
Das ist heute keine Frage des Schulzweiges sondern der Schule. Könnte sein, dass in einer Stadt die Gesamtschule einen besseren Ruf hat und in einer anderen das Gymnasium. Musste dich wohl kümmern und informieren. Es gibt ja so viele unterschiedliche Schulen, die für das jeweilige Kind in Frage kommen. LG Lotusblume

Das liegt am Kind! Die Anforderungen auf einem Gymnasium sind höher, als die einer Gesamtschule. Denoch kann man z.B. sein Abitur auf der Gesamtschule machen.
Dass die Anforderungen auf dem Gymnasium durchweg höher sind, ist nicht unbedingt der Fall!

Ich halte beide Schulformen für gerechtfertigt. Allerdings neigt man durch die vorzeitige Segregation dazu, leistungsschwächere Schüler nicht zu fördern, sondern einfach "nach unten" durchzureichen. Allerdings halte ich viel auf reine gymnasiale Oberstufen.
HelmutRn am 22. August 2007 14:17 Auch auf einer Gesamtschule gibt es die gymnasiale Oberstufe. In der Oberstufe dürfen nur Studienräte lehren, wie im Gymnasium
Indy72 am 22. August 2007 14:48 Das weiss ich schon. man kann aber die Oberstufe von der Gesamtschule auch räumlich abtrennen!
Die Gesamtschule bietet durch ihr Differenzierungs- und Fördersystem den Kindern gute Möglichkeiten, ihre eigenen Stärken zu entwickeln. Sie fragt nicht, ob das Kind "in die Schulform passt", sondern holt das Kind dort ab, woher es kommt: von der "Gesamtschule" Grundschule! Insgesamt ist jedoch eine gründliche Information über das Schulangebot der weiterführenden Schulen "vor Ort" zu empfehlen.
bin grundsätzlich gegen gesamtschulen. dieses spd-gleichmachermodell bringt niemandem was. das durchschnittliche niveau ist dort fast hauptschul ähnlich, so dass kinder die wirklich lernen und arbeiten wollen daran gehindert werden. für mich eine überflüssige schulform
HelmutRn am 22. August 2007 14:18 Meine beiden Kinder haben Abitur auf einer Gesamtschule gemacht und sind beide was geworden! ! !
Wieselchen am 23. August 2007 07:56 In meiner Stadt bin ich auch gegen Gesamtschulen, weil das System dazu missbraucht wird, die Kinder aus sozialen Brennpunkten dorthin abzuschieben, sprich, unsere Gesamtschule hat überhaupt keinen guten Ruf.
Aber es ist tatsächlich so, dass andere Städte da ganz andere Wege gehen und die Gesamtschule den Sinn erreicht, den sie wirklich haben soll: nicht "Gleichmachen", sondern eben die Individualität der Kinder dadurch zu fördern, dass sie natürliche Begabungen fördern und in den Bereichen, in denen ein Kind nicht so gut ist, zumindest das Allgemeinwissen vermittelt wird. Die Kinder werden halt bei Ihren persönlichen Fähigkeiten abgeholt, und nicht bei dem, was die Schulform vorschreibt.
Warum soll jemand, dessen Kernkompetenz im naturwissenschaftlichen Bereich liegt, denn unbedingt auch in Sprachen höheren Ansprüchen genügen?
Entschuldigung, aber so etwas wie Sie, verehrter Felix, kann nur jemand behaupten, der noch nie eine Gesamtschule von innen gesehen hat. Das hatten wir vor 40 Jahren schon, diese Vorurteile ("Gleichmacherei"). Inzwischen hat sich die Gesamtschule als vierte und angesehene Schulform fest etabliert. Dass die traditionellen Schulformen in den vergangenen 40 Jahren von den Erkenntnissen der Gesamtschulbewegung profitiert haben (z. B. Differenzierungssystem), muss dann von mir doch noch erwähnt werden.

Ich bin mit Lotusblume und oldpaed einer Meinung.
Mein Sohn geht auf eine sehr gute Gesamtschule. Seine Leistungen liegen im gymnasialen Zweig und er wird entsprechend gefordert und gefördert. Falls er diesem Zweig nicht auf Dauer entspricht, braucht er nicht die Schule zu wechseln, wie es bei einem Gymnasium der Fall wäre. Konsequenz wäre die Hauptschule und dort würde das Kind untergehen und unter Umständen unterfordert.
Im Falle bei Nichterreichen des Lernzieles bleibt er auf der Gesamtschule, hat sein gewohntes Umfeld und findet sich so leichter in einer neuen Klasse zurecht.
Danke für die Unterstützung!
Gesamtschulen würden in meinen Augen Sinn machen, wenn es nicht parallel die dreigegliederte Schulform gäbe. Ich habe länger in Spanien gelebt, wo es ausschliesslich das System unserer Gesamtschulen gibt und zwar auf hohem Niveau. In Deutschland ist das Niveau von Gesamtschulen in der Regel niedriger, als das der Gymnasien.
Das kommt ganz auf die Schulen drauf an, und auch auf die Kinder.
Die Gesamtschule hat einen entscheidenden Nachteil. Da es dort zwar Klassen gibt, aber durch die verschiedenen Kurssysteme die Mitschüler in den verschiedenen Fächer immer wechseln, ist die Klassengemeinschaft an den Gesamtschulen nicht ganz so ausgeprägt wie am Gymnasium. Da spreche ich aus leidvoller Erfahrung. Ich hatte damals leider keine Wahl, weil es an unserem Wohnort nur Gesamtschulen gab.
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Andererseits haben die Gesamtschulen den Vorteil, das durch die Kurssysteme die Kinder individuell gefördert werden. So waren damals bei mir in der Klasse Hauptschüler, Realschüler und Gymnasiasten. Dem Niveau hat das bestimmt nicht geschadet, da die Lehrer oft auf die verschiedenen Lernstärken eingegangen sind.
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Bei dem Gymnasium dürfte die Klassengemeinschaft ganz anders sein, aber wenn ein Kind dem Lerntempo nicht mithalten kann, hat es dort schlechte Karten.
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Und was felix82 schreibt ist völliger Quatsch. Das Niveau an einer Gesamtschule ist nicht das gleiche wie an einer Hauptschule.
Hier in Mönchengladbach werden die Klassen so zusammengestellt, das die Kinder dort 1/3 Hauptschulniveau haben, 1/3 Realschulniveau und 1/3 Gymnasiumniveau. Auch in meiner alten Heimat sind die Gesamtschulklassen in etwa so aufgeteilt. So können die lernschwachen von den lernstarken profitieren und auch umgekehrt.