Sollte man Kinder (8 Jahre) tauchen lassen, oder ist das zu gefährlich? Es geht um richtiges Tauchen, nicht nur um Schnorcheln! Kann mir jemand helfen?

Vorher eine unbedingt eine ärztliche Untersuchung machen lassen.Normal gilt ein Alter ab 10 Jahren als geeignet. Es kommt auch darauf an, wie verantwortungsbewusst und vernünftig das Kind schon ist.
Ich denke, wenn die Eltern begeisterte Taucher sind, dann möchte das Kind das auch tun. Ich als verantwortungsbewusste Tauch-Mami werde mein Kind, wenn es dies will auch tauchen lassen. Vorausgesetzt es ist verantwortungsbewusst und vernünftig genug. Ich schließe mich meinen Vorantwortern an: Alter muss stimmen, Gesundheit, Tauchlehrer, Vernunft, Sicherheitsbestimmungen beachten (Ausrüstung, Tauchtiefe....) Dann macht es allen Beteiligten großen Spass. Gruss und allzeit gut Luft
Nein, ich würde ein Kind von 8 Jahren niemals tauchen lassen. Es fehlt Kindern an physikalischem UND medizinischem Wissen, weshalb sie nicht nur für sich, sondern auch für andere beim Tauchen eine Gefahr darstellen, Man lässt ja Kinder auch nicht Autofahren!
Baiana am 29. April 2008 08:18 Autofahren und Tauchen kann man nicht vergleichen. Vermutlich hast Du nicht so viel Ahnung vom Tauchen, wenn ich Deinen Beitrag so lesen.
Auch radfahrende Kinder können eine Gefährdung für die Umgebung darstellen - trotzdem dürfen Kinder radfahren. Bei den ersten Tauchgängen werden die Kinder wie beim Schnuppertauchen am Flaschenventiel durch die Botanik geführt. Wenn jemand Kindern das Tauchen beibringt, dann wird er wohl sehr genau darauf achten, was das Kind macht und das es versteht, was es macht. Bis 14 Jahre spielt sich eh alles im 10 Meter Bereich ab. Warum sollte man Kinder nicht tauchen lassen, wenn sie die medizinischen Voraussetzungen erfüllen?

So bald Kinder das Schwimmen erlernt haben, spricht nichts gegen das Tauchen. Meistens machen sie das dann von alleine.
Es geht ja nicht um Luftanhalten und Tauchen, sondern um das Tauchen mit Sauerstoffflaschen usw.
Baiana am 29. April 2008 08:19 Naja, nicht mit Sauerstoffflaschen, sondern mit Pressluftflaschen - da drin ist ganz normale Atemluft mit 21 % Sauerstoff... Sonst würde es ganz schnell ganz gefährlich.

Das ist zu früh. Die Kinder sind noch zu unzuverlässig und unvorsichtig.

Wenn du tauchen mir Luftanhalten und abtauchen meinst kannst Du das bedenkenlos machen. Für tauchen mit Pressluft sollten sie noch ein bisschen wachsen.
Samml am 27. April 2008 21:29 Ich kenne Kinder mit 8 Jahren die haben eine Größe wie 12 Jährige und ich kenne auch ein 10 jähriges Mädel die aussieht wie gerade 6 geworden. Da muss man schon das Kind kennen. Der See war im Schnitt 1 Meter tief und trotzdem ist die Kuh ersoffen sagt ein Sprichwort.
regideur am 27. April 2008 21:33 Und wer hatte da Aufsicht? Kinder lässt man nicht ohne Aufsicht ins Wasser! Ich denke auch nicht dass es um die körperliche Größe sondern um eine persönliche Reife geht.
Samml am 27. April 2008 21:36 Ich glaube nicht das eine Mutter ihre Kinder ohne Aufsicht tauchen lässt.Die Fragerin bestimmt auch nicht und hat dies bestimmt vorausgesetzt.

Für mich kommt es auch darauf an, wie gut ist der Tauchlehrer der es den Kindern beibringt und die Verantwortung übernehmen kann.

Wenn das Kind schon schwimmen kann ist tauchen nicht gefährlich. Sonst nur im untiefen Wasser.
Hallo, hier mal meine Erfahrungen mit dem Kindertauchen. Für mich ist das Tauchen mit Kindern das normalste auf der Welt. Wir nehmen Sie auch mit zum Skifahren, Mountenbiken, Inlinen etc. und alle diese Aktivitäten bergen potentielle Gefahrenquellen auf ihre Art. Somit ist Tauchen nichts anderes als eine sportliche Aktivität. Es hängt immer davon ab, was man daraus macht und was man als Elternteil erreichen will. Für mich ist meine 11jährige Tochter kein gleichwärtiger Buddy, sondern meine Tochter, der ich den Spaß am Tauchen vermitteln möchte. Und den hat sie, kann ich euch sagen, z.B. trägt sie sich schon selbst in den Tauchbasen in die Tauchgangs-Listen ein J.
Meine Tochter, jetzt 11 Jahre, hat mit 10 Jahren ihren JOWD im Bodensee gemacht, um anschließend auf Elba die ersten Meerwasser-TG zu erleben. Es war für mich am Anfang nicht nachzuvollziehen, dass sie im Prinzip die gleichen Prüfungen für den OWD ablegen musste wie ich. Im Nachhinein bin ich aber froh darüber, denn im Wasser gibt es nicht Kind und Erwachsene sondern nur Taucher, die allen Herausforderungen im Wasser gerecht werden müssen. Aus diesem Grund muss man auch ganz genau abwägen wie reif das Kind ist, damit das Kind diesen Anforderungen entsprechen kann. Ein Kind verhält sich unter Panik ganz anders als ein Erwachsener!
Für uns war von Anfang an klar, dass gewisse Regeln strikt eingehalten werden müssen: - Das Tragen des Equipment obliegt mir. (Wenn ich allerdings an das Gewicht ihres Schulranzens denke, könnte sie das Tauchgerödel gut selber tragen, aber das ist eine andere Geschichte.) - Tauchen ist zeitlich auf 30 Minuten limitiert und eine Tiefe von 12 m wird nicht überschritten. Das funktioniert einwandfrei und daher haben wir auch keinen Streß unter Wasser sondern nur Spaß. Ach ja, als Brevet habe ich den AOWD mit 100 TG und meine Tochter hat mittlerweile 25 TG.
Durch verantwortliches Handeln ist Tauchen mit Kindern durchaus sinnvoll und nützlich. Sie lernt Verantwortung für sich und ihre Umgebung zu übernehmen und den Spaß an der Natur. Wir haben eigentlich nur positive Erlebnisse. Meiner Meinung nach kann man keine pauschale Aussage machen ab wann ein Kind reif ist. Eine gesunde und realistische Einschätzung durch die Eltern ist das A und O. Und die Tauchtauglichkeitsprüfung sollte wirklich jedes Jahr durchgeführt werden.
Geschadet hat es der Entwichlung unserer Tochter bisher nicht.
Aus diesem Grund Gut Luft und viel Spaß beim Tauchen mit den Kindern Rick

Wollen deine Kinder überhaupt tauchen, oder willst du, dass deine Kinder tauchen?
Es gibt für Erwachsene sog. Schnupperkurse und ich denke, es wird das auch für Kinder geben soweit ein Divemaster die Verantwortung übernimmt.
Da einfach am besten ausprobieren lassen. Das geschieht in der Regel im seichten Wasser oder im Backen/Pool.
Danach lass dein Kind mitentscheiden, ob es das will oder nicht. Kinder wissen sehr gut, was sie sich zutrauen können bzw. müssen eben auch lernen, dass sie auch für sich Verantwortung tragen - das natürlich durch die Eltern unterstützt.
Ich bin mit 8 alleine Schifahren (mehrere Tage mit Jungengruppe ohne Eltern) gewesen und auch 250km alleine mit dem Zug gefahren.
Tauchen ist nicht gefährlicher als in die Schule gehen (Schulweg). Wenn du das deinem Kind nicht zutraust, dann sollte es auch nicht tauchen!
Gruss - rorahoch v corpXpress

Sprich mit einer Tauchschule, und zwar ruhig schon hier in Deutschland, was sinnvoll ist und ob Dein Kind die Voraussetzungen erfüllt.
Hallo, ich verfolge seit einigen Tagen die Antworten zum Thema Kindertauchen. Jetzt wollte ich auch meine Senf dazugeben. Obwohl meine Frau und ich begeisterte Sportaucher sind und meine Kinder (11 Jahre und 15 Jahre) Mitglied im örtlichen Tauchverein sehe ich das Thema Kindertauchen eher kritisch. 8 Jahre halte ich für viel zu früh, auch wenn einige Verbände ab diesem Alter Kindertauchen anbieten. Es besteht natürlich bei einigen Verbänden=Anbietern ein nicht unerhebliches kommerzielles Interesse, man kann den Umsatz leicht verdoppeln, wenn man der ganzen Familie Kurse verkaufen kann. Zu den Gefahren des Kindertauchen habe ich folgenden Text gefunden:
Zitatauszüge aus dem Skript "Kindertauchen"(2001) vom Verband deutscher Sporttaucher (VdSt):
Zitat:"... Kinder sind sowohl körperlich als auch geistig noch nicht vollständig ausgereift. Gefahren werden aufgrund mangelnder Erfahrung oft nicht rechtzeitig erkannt, für Problemstellungen stehen weniger Lösungsmöglichkeiten zur Verfügung. Leicht kann es zu einer Überforderung des Kindes kommen. Aus diesem Grund sind gerade Kinder noch nicht alleine für sich verantwortlich, sie stehen unter dem Schutz ihrer Eltern. Tauchen birgt, wie viele andere Sportarten auch, gewisse Risiken. Leider kommt es gelegentlich, meist durch eigene Fehler und durch Fehleinschätzung des eigenen Könnens bzw. durch übersteigerte Risikobereitschaft, zu Tauchunfällen mit unter Umständen bleibenden Schäden für die Gesundheit, in seltenen Fällen sogar zum Tod..."
Laie an lesende Laien:
Tauchen mit Pressluft bedeutet Atmen unter hohem Umgebungsdruck, d.h. ein Kind in 10 Meter Wassertiefe atmet unter dem Druck von 2 Bar, das ist das 2-fache des normalen Luftdrucks, daraus können sich unterschiedliche Probleme/Gefahren ergeben: - Barotraumen(Schädigungen durch Druckunterschiede im Körper): z.B. Kinder haben häufig Schwierigkeiten den Druckausgleich herbeizuführen, weil die Verbindung zwischen Rachenraum und Innenohr noch nicht ausgewachsen ist. - Schädigungen der Lunge: Bei einem unkontrollierten Aufstieg (Unwohlsein! Panik! den falschen Knopf am Jacket gedrückt) aus 10 Meter Tiefe bei angehaltenem Atem wird die Lunge auf das doppelte Volumen gedehnt => Folge Lungenriss => Tod - Durch das Atmen unter erhöhten Umgebungsdruck wird vom Körper verstärkt Stickstoff aufgenommen der sich im Körpergewebe ansammelt. Auch in geringer Tiefe, auch bei sog. Nullzeittauchgängen! Diese Gasansammlungen müssen durch langsames Auftauchen abgebaut werden, sonst kommt es zu Dekommpessionserkrankungen (Schädigungen durch Ausperlen des Gases im Körper).
Zitat(Erläuterungen in Klammern von mir): "...In der medizinischen Literatur finden sich kaum Arbeiten, die das Thema „Kinder und Tauchen“ behandeln. Wenn man bedenkt, dass die Ursache für das Auftreten der Dekompressionserkrankung beim Erwachsenen nicht in jedem Fall restlos geklärt werden kann, so wird einem schnell bewusst, dass bei Nichteinhaltung gewisser, unbedingt erforderlicher Richtlinien im heranwachsenden kindlichen Organismus vermehrt Probleme in den verschiedenen Organen auftreten können. Um diese Probleme erst gar nicht entstehen zu lassen, müssen wir zum Schutz der tauchinteressierten Kinder folgende Punkte unbedingt einhalten:
Ø Geringe Tauchtiefen (z.B. 8 - 10 Jahre max. 3-5 Meter)
Ø Ausschließlich Nullzeittauchgänge
Ø Kurze Tauchzeiten (max. 25 Min)
Ø Absolutes Verbot von Wiederholungstauchgängen bis zum 12. Lebensjahr (nur 1 Tauchgang pro Tag)
Das vorrangige Ziel des Kindertauchens sollte sein, dass die Kinder von sich aus mit Freude in geringer Tiefe, in kurzen Tauchgängen, begleitet von verantwortungsbewussten Tauchern die Schönheit der Unterwasserwelt kennen lernen. Hierbei muss jedem Ansatz zur Risikobereitschaft entgegen getreten werden, um die Gesundheit der Kinder nicht zu gefährden. .."
Das meine Kinder wöchentlich zum Vereinstraining gehen bedeutet nicht das sie wöchentlich tauchen, sondern das Training besteht überwiegend aus Schnorchel-, Apnoe- und Flossentraining. Ausbildungstauchgänge im Schwimmbad und Freigewässer natürlich nur mit Tauchlehrern, Tauchgänge unter erschwerten Bedingungen mit 2 Tauchern pro Kind. Wenn meine 15 jährige Tochter jetzt im Mai den letzten Kindertauchschein Gold (KTA Gold) macht, ist dies auch nur die Erlaubnis mit sehr erfahrenen Tauchern (CMAS Gold/3-Stern) im BetreuungsVerhältnis 1:1 bis 12 Meter abzutauchen und nicht Rudeltauchen mit manchmal überforderten Diveguides. Also ich würde die Sache ruhig angehen lassen und das Kind bei einem Sportverein richtig Schwimmen, Schnorchel, Flosseln lernen lassen und mit 14 oder später dann gut vorbereitet einen Tauchschein CMAS-Bronze/1-Stern, Padi-OWD o.ä. machen lassen.
Gruß Michael
P.S. Nächste Frage: Warum müssen Kinder in der heutigen Zeit alles früher machen dürfen, auch wenn ihnen die körperliche und geistige Reife fehlt (z.B. TV mit 2 Jahren, Computer/Handy mit 6, Erwachsene-Filme gucken mit 10 (ja das gibt es! zusammen mit den Eltern!) Autofahren mit 16 Jahren?)
DANKE für deine antwort!
Ich persoenlich wuerde niemals ein 8-jahriges Kind tauchen lassen. Ein Kind kann in dem Wasser eine ungeplante Reaktion haben. Meiner Meinung nach solltest du einem Experten solche wichtige Frage stellen. hier http://www.experto.de/freizeit-hobbys/tauchen/ kannst du das machen. Ciao.

Darauf hat die Tauchmedizin bis heute keine endgültigen Antworten parat. Die Mediziner sind sich einig, dass individuelle Unterschiede beim heranreifenden Kind eine große Rolle spielen. Eiene gültige Tauchtauglichkeitsuntersuchung des Kindes vorrausgesetzt, sind beim Tauchen einige kindertypische Besonderheiten problematisch: Häufig sind bei Kinder die Rachenmandeln geschwollen und die Eustachische Röhre läuft im Gegensatz zum Erwachsenen nicht im schrägen Winkel vom Nasen-Rachenraum zum Mittelohr, sondern liegt fast waagerecht. Beides kann zu massiven Problemen beim Druckausgleich führen. Da Kinder eine fast 1,5-mal so große Körperoberfläche haben wie wir Erwachsene und die wärmende Fettschicht noch nicht so ausgeprägt ist, kühlen sie im Wasser bedeutend schneller aus. Auch die Lunge ist nicht vollständig ausgereift. Bei Säuglingen ist sie relativ unelastisch, wenig dehnbar und weist nur wenige Lungenbläßchen auf. Erst nach dem siebten Lebensjahr gleicht sie annähernd der eines Erwachsenen. Dadurch ergibt sich eine höhere Atemfrequenz, so dass sich ein Kind bei der Atmung unter Wasser mehr anstrengen muss und eine Art von Asthma-Anfall die Folge sein kann. Alle Verbände sind sich daher einig, dass die Tauchtiefe beim Kindertauchen nur gering sein kann. Bei PADI etwa werden, ähnlich wie beim Konkurrenten SSI, Kinder mit dem Programmen Seal Team und Bubblemaker ab einem Mindesalter von acht Jahren bis zu einer Tiefe von zwei Metern in die Unterwasserwelt eines Schwimmbades mitgenommen. Den "richtigen" Tauchschein, mit dem man auch im See oder Meer tauchen darf, können Kinder bei dieser Organisation mit zehn Jahren machen, wobei bis eld Jahre die Tauchtiefe auf zwölf Meter begrenzt bleibt und immer ein Erziehungsberechtigter mittauchen muss. Bei der CMAS bzw. deren Mitgliedsverband VDST tut man sich mit der genauen Altersangabe schwer und behält es sich vor, mit Einverständiserklärung der Erziehungsberechtigten auch jüngere Kinder in die faszinierenden Unterwasserwelten mitzunehmen, wobei als Altersrichtlinie hier acht Jahre angegeben wird. Vielleicht sollte man jedoch bei Sandkastenspielen bleiben und Taucherlebnisse erst mit Jugendlichen teilen.
Richtige Einstellung, wenn es die gesundheit mitmacht und nicht jedes Kind ist mit 8 auch 8 . Da geht es Menschen wie den Leuten.