Frage von Jigstar, 73

Sollten die Zottelbärte vom IS nicht langsam mal besiegt sein?

Angeblich haben die nur 20 bis 30 Tausend Kämpfer. Sie werden seit Jahren bombardiert, haben schon viel Schlachten verloren. Sie sind eingekesselt von Syrien, dem Irak, dem Iran, der Türkei und von Stützpunkten der westlichen Allianz, von den heldenhaften Truppen der Kurden, den müssten doch langsam die Möglichkeiten ausgehen.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Skarger, 17

Die Bekämpfung des IS ist wesentlich zeitaufwendiger als der Kampf gegen reguläre Armeeeinheiten im symmetrischen Krieg.

Zunächst gilt es, die Kombatanten zu identifizieren. Da nicht alle eine klar erkennbare Uniform tragen, ist es etwas schwieriger Kämpfer von Zivilisten zu unterscheiden, denn in modernen Zeiten sind Kollateralschäden nicht gerne gesehen. 

Zum anderen ist es der Umfang der Kampfhandlungen. Während früher (z.b. Napoleonische Kriege) die Kriege in wenigen großen Schlachten entschieden wurden, haben sich die Kampfhandlungen deutlich ausgedünnt. Die meisten Gefechte sind eher kleine Scharmützel, bei denen sich nur wenige Kämpfer gegenüberstehen. Größere Offensiven mit mehr als hundert Mann sind seltener. Dies ist auch eine Charakteristik der modernen, asymmetrischen Gefechtshandlung.

Darüber hinaus sind auch die Bombardierungen nicht zu überschätzen. Meist ist es eine Rotte, die einen Angriff fliegt, bzw. im Fall der Russen nur eine kleine Anzahl an Hubschraubern. Da moderne Bomber nur wenige Bomben tragen können, und auch lange Nachladezeiten haben, können so nur relativ wenige Bomben abgeworfen werden (im Gegensatz zu früheren Bomberflotten mit Flächenbombardements). Dies kommt natürlich der Präzisionsschlag-Doktrin zugute.

tl;dr:

Die meisten Kämpfe sind kleine Scharmützel. Die Identifizierung von Kämpfern ist zeitaufwendig und die langsame Natur von Präzisionsschlägen sorgen dafür, dass die Bekämpfung des IS ein recht langsamer Prozess ist. 

Antwort
von 1988Ritter, 49

Denen gehen die Möglichkeiten erst seit dem Eingreifen der Russen aus. Die angebliche Allianz bestand hauptsächlich doch nur aus Befürwortern. Wenn man da gegen IS gekämpft hat, dann wurde allenfalls die Wüste gelöchert.

Die einzigen die IS Schwierigkeiten bereitet haben waren die Kurden. Und die haben ja die Türken nach zu viel Erfolg angefangen zu bekämpfen. erst durch die Russen haben die Kurden einen Verbündeten gefunden.

Antwort
von Geansehaut, 64

Mir kommt es so vor als ob es denen egal ist wenn sie sterben. Vielleicht respawnen sie ja...

Kommentar von ItsJustMe38 ,

Ja, sie werden am Tage des jüngsten Gerichts "respawnen" und für alles, was sie getan haben zur Rechenschaft gezogen.

Kommentar von earnest ,

Zum ersten Mal in meinem Leben würde ich mich über die Existenz eines Jüngsten Gerichts freuen.

Antwort
von Ranzino, 69

Sind immer noch 20-30.000 zuviel. :( 

Antwort
von LustgurkeV2, 73

Die sitzen ja nicht alle auf einen Haufen zusammen. Außerdem sind 20-30k ne ganze Menge

Kommentar von Jigstar ,

Ein paar Elite Einheiten, KSK, Fremdenlegion und ein eine Division Marines, dann wäre der Spuk vorbei, denke ich. Ich bin kein Fan des imperialen Putins, aber der macht endlich was und bekämpft diese kranken Typen, wo er sie findet.

Kommentar von LustgurkeV2 ,

Ich denke mal daß die westlichen Länder im Moment noch auf Bodentruppen verzichten weil der is gut bewaffnet ist und man große Verluste vermeiden will. Aber der is hat mit seiner Aktion in Frankreich schon sein Todesurteil unterschrieben. Mal abwarten was kommt.

Antwort
von MasterChristian, 31

Sie werden seit Jahren bombardiert

Und genau da liegt ein Problem: Mit Bomben lässt sich kein Krieg gewinnen. In den IS Gebieten leben neben den IS-Kämpfern auch Millionen von Zivilisten. Bei den Luftangriffen sterben etliche Unschuldige als Kollateralschaden. Jeder dieser Zivilisten hat aber nahe Angehörige, von denen nun viele zum IS überlaufen, weil sie nichts mehr zu verlieren haben und/oder Rache wollen.

MfG MasterChristian

Antwort
von gamine, 29

Es will ja niemand den IS bekämpfen. Das Ziel ist es, die Länder dort und ihre Strukturen zu zerstören. Irak, Afghanistan, Kuweit, Syrien...

Kommentar von earnest ,

Worauf stützt du diese steile These?

Kommentar von gamine ,

Auf das logische Denken. Seit 20 Jahren wird die Region bekriegt. Immer wieder gibt es Vorwände in einem dieser Länder alles zu zerbomben.

Mit den Mitteln, die den westlichen Kriegsmächten zur Verfügung stehen (von Überwachungstechniken bis zu Drohnen), hätten sie schon lange mit dem IS aufräumen können. Ergo wollen sie das nicht.

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