Viele Kinder und Jugendliche sind unhöflich und haben keinen Respekt mehr von Erwachsenen, fremdem Eigentum und ihren Mitschülern. Ich finde die Schulen sollten neben Wissen auch wieder Werte wie Respekt und Benehmen vermitteln. Wie seht Ihr das?

Dafür sind eigentlich die Eltern zuständig und verantwortlich - oder?

Nein.
Das sollten sie bereits im Elternhaus lernen.
collo am 7. Oktober 2007 13:38 Im Prinzip richtig, ich befürchte nur, dass der heutigen Elterngeneration diese Werte bereits abhanden gekommen sind.
WolfRichter am 7. Oktober 2007 15:43 Das ist genau das Problem.
Hinzu kommt Anspruchsdenken: Ein Bekannter erwähnte gesprächsweise, er sehe nicht ein, daß er sich besonders um die Erziehung seiner Kinder kümmern solle; schließlich zahle er Steuern, wovon die Lehrer bezahlt werden; es sei also deren Aufgabe. - Was soll man dazu noch sagen?
collo am 7. Oktober 2007 16:34 ich bin platt :-)

Die Kinder kommen doch erst mit 6 Jahren in die Schule, da müssten solche Werte schon längst manifestiert sein. Die Lehrer sollten, und da gebe ich Dir Recht, darauf achten, dass im schulischen Alltag der Respekt vor dem Leben der anderen nicht verlorengeht.
Leider hast Du Recht, dass es Kinder gibt die so etwas im Elternhaus nie vermittelt bekommen haben, und darin liegt wahrscheinlich eine Aufgabe die die Schulen heute mehr aufgreifen sollten.

Werte wie Respekt, Achtung, Ehrlichkeit, Dankbarkeit etc. müssen im Elternhaus vermittelt werden und nicht in der Schule..das ist meine ganz persönliche Meinung..ich kanndoch nicht alles in die Schule verlagern, die in erster Linie einen Bildungsauftrag hat..und wie sollte ein junger Mensch, der keinen Respekt hat, dieses in der Schule erlernen.......???
Das sehe ich ganz genauso. Es gibt leider zu viele Eltern die gerne alles auf die Schule verlagern wollen. Da sind die Eltern gefragt.
Die Antworten sagen doch schon alles. Was das Elternhaus versäumt, können die Schulen nicht aufholen. Die Lehrer selbst gehören doch auch zu den Bezugspersonen, die aufgrund mangelnder Erziehung bzw. Wertevermittlung unter den Defiziten zu leiden haben. Hinzu kommt, dass die Lehrer kaum noch Möglichkeiten haben, bei Fehlverhalten entsprechend zu reagieren und außerdem laufen dann postwendend die Eltern gegen den Lehrer Sturm, die sich im Grunde genommen nicht viel um die Schule ihrer Kinder kümmern. Frei nach dem Motto: Der Lehrer ist immer Schuld.
Genau so etwas darf es nicht geben. Bei mir in der Familie sehe ich diesen Bild, dass an allem die Lehrer schuld sind, gleich dreimal. Bei meiner Mutter, die sich um meinen kleinen Bruder nicht kümmert, da sie lieber ihren Hintern vorm PC, TV usw parkt, bei meiner Schwester, die lieber arbeiten geht und ihrem erziehungsunerfahrenen PC-süchtigen Mann diese Aufgabe zuteil kommen lässt und bei meiner Tante, die total auf antiautöritäre Erziehung steht und all das Fehlverhalten welches sie nicht auf die Schule schieben kann mit ADHS rechtfertigt!

Viele diese auffälligen Kinder und Jugendlichen bekommen dieses Verhalten von zu Hause aus beigebracht. Die Schule kann sowas nicht mehr gerade biegen. Hier sind ganz klar die Eltern gefragt und gefordert.
Zaubi am 8. Oktober 2007 00:28 Sie bekommen dieses Verhalten nicht zu Hause beigebracht, sie bekommen GAR KEIN Verhalten beigebracht, das ist das Problem.

Ich bin Sozialpädagoge und arbeite in einer Einrichtung, die extrem verhaltensauffällige Kinder und Jugendliche aufnimmt. Bei uns ist Endstation und danach heisst es entweder: geschaftt und ins eigene Leben entlassen, oder ab in das Gefängnis, Strasse o.ä.. In den meisten Fällen ist in der Tat allein das Elternhaus Schuld. Keine Erziehung, Desinteresse am Kind, Überforderung....da kommt alles zusammen. Selten passt das Elternhaus und die Kinder sind einfach in "falsche Kreise" geraten. Das ist ein gern benutztes Ammenmärchen, das vll. ab und zu mal vorkommt, aber ganz, ganz, ganz selten. Die Schule sollte schon einen gewissen Beitrag leisten, um Kindern Werte zu vermitteln, aber sie kann nur einen kleinen Beitrag leisten,denn sie hat einen ganz anderen Auftrag. Und ohne ein mitarbeitendes Elternhaus, hat auch die Schule keine Chance. Und wenn die Lehrer versuchen mit Eltern zu reden, dann sind sie leider zu oft die Bösen, die die Kinder nicht leiden können und ähnliche Sätze..... Nein ich denke die Schule soll und kann nicht den Großteil der Wertevermittlung übernehmen, da sind und bleiben allein die Eltern/ Familie in der Verantwortung.
Wie soll die Schule den Kindern das beibringen, wenn es zuhause anders läuft?
Kinder leben doch so, wie die Eltern es vorleben.
Ja, das wäre nicht schlecht, wenn die Kinder in der Schule mehr zur Höflichkeitsregeln gelehrt werden.

die lehrer sind eigendlich nur dazu da, um den kindern etwas beizubringen (lesen, schreiben, ect.)und die erziehung ist nicht ihr gebiet. ok, ein bisschen erziehen sie kinder ja schon. aber respekt gehört nicht zu ihrem aufgabenbereich.was sollen sie deiner meinung nach tun? die kinder schlagen? fersehverbot erteilen? ich glaube sowas tun die eher nicht...
ich bin selbst erzieherin. den Kindern so was beizubringen is´t nicht aufgabe der Lehrer.klar müssen sie ihren standpunkt klar machen und konsequent sein. das klappt auch bei den Kindern, die es zu hause eher locker haben. man muss den kindern aufzeigen wie weit sie bei der person gehen könen/dürfen.dann dürfte es keine probleme geben.

In vielen Antworten wurde richtig ausgeführt, dass die Vermittlung von Werten Aufgabe des Elternhauses ist. Was aber, wenn das Elternhaus mangels eigener Kenntnisse von Werten dazu nicht in der Lage ist ? Geben wir die Kinder auf ? und Kindeskinder auch ? Welche konkreten Lösung schlagen sie vor ? Ich möchte diese Aufgabe nicht an die Schulen abschieben, sehe hier aber zur Zeit die einzige Möglichkeit, den Teufelskreis zu durchbrechen. Hierzu müssen jedoch der Lehrerschaft geeignete Mittel zur Verfügung gestellt werden. Ich möchte bestimmt keine devoten Kinder, denke aber, dass die Vermittlung von Werten eine große Bereicherung für die Kinder selbst darstellen, auch wenn ihnen zur Zeit hierzu die Einsicht fehlt.

Nö, überhaupt nicht, man muss Respekt vor Leuten haben, die ihn verdienen, und nicht einfach vor allen Erwachsenen, habt ihr vll. Respekt vor Triebtätern etc.? Ich würde mir das keine 2 Sekunden gefallen lassen wenn irgendein assozialer Spinner mir plötzlich mit Respekt vor Älteren kommmt...
Respekt verdient man sich durch sein Verhalten, man solle allerdings ansonsten jedem gegenüber eine gewisse neutrale höflichkeit entgegenbringen, was ihr wohl mit dem Thread hier meint, ich wäre zwar dafür, dass die Kinder höflicher wären, grundsätzlich, aber sowas kann man jemandem nicht so leicht in einem Klassenzimmer beibringen, d.h. es geht überhaupt nicht, Schule ist der falsche Ort für so etwas, zeigt ihnen mal n paar Filme bei denen die Helden nicht gerade irgendwelche Gangster sind, das vermittelt auch Moral...
Lehren heutzutage in den Schulen schon Triebtäter? Das wäre mir neu. Und ich würde deine Einstellung zu dem was und wer Werte wie Höflichkeit und Moral vermittelt doch mal stark überdenken. Ich hoffe du hast keine Kinder, denn wenn ich mir vorstelle, dass du sie vor den Fernseher setzt um sie das Leben zu lehren, dann hast du keine Ahnung was Erziehung bedeutet.
Ich stimme dir zu, wie sollen Kinder Respekt vor Erwachsenen haben, wenn die Erwachsenen sich benehmen wie Kindergartenkinder? Wenn Eltern (leider sind es meistens die Mütter) sich in Dinge der Kinder einmischen, Kinder dazu anhalten, andere Kinder zu mobben und dies sogar selber tun? Erwachsene mobben Kinder?!! (Unvorstellbar aber wahr.) Und das ohne einen für mich erkennbaren Grund. Wenn Kinder sich z.B. wegen eines Spielzeuges streiten, sollten sie das auch selbst wieder klären können. Und dann mischen sich die Mütter ein, halten alle zusammen gegen das eine Kind, machen es bei anderen Müttern schlecht und finden das auch noch richtig und gut. Und das einzelne Kind versteht die Welt und die Erwachsenen nicht mehr. Und verliert so nach und nach den Respekt. Wie soll ein 5 bzw. 6jähriges Kind das bitte begreifen, wenn ein Erwachsener das nicht begreifen kann?
Ich habe meinem Sohn von Anfang an beigebracht, Respekt vor anderen Menschen zu haben, sie so zu behandeln, wie er auch behandelt werden möchte. Aber wie kann ich ihm das Verhalten der Erwachsenen erklären, die völlig respektlos anderen gegenüber sind, nur auf sich selbst und ihren Vorteil bedacht? Ich finde, unsere ganze Gesellschaft hat sich verändert. Die meisten Menschen denken nur an sich, nutzen andere aus, um sich einen Vorteil daraus zu verschaffen. Menschen, die es auch auf den zweiten Blick "echt" mit anderen meinen, sind leider selten geworden.
Wie sollen egoistische Eltern ihre Kinder zu Respekt anderen gegenüber erziehen? Die haben ja selbst keinen Respekt vor anderen.
Und deshalb bin ich der Meinung, dass man sich Respekt sehr wohl verdienen muss. Und das soll jetzt, bitteschön, nicht respektlos klingen.

Da es im Elternhaus oft nicht mehr stattfindet (viele junge Eltern wissen ja selber nicht mehr, was "gesunde" Werte sind :-() kann nur in der Schule ein einheitliches Werteempfinden noch weitergegeben werden.
Aaaber - wenn schon die Eltern die Erziehung der Kiner an die Schule "abgeben" - dann sollen sie sich bitte nicht beschweren, wenn ihnen Aspekte dieser "Schul"-Erziehung nicht passen.
Ich bin Lehrerin und bin an sich schon der Meinung, dass die Schule auch Werte vermitteln sollte. Die Frage ist nur - Wie? wenn den Lehrern jede Handhabe fehlt, wenn ein Lehrer in der Gesellschaft einen Stand hat von ...(naja, reden wir nicht drüber) Wenn ich eine Klasse zum ersten mal unterrichte, kommen die Schüler zu spät, platzen in den Unterricht, setzen sich ohne ein Wort der Entschuldigung und halten das für völlig normal. Leider ist das in unserer Gesellschaft normal.
DH! Wenn`s denn möglich wäre, sollten doch einmal einige in einer Klasse - wie Du sie schilderst und ich weiss, dass dies Realität ist - hospitieren. Außenstehende können sich wohl nicht vorstellen, was heutzutage im Unterricht so "völlig normal" abläuft.

Frei nach 'Radio Eriwan': Im Prinzip ja.
Ich frage mich aber immer, wenn ein Würdenträger (Präsident, Professor, Priester) den Werteverfall in unserer Gesellschaft beklagt: Wo kommt er her, wo geht er hin? - Der Wert, dieses flüchtige Ding?
Ich meine: Was sind das denn, diese Werte? Ich glaube zum Beispiel nicht, dass es eine messbare Wirkung hätte, wenn in einem Schulfach, Religion und/oder Ethik, Lebenskunde etc., statt 45 einmal 90 Minuten über Respekt gesprochen würde. (So etwas wirkte zu meiner Zeit allenfalls, wenn die vom Mitschüler zerstochenen Reifen des Bürgermeisterautos verhandelt wurden, inklusive der Folgen dieser Straftat.)
Eine Frage der Lehrplangestaltung ist das also vermutlich eher nicht. Repekt, den lerne (oder lehre) ich vielleicht, wenn ein Erwachsener einmal in die Hocke geht, wenn er mit einem dreijährigen Kind spricht, das in einer Menschenmenge seine Bezugsperson verloren hat. Respekt verschafft sich in meinen Augen ein Teenager, der beim Aussteigen auch einmal die in die Bahn drängelnde-quengenlde Rentner-Gruppe höflich, aber (nur der alten Ohren wegen) lautstark auf die Spielregeln hinweist.

Eindeutig ja - aber nicht nur oder erst in der Schule!

die instanz für solche fragen ist gleich über dem bundeskabinett angeordnet, und das ist jeder stammtisch in jeder kneipe. da gehören solche fragen hin, damit sie dort dann endgültig entschieden werden können.
Nein das braucht man nicht in der Schule lernen,sowas muß schon so früh wie möglich den Kindern beigebracht werden.Wir Eltern sind Vorbilder und nur wir können den Kindern gute Erziehung, Respekt und Höflichkeit beibringen. Ich bin stolz auf meine Kinder. Wenn man so hört wie die Umgangssprache der Jugentlichen ist,oder Rücksichtslos, man muß Platz machen sonst bekommt man es mit denen zu tun. Ich muß sagen,ich,wenn ich immmer älter werde,habe ich Angst auf der Strasse.
Dafür sind einzig und allein die Eltern verantwortlich. Ich finde es unverschämt alles auf die Lehrer abzuschieben. Diese sind einzig und allein zum Vermitteln von Wissen und Bildung angestellt. Es ist für mich als Mutter eine Horror-Vorstellung, sollte eins meiner Kinder auf eine Hauptschule kommen. Ich möchte meine Töchter später nicht in einem Pulk von jugendlichen Möchtegern-Gangstern sehen. Ich möchte mir nicht ausmalen das meine Tochter durch diesen Umgang an Gang-Bangs teilnimmt, Drogen nimmt usw. Ich hoffe, dass ich meine Kinder insofern gut erziehe und sie so gut fördern kann, dass sie aufs Gymnasium kommen. Zudem möchte ich daran appellieren, dass jede Mutter und jeder Vater im Rahmen seiner Möglichkeiten um seine Kinder kümmern sollte. Spielen, lernen und vor allem reden. Auch gemeinsame Aktivitäten halten die Kinder von der Strasse fern und festigen die Eltern-Kind-Beziehung. Schiebt eure Kinder nicht einfach ab und denkt, der Staat will sich kümmern, dann soll er doch auch. Ihr müsst alle daran denken, dass nur ihr der Anker für eure Kinder seid. Ihr müsst es euren Kindern aber auch zeigen, dass sie sich auf euch verlassen können. Dann habt ihr eine Chance, dass von dem was ihr investiert: Liebe, Zeit, Vertrauen, Wissen... auch eine Menge zurück kommt!

also wenn sich alle hieran halten würden:
http://hau-tu.de/index.php5/PerfekteUmgangsformeninderSchule
könnten wir uns die diskussion sparen:)
DH!
Von mir auch DH - nur da liegt ja das Problem....