Frage von Hsmr61, 121

Sollten Gebetsräume in öffentlichen Gebäuden abgeschafft werden?

Ich habe vor paar Tagen gelesen, dass Gebetsräume z.B. in den Unis geschlossen werden. Wie sieht es eurer Meinung nach aus? Für viele ist das Gebet zum genauen Zeitpunkt ja sehr wichtig. Ist es den fair, dies zu tun ?

Antwort
von OnkelSchorsch, 73

Na, wenn alle anderen Freizeiträume auch geschlossen werden, dann ist das nur fair. Es gibt keine Raucherräume, keine Tischtennisräume, keine TV-Räume und so weiter, da gibt es dann auch keinen Grund, wieso Leute, die ihre Freizeit gerne mit Beten verbringen, diese Aktivität gerade in öffentlichen Räumen ausüben sollten.

Antwort
von Rolf42, 64

Religion ist Privatsache.

Wer meint, zu einer bestimmten Zeit ein bestimmtes Ritual durchführen zu müssen, kann das gerne tun, aber er kann nicht erwarten, dass ihm von einer öffentlichen Einrichtung dazu spezielle Räume zur Verfügung gestellt werden.

Antwort
von 1988Ritter, 53

Es ist nicht nur fair die Gebetsräume abzuschaffen, es ist ein zwingender Vorgang.

Begründung:

  • Die in Deutschland grundgesetzlich verankerte Religionsfreiheit bezieht sich auf die persönliche Freiheit der Menschen ihre Religion selbst wählen und praktizieren zu dürfen. Die Religionsfreiheit bedeutet nicht, dass man durch starre religöse Handlungen den täglichen Ablauf des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens hemmt oder einschränkt. Dies stellt eine Rücksichtslosigkeit gegenüber Andersgläubigen dar.
  • Hinsichtlich der Gebetsräume in öffentlichen Gebäuden ist es in diversen Universitäten die diese Räume zur Verfügung gestellt haben, zu massiven Unerfreulichkeiten gekommen. Es hat sich heraus gestellt, dass die Räume von fundamentalistischen Gläubigen missbraucht wurden.Junge Studentinnen wurden auf den Gängen angepöbelt sich zu verhüllen und keine Parfüms mehr zu nutzen. Man wollte sie regelrecht zum fundamentalistischen Islam nötigen.

Derartiges ist in unserer Kultur unerwünscht, und hat hier nichts zu suchen.

Antwort
von Klaraaha, 59

Gebetsräume an Unis sind ja freiwillig. Da es aber an einigen salafistische Umtriebe gegeben hat, will man wohl solche schließen. Angeblich durften Frauen nicht rein, bzw. man hat sie von den Männern getrennt, sollten Kopftücher anziehen usw.

Antwort
von GarfieldSL, 82

Ob du eine halbe Std. früher oder später betest, ist unwichtig. Andererseits finde ich die Abschaffung der gebetsräume richtig, denn es gibt ja auch für andere Religionen keine speziellen Räume. Muslime brauchen keine extrawurst. Anm.: Ich habe nichts gegen Muslime, ich lebe mit vielen Muslimen in der Nachbarschaft und habe gute Kontakte zu ihnen.

Antwort
von Nijori, 61

Wenn jmd welcher Religion auchimmer folgen will seine Sache aber Platz dafür zu verschwenden ist nicht richtig ich bin auch gegen Tempel jeder Art und Größe wenn man beten will kann mans genausogut zuhause tun.

Antwort
von Hardware02, 20

Nein, und es ist im Gegenteil langsam einmal an der Zeit, nicht alles und jedes durch ein neues dummes Gesetz zu regeln. Was ist denn jetzt gegen Gebetsräume einzuwenden?

Antwort
von stubenkuecken, 66

Wenn ein Gebet an eine Uhrzeit gebunden ist, ist es sicher nicht an Räumlichkeiten gebunden und kann überall durchgeführt werden.

Antwort
von gutefrage4343, 15

Das sind keine Gebetsräume sondern ein "Raum der Stille". I.d.R. durch die katholische oder evangelische Fakultäten eingerichtet. Da kann sich jeder zurückziehen wann er möchte. Und wenn Muslime dort beten wollen, ist das völlig inordnung. In unsere. Raum der Stille findet jede Woche eine christliche Andacht mit Gitarre und kleinem Gebet statt. Und kein Muslim sagt etwas, weil es vollkommen legitim ist.

Antwort
von suziesext05, 50

wer seinen importierten religiösen Glauben ganz zu 100% leben möchte, muss seinen Lebensschwerpunkt wieder dorthin zurückverlagern, wo er herstammt.

Es ist eine kaum noch zu überbietende Dreistigkeit und Selbstüberschätzung von Gästen, vom Gastgeber zu verlangen, dass er sich den Wünschen der Gäste zu unterwerfen habe.

Der Gastgeber bestimmt die Regeln und Gesetze des Zusammenlebens, und der Gast hat diese zu akzeptieren, andernfalls muss er vor die Tür gesetzt werden.

Kommentar von Hsmr61 ,

Warum Gast, wenn man hier geboren ist ?! Man kann ja auch keinen zum Christentum zwingen ;)

Kommentar von Klaraaha ,

"Gast" ist hier auch vllt.der falsche Ausdruck. Ein Moscheeverein ist der Hausherr einer Moschee und der kann seinen Gästen entsprechende Vorschriften machen. Der Hausherr einer Uni ist (von privaten Unis) abgesehen der Staat. Der darf auch keine Gebetsräume nur für Muslime einrichten. Eigentlich haben da alle Zutritt, auch wenn nur Muslime reinwollen und dass Frauen unterdrückt werden, darf eben auch nicht sein. Gleichberechtigung gehört zu den Grundrechten des Hausherren.

Kommentar von suziesext05 ,

es gibt viele, die hier geboren sind, aber nicht die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen. Jeder Ausländer und Inländer geniesst Religionsfreiheit im Rahmen unserer Regeln und Gesetze. Die deutsche Gesellschaft als das gastgebende Volk muss sich aber nicht den islamischen Regeln, Wunschvorstellungen und Idiosynkrasien anpassen oder gar unterwerfen.

Dies ist eine Lernaufgabe, die man den Islamverbänden vordringlich zu stellen hat.

Antwort
von KaeteK, 64

Ist es fair, wenn Christen in islamischen Staaten verfolgt und sogar getötet  werden?

http://www.derwesten.de/staedte/essen/klagen-ueber-repressalien-uni-essen-schlie...

lg

Kommentar von GarfieldSL ,

das gehört hier nicht her!

Kommentar von KaeteK ,

Sehe ich anders...Wir sind hier in Deutschland und nicht in einem islamischen Staat. lg

Kommentar von suziesext05 ,

@GarfieldSL  doch doch, gehört hierher. Denn dieselben Religionsvertreter, die hier alle nur möglichen religiösen und ideologischen Freiheiten für sich einfordern, verweigern in ihren Heimatländern, in denen ihre Relgion zu 100% praktiziert wird, den Ungläubigen nicht nur Religionsfreiheit, sondern bestreiten ihnen die elementarsten Menschenrechte.

Moslems, die sich in diesen Ländern taufen lassen, gelten als Apostaten und müssen totgeschlagen werden, wie es der Koran vorschreibt. Kirchen dürfen nicht gebaut werden und öffentliche Religionsausübung ist ebenso undenkbar, angesichts staatlicher Repressionen aber auch angesichts des religiösen Mobs, der zu Lynchjustiz neigt.

Kommentar von KaeteK ,

Danke :-)

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