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Sollten Anleihen bei niedrigen oder bei hohen Zinsen gekauft werden?

gefragt von KronkorkenKronkorken am 19.05.2009 um 18:02 Uhr

Wenn Anleihen gekauft werden, sollte man doch auch darauf achten wie der Zins gerade steht. Aber wie genau spielt der dabei eine Rolle und wie sollte er optimalerweiße sein um ihn positiv ausnutzen zu können?

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FinanzCoach
beantwortet von FinanzCoach am 20. Mai 2009 00:00
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Hilfreichste Antwort

das kommt ganz auf die Anleihen an: Bonds, Zero-Bonds, Equity-Bonds, Perpetuals, Tilgungsanleihen, Floating-Rate-Notes, Inflation-Linked-Bonds usw.

Bewertung einer Anleihe [Bearbeiten]

Mit einer Anleihe kann der Anleger zwei Arten von Erträgen erwirtschaften:

  1. In Form von Zinsen (Rente) (ordentliche Erträge)
  2. In Form von Kurssteigerungen (außerordentliche Erträge)

Die meisten Anleihen notieren in Prozent des jeweiligen Nominalwerts. Ein Kurs von 101,25 bedeutet also, dass der Käufer 101,25 % des Nominalwerts der Anleihe beim Kauf zu bezahlen hat (plus eventuelle Stückzinsen). Es gibt jedoch wenige Ausnahmen, die in Nominalwährung notieren (z. B. französische Wandelanleihen).

Als Wert einer Anleihe gilt der Barwert aller in der Zukunft erwarteten Zahlungen (d. h. Kuponzahlungen und Nennwertrückzahlung). Das heißt, dass die Rendite von Anleihen gleicher Bonität und Restlaufzeit ungeachtet des Kupons immer gleich ist, nämlich Marktrendite zuzüglich einer Bonitätsprämie.

Als allgemeine Berechnungsformel für den Wert einer Anleihe gilt somit bei konstantem Zins r:

P_0 = \frac{C}{1+r} + \frac{C}{(1+r)^2} + ... + \frac{C}{(1+r)^n} + \frac{N}{(1+r)^n}

bzw

P_0 = \frac{N}{(1+r)^n} + \sum_{t=1}^{n} \frac{C}{(1+r)^t}

wobei

* P0 = Barwert (= Preis),
* C = Kuponzahlung,
* N = Zahlung bei Endfälligkeit (= Nominale),
* n = Anzahl der Perioden,
* r = Jeweils gültiger Zinssatz

Kritisch anzumerken ist bei obiger Formel jedoch, dass

  1. Kuponzahlungen für „angebrochene“ Zeiträume nicht korrekt erfasst werden (vgl. Stückzinsen),
  2. Zahlungsströme exakt prognostiziert werden müssten (aber: Floater haben teilweise unsichere Cash Flows),
  3. die Abzinsung mit einem laufzeitadäquaten Zinssatz erfolgen müsste.

Scherz beiseite - das würde hier wohl zu weit führen.

FinanzCoach

Kommentar von 57ddc86fa37395b9f7b6228b71d647eesmallKronkorken am 20. Mai 2009 15:12

da hab ich wohl noch einiges zu lernen ...


Weitere gute Antworten


anonym
beantwortet von Hortensien am 20. Mai 2009 10:04
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Einfache Faustregel, bei einem niedrigen Zinsniveau das Geld eher in Kurzläufern und Tagesgeld parken, bei hohem Zinsniveau eher langlaufende Anleihen kaufen.

Steigen die Zinsen ausgehend von einem niedrigen Zinsniveau fallen die Anleihenkurse und man erleidet Kursverlust. Im umgekehrten Fall (fallende Zinsen ausgehend von hohem Niveau) kommen zu den Zinsen Kursgewinne hinzu.

Diese vereinfachte Regel gilt für Anleihen mit einem festen Kupon. Für Floater (Anleihen mit variablem Zinssatz) gelten andere Regeln. Ebenso nicht berücksichtigt ist hier die Kursveränderung durch Bonitätsveränderungen des Schuldners.

Hilfreich dazu: http://www.lexikon-der-boerse.de/a/Anleihe.php


rolithechief
beantwortet von rolithechief am 19. Mai 2009 18:03
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ein fall für finanzfrage.net


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