Sollten muslimische Lehrerinnen im Unterricht ein Kopftuch tragen dürfen?

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Das Ergebnis besteht aus 41 Abstimmungen

Nein, religiöse Symbole haben an öffentlichen Schulen nichts verloren. 56%
Ja, auch an öffentlichen Schulen müssen kulturelle Vielfalt/Religionsfreiheit gelebt werden können. 43%

48 Antworten

Da der Islam das Kopftuch nicht zwingend vorschreibt, sehe ich keine zwingende Notwendigkeit für das Kopftuchtragen im Unterricht hinsichtlich des Rechts auf freie Ausübung der Religion.

Wäre es nur ein Schmuck, hielte ich es für völlig unbedenklich und keiner Diskussion würdig.

ABER: Das Kopftuch wird von uns Muslimen ja gerne mit dem Schutz der Frau begründet. Da frage ich mich, wovor dieser Schutz schützen soll. Eine gleissende Mittagssonne haben wir in Deutschland eher selten, im Klassenzimmer eher .... nie. Sandstürme? Auch nicht. Schutz vor den Blicken wollüstiger Männer ist im Klassenzimmer auch eher nicht notwendig.

Darüber hinaus empfinde ich das aus diesen Gründen getragene Kopftuch als Reduzierung der Frau auf ihre Sexualität und somit eine Beleidigung für jede Frau.

In der Sunna steht geschrieben: "(...) Die Frau ist ein sexuelles Objekt. Sie ist verführerisch und teuflisch. Sie stellt eine ernsthafte Bedrohung für die Männer dar. Außerdem ist sie schlecht. (...) Die Frau als Ganzes ist böse. Und das Böseste an ihr ist, dass man auf sie nicht verzichten kann."

Ein hadîth bei Buchari besagt, dass die Mehrheit der Menschen in der Hölle aus Frauen besteht. Aus diesen Gründen muss sie eingesperrt werden, das sei auch gut für sie. "Die Frau ist eine aurah (Blöße), wenn sie ausgeht, dann kommt ihr der Teufel entgegen. Sie ist am nächsten bei Gott, wenn sie im Haus ist."

Die Sexualisierung der Frau erreicht einen Höhepunkt mit dem Begriff al-fitna. Al-fitna bedeutet Unruhe stiften. Das geschieht, wenn die Frau etwas zeigt, was im Prinzip nicht ausdrücklich verboten ist, aber denselben Effekt wie das Verbotene hat, z.B. das Gesicht. Die Verschleierung des Gesichtes ist umstritten, alle Gelehrten sind sich aber darüber einig, dass das Gesicht, wenn es hübsch ist, verschleiert werden muss, um die fitna zu vermeiden. (Kopie von Qassem Amin)

Das wirft kein gutes Licht auf die muslimischen Männer: Der muslimische Mann ist offensichtlich äusserst triebhaft und hat sich im Angesicht einer Frau nicht mehr im Griff. Und wenn sie noch dazu hübsch ist, dann erleidet er einen kollektiven Kontrollverlust. Der muslimische Mann ist so schwach, dass er sich der weiblichen Reize nicht erwehren kann.

Meines Erachtens hat solches Gedankengut im westlichen Kulturkreis keinen Platz. Hier ist man froh, dass man sich endlich aus dem Joch der religiösen Unterdrückung, Manipulation und Ausbeutung befreit hat. Die Befreiung der Frau ist zudem noch wesentlich jünger. Diese Werte, diesen Fortschritt gilt es zu bewahren und weiter auszubauen.

Wer heute gegen das Kopftuch im Unterricht ist, dem geht es sicherlich fast immer genau hierum und nicht um ein Stück Stoff, das entbehrlich wäre. Die jüngsten Ereignisse in Köln u.ä. haben gezeigt, dass viele Brüder aus den hintersten Dörfern ihre Landes geflohen sind und sich in ihren Köpfen nicht viel bewegt. Ich schäme mich für sie.

Ich habe jetzt weder mit Ja noch mit Nein gestimmt, weil ich durchaus für kulturelle Vielfalt im Unterricht, gleichzeitig auch kein Freund religiöser Symbolik bin, andererseits das Kopftuch kein religlöses Symbol, sondern eines der Unterdrückung und Entwürdigung ist.

Ich hoffe, ich konnte Dir beitragen!

In schā'a llāh

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Kommentar von papandopulus
26.01.2016, 01:04

Eine sehr starke Antwort! 👍

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Nein, religiöse Symbole haben an öffentlichen Schulen nichts verloren.

An Privatschulen gerne. Habe ich kein Problem damit. Ein Staat hingegen sollte meiner Meinung nach frei von Religion sein. Ich sage dies nicht gegen Kopftücher, sondern grundsätzlich gegen Ausdrücke von Religion oder politischer Ausrichtung. Der Staat muss Neutralität garantieren um zu verhindern dass irgendwelche gesellschaftlichen, religiösen oder politischen Gruppen Vorteile oder Nachteile haben. Indem man öffentlich religiöse Zeichen trägt repräsentiert man seine Religion. Als Lehrer/in an einer öffentlichen Schule sollte man aber nicht eine Religion repräsentieren, sondern den Staat und seine Werte.

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Kommentar von Latexdoctor
26.01.2016, 15:32

Genau, es ist doch noch nicht mal so lange her, da mussten die Kruzifixe abgehängt werden, in einem Christlich Orientierten Land.

Dass nunmehr aber aus gründen der Religionsfreiheit das Kopftuch erlaubt wurde, das ist ein schlag ins Gesicht und traurig, wenn man das Kopftuch erlaubt, dann müsste auch das Kreuz wieder erlaubt werden.

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Nein, religiöse Symbole haben an öffentlichen Schulen nichts verloren.

andere kopfbedeckungen sind ja auch verboten und dieses kopftuch ist ja keine pflicht für die

dazu muss man sagen das wir in deutschland leben und ich bin insgesamt gegen religion in der schule ob kreuze oder kopftücher

wenn es jetzt darum gehn würde was eindeutig die religion von denen verbietet dann bin ich eindeutig für ja aber hier nicht

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Nein, religiöse Symbole haben an öffentlichen Schulen nichts verloren.

Nein, auf keinen Fall, die Religion sollte reine Privatsache sein, nicht jedoch unser öffentliches Leben beeinflussen. Schlimm genug, dass noch in vielen Klassenräumen Krzifixe rumhängen, obwohl dies och ausdruck des Rückschritts und des Irrationalen ist. Eine Schule sollte eindeutig der Aufklärung dienen. Wer also dem religiösen Obskurantismus frönt, muß sich fragen lassen, inweieweit er überhaupt sich in Richtung Fortschritt und Rationalität bewgen möchte, oder lediglich der neoliberalen Beliebigkeit folgt. "Da neMeinung, dort ne Meinung" und alles ist machbar Herr und Frau Nachbar. So was ist einfach auch nur prinzipienlos. Alles mutiert zur bloßen Ware, die auf dem Marktplatz der Beliebigkeit feilgeboten wird. Der Markt ist bekanntlich der Ort der Vielfältigkeit und hat dort zu verbleiben und nicht auf Alles und Jedes transponiert werden, so wie es im Spätkapitalismus besonders in dessen Hochburgen ("Wertestaaten") geschieht.

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Nein, religiöse Symbole haben an öffentlichen Schulen nichts verloren.

Nein da in diesen Fall das Kopftuch demonstriert ich bin Stolz ein Muslim zu sein.Und relligöse Bekundungen haben im Schulbetrieb nichts zu suchen.

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Nein, religiöse Symbole haben an öffentlichen Schulen nichts verloren.

Hallo, guten Tag, eine Lehrerin mit Kopftuch, so was macht mir Angst. Das sieht wie eine IS Frau aus. Die sind alle wie Gotteskrieger.

Schönen Tag noch

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Ja, auch an öffentlichen Schulen müssen kulturelle Vielfalt/Religionsfreiheit gelebt werden können.

Mir ist schlichtweg egal, welcher Konfession ein Pädagoge angehört, ob der Christ ein Kreuz trägt, die Muslima ein Kopftuch, ein Jude die Kippa. Mich interessiert nur, ob ein Pädagoge kompetent seiner Arbeit nachgeht und dass er nicht missioniert.

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Ich bin dagegen, dass muslimische Lehrerinnen Kopftuch tragen. Aber nicht, weil alle religiösen Symbole verbannt sein sollen.

Das Kopftuch übt, auch wenn vielleicht gar nicht durch die Lehrerin gewollt, Druck auf junge muslimische Mädchen aus, dass nur eine verschleierte Frau eine gute Muslime ist. Der jetzt schon vorhandene Druck auf unverschleierte Mädchen durch andere Muslime würde noch mehr zunehmen.

Auf dieses Problem machten übrigens diverse Gruppen beim Kopftuchurteil letztes Jahr aufmerksam.

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Kommentar von DonkeyDerby
25.01.2016, 17:43

Wenn eine christliche Lehrerin im langen Rock zur Schule kommt, übt
das dann einen Druck auf christliche Mädchen aus, ebenfalls lange Röcke
und nicht etwa kurze Röcke oder etwa - Gott bewahre! - Hosen (!) zu
tragen?

Die Schüler machen doch sonst nie, was die Lehrer ihnen sagen, warum denn dann ausgerechnet beim Kopftuch?

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Nein, religiöse Symbole haben an öffentlichen Schulen nichts verloren.

Da das Kopftuch in dem Fall ein religiöses Symbol darstellt, man nimmt es ja sonst ab, wenn man ein Haus betritt, bin ich dagegen.

Allerdings bin ich auch gegen Kreuze im Klassenraum, oder gegen Nonnen oder Priester, die in "Dienstkleidung" auftreten, speziell im Reli-Unterricht oder im Kindergarten, sich aber sonst auch dort bewegen.

Gleiches Recht für alle. Entweder erlaubt man allen Religionen ihre Symbole zu zeigen oder zu tragen, oder niemanden.

Und da bei uns Staat und Religion strikt getrennt sind, gilt das auch für staatliche Schulen.

Religiöse Träger die eine Schule betreiben, da sieht es wieder anders aus. Allerdings gibt es ja auch da Mischmasch-Schulen. Quasi Privatschulen auf kirchlicher Basis die Geld vom Staat bekommen. Gehört auch abgeschafft. Wenn schon, denn schon und dann richtig.

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Kommentar von DonkeyDerby
25.01.2016, 16:24

Wo ist "bei  uns"? In Deutschland sind Staat und Religion alles andere als getrennt. Das fängt beim Religionsunterricht an und hört bei der Kirchensteuer noch lange nicht auf.

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Nein, religiöse Symbole haben an öffentlichen Schulen nichts verloren.

Religion sollte ein ganz persönliche Sache sein. In der Öffentlichkeit, insbesondere in öffentlichen Einrichtungen haben religiöse Symbole daher nichts zu suchen.

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Nein, religiöse Symbole haben an öffentlichen Schulen nichts verloren.

Eine Lehrerin muss sich zwar von ihren Schülern/innen abrenzen können, dies sollte aber durch Autorität zu stande kommen und nicht durch das Tragen eines Kopftuches.

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Kommentar von Abahatchi
25.01.2016, 22:55

wie wahr.

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Ein klares Nein!

Als Angestellter öffentlicher Einrichtungen (Schulen, Gerichte, Ämter....) repräsentiert man im Rahmen seiner Funktion nicht sich selbst, sondern die Republik,  die sich zu Neutralität und Gleichbehandlung ihrer Bürger ungeachtet ihrer Parteizugehörigigkeit, Religion etc. verpflichtet hat. Kreuze oder Mond/Sichel an den Wänden öffentlicher Gebäude widersprechen dieser Neutralität ebenso wie das Zurschaustellen ihrer Weltanschauungen durch öffentliche Angestellte (z.B. durch Tragen eines Kopftuches,  einer Kippa, eines SPD- oder NPD-Logos, des Werbeslogans eines Diät-Papstes...)

Hier geht es NICHT um die Freiheit, zu tragen, was man möchte (die besagten Angestellten in ihrer Freizeit uneingeschränkt zusteht), sondern um ein Prinzip und ihre symbolische Darstellung: die Neutralität des Staates.

Was die Schüler selbst betrifft, kann man das Tragen politischer oder religiöser Symbole diskutieren  (ich persönlich bin auch dagegen).

Zu Religionsunterricht an öffentlichen Schulen: ja,  aber wertneutral, fakten- und geschichtsorientiert.  Das ist der bestmögliche Schutz gegen religiöse Indoktrination der Schüler, die eventuell im privaten Bereich stattfindet.

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Kommentar von Zicke52
25.01.2016, 21:39

Korrektur: sollte "Hammer und Sichel" (statt "Mond/Sichel") heissen...

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Ja, auch an öffentlichen Schulen müssen kulturelle Vielfalt/Religionsfreiheit gelebt werden können.

Mein Bauch sagt ja, mein Kopf sagt nein.

Da manchen Frauen ihre Religion so wichtig ist, dass sie niemals ohne Kopftuch unterrichten würden, würde man sie aufgrund eines Kriteriums ausschließen, das nichts damit zutun hat, ob die Frau eine gute Lehrerin sein würde. Ich würde es ähnlich wie bei der Politik handhaben wollen. Sie dürften über das Tragen eines Kopftuchs hinaus keine Werbung für ihre Religion machen.

Nein, weil Lehrerinnen eine Vorbildfunktion haben und ein möglichst neutrales Erscheinungsbild haben sollten. Weder durch Optik noch Sprache sollten Schüler religiös oder politisch beeinflusst werden, auch nicht unterbewusst.

Ich habe ein schlechtes Gefühl mit "Nein" weil es wie die Antwort der Nazis, der Integrationsablehner, der Abschiebebefürworter, der Unbequemmacher klingt.

Es ist keine glasklare Entscheidung für mich, aber ich würde für "ja" abstimmen.

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Zuerst einmal:

Wenn man Räume betritt, hat man die Kopfbedeckung abzunehmen. Egal ob Basecap, Hoody. oder Kopftücher. Dies gebietet der Anstand und die Höflichkeit. 

Weiters: das islamische Kopftuch  ist nicht nur der Ausdruck von Religiösität, sondern demonstriert die Missachtung unserer europäischen demokratischen  Werte. Man stellt damit religiöse Regeln über die Gesetze, man verneint die Gleichberechtigung der Geschlechter und betrachtet Anders- und Nichtgläubige als minderwertig, die in der Hölle brennen werden.

Das Kopftuch ist somit für mich eine schwere Beleidigung und sollte generell in Schulen,  Ämtern usw. verboten werden, das Tragen von Burka usw. sollten überhaupt  untersagt werden.

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Kommentar von DonkeyDerby
25.01.2016, 17:48

Wenn man Räume betritt, hat man die Kopfbedeckung abzunehmen. Egal ob Basecap, Hoody. oder Kopftücher.

Das gilt mit Verlaub im westlichen Kulturraum nur für Männer. Und auch da eigentlich nur für Männer christlichen Glaubens. Ein Jude z.B. bedeckt aus Respekt seinen Kopf, nicht nur in der Synagoge.

Frauen dürfen selbstverständlich auch nach Knigge ihre Kopfbedeckungen aufbehalten, auch in geschlossenen Räumen.

Übrigens sieht auch die christliche Kirche das alles nicht mehr so eng. In der evangelischen Kirche in unserem Dorf wird keiner schief angeguckt, wenn er Mütze, Hut oder Kopftuch im Heiligabendgottesdienst trägt. Unser Pastor ist nämlich der Meinung, dass Gott kein Interesse an erkälteten Gemeindemitgliedern hat. ;-)))

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  • Nein denn das Kopftuch der Muslime ist kein religiöses sondern ein politisches  Statement .Es dient dazu andere Gläubige in Zugwang zu bringen .
  • Europa gehört den Christen ,den Juden und den Atheisten,den Buddhisten ,den Hinduisten und und ..den Gnostikern ...Wotanisten ,Wikingern ..Hermetikern etc...alle diese haben keine Probleme mit den Menschenrechten . 
  • Der Islam Leider sehr wohl ,weshalb er auch eigene Menschenrechtserklärungen verfassen muss wie die von 1981 wo diese Rechte explizit der Scharia unterstellt werden . (das stelle man sich mal vor !!) 
  • Aber sicher nicht  gehört Europa den Muslimen die hier ein sadistisches  Phallokratisches Scharia System installieren möchten, Wo Frauen gleich nach den Hunden kommen ...und keine ausser dem Muslim überhaupt irgendwelche Rechte hat .
  • Genau so wie wir es im nahen Osten anschaulich betrachten könnten wenn wir dann um Himmels willen ,endlich nur aufwachen wollten .
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Kommentar von Abahatchi
25.01.2016, 22:43

Europa gehört den Christen ,den Juden und den Atheisten,den Buddhisten ,den Hinduisten und und ..den Gnostikern ...Wotanisten ,Wikingern ..Hermetikern etc...alle diese haben keine Probleme mit den Menschenrechten 

Du hast Muslime vergessen. Immerhin ein Teil der Türkei liegt in Europa. Auf dem Balkan gibt es vornehmlich muslimische Ethnien und auch weiter im Osten von Europa nahe des Ural. 

Willst Du etwa religiöse und ethnische Säuberungen in Europa betreiben? Ich bin ja einiges von Dir gewohnt, aber das sprengt dann wohl doch den Rahmen des Erträglichen.

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Nein. Das Kopftuch ist das Zeichen für den radikalen Islam, der mit unseren Werten und unserem Grundgesetz unvereinbar ist. Alice Schwarzer sagt: "Das Kopftuch ist die Flagge des Islamismus."

Kopftuch ist Pflicht in religiösen Diktaturen wie Saudiarabien und dem Iran. Eine Lehrerin, die sich zu diesem Islam bekennt, kann nicht dem Grundgesetz dienen.

Es gibt Mosleminnen ohne Kopftuch. In der Türkei, Tunesien etc. wird das Kopftuch von den meisten Mosleminnen nicht getragen.

Außerdem: Verschleierte Lehrerinnen stärken diejenigen Moslems, die in den Schulen Druck auf unverschleierte Mosleminnen ausüben. Am Ende würden unverschleierte Mosleminnen als weniger gläubig angesehen werden. Sie würden anfangen, aus Angst vor Mobbing den Schleier zu tragen.

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Ja, auch an öffentlichen Schulen müssen kulturelle Vielfalt/Religionsfreiheit gelebt werden können.

Dazu hat letztes Jahr das Bundesverfassungsgericht ein Urteil gefällt. Tenor: Eine Lehrerin mit Kopftuch verletzt an sich noch nicht die weltanschauliche Neutralität des Staates, daher ist ein Kopftuchverbot an deutschten Schulen eine Verletzung der Religionsfreiheit der Lehrerinnen und damit verfassungswidrig.

Ich sehe diese Frage damit als geklärt an. Urteile des Bundesverfassungsgericht sollten nur dann ignoriert werden, wenn ihre Umsetzung schwere Schäden zur Folge hätte. Das ist hier aber nicht der Fall. 

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Kommentar von Agentpony
25.01.2016, 18:57

Das Verfassungsgericht urteilte alleine über die Verfassungsmäßigkeit des bis dato herrschenden Urteils. Andere Aspekte der Debatte sind in das Urteil weder eingeflossen, noch wurde dadurch die “Angelegenheit geklärt“.

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Kommentar von Abahatchi
25.01.2016, 22:27

Das Urteil hegt aber ein Problem in sich. Mein Urururenkel kommt in 2 Jahren in die Schule. Wenn er nun der Religion der notorischen Sicherheit angehört, dann gehört es zu seine Religion, nicht ohne Integralhelm geschlossene Räume zu betreten. 

Hurra, das wird sich aber die Schulleitung freuen.

Eine Lehrerin mit Kopftuch verletzt an sich noch nicht die weltanschauliche Neutralität des Staates

und genau diesen Punkt sehe ich völlig anders. 

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Nein, religiöse Symbole haben an öffentlichen Schulen nichts verloren.

die Schüler hier sollen in erster Linie zu Staatsbürgern erzogen werden..

Religionunterricht als Information über alle Religionen.. ok.. aber nicht als "Glaubensbekenntnis".. nicht an öffentlichen Schulen !

Daher keine religiösen Symbole.. auch keine politischen Symbole... nicht mal Symbole eines Sportvereines, oder Supermarktes.. u.ä....

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Kommentar von DonkeyDerby
25.01.2016, 18:04

Das wird lustig, wenn alle Markensymbole in der Schule verboten werden...

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Ja, auch an öffentlichen Schulen müssen kulturelle Vielfalt/Religionsfreiheit gelebt werden können.

Letztenendes ist es (für mich) nur ein Kleidungsstück und deshalb sehe ich auch keinen Sinn dahinter, dieses zu verbieten. Ich bin zwar auch entschieden dagegen Kindern in der Schule eine Religion aufzuzwingen, aber das sollte ja auch nicht die Absicht der Lehrerin sein, wenn sie ein Kopftuch trägt.
Kleiden darf man sich meines Wissen schließlich auch als Lehrer wie man möchte, das sollte mMn auch für Kopftücher gelten.

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Kommentar von DottorePsycho
26.01.2016, 15:16

Was es für Dich ist, spielt doch gar keine Rolle, weshalb ich Deine ganze Antwort nicht verstehe.

Vermutlich aber weisst Du, dass es für die Muslima mehr ist als nur ein Kleidungsstück, oder?

Ich will Dir nicht meine Meinung aufdrücken, möchte aber anregen, dass Du mal schaust, was es für die Muslima ist .... oder auch für den Muslimen.

Liebe Grüße

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Ja, auch an öffentlichen Schulen müssen kulturelle Vielfalt/Religionsfreiheit gelebt werden können.

Religion (auch das Christentum) müsste eigentlich aus allen staatlichen Institutionen verschwinden. Deutschland ist derzeit weit weniger säkular als eigentlich wünschenswert. Das betrifft auch Religionsunterricht. Der hat in öffentlichen Schulen eigentlich nichts zu suchen. Das sind im Schnitt zwei Schulstunden in der Woche, die man mit sinnvolleren Tätigkeiten füllen könnte. Es sollte viel mehr einen verpflichtenden Werte und Normen Unterricht geben. Religionsunterricht würde dann gesondert in Räumlichkeiten, die die jeweilige Kirche bezahlt, stattfinden.

Individuelle religiöse Symbole sollte man trotzdem nicht verbieten, weil sie ja nicht die Haltung des Staates gegenüber den Religionen darstellen. Dazu zählen auch Kopftücher. Wichtig ist natürlich, dass die betreffende Person nicht zum Tragen dieser Symbole gezwungen wird oder andere dazu zwingt. So lange die Lehrerin also nicht missioniert, halte ich das für OK.

Allerdings muss man auch da eine Grenze ziehen. Burkas sind nach meiner Auffassung dann zB ein No-Go. Man muss immer erkennen können, mit wem man sich gerade unterhält.

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