jesus macht keine Unterschiede zwischen Mann und Frau .

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