Frage von Slayxful, 17

Sollten Entwicklungsländer in Zeiten der Globalisierung Importsubstitution betreiben, oder sich in die weltwirtschaftliche Arbeitsteilung integrieren?

Ich habe jetzt auf verschiedenen Seiten verschiedenes dazu gelesen und bin mir jetzt nicht sicher was von beidem Entwicklungsländer tun sollten um sich weiter zu entwickeln.

Importsubstitution liefert Arbeitsplätze und fördert die heimische Wirtschaft. Sich in den Weltmarkt integrieren kommt doch aber aufs selbe raus, oder nicht? Sollte sich ein Entwicklungsland nun mithilfe der Importsubstitution vom Rest der Welt abschotten oder nicht?

Antwort
von archibaldesel, 10

Was du beschreibst, sind Exportsubventionen.

Wenn ein Land Importe subventioniert, fördert es die Arbeitsplätze im Ausland. Also da, wo die importierten Güter hergestellt werden.

Kommentar von Slayxful ,

hmm, immer noch verwirrt. Kann ich sagen Importsubtitution bietet einem Land nicht die selben Entwicklungsmöglichkeiten wie am handel auf dem Weltmarkt teil zu nehmen?

Bzw. hab ich das überhaupt richtig verstanden? Importsubstitution ist doch das ersetzen von importierten Waren durch heimische.

Kommentar von archibaldesel ,

Das ist genau der Punkt. Wir reden nicht von demselben. Importsubventionen ist für mich die Subventionierung, also finanzielle Förderung, von Importen. Das macht ein Staat, wenn er ein Interesse daran hat, dass bestimmt Produkte, die im Ausland hergestellt werden, im Inland günstiger angeboten werden.

Wenn ich hingegen verhindern will, dass Importe ins Land kommen, und das ist ja das, was du beschreibst, ist das das Gegenteil von Subventionen. Das ist Protektionismus. Dann belegt, der Staat Güter, die importiert werden, mit Strafzöllen oder Einfuhrverboten, damit statt der ausländischen Artikel die Güter gekauft werden, die im Inland hergestellt werden.

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