Frage von schmenix, 14

Sollten bei der Suche nach bewohnbaren Exoplaneten auch noch eventuell bewohnbare große Monde, der großen Planeten, hinzugezählt werden, wenn das messbar ist?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Parhalia, 2

Nein, sowas würde ich in diesem frühen Stadium unserer Möglichkeiten in die theoretischen Berechnungen nicht erschwerend mit einbeziehen.

Unser Sonnensystem beherbergt zwar auch etliche kleine und sogar wenige wirklich grosse Monde, aber m.W. wären wegen der abgesonderten Strahlung der umkreisten Gasriesen hier von den entdeckten Monden auch nur 1-3 entweder weit genug entfernt von diesen Planeten, bzw. hätten wenigstens ein eigenes Magnetfeld.

Denn unsere Gasriesen setzen in sich schon je nach Abstand ein tödliches Mass an Strahlung aus sich selbst heraus frei.

Aber unter Eis und Wasser einiger dieser Monde hält man Leben zumindest für möglich selbst aufeinigen Monden in unserem Sonnensystem.

Aber um sie wirklich mit "einculculieren" zu wollen in Prognosen wären erst einmal deutlich umfangreichere wissenschaftliche Erkenntnisse unseres eigenen Sonnensystems und derer ( interessanter ) Monde nötig.

Aber aktuell reicht es technologisch halt "extern" noch nicht zu mehr, als alleinig Planeten in ihrem Orbit um Sterne zumindest dedektieren zu können in Langzeitbeobachtungen.

Und dann kommt es noch auf das jeweilige Erkennungsverfahren an sich an. Das eine Verfahren misst die Abdunkelung beim Transit des Planeten in der Sichtlinie zwischen seinem Mutterstern und unserem Beobachtungsstandort, das andere Verfahren ermittelt Schwankungen der Lage des Sterns in zweidimensionaler Ausrichtung seiner Lage im "Raum".

Ein dritter Nachweisansatz besteht in der Analyse des vom Stern ausgesandten Lichtspektrums ( Spektralverschiebung zu rot / blau ), wenn die Orbitalbahnen der umkreisenden Planeten gerade nicht mehr für das Messverfahren der Abdunklung reichen. ( weil der / die Planet/en nicht direkt in der Sichtlinie zwischen Mutterstern und Beobachtungspunkt kreisen )

Aber zurück zum "Start" : wir wissen noch nicht einmal, was aktuell auf den interessantesten Monden unseres eigenen Sonnensystems möglich oder gar existent ist . Weiter haben wir mittlerweile zwar inzwischen Methoden zur Nachweisführung von "Exoplaneten", aber wir kennen deren Entwicklungsgeschichte in DEREM Sternensystem nicht.

Es KÖNNTE dort entweder viel weniger (grössere) Monde als in unserem Sonnensystem geben, oder sogar mehr grössere Monde ... eventuell gar Monde grösser als unsere Erde...

Interessanter Gedanke : ein Himmelskörper wie unsere Erde mit starkem Magnetfeld kreist in der "habitablen Zone" um einen Gasriesen ähnlich wie Jupiter...

Antwort
von hankey, 5

Ein Mond kann für die Möglichkeit komplexen Lebens schon bedeutend relevant sein. Es ist allerdings schon schwierig genug, überhaupt die Existenz eine Exoplaneten rechnerisch zu beweisen. Einen Nachweis für einen Mond ... ich wüsste nicht, wie sich das bewerkstelligen liesse.

Antwort
von AxoDomi, 6

Ja sollten sie.

So etwas gibt es sogar in unserem Sonnensystem. Lese es dir mal durch , wenn es dich interessiert. :)

http://www.welt.de/wissenschaft/weltraum/article149970314/Wo-wirklich-eine-Chanc...

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