Frage von magika7, 87

Sollte/muß man einen Anruf vom Arbeitgeber entgegennehmen im Krankenstatus?

...wenn man sich ordnungsgemäß beim Diensteinteiler krank gemeldet? Ich meine, alles wichtige kann der Arbeitgeber einem doch schriftlich zukommen lassen... denn wenn ich mit einer Depression diagnostiziert bin auf Grund des Arbeitsdruckes, nehme ich ungern einen Anruf von ihm entgegen.

Danke

LG magika7

Antwort
von Nordseefan, 39

Muss man nicht.

Ich spring eh nicht bei jedem Klingeln ans Telefon. dafür habe ich einen AB und entscheide wen ich wann zurückrufe

Antwort
von izzyjapra, 33

Nö, krank ist krank. Egal aus welchem Grund. Einfach nicht drangehen

Antwort
von OnkelSchorsch, 35

Hast du keinen Anrufbeantworter an?

Dann schalte einen zu, entweder einen physischen oder eine Voicebox des Telekommunikationsanbieters, bei dem du bist. Dann kann der Boss seine freundlichen Genesungswünsche auf Band sprechen. Ist auch schön.

Antwort
von motorradkatze, 18

Wie einer der Vorredner schon sagte. Es ist einfach unhöflich deinem AG hinüber nicht ans Telefon zu gehen. Solange du die Fa. nicht verlassen willst oder etwas anderes gefunden hast. Was ich in dem von dir beschriebenen Fall machen würde. Wenn Arbeit krank macht. Wechsle die Firma. Nur solange sei einfach nett, geh ran und sage das dir niemand sagen kann wie lange es noch dauert. Und du kannst es auch nicht einschätzten. Es gibt sogar Vorgesetzte die einfach nur gute Besserung wünschen wollen. Natürlich ist das nicht der Weissheit letzter Schluss. Wenn er/sie ein Ar..... ist lass es Klingeln.

Antwort
von butz1510, 33

Kommt auf Euer Verhältnis an. Ich würde bei meinem Arbeitgeber auf jeden  Fall ans Telefon gehen, denn vielleicht muss jemand dringend etwas wissen und kann ohne meine Information nicht weiter machen. Es kann ja auch sein, dass sich jemand einfach und harmlos nach Deinem Befinden erkundigen will.

Antwort
von Herb3472, 36

Wenn Du von Deinem Arbeitgeber momentan nichts wissen willst, dann kann es Dir leicht passieren, dass er von Dir bald überhaupt nichts mehr wissen möchte.

Es ist doch wohl einfach ein Gebot der Höflichkeit, einen Anruf vom Arbeitgeber entgegenzunehmen - oder ihn zurück zu rufen. Alles andere lässt darauf schließen, dass er Dich am A. lecken kann - und darauf würdest Du, wenn Du an seiner Stelle wärst, wohl auch (und berechtigterweise) ziemlich sauer reagieren.

Kommentar von Familiengerd ,

Unsinn!

Kommentar von Herb3472 ,

Was heißt Unsinn? Arbeitgeber sind auch nur Menschen und haben ein Recht darauf zu wissen, ob überhaupt und wann sie mit ihren Mitarbeitern (wieder) rechnen können. Wenn der/ die Mitarbeiter/in für längere Zeit ausfällt, muss man sich ja um entsprechende Aushilfen oder um Ersatz umschauen - brauchbare Mitarbeiter schneit es nicht gerade vom Himmel, und die müssen ja auch eingewiesen werden.

Kommentar von Familiengerd ,

Ich habe "Unsinn" geschrieben, weil Deine Polemik

Wenn Du von Deinem Arbeitgeber momentan nichts wissen willst, dann kann es Dir leicht passieren, dass er von Dir bald überhaupt nichts mehr wissen möchte.

nicht gegen den Anspruch des Arbeitnehmers spricht, während der Krankschreibung nicht vom Arbeitgeber belästigt zu werden, wie es hier offensichtlich (nach der Schilderung) der Fall ist!!

Über die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung und die weitere Information bei verlängerter Krankschreibung weiß der Arbeitgeber, wie lange er jeweils voraussichtlich auf einen Arbeitnehmer verzichten muss.

wenn jemand ausfällt, kann das für den Betrieb unter Umständen schwerwiegende wirtschaftliche Folgen haben

In der Regel eben nicht!

Bei Betrieben mit nicht mehr als 30 Arbeitnehmern erhält der Arbeitgeber aufgrund des gesetzlich vorgeschriebenen Umlageverfahrens einen großen oder den größten Teil der Kosten der maximal 6-wöchigen Entgeltfortzahlung von der Krankenkasse erstattet.

Kommentar von Herb3472 ,

Es kommt wohl immer darauf an, auf welcher Seite man steht.

Ich finde es einfach unfair, den Arbeitgeber ohne Information dunsten zu lassen. Von einem Handwerker, dem man einen Arbeitsauftrag erteilt hat, möchte man ja auch wissen, wann er die vereinbarte Arbeit voraussichtlich erledigen wird.

Bei Betrieben mit nicht mehr als 30 Arbeitnehmern erhält der Arbeitgeber aufgrund des gesetzlich vorgeschriebenen Umlageverfahrens einen großen oder den größten Teil der Kosten der maximal 6-wöchigen Entgeltfortzahlung von der Krankenkasse erstattet.

Wenn das bei Euch in Deutschland so ist, dann dürfen sich die Arbeitgeber glücklich schätzen über diese Regelung. Bei uns in Österreich gehen die ersten 6 Wochen voll zu Lasten des Arbeitgebers.

Darum geht es aber ja auch gar nicht primär. Sondern darum, dass sich wohl heutzutage kein Betrieb mehr Mitarbeiter leisten kann als unbedingt notwendig. Wenn da jemand ausfällt, ist unter Umständen Feuer am Dach, und es muss unter Umständen eine Ersatzkraft eingestellt werden. Wenn man jetzt aber eine Ersatzkraft eingestellt hat in der Annahme, der/ die erkrankte Mitarbeitern steht für längere Zeit nicht zur Verfügung, und dann wird diese/r erkrankte Mitarbeiter plötzlich gesund - wie sollte man dann Deiner Meinung nach am besten verfahren? Den/ die neue/n Mitarbeiter/in gleich wieder (fristlos) kündigen, oder die Arbeit auf zwei Mitarbeiter aufteilen (natürlich bei vollem Lohn für beide!)? Oder wie sollte das gehen?

Warst Du schon einmal selbständig, oder in einer verantwortlichen Führungsposition? Ich denke, dann würdest Du anders reden.

Kommentar von Familiengerd ,

Ich finde es einfach unfair, den Arbeitgeber ohne Information dunsten zu lassen.

Der Arbeitgeber muss nicht "ohne Information dunsten"!

Er hat die Termindaten der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung und ist über die voraussichtliche Dauer der Erkrankung informiert - und wird auch weiter informiert, wenn die Erkrankung länger andauert.

Ein Betrieb bricht nicht zusammen, wenn ein Mitarbeiter fehlt - sonst dürfte auch kein Urlaub gewährt werden!

Kommentar von Herb3472 ,

Ein Betrieb bricht nicht zusammen, wenn ein Mitarbeiter fehlt - sonst dürfte auch kein Urlaub gewährt werden!

Urlaub wird aber nur dann gewährt, wenn keine betrieblichen Gründe dagegen stehen. Wenn "die Hütte brummt" und jede Hand gebraucht wird, muss man als Ersatz für eine/n kranken Mitarbeiter Aushilfskräfte einstellen.

Das ist 1. erstens schwierig, jemanden zu bekommen, 2. mit ungeheurem bürokratischen Aufwand verbunden, wenn man die Aushilfskraft nicht "scharz" beschäftigen kann oder möchte, 3. äu0ßerst schwierig, jemanden Betriebsfremden in die Arbeitsabläufe einzuweisen und einzugliedern, und 3. kostenintensiv (wir mussten erst gestern eine kranke Mitarbeitern durch eine Aushilfskraft ersetzen, die uns für einige wenige Stunden € 200,- gekostet hat).

Kommentar von Herb3472 ,

Er hat die Termindaten der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung

Ein Ende der Erkrankung ist nur beim "Krankfeiern" absehbar, bei einer tatsächlichen ernsthaften Erkrankung, die einen Krankenstand auch tatsächlich erfordert, ist ein Datum der Genesung seriöserweise nicht absehbar.

und wird auch weiter informiert, wenn die Erkrankung länger andauert.

Das sieht dann so aus, dass die Mitarbeiterin in der Früh über eine Kollegin ausrichten lässt, dass sie leider doch nicht wie angekündigt und zugesagt wieder einsatzfähig ist, und wir stehen da wie die begossenen Pudel und wissen nicht, woher wir so schnell Ersatz nehmen sollen. Brauchbare Arbeitskräfte schneit es nicht vom Himmel, und die sind auch nicht gleich von Anbeginn an voll einsatzfähig, weil sie ja die betrieblichen Abläufe noch nicht kennen. Und wenn sie dann eingearbeitet werden, muss man sie wieder fortschicken, weil die kranke Mitarbeiterin wieder genesen ist, und die Arbeit nicht für zwei reicht.

Ihr Gewerkschafter solltet Euch einmal selbst auf die andere Seite begeben, damit Ihr auch einmal wisst, wie es von der anderen Seite aussieht!

Kommentar von Indivia ,

Tja, dann siollte man auf den AG auch verzichten. Ich habe es leider selber erlebt, Chefin wusste das ich im Krankenhaus lag, Krankmeldung lag vor, sie rief morgens um 7.00h an,wann ich denn wieder käme, danach folgten Sms etc.wann ich endlich wieder zur arbeit kommen würde.( ich lag in der Psychiatrie). Sowas trägt auch nicht gerade zur Genesung bei.

Kommentar von Herb3472 ,

In einem Wirtschaftsbetrieb kommt das Geld nicht aus der Steckdose, und wenn jemand ausfällt, kann das für den Betrieb unter Umständen schwerwiegende wirtschaftliche Folgen haben.

Du hättest ja Deine Chefin informieren können, dass Du voraussichtlich für längere Zeit ausfällst und sie sich daher etwas überlegen muss, wie sie die Zeit bis zu deiner Genesung überbrückt (oder eben das Arbeitsverhältnis auflöst, wenn Du keinen Wert mehr sauf eine weitere Mitarbeit legst).

Im Prinzip ist das ja ähnlich wie bei einer Beziehung. Wenn Du Schluss machen willst, dann sag' es halt so, dass es der andere auch versteht.

Antwort
von DrStrosmajer, 33

Selbstverständlich brauchst Du keinen Anruf des AG anzunehmen. Du bist schließlich im Krankenhaus, um wieder gesund zu werden. Während einer Krankschreibung oder KH-Aufenthalt braucht man sich mit der Firma nicht abzuärgern.

Antwort
von fritzfrank232, 40

Blocken. Du bist krank gemeldet. Und auch gleich nach einem neuen Job umschauen. Gibt auch gute Chefś.

Kommentar von Herb3472 ,

Deswegen, weil der Chef/ die Chefin wissen möchte, ab wann er/ sie wieder mit dem/ der Mitarbeiter/in rechnen kann, ist er/sie noch kein schlechter Chef. Wenn Du privat einen Handwerker benötigst, würdest Du auch gerne Bescheid wissen, wann Du mit ihm rechnen darfst - und nicht "irgendwann vielleicht - oder vielleicht auch nicht".

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