Frage von Goldsuppenhuhn, 140

Sollten Rüden immer kastriert werden - Hormonspritze sinnvoll - wie können wir grundsätzlich helfen?

Meine Mutter (79 J.) und ihr Freund haben sich vor ca. 1,5 Jahren einen unkastrierten Rüden aus dem Tierheim geholt. Rechtlich ist der Freund der Besitzer, sie teilen sich alle Kosten. Der Hund ist ca. 3 Jahre alt.

Der Hund kränkelt öfters, übergibt sich manchmal, frisst dann nichts, bei höheren Temperaturen will er sich nicht bewegen. Er ist nicht zu halten, wenn er ein Weibchen sieht. Aus finanziellen Gründen gehen sie mit dem Hund selten zum TA.

Meine Schwestern und ich denken, dass der Hund kastriert werden müsste. Der Freund ist gegen eine Kastration, er will ihm seine „Männlichkeit“ nicht nehmen.

Wir hielten allein schon die Anschaffung des Hundes für nicht richtig. Beide sind alters- und krankheitsbedingt nicht gut zu Fuß. Andeutungen zufolge bekommt der Hund manchmal von dem Freund „eins über die Schnauze“, wenn er nicht gehorcht, und hat etwas Angst vor ihm. Wir erfahren nicht alles.

Wir hatten im Gespräch mit ihr (ohne den Freund) die Idee, den Hund zu entführen und irgendwo unterzubringen, wo es ihm gut geht (der Hund ist nirgends registriert). Sie hängt extrem an dem Hund, ich denke, sie würde eine Trennung (egal, ob er wegkommt oder stirbt) nicht verkraften.

Emotional ist sie von dem Freund und dem Hund abhängig. Der Hund ist ihr ein und alles. Wir halten selbst Tiere und haben ein anderes Verständnis, finden das Verhalten egoistisch und dass es mit richtiger Tierliebe nichts zu tun hat.

Vor 8 Tagen ging es dem Hund wieder schlecht, sie waren beim TA, da sie anschließend in Urlaub sind (sind wieder zurück). Lt. TA war der Hund gesund. Die letzten 3 Tage ging es ihm dann schlechter, frisst nichts, erbricht, zittert, hat gestern überhaupt nichts mehr getrunken.

Ich riet inständig, sofort in eine Tierklinik zu fahren (sie wohnen in einer Großstadt). Sie meinte, sie gingen immer zum gleichen TA (Freund des Freundes, macht Sonderpreise), hätte geschlossen, sie gingen heute. Der Hund habe das schon öfters gehabt, sie wird es beobachten (sie ist dabei gleichzeitig total fertig).

Der Hund hat vor kurzem eine Hormonspritze bekommen. Lt. TA hilft die Hormonspritze vielleicht. Wenn der Hund nicht auf die Hormonspritze reagiert, könne man sich auch eine Kastration sparen, da diese dann auch nicht wirken würde. Insgesamt seien die Erfolgsaussichten der Hormonspritze/ Kastration aufgrund des Alters des Hundes schlecht.

Ich bin besorgt um das Leben des Hundes, habe oft Angst, dass ein Anruf kommt „Er ist gestorben“ und denke, das wäre zu verhindern gewesen. Insofern fühle ich mich verantwortlich. Ich kann ihr den Hund nicht wegnehmen. Die Übernahme von TA-Kosten ist nicht angesagt (Urlaub etc. geht ja). Anscheinend trifft der Freund alle Entscheidungen.

Fragen: Ist die Aussage des TA bzgl. Hormonspritze/ Kastration richtig? Was können wir machen?

Bitte nicht: „Tierquäler - sollten keine Tiere halten …“ – das nützt mir und dem Hund gar nichts. Sorry für den langen Text, ich fand alles wichtig.

Danke für Eure Antworten.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von eggenberg1, 65

von wem haben  die beiden den hund denn damals bekommen?? KEIN ordentlich geführtes tierheim gibt  so alten leuten einen 1,5 jährigen hund   der  vor kraft nur so strotzt und dem die beiden ja niemals gerecht werden können.

 der hund  steht unter  totalem stress-- er wird  sicherlich NICHT genügend  seinem alter entsprechend ausgelastet-- bekommt  sicherlich viel zu wenig bewegung  und  was  wird  gefütteert ??  alte leute  neigen ja dazu  tiere  anzufüttern  ,weils so viel spass macht , imme rmal zu füttern und weil  sie ja  den augen nicht  widerstehen können-- alles nicht gut  fürs tier .

aber  was könnt ihr machen?  deine mutter ist emotional von diesem "  freund" abhänig -- sie  fühlt sich ihm ausgeliefert und  der hudn gibt ihr ein wenig lebensfreude ,aber auch gleichzeitig  hat sie großen kummer ,denn sie weiß wohl sehr genau , dasss sie dem tier NICHT gerecht wird -- kommt das tier  denn mit in den urlaub   oder  wer kümmert  sich im urlaub um  den hund?

 ich würde wirklich  mal mit  meine rmutter  tacheles reden -- wenn sie  von dir  mehr rückhalt  bekommt,  viel . fällt es ihr dann leichter  auf den hudn zu verzichten -- viel.könntet ihr  den noch nehmen  oder jemand anderes aus d  em verwandtenkreis .viel würde ihr dann die abgabe nicht ganz so schwer  fallen --   auch käme evtl ein tausch in frage -- eine ältere/alte  wohungskatze  ,die noch ein ruhiges plätzchen sucht  , da ha t sie was  zum betüteln und  zum versorgen und  braucht sich keine  sorgen machen wegen spazieren gehen.

das erbrechen des hundes   sein zittern , sind anzeichen von angst  --viel. wird er  vm "freund" öfter  geschlagen als   du weißt.?

ich könnte da nicht anders und  würde  das tier  mitnehmen -- deine mutter wird  es verkraften  ,sie verkraftet ja auch  in den urlaub zu fahren , und sie verkraftet   den autoritären  freund und auch dass  der ihren hund  wohl  schlägt - da würde ich mir  keine so großen sorgen machen --vor allem in dem alter kann sehr schnell mal was körperlich passieren-- wie will sie  denn dann mit  der  trennung klar kommen-?- dann sollte sie  doch froh sein zu wissen, das  der hudn ncoh mal gut vermittelt wurde.ist  viel  ein gutes  argument  zur abgabe  bzw. neuvermittlung .

der arme kerl kann sich doch nicht  wehren , ist  der willkühr  des  freundes  und auch der mutter ausgesetzt --also   werdet  sein  sprecher und helft IHM !Ich bin mir sicher , IHR HELFT  damit auch  der mutter und letzlich auch dem freund --denn shclagen bedeutet einfach überlastung und hilflosigkeit .

die kastratin  würde in dem fall doch garnichts  bringen -- der hund ist einfach total unterfordert und bekommt zu wenig auslauf.. schon die  spritze  war  total unnötig ,womit  der  TA  seinen bekannten aber wohl nur beruhigen wollte - der sollte lieber  daran arbeiten  ,dass  die beiden  den hudn abgeben.

 Kastration ersetzt  doch niemals eine gute  erziehung bzw. haltung !


Kommentar von Goldsuppenhuhn ,

Danke! Der Freund meiner Mutter ist erst 62, aber 100% behindert (sieht man ihm nicht auf Anhieb an). Das war wohl der Grund, weshalb das Tierheim den Hund abgegeben hat. Das Ganze war eine Spontanaktion.

Meine 3 Schwestern und ich waren total geschockt, als wir davon hörten. Meiner Mutter geht es gesundheitlich und finanziell nicht gut.

Gassi-Gehen

fällt beiden schwer, es sind kleine Runden. Ich weiß nicht, was sie füttern.

Sie machen Urlaub mit dem Wohnmobil und nehmen den Hund mit.

Meine Mutter hat keinerlei Hundeerfahrung. Er hat früher schon Hunde gehabt, was natürlich nicht viel aussagt.

Er hat den Hund von Anfang an nie an die Leine genommen (meine Mutter schon). Autotür auf, Hund raus, mit dem Risiko, dass er unter das nächste Auto läuft. Da er nicht an der Leine ist, ist er auch blitzschnell verschwunden, wenn er in der Ferne ein Weibchen sieht. Das haben sie nicht im Griff.

Wir alle leben nicht in derselben Stadt, ich bin mit 300km am weitesten weg und selten zu Besuch. Insgesamt ist alles schwer einzuschätzen. Meine Mutter ist seit ca. 3 bis 4 Jahren mit dem Freund zusammen, er hat sich bei ihr eingenistet (aber noch sein eigenes Haus) und dominiert sie. Das bringt sie zum Ausdruck.

Er hat sie auch mit dem Hund in der Hand und spielt seine Macht aus. Sie ist fast wie ein kleines Kind. Wenn er will, geht er und nimmt den Hund mit, sie bettelt und heult dann fast, wenn sie den Hund mal stundenweise nicht sieht.

Letzten Sommer waren wir beim Geburtstag meiner Mutter alle zusammen. Der Freund ging nachmittags und nahm den Hund mit, ich sah sie betteln, dann war sie am Boden zerstört.

Sie hat dann erzählt, wie sehr sie darunter leidet, wie er manchmal
mit dem Hund umgeht, u. a. dass er ihm manchmal auf die Schnauze schlägt, dass er ihn manchmal anschreit, und dass der Hund richtig auflebt und ausgelassen ist, wenn er weg ist.

Wir haben alle aufgehorcht und nachgefragt, daraufhin hat sie natürlich alles sofort verharmlost und zurückgenommen. In dem Zusammenhang hatte dann eine Schwester die Idee der Entführung, die wir aber wieder verworfen hatten.

Da wir insgesamt wenig darüber wissen, wie und was dort eigentlich abläuft, haben wir auch etwas Angst um sie. Wir haben unsere Sorgen kommuniziert, sie hat fast die ganze Zeit geschwiegen.
Wir waren alle ganz betroffen, sie war aber - so mein Eindruck - kaum aufnahmefähig, weil sie vor allem darunter litt, dass der Hund weg war.

Fakt ist, dass meine Mutter sich von ihrem Freund nicht trennen wird, das hat sie deutlich rübergebracht - egal, was passiert. Ohne den Hund kann bzw. will sie auch nicht mehr leben.

Meine Schwestern denken, dass der Freund ihr gut tut, da sie nun nicht mehr so einsam ist und viel unternimmt. Das stimmt auf jeden Fall, aber sie zahlt einen hohen Preis dafür. Dessen ist sie sich bewusst und sie nimmt es in Kauf. Es ist ihre Entscheidung.

Ich fühle mich für den Hund verantwortlich, weil ich davon ausgehen darf, dass es ihm nicht gut geht und er sich nicht selbst helfen kann.

Es ist fast zwecklos, mit ihr darüber zu reden, wie wichtig ein TA-Besuch ist. Sie empfindet alles als Einmischung und Angriff und macht sofort zu. Natürlich sind es Einmischungen. Ich kann nicht einschätzen, ob sie die Notwendigkeit eines TA-Besuchs wirklich nicht erkennt oder evtl. doch durchaus und es dann am Geld und an seiner Entscheidung scheitert und sie umso mehr darunter leidet.

Gestern Abend haben wir telefoniert, sie konnte kaum sprechen, weil es dem Hund so schlecht ging. Ich habe dann wirklich Angst, dass sie anruft und sagt "Er ist gestorben". Ich würde mich an dem Hund wahnsinnig schuldig fühlen. Ich weiß, das Tier hätte Hilfe gebraucht und sie sind nicht zum TA gegangen. Ich könnte das meiner Mutter und auch mir kaum verzeihen.

Vermutlich sind das Erbrechen etc. tatsächlich Stressreaktionen (daran hatte ich nicht gedacht). Dann wäre es umso wichtiger, dem Hund zu helfen.

Sie werden dem Hund beide nicht gerecht. Ich würde den Hund nehmen, würde mir das auch zutrauen, könnte das auch irgendwie einrichten. Aber das ist kein Thema. Außerdem ist er der Besitzer.

Auch ist für mich die Vorstellung schlimm, was mit dem Hund geschieht, wenn meine Mutter mal nicht mehr sein sollte; immerhin geht sie liebevoll mit ihm um. Wenn überhaupt, habe ich jetzt eine Chance, etwas zu ändern. 

Ich fühle mich so ohnmächtig, aber Du hast recht, ich darf das nicht auf sich beruhen lassen. Ich werde sie in den nächsten Tagen sowieso besuchen. Eine Konfrontation mit dem Thema wird sehr schwer, zumal sie in 10 Tagen operiert wird und anschließend einige Wochen im Krankenhaus und Reha ist.

Evtl. sieht sie ein, dass es für sie immer beschwerlicher wird, sie überfordert ist und es dem Hund anderswo besser gehen würde. Ich versuche, an sie zu appellieren, bin allerdings nicht zuversichtlich.

Kommentar von eggenberg1 ,

ehrlich -- ich möchte nicht in deine rhaut  stecken -  aber  allein die abhänigkeit  deiner mutter  von diesem  " freund"ist schlimm -wenn de r hund IHM gehört ,  und das auch so schriftlich feststeht , kannst du ja  eh nichts machen-- wäre  dann nur noch  der  weg an  den herrn heran zu treten und an sein empfinden für  deine mutter zu appelieren --da  darf man dann auch nicht zimperlich sein .

deine fast 90 jährige mutter  steht  da meine r meinugn nach  vor allem -dass s ie von diesem  mann ausgenutzt  wird   scheint offenbar -

besteht die möglichkeit sie zu dir zu hohlen ? denn sie hat sicherlich einfach angst  vorm allein bleiben müssen - viel.  regelt sich das ganze  auch mit  der einweisung  ins krankenhaus ( hört sich jezt hart an )  meine oma kam  vom krankenhaus  direkt in ein pflegeheim, weil  mein vater  das so wollte ,und es  war auch gut  so

.nur  damit  ist  dem  hund nicht geholfen , denn der  gehört ja nicht  deiner mutter-- aber  dann könnte man immer noch das veterenäramt einschalten und um hilfe bitten.denn wenn das tier körperlich krank wird , weil es  seelisch kaputtt gemacht wird   dann ist  das   tierquälerei  auch  der  tierschutz könnte  dir mit rat zur seite  stehen  weniger abermit tat ,denn die können leider nichts ausrichten .

Kommentar von Goldsuppenhuhn ,

ich auch nicht ;) Meine Mutter wird bald 79. Die Möglichkeit, dass meine Mutter zu mir kommt, besteht nicht. Ich habe wirklich keinen Platz und wir halten es auch nicht lange zusammen aus.

Zwei von meinen drei Schwestern haben es ihr schon seit Jahren mehrfach angeboten, aber meine Mutter will ihren Wohnort nicht verlassen (obwohl sie dort, abgesehen von dem Freund, alleine ist).

Meine Mutter war viele Jahre allein und ist froh, wieder einen Partner zu haben. Sie würde alles machen und akzeptiert alles, um ihn nicht zu verlieren. Es geht ihr nicht nur ums Alleinsein.

Ihn habe ich erst 2x gesehen und er ist mir nicht sympathisch (zwei von meinen Schwestern finden ihn okay). Grundsätzlich kümmert er sich um sie und unterstützt sie, wenn sie Hilfe braucht, gleichzeitig nimmt er oft keine Rücksicht auf ihren Zustand und überfordert sie (was sie auch mitmacht).

Wegen dem Hund habe ich mir Folgendes überlegt:

  1. Ich spreche mit ihr, appelliere an sie, nicht egoistisch zu sein, sondern das Tierwohl zu beachten und sich von dem Hund zu trennen. Ich gehe davon aus, dass sie nicht einsichtig ist.
  2. Ich spreche mit ihm, ebenfalls Appell, dass der Hund anderswo glücklicher sein könnte (mehr Bewegung). Hiervon verspreche ich mir auch nichts.
  3. Ich informiere mich beim Tierschutzverein und spreche mit dem Vet.Amt. Wie schon gesagt, kann ich selbst gar nichts beweisen, meine Mutter wird 100% nichts sagen, und der befreundete TA wird bestätigen, dass sie sich immer rührend um den Hund gekümmert haben. Eine Anzeige beim Vet.Amt wird nichts bringen.

Okay, ich mache das tatsächlich alles.

Wenn aber gutes Zureden nichts nützt und eine Anzeige aussichtslos ist, was dann?

Ist eine Entführung dann evtl. doch der einzige Weg? Moralisch gut ist das nicht, da ich davon ausgehe, dass auch er eine Beziehung zu dem Hund hat. Es ist schlimm, wenn ein Tier einfach verschwindet. Ich wüsste auch nicht, inwieweit meine Mutter dichthalten könnte.

Wenn dies auch nicht, würde alles bleiben, wie es ist. Habe ich dann dem Hund geholfen oder nur mein Gewissen beruhigt?

Es würde mir auch sehr leid tun, wenn der Hund ins TH zurück müsste, dann würde ich ihn lieber selbst aufnehmen, auch wenn ich keine Hundepläne hatte und im Moment nicht weiß, wie ich das mit meinen Meerschweinchen in Einklang bringen kann. Ich würde es aber schaffen. Dieses Angebot könnte ich ihr und ihm machen. Merci.

Kommentar von eggenberg1 ,

es ist ja immer sehr schwer  aus  der entfernung  zu urteilen ,du bist  "dichter "  dran,   und ich denke ,  wenn man es nicht versucht ,  dann kann auch nichts  verändert werden- viel.kommt ja  dein appell doch an -viel.wenigstens insofern, dass  sie sich einen gassiegänger holen, der regelmäßig mit dem hund  raus geht--dann wäre dem tier ja auch  viel geholfen und es könnte ihm insgesamt besser gehen.-sicher beruhugst du dein gewissen,wenn du wenigstens "etwas  "  tust..aber wie gesagt -- garnichts zu tun ist immer  das schlimmste-

du solltest  dich dann aber auch mit  der tatsache abfinden ,eben nichts machen zu können, wenn alles nicht anschlägt, was du  vorschlägst.

wenn deine mutter so an diesen  menschen gebunden ist, dann hat es  eh  wenig sinn  , wenn man  gegen den partner spricht , dann sollte man eine einigende lösung  finden, mit der sich beide    abfinden können . und da finde ich die idee mit dem  gassiegänger doch  ganz  gut .  viel wäre  dem  partner  dannauch ein wenig  druck genommen, weil er dem hund nicht gerecht werden kann.so sollte man ihm das  viel  verklickern .und deine mutter wird eh  damit einverstanden sein , wenn er  es ist .

Kommentar von Goldsuppenhuhn ,

Hallo eggenberg, danke! Es ist richtig, ich bin zwar auch fern, aber doch näher dran. Meine Gedanken kreisen um das Thema und meine Sichtweise ändert sich dadurch auch immer wieder. Ich werde das Thema am Montag mit meiner Mutter angehen. Letztlich reduziert sich alles auf die Frage:

Stelle ich das Wohl des Hundes über das Glück meiner Mutter?

Als Außenstehender wird die Antwort sicher JA lauten. Als direkter Angehöriger ist es schwieriger und das ist ja auch genau mein Konflikt, da mir das Wohl von Tieren sehr am Herzen liegt und ich mich i. a. auch dafür einsetze. Der Hund ist Lebensinhalt und fast die einzige Freude meiner Mutter.

Ich werde sehr behutsam mit meiner Mutter sprechen. Ich spreche nicht schlecht über den Partner, das bringt nichts. Sie erzählt die Probleme nach und nach sowieso selbst. Im Moment kann ich nicht wirklich abschätzen, wie sie mit dem Thema umgeht, vielleicht ist alles möglich.

Ich bin aber für mich zu der Erkenntnis gelangt, dass ich ihr den Hund nicht nehmen darf, wenn sie nicht selbst den Wunsch äußert. Wenn sie den Wunsch hat, wird man weitersehen und es wird sich eine Lösung finden.

Die Idee mit dem Gassigeher finde ich super und verstehe gar nicht, weshalb ich nicht selbst darauf gekommen bin. Ich werde das auf jeden Fall beiden vorschlagen.

Mein Gewissen wäre nicht beruhigt, nur weil ich ein bisschen gemacht habe. Ich denke nicht bewusst an mein Gewissen. Man fühlt instinktiv, dass man etwas machen muss und macht es dann. Wenn man es nicht macht, fühlt man sich schlecht, je nachdem schuldig. Das passiert automatisch, ist ein Impuls (alles sehr simpel ausgedrückt). Geht wahrscheinlich allen so.

Kommentar von eggenberg1 ,

bei dem letzen  abschnitt kann ich dir  vollkommen recht geben

Kommentar von eggenberg1 ,

ganz  lieben dank  fürs  sternchen -l.g.

Antwort
von VanyVeggie, 66

Hallo, 

der Freund eurer Mutter hat Recht - eine Kastration einfach so ist unnötig und u.U sogar schädlich. Man sollte Rüde und Hündin nur aus medizinischen Gründen kastrieren lassen. 

Bei dem Rest stimme ich dir zu. Es geht nicht, dass man an der Gesundheit des Tieres spart und den Hund schlägt. Hier wird gegen das Tierschutzgesetz verstoßen - wer sich ein Tier anschafft übernimmt Verantwortung und Verpflichtungen, denen sie nachkommen müssen. Darunter fallen vor allem Tierarztbesuche an. Zeigt euren Eltern die Tierschutzgesetze und mache ihn das klar. Meist reicht das schon um abzuschrecken. 

Zur Hormonspritze: Ich persönlich halte gar nix davon. Was soll das auch? Es sind ja nicht durchgehend läufige Hündinnen bei euch. Lasst ihm das. Läufige Hündin riechen und Liebeskummer haben, verkraftet der Hund schon. Bei sowas wird immer ganz schnell die Initiative ergriffen, aber wenn mal wirklich was Ernstes ansteht, dann lässt man den Hund leiden. Spart euch die Kosten der Hormonspritze für die Behandlung, die der Hund wirklich nötig hat. 

Ich wünsche dem Hund alles Gute und hoffe, dass ihr das mit euren Eltern geregelt bekommt! 

Mit freundlichen Grüßen

VanyVeggie

Kommentar von Goldsuppenhuhn ,

Danke für Deine Antwort! Ich stimme Dir voll zu, dass der Hund nicht so behandelt werden darf und man mit ihm zum TA muss, wenn er krank ist.

Mit Tierschutzgesetzen, Veterinäramt etc. muss ich nicht drohen. Der Hund sieht gesund aus, bekommt zu Fressen, beim TA waren sie grundsätzlich auch schon mal.

Ich habe selbst nie erlebt, dass der Hund schlecht behandelt wird. Ich war auch nie dabei, als es dem Hund schlecht ging und ein gebotener TA-Besuch nicht durchgeführt wurde.

Kommentar von eggenberg1 ,

ich würde  den weg   der benachrichtigung  des VET amtes auf  jeden fall  vornehmen

Expertenantwort
von Naninja, Community-Experte für Hund, 60

Die Kastration eines Hundes bügelt nicht das glatt, was die Besitzer bei der Erziehung versaut haben. Im Gegenteil kann sich die Angst des Hundes vor den Schlägen seines Besitzers durch Kastration und hormonelle Veränderungen vergrößern und in Aggression umschlagen.

Für Angstaggressionen ist Cortisol verantwortlich. Die männlichen Sexualhormone hemmen die Ausschüttung von Cortisol und halten die Angstaggression somit im Zaum. Nimmst Du dem Hund durch die Kastration diese Cortisol hemmenden Sexualhormone, verstärkt sich die Angstaggression.

Durch Schläge kann man eine Leinenaggression übrigens hervorragend fördern. Hund bellt, bekommt eine geknallt und kapiert spätestens beim zweiten Mal: immer, wenn ein anderer Hund kommt, bekomme ich Schläge. Also bellt er in Erwartung der Schläge noch früher und intensiver. Und nun überleg Dir mal, was passiert, wenn Du den Hund kastrierst.

Ich verstehe nicht, warum Du nun auch noch mit an der Erziehung des Hundes herum pfuschen willst und Dich in Sorge über das baldige Ableben des Hundes ergehst, anstatt mal zu handeln. Freundliche Ansage, dass Deine Mutter und ihr Freund etwas ändern sollen, weil Du andernfalls Ordnungs- und Veterinäramt informierst. Dem Hund nützt das, was Du gerade tust, nämlich auch nichts. Nicht sorgen, nicht bitten, nicht dramatisieren, sondern Fakten schaffen.

Antwort
von xttenere, 49

warum sollten Rüden kastriert werden ?

Wenn man die Jungs vor der Kastration nicht im Griff hat, gehorchen sie danach auch nicht besser.

Ich halte immer 2 intakte Rüden gleichzeitig, und hatte noch nie irgendwelche Rauffereien oder sonst was. Beide rüden gehorchen auf`s Wort.

Einen rüden sollte man nur kastrieren, egal ob chirurgisch oder chemisch, wenn dies einen gesundheitlichen Grund hat...z.B: wenn er im roten Bereich dreht, falls läufige Hündinnen in der Nähe sind, oder wenn`s ein Spitzrüde ist. D.h. Ein Hoden sich in der Bauchhöhle befindet und nicht in den Hodensack senkt.

Durch eine Kastration werden die Rüden meist von ihren Artgenossen gemoppt, da sie anders riechen als andere Rüden.

Das Erbrechen und Zittern könnte ein Zeichen von Stress sein........Ein TA könnte nach einer Untersuchung genaueres sagen.


Kommentar von Goldsuppenhuhn ,

Danke für Deine Antwort.

Antwort
von MiraAnui, 44

Nein Hunde sollten nicht immer kastriert werden... nur wenn ein medizinischer Grund vorliegt.

Mein Rüde ist 5 und intakt und bleibt es auch

Welches Tierheim gibt einer 79 und ihren Freund einen so jungen hund?

Der hund ist weder erzogen noch ausgelastet. Da nützt eine Kastration null. 

Der hund gehts so mies, weil er nicht richtig gehalten wird und gehört in Andere hände egal ob deine mutter dran hängt oder nicht...das sie zu lässt wie der Freund mit dem hund umgeht zeugt ja nicht von großer Zuneigung zum tier.

Würde jemand mein Hund grob anpacken würde ich ihm eine klatschen...

Kommentar von Goldsuppenhuhn ,

Danke für die Info.

Der Freund ist erst 62! Ich stimme Dir in allen Punkten zu. Dem Hund geht's mies, es ist nicht das richtige Zuhause für ihn.

Ich könnte auch niemals akzeptieren, dass jemand einem meiner Meerschweinchen auch nur ein Haar krümmen würde. Das wäre das erste und letzte Mal.

Kommentar von eggenberg1 ,

aber  du vagst nicht etwas  wirklich bewegendes zu unternehmen !!

Antwort
von FuehledasMeer, 72

Unsere Tierärztin meinte, dass man diese chemische Kastration machen kann... ABER die Spritzen kosten alle 3 Monate 120 Euro! Ne Kastration sollte meiner Meinung nach nur erfolgen wenn ein medizinischer Grund vorliegt oder man keinen Nachwuchs möchte. Eine Kastration ersetzt nämlich keine Erziehung! Die Idee mit der Entführung kann nur nach hinten los gehen

Kommentar von Goldsuppenhuhn ,

Danke!

Antwort
von Goodnight, 54

Ohne medizinischen Grund sollte man einen Rüden niemals kastrieren. Wenn man Pech hat ist er für alle anderen Rüden dann wie eine läufige Hündin.

Du und deine Schwester solltet euch zurück halten, ist nicht euer Hund und die ganze Sache geht euch nichts an.

Den Hund zu entführen ist eine böse Idee und zeigt eure Übergriffigkeit.

Kommentar von eggenberg1 ,

goodnight-- wenn  der  freund meiner  doch sehr betagten  mutter   deren gemeinsamen hund  schlägt  und  seelisch  kaputt macht  und damit auch die  mutter  angreift , dann  geht  dass di e FS  wohl was  an  ,schon a us  tierschutzrechtlichen gründen   von den menschlichen gründen mal ganz abgesehen ! man kann sich nicht  aus allem raus halten , nur  weils schwierig ist .

in unserer direkten nachbarschaft  wurde eine hündin  entführt  ,weil sie in einem taubenschlag  lebend  ,an einer 1 m langen leine ,   vom welpen alter ab an  ,am erblinden war --  dem tie r geht  es heute  super und  die erblindung konnte  verhindert werden --also  nicht immer weggucken

Kommentar von Goldsuppenhuhn ,

Danke eggenberg1, das sehe ich auch so. Man kann nicht einfach immer sagen "Geht mich nichts an". Das machen schon so viele.

Kommentar von Goodnight ,

Nun, ich beurteile das Geschriebene wesentlich anders als du..

Kommentar von eggenberg1 ,

eigentich unverständlich   viel- magst du mal deine  sichtweise ausführlicher  darlegen  -du bist ja auch irgendwie  vom  fach .

Kommentar von Goodnight ,

Sicher will ich nicht über die Fragestellerin diskutieren.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community