Kronkorken am 19.05.2009 um 18:02 Uhr
Wenn Anleihen gekauft werden, sollte man doch auch darauf achten wie der Zins gerade steht. Aber wie genau spielt der dabei eine Rolle und wie sollte er optimalerweiße sein um ihn positiv ausnutzen zu können?

das kommt ganz auf die Anleihen an: Bonds, Zero-Bonds, Equity-Bonds, Perpetuals, Tilgungsanleihen, Floating-Rate-Notes, Inflation-Linked-Bonds usw.
Bewertung einer Anleihe [Bearbeiten]
Mit einer Anleihe kann der Anleger zwei Arten von Erträgen erwirtschaften:
Die meisten Anleihen notieren in Prozent des jeweiligen Nominalwerts. Ein Kurs von 101,25 bedeutet also, dass der Käufer 101,25 % des Nominalwerts der Anleihe beim Kauf zu bezahlen hat (plus eventuelle Stückzinsen). Es gibt jedoch wenige Ausnahmen, die in Nominalwährung notieren (z. B. französische Wandelanleihen).
Als Wert einer Anleihe gilt der Barwert aller in der Zukunft erwarteten Zahlungen (d. h. Kuponzahlungen und Nennwertrückzahlung). Das heißt, dass die Rendite von Anleihen gleicher Bonität und Restlaufzeit ungeachtet des Kupons immer gleich ist, nämlich Marktrendite zuzüglich einer Bonitätsprämie.
Als allgemeine Berechnungsformel für den Wert einer Anleihe gilt somit bei konstantem Zins r:
P_0 = \frac{C}{1+r} + \frac{C}{(1+r)^2} + ... + \frac{C}{(1+r)^n} + \frac{N}{(1+r)^n}
bzw
P_0 = \frac{N}{(1+r)^n} + \sum_{t=1}^{n} \frac{C}{(1+r)^t}
wobei
* P0 = Barwert (= Preis),
* C = Kuponzahlung,
* N = Zahlung bei Endfälligkeit (= Nominale),
* n = Anzahl der Perioden,
* r = Jeweils gültiger Zinssatz
Kritisch anzumerken ist bei obiger Formel jedoch, dass
Scherz beiseite - das würde hier wohl zu weit führen.
FinanzCoach
Einfache Faustregel, bei einem niedrigen Zinsniveau das Geld eher in Kurzläufern und Tagesgeld parken, bei hohem Zinsniveau eher langlaufende Anleihen kaufen.
Steigen die Zinsen ausgehend von einem niedrigen Zinsniveau fallen die Anleihenkurse und man erleidet Kursverlust. Im umgekehrten Fall (fallende Zinsen ausgehend von hohem Niveau) kommen zu den Zinsen Kursgewinne hinzu.
Diese vereinfachte Regel gilt für Anleihen mit einem festen Kupon. Für Floater (Anleihen mit variablem Zinssatz) gelten andere Regeln. Ebenso nicht berücksichtigt ist hier die Kursveränderung durch Bonitätsveränderungen des Schuldners.
Hilfreich dazu: http://www.lexikon-der-boerse.de/a/Anleihe.php
da hab ich wohl noch einiges zu lernen ...