Frage von tinkabella12, 126

Sollten Mädchen und Jungs die gleichen Fächer in der Schule haben oder nicht?

Hi, ich schreibe gerade eine Argumentation, ob Mädchen und Jungs die gleichen Fächer in der Schule haben sollen oder nicht. Würde mich über ein paar Antworten freuen:)

Antwort
von SarcasticSard, 31

Natürlich sollten sie. Welche Fächer jemand haben muss, sollte allein davon abhängen, was der- oder diejenige später können. Und hier sind wir ja doch mittlerweile so weit, dass Männer und Frauen das gleiche können müssen.

Wohlgemerkt: Bei Wahlpflicht- und Wahlfächern sollten sie natürlich freie Wahl haben. Aber auch hier sollten Mädchen und Jungen die selben Wahlmöglichkeiten haben. Und bis auf Sport sollten auch alle Fächer koedukativ unterrichtet werden. 

Expertenantwort
von DieChemikerin, Community-Experte für Schule, 36

Hi,

Da das eh schon der Fall ist, verstehe ich den Sinn deiner Frage nicht.

Dafür spricht auf jeden Fall der Gedanke der Gleichberechtigung, der an sich schon mal nicht negativ ist. Jeder erhält so die gleichen Chancen.

Dagegen spräche die Individualität. Man sollte mehr nach seinen Interessen gehen dürfen. Dies ist bereits zum Teil gegeben, wenn man bestimmte Zweige besucht _oder, wenn man in der Oberstufe ist, seine Kurse teilweise frei wählen kann. So bin ich bspw. im altsprachlichen Bildingszweig und im Mathe/Chemie-Leistungskurs, weil ich alte Sprachen sowie Naturwissenschaften großartig finde!

Mehr fiele mir ad hoc jetzt nicht dazu ein.

LG

Antwort
von Kathyli88, 43

Ja natürlich.

Wir leben ja nicht 1930 wo mädchen in hauswirtschaft und nähen geschickt wurden während jungs in handwerkunterricht geschickt wurden.

Antwort
von Shiranam, 61

Ja!

Sie sollen dieselben Start-Chancen im Leben bekommen.

Wäre doch schlimm, wenn irgendeiner sich erdreistet, im Vorfeld darüber zu urteilen, was Jungen und Mädchen lernen können, ohne, dass diese die Chance haben, die total unwissenschaftliche Behauptung zu widerlegen.

Auf dem Gymnasium kann dann jeder individuell entscheiden, was er abwählt, nachdem erstmal eine Wissensbasis geschaffen wurde.

Kommentar von Kuhlmann26 ,

Wäre doch schlimm, wenn irgendeiner sich erdreistet, im Vorfeld darüber zu urteilen, was Jungen und Mädchen lernen können, ohne, dass diese die Chance haben, die total unwissenschaftliche Behauptung zu widerlegen.

Aber genau das tut man doch überall in den Schulen. Man zwingt sie beispielsweise dazu, mit 6 Jahren zu beginnen, lesen und schreiben zu lernen. Dabei sortiert man sie zwar nicht mehr nach Geschlecht, aber dafür nach Alter. Es gibt einen Lehrplan in dem genau festgehalten ist, in welchem Schuljahr welcher Stoff gelernt werden muss.

Es sollten auch nicht alle dieselben Chancen bekommen, sondern jeder seine.

Kommentar von Shiranam ,

Und wer wird da jetzt ausgeschlossen? Ich verstehe dich nicht. Ich meine eine Grundbildung ist gut für alle egal ob Mädchen oder Junge.

Älter wirst Du von selbst. Also bekommst Du da auch alles, was angeboten wird.

Und nein, man zwingt sie nicht mit 6 Jahren. Bei Bedarf und ärztlicher Feststellung erfolgt die Einschulung schon mit 5 Jahren, bei anderen mit 7 Jahren.

Kommentar von Kuhlmann26 ,

Das Dilemma ist nicht, dass jemand ausgeschlossen wird, sondern dass alle gezwungen werden, dasselbe zu lernen. Und das möglichst im gleichen Alter.

Bildung ist natürlich keine Frage des Geschlechts, sondern eine des individuellen Interesses. DARAUF wird aber keine Rücksicht genommen.

Von "angeboten werden" kann wohl in der Schulzeit keine Rede sein. Das Wissen, egal auf welchem Gebiet, wird aufgezwungen.

Kommentar von Shiranam ,

Das hat mit der ursprünglichen Frage, Trennung nach Jungs und Mädchen, nix mehr zu tun.

Dann wäre nur noch ein Privatlehrer pro Schüler gut genug...und in Deutschland diesen anstelle der Schulpflicht einzusetzen, bedeutet wieder, dass dieser den Lehrplan einhalten muss.

Also ich finde, es schließt Kinder vom normalem Leben aus, wenn diese nicht lesen, schreiben und rechnen lernen. Über das WIE, darüber läßt sich streiten.

Kommentar von Kuhlmann26 ,

Sie erlernen ja das Lesen und Schreiben alle. Und zwar dann, wenn man ihnen nicht vorschreibt, wann und wie das zu geschehen hat. Das beweisen alle Beispiele, wo es so gehandhabt wird. Es gibt Schulen, wo es keinen Lehrplan gibt und es gibt Menschen, die nicht zur Schule gehen. Manche fangen mit dem Lesen- und Schreibenlernen vor dem 6. Lebensjahr an und andere lernen es erst mit 12.

Die Analphabeten, die es in Deutschland gibt (übrigens sind das mehr als 10 Prozent der Schulabgänger), waren fast alle in der Schule.

Nein, mit der Ausgangsfrage hat das nichts zu tun. Da hast Du Recht. Ich bezog mich auf Deine - für mich seltsame - Argumentation.

In den meisten Fällen brauchte es überhaupt keine erwachsenen Lehrer. Kinder erlernen das meiste selbst oder voneinander.

Kommentar von Shiranam ,

Doch, es sollten alle dieselben CHANCEN bekommen. Jeder wird diese individuell nutzen...oder auch nicht. Hängt vom Individuum ab.

Kommentar von Kuhlmann26 ,

Das passiert, wenn alle dieselben Chancen bekommen. Nicht mal wenn es die gleichen wären, ginge das gut.

http://derblogfuerschueler.blogspot.de/2012/12/animal-school-die-weisheit-einer....

Kommentar von Shiranam ,

Spezialisierung kommt doch nach der Allgemeinbildung.

Mir tun die Leute in Deutschland leid, die nicht lesen können. Die haben ein sehr eingeschränktes Leben. Das willst Du Kindern antun? Wem lesen schwer fällt, der soll es lieber nicht lernen? Bzw vielleicht denke ich als Elternteil das nur und lasse mein Kind lieber nicht lesen lernen... Oder Jungs können ja nicht so gut lesen. Sollen alle Jungs das lieber lassen! Ist das gut für das Kind?

Kommentar von Kuhlmann26 ,

Da hast Du wohl etwas falsch verstanden. Ich habe nicht geschrieben, es soll niemand Lesen lernen, sondern jeder sollte es lernen dürfen, wenn er soweit ist. Bei dem einen ist das schon vor dem sechsten Lebensjahr der Fall, beim anderen erst später.

Diejenigen, denen man den Zeitpunkt nicht vorschreibt, lernen es alle. Und zwar deshalb, weil es für sie wichtig ist und sie es deshalb lernen wollen. Einen Lehrer brauchen sie dazu nicht.

Antwort
von crazyronja123, 45

Ja natürlich. Jungs sollten gleichberechtigt werden wie Mädchen. Und es ist auch Quatsch, dass Mädchen besser Kunst können und Jungs besser Sport. Alle sollten gleichberechtigt werden!:)

Antwort
von DasPigi, 57

Natürlich die gleichen. Sonst geht das mit der Gleichberechtigung wieder los. (naja trotzdem müssen die Mädchen in Sport nir halb so viel laufen um eine 3 zu bekommen -_- #Gleichberechtigung sag ich nur)

Kommentar von Kathyli88 ,

Ich gebe dir in dem punkt natürlich recht. Außer im sportlichen bereich. Man kann so viel gleichberechtigen wie man möchte, jedoch gibt es die physischen unterschiede die berücksichtigt werden müssen. Ansonsten könnte man auch eine schwangerschaft mal gleichberechtigen. Dann könnte mein mann das zweite kind austragen und gebähren das wäre mir mehr als recht.

Kommentar von Shiranam ,

Im Sport gibt es dafür aber eine wissenschaftliche Begründung. Die Physiologie von Mädchen und Jungen ist unterschiedlich (eine durchschn. Frau hat z.B. nur 60% der Kraft eines durchschn. Mannes), nicht das Denk- und Lernvermögen.

Kommentar von DasPigi ,

komisch xD die hälfte von uns kommt auf die gleiche Rundenzahl wie unsere Mädchen . (A wir sind sowas von Unsportlich oder B KP)

Antwort
von Kuhlmann26, 25

Das ist doch keine Frage des Geschlechts, sondern des Interesses.

Gruß Matti

Antwort
von theFIST, 42

nein, natürlich nicht

Kinder sollten im allgemeinen nicht die gleichen Fächer aufgezwungen bekommen, egal woher die Unterschiede in Fähigkeiten und Interessen kommen

Antwort
von spiegelzelt, 31

Warum nicht? Mir fällt kein Dach ein das nur für ein Geschlecht interessant wäre.

Antwort
von steinpilzchen, 63

Ja klar warum nicht? Wo und warum sollten unterschiede vorhanden sein.

Antwort
von atzef, 43

Das ergibt sich zwingend aus Art. 3 GG. Alles andere wäre verfassungsfeindlich.

Antwort
von waldgnom18, 40

im sozialismus ja

im liberalismus größtenteils

im konservatismus mehr auf die geschlechter abgestimmt

Antwort
von Milkey, 49

Gleichberechtigung.

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