für mich sind sie nicht staatenlos. und wo kommen wir denn dahin wenn alle regionen unabhängigkeit erklärt werden wollen?

Die wenigsten "Länder", die in die Unabhängigkeit entlassen wurden, haben sich zum Guten entwickelt.
andreas48 am 20. Mai 2008 12:40 so isses und wir bezahlen dafür...leider..

Von mir aus - bitte! Du hast aber noch viele weitere europäische Nationen ohne eingenen Staat nicht erwähnt. Sie wissen auch, dass sie von ihrem Minderheitenstatus teilweise erheblich profitieren.

Soll ich dir alleine in der kleinen Schweiz mal ein paar "unabhängigkeitswillige Nationen" aufzählen? In Deutschland, würdest du gar nicht mehr fertig..:-)

weil wir uns dann zielstrebig dem 17. Jahrhundert wieder nähern und in die Kleinstaaterei verfallen und wirtschaftlich hätten diese Länder keine Chance und wären somit auch auf Subventionen angewiesen...Nettobeitrag der EU von Deutschland.
und wer ökonomisch schwach ist, ist auch politisch schwach..also eine Katze., die sich in den Schwanz beisst
man siehst doch schon jetzt, was die Kleinstaaterei aus dem früheren Gesamtjugoslawien gemacht hat, dazu kommen noch solche Länder wie Moldawien etc.

Wenn sie denken, dann besser zurecht zu kommen! Aber letztendlich mit allen Konsequenzen, auch den finanziellen!
J A !
Oberflächlich mit "Nein " zu antworten taugt nicht.
Warum nennt Leopold Kohr sein Buch:
" Die überentwickelten Nationen " ???
Es ist klipp und klar berechnet, beschrieben und nachgewiesen, dass die großen Länder nicht fair Regierungsfähig sind !
Das beste Negativ - Beispiel ist Franken ???
Als verratenes und von der Bayerischen Regierung benachteiligtes Nordbayern !
Franken sollte in jedem Fall von Bayern unabhängig sein !
tradaix am 20. Mai 2008 12:32 Tolle Umfrage, auf die Du direkt selbst antwortest.
PS: Es gibt keine "staatenlose Nationen" (= Oxymeron!), sondern nur Volksgruppen ohne eigene.
Kabark am 20. Mai 2008 12:35 Warum sollte der Steller einer Umfrage selbst keine Stimme haben?
tradaix am 20. Mai 2008 12:40 Ein Umfrager sollte immer neutral sein.
Wenn er Stilbruch betreibt, dann wenigstens einige Stunden bis zur Stimmabgabe warten.
Überleg lieber, bevor du Schwachsinn schreibst. Es heißt ganz nebenbei "Oxymoron". Selbstverständlich gibt es Nationen ohne Staat. Ein Staat ist eine Organisation, eine Nation eine Kultureinheit. Waren die Deutschen keine Nation, bevor sie ein Staat waren? Waren die Sowjetunion oder Jugoslawien z.B. eine Nation oder viel eher ein Staat aus Nationen?

Seh das wie Kabark. Kommt meist nichts gutes bei raus.

Wenn sie glauben Ihrem Land/Volksgruppe ginge es dann besser. Warum nicht.

Man müßte Ihnen ja nicht nur eine eigene Regierung zubilligen, sondern auch eigenes Land. Wemm sollte das Land weggenommen werden?

Europa soll doch zusammenwachsen, da bringt es nicht neue Kleinstaaten zu erzeugen... Hat auch immer wieder ärger gegeben mit neu ernannten "unabhängigen" Staaten...
Ursprünglich bezog sich Nation-Building auf die Bestrebungen junger Nationalstaaten, vornehmlich der Nationen ehemaliger afrikanischer Kolonien, die von den Kolonialmächten ohne Berücksichtigung ethnischer oder andere Grenzen umgeformten kolonialen Territorien neu zu gestalten. Diese reformierten Staaten sollten dann entwicklungsfähige und zusammenhängende nationale Einheiten werden.
Nation-Building umfasste die Schaffung äußerer nationale Symbole wie Flaggen, Hymnen, Nationalfeiertage, nationale Stadien, nationale Fluglinien, Nationalsprachen einschließlich nationaler Mythen. Auf einem niedrigeren Niveau musste die nationale Identität willkürlich konstruiert werden, indem sie unterschiedliche Gruppen zu einer Nation formte, besonders wo der Kolonialismus "Teile und Herrsche"(divide et impera)-Taktiken zur Stabilisierung der eigenen Herrschaft verwendet hatte.
Eine der erfolgreichsten Nation-Buildings Aktionen bildet Singapur, wo eine Mischung von Chinesen, Südindern, Malaiien, Europäern und anderen Ethnien nebeneinander existieren.
Zahlreiche junge Nationalstaaten werden jedoch durch aus dem Tribalismus herrührende Rivalität zwischen den ethnischen Gruppen erschüttert. Dieses führte mitunter zu ihrem Zerfall, wie 1970 beim Sezessionskrieg Biafras aus Nigeria 1970 oder der anhaltenden Forderung der Ogaden-Somalier nach vollständiger Unabhängigkeit ihrer Region von Äthiopien. In Asien bildet der Zerfall von Pakistan in Pakistan und Bangladesch ein weiteres Beispiel, wo ethnische Unterschiede, gestützt durch die geographische Abgrenzung, einen postkolonialen Staat auseinanderrissen. Bestimmte Wurzeln des Völkermordes in Ruanda oder des Sudankonfliktes hängen ebenfalls mit einem Mangel an ethnischer, religiöser oder rassischer Kohärenz innerhalb der Nation zusammen. Gerade bei der Vereinigung von Staaten mit ähnlichem ethnischen aber unterschiedlichem kolonialgeschichtlichen Hintergrund kommt häufig Konflikte auf. Neben erfolgreichen Beispielen wie Kamerun zeigen Fehlschläge wie die Konföderation Senegambia die Probleme bei der Vereinigung frankophoner und anglophoner Territorien.
Gegenwärtig wird der Terminus Nation-Building in einem vollständig anderen Kontext verwendet. Seine Verfechter beschreiben ihn kurz als „Einsatz bewaffneter Gewalt nach einem Militäreinsatz zur Unterstützung eines dauerhaften Übergangs zur Demokratie in einem fremden Land“. Hier bezeichnet Nation-Building die gezielten Bestrebungen einer fremden Macht zur Schaffung oder Installation einer nationalen Regierung nach einem Modell, das den Wertvorstellungen der eindringenden Macht entspricht, im Lande selbst aber oft fremd und sogar destabilisierend wirkt. Nation-Building wird gewöhnlich durch massive Investitionen, militärische Besatzung, Übergangsregierungen und den Einsatz massiver Propaganda begleitet, die die offizielle Regierungspolitik vermitteln sollen.
Wir sollten uns von dem nationalstaatlichen Anachronismus verabschieden und innerhalb Europas eigentlich nur noch von Regionen sprechen.
Ich bin selbst Franke und daher bayer. Staatsbürger wider Willen. Im kleinen lässt sich hier gut beobachten wie eine kulturell völlig anders gewachsene Gruppe von einer anderen regelrecht zwangsregiert wird.
Den Kleinkram Staat / Bundesland / Regierungsbezirk können wir uns komplett schenken. Ein Elsässer ist in erster Linie Elsässer und nicht Franzose oder Deutscher, genauso wie die Franken eben Franken und keine Bayern sind.
In der Vielfalt liegt unsere Stärke, nicht in Einteilungen von Napoleon, Montgellas, Königen, Fürsten, Bischöffen usw. usw. usw.
Es sind keine "Regionen", sondern "Nationen". Die Deutschen haben ihren Staat schließlich auch irgendwann bekommen.