Frage von MarkusKapunkt, 404

Sollte religiöser Fanatismus strafrechtlich verfolgt werden?

Wer in Deutschland rechte Propaganda verbreitet und die Rassenlehre Hitlers propagiert, kann wegen Volksverhetzung angezeigt und verurteilt werden.

Doch was sagt die Rassenlehre aus? Sie beginnt mit der Behauptung, dass eine Rasse besonders sei. Dann sagt sie, dass diese Rasse allen anderen überlegen sei . Und schließlich fährt sie damit fort zu behaupten, dass die eigene Rasse das Recht habe, alle anderen Rassen entweder zu beherrschen oder auszurotten.

Tut religiöser Fanatismus nicht genau das selbe? Es beginnt damit, dass verbreitet wird, die eigene Religion sei die einzig wahre. Dann folgt die Erkenntnis, dass die eigene Religion besser ist als alle anderen Religionen. Und dann folgt der Aufruf, alle schlechten Religionen zu beseitigen.

Ich denke hierbei nicht nur an islamistische Hetzprediger, sondern auch an die zurzeit immer mehr Zulauf gewinnenden extremistischen (meist evangelikalen) Freikirchen in Deutschland. Sollte man ein aufkeimendes religiöses Weltbild, dass im Laufe der Geschichte schon oft genug zu so viel Leid und Schrecken geführt hat, nicht mindestens genauso hart bekämpfen? Könnte man den Volksverhetzungsparagraphen nicht weiter ausdehnen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von beroud, 80

ein bedeutungsloses grüppchen von anhängern einer wirren neuen religion störte die ordnung in der stadt - sie wurden verfolgt und trafen sich daher nur noch im verborgenen

als sie das nächste mal bemerkt wurden, waren sie so viele und so gefestigt in ihrer überzeugung, daß sie nicht mehr entfernt werden konnten

das war die geschichte der christen im alten rom

willst du fanatiker? dann verfolge sie fanatisch!

Kommentar von MarkusKapunkt ,

Da hast du recht, eine schärfere Gesetzgebung könnte Wasser auf die Mühlen der Fanatiker sein. Teufelskreis... Aber wie sonst eindämmen? Aufklärung bringt ja scheinbar auch nichts. Bis gestern bin ich davon ausgegangen, dass jemand, der das deutsche Schulsystem durchlaufen hat, sich so einer Gruppe niemals anschließen würde. Ich wurde eines besseren belehrt. Einige davon studieren sogar an einer renommierten deutschen Universität mit dem Ziel, genau so ein Lehrer zu werden wie der in dem Video. Darf man das hinnehmen?

Kommentar von beroud ,

meinungsfreiheit bedeutet meinungsvielfalt - mit dem anspruch auf meinungshoheit beginnt das diktat - daß hitler die ausrottung der juden forderte, hat sie nicht umgebracht, sondern daß niemand mehr widersprochen hat

und wenn wir uns alle ganz doll einig sind, daß rassismus und faschismus falsch sind, daß es nie wieder krieg und ein neues auschwitz geben darf, dann, so bitter die pille auch sein mag, dann wird die für einen demokratischen rechtsstaat so wichtige meinungsvielfalt ausgerechnet von denen erhalten, die sie infrage stellen und eben genau das gegenteil von dem sagen, was als allgemein gültig und richtig gilt

das ist an sich aber kein problem, sondern sogar wichtig für die meinungsbildung, denn jeder muß seine meinung von zeit zu zeit überprüfen, um sich sicher sein zu können, noch auf dem richtigen weg zu sein - wer das verweigert, links oder rechts, ist bereits ein fanatiker

schau dir nur mal den wahnsinn bei der französischen revolution an - die herrschenden jakobiner waren von der revolution so dermaßen überzeugt, daß sie jeden, der im verdacht(!) stand, die revolution nicht 100%ig zu unterstützen, mit der guillotine enthaupteten - die jakobiner mußten mit purer gewalt besiegt werden

so ist das halt: alle irren sind davon überzeugt, der welt einen gefallen zu tun

andersherum ist doch bekannt, daß viele irre nur deswegen radikalen blödsinn reden, weil sie gezwungen sind, unter sich zu bleiben - wie soll denn ein halbwüchsiger mit rechten anwandlungen jemals von seinem trip runterkommen, wenn er nur mit gleichgesinnten offen und angstfrei sprechen kann?

die republikaner sollten doch auch schon mal für den untergang des abendlandes verantwortlich gemacht werden, und kaum im hamburger senat angekommen, zerbrach die stammtischpartie daran, an ihren eigenen worten gemessen zu werden

ich bin davon überzeugt, daß wir die rechten spinner den linken spinnern verdanken - weniger extremismus bei den antifaschisten würde auch weniger extremismus bei den faschisten bedeuten

Antwort
von randomhuman, 60

Ich persönlich finde religiöser Fanatismus sollte bestraft werden oder falls es schon bestraft wird dann sollte man so etwas besser verfolgen können.

Ich denke da immer an diesen Pierre Vogel, welcher ein deutscher islamischer Hassprediger ist. Der labbert so einen Schwachsinn mit seiner Hetze aber bisher ist er immer durchgekommen. 

Gleiches gilt natürlich für jede Religion, wie du selbst schon gesagt hast.

Es gibt auf jeden Fall jede Menge Gesetze in Deutschland, die verbessert oder aufgefrischt bzw. neu gemacht werden sollten, um unsere Werte hier besser zu schützen.

Antwort
von danhof, 109

das im Laufe der Geschichte schon oft genug zu so viel Leid und Schrecken geführt hat

Zum Beispiel wo? Kommt jetzt wieder das "Argument", dass Hitler katholisch war und deshalb das Christentum böse ist? Weil er in "Mein Kampf" schrieb, dass er von Gott berufen wurde? Deshalb wird das wohl auch so gewesen sein? Wenn wir alle ein bisschen mehr zu unseren christlichen Werten und Wurzeln stehen würden, wäre sowas vielleicht nie passiert?! Dann würden auch Rattenfänger an den Rändern der Gesellschaft keine Chance haben.

Kriege werden geführt wegen Macht, Geld, Ressourcen oder territoraler Ansprüche oder Begehrlichkeiten. Ich habe noch von keinem Krieg gehört, der von einer Baptistengemeinde oder den ach so bösen Brüdergemeinden vom Zaun gebrochen wurde.

Sollte man ein aufkeimendes religiöses Weltbild [...] nicht [...] bekämpfen?

Wird doch getan. Open Doors berichtet über den aktuellen Fortschritt bei der Verfolgung von Christen weltweit. Auch nicht sooooo schön, finde ich.

Könnte man den Volksverhetzungsparagraphen nicht weiter ausdehnen

Könnte man, halte ich aber für unnötig, denn §130 StGB regelt bereits alles:

>>> Wer den Frieden stört, gegen eine nationale, rassische, religiöse oder durch ihre ethnische Herkunft bestimmte Gruppe, gegen Teile der Bevölkerung oder gegen einen Einzelnen wegen seiner Zugehörigkeit zu einer vorbezeichneten Gruppe oder zu einem Teil der Bevölkerung zum Hass aufstachelt, zu Gewalt- oder Willkürmaßnahmen auffordert, ...<<<

Antwort
von Temas, 128

Ja sollte sie, jedoch ist es schwer darin zu unterscheiden, bzw zu differenzieren, was nun religiöser Fanatismus ist und was im Rahmen der Religionsfreiheit steht. 

Denn wenn man allein den Punkt beachtet, welcher besagt, dass nur die Religion, der man zugehört, die richtige sei, so wären sehr viele Menschen (Millionen) betroffen, und der Aufschrei wäre groß, wenn sie strafrechtlich verfolgt werden würden.

Eventuell sollte die öffentliche "Propaganda" solcher vermindert werden, sodass die Ausübung des Glaubens und Predigen des religiösen Inhalts nur in geschlossenen Gemeinden etc. erlaubt werden sollte. 

Antwort
von YDerKellerY, 30

Es ist schon fragwürdig Nazis zu verfolgen, es gibt nicht weniger davon deswegen. Vielleicht sollte man einfach die Mühe in Alternativen und in Wahrheitssuche investieren (wie einige Freikirchen ;). 

Wie willst du Fanatismus definieren? Nur weil etwas extrem ist muss es ja nicht schlecht sein. 

Jesus, Ghandi, Martin Luther (King) oder der Dude waren zB auch Extremisten.

Antwort
von Chaoist, 196

Aktuell wird vermehrt zu unterschiedlichen Anlässen argumentiert, dass die zur Diskussion stehende Aussage nicht den Tatbestand des Rassismus erfülle, da es ja nichts mit Biologie zu tun hätte, wenn man z.B. etwas über "den Islam" sagt.

Nur weil der Rassismus nicht biologisch begründet wird, ist er noch lange nicht weniger rassistisch. Es werden weiterhin Menschen abgewertet, die nicht zur vorher definierten Gruppe gehören.

Ein Gesetz gegen "religiösen Fanatismus" würde wohl zum Generalverbot der meisten, wenn nicht gar aller Religionen führen. Selbst wenn sich einige Glaubensgemeinschaften äußerst zurückhaltend geben, sieht des Teufels Advokat jedes kleinste Detail und wird es vor Gericht verwenden.

Die Freiheit der Wahl der eigenen Religion muss gewahrt bleiben. Statt ein weiteres Verbot ein zu führen, das entweder nicht umgesetzt wird oder gegen geltendes Menschenrecht verstößt, sollten passenderer Gegenmaßnahmen verstärkt werden. ( Bildung, Wohlstand, positive Gesellschaft, ... )

Kommentar von MarkusKapunkt ,

Danke für die Antwort.

Ein Gesetz gegen "religiösen Fanatismus" würde wohl zum Generalverbot der meisten, wenn nicht gar aller Religionen führen. Selbst wenn sich einige Glaubensgemeinschaften äußerst zurückhaltend geben, sieht des Teufels Advokat jedes kleinste Detail und wird es vor Gericht verwenden.

Aber warum das? Ich rede ja nicht davon, Religionen zu verbieten. Um Himmels willen, nein, damit würde ich mir als Religionslehrer auch ins eigene Fleisch schneiden. Es geht mir nur um Einzelpersonen, die andere aufgrund ihres anderen Glaubens verurteilen und zu ihrer Diskriminierung wieder andere aufstacheln. Ich rede auch nicht von einer Stasi-ähnlichen Kontrolle der Gottesdienste (sowohl in Moscheen als auch Kirchen), sondern ein schlichtes Antragsdelikt: Bekomme ich mit, wie jemand öffentlich gegen Juden oder Schwarze wettert, kann ich den ja einfach anzeigen, woraufhin Polizei und Staatsanwat ermitteln und den Übeltäter wegen seiner Äußerungen vor Gericht stellen. Wettert er aber gegen Christen oder Moslems, geht das nicht so einfach - dann muss er schon grob den öffentlichen Frieden stören. Ich finde deshalb, dass die Justiz da nicht mit zweierlei Maß messen, gerade weil wir in der heutigen Zeit in Deutschland eine ganz andere religiöse Landschaft haben, als zu der Zeit, in der der Volksverhetzungsparagraph verfasst wurde.

Kommentar von Chaoist ,

Mein Punkt ist der:

Es gibt bereits alle notwendigen Gesetze, gegen diese Einzelpersonen. Ich sehe gleich wie Sie auch, den Tatbestand der Volksverhetzung in einigen Beispielen erfüllt. Nur wird eben fälschlicher Weise damit argumentiert, dass es an der biologischen Grundlage fehlen würde.

Wie würde denn ein neues Gesetz aussehen? Wenn es etwas anderes sein soll als die die bereits existieren, dann erwarte ich eben einen juristischen Overkill.

Zu diesem Thema passt übrigens ein Vortrag sehr gut, den ich vor kurzem gesehen habe. Darin wird auch das Argument behandelt das ich hier angesprochen habe:

https://youtu.be/C5-aBz5twLU

Gruppe42 zeigt: Ramsis Kilani über „Der neue, alte Chauvinismus in Deutschland“ ( Dauer: 1:12:49 )

Antwort
von izreflexxx, 17

Ich finde die gemutmaßte Folge von einer Überzeugung bis zur gewaltsamen Beseitigung widersprechender Überzeugungen durch evangelikale Christen extrem befremdlich; und das als Evangelikaler. 

Ich kenne Deine Überzeugung nicht. Aber ist es nicht genau das, was Du anderen verbieten möchtest, was Du qua Gesetz für Deine Überzeugung erreichen möchtest? Nämlich die gewaltsame Unterdrückung und letztlich Beseitigung gegenläufiger Ansichten?

Als Evangelikaler ist es mir wichtig, dass ich anderen Menschen gegenüber kommuniziere, dass sie freiwillig ein Vertrauensverhältnis zu Jesus beginnen könnten. Vertrauen kann man nie erzwingen. Das wird auch kreuz und quer in der Szene kommuniziert, die es ja nun auch nicht erst seit gestern gibt. Evangelikalismus ist nicht neu. Neu ist liberales Christentum mit seiner Beliebigkeit, die Dir möglicherweise eher zusagen mag. 

Ich kann mit Vielfalt sehr gut leben und finde das interessant. Traurig, dass Du damit scheinbar ein Problem hast und uns alle uniformieren möchtest.

Kommentar von MarkusKapunkt ,

Ich bin es langsam leid, es wieder und wieder zu erklären. Es geht nicht um die Unterdrückung ganzer Religionen und Konfessionen, sondern um die Bestrafung derer, die ihre Mitmenschen mit ihrer Religion diskriminieren, Feindbilder predigen und hetzen. 

Kommentar von izreflexxx ,

Mir ist das zu inkonkret. Ab wann soll denn so ein Tatbestand erfüllt sein? Am besten am Beispiel evangelikaler Freikirchen erklärt.

Antwort
von JanfoxDE, 12

Also vielleicht aus meiner Sicht könnte man eventuell gerne schon religiöser Fanatismus strafrechtlich verfolgt werden, da diese manchmal ziemlich nerven können.

Antwort
von Wilfri, 66

Wenn es im Mittelalter so ein Gesetz gegeben hätte, dann wären rund 60 Millionen Menschen weniger gestorben Und Regierungen hätten keine Protestanten und Hugenotten und Waldenser verfolgt und getötet. Aber das Gesetz Gottes verbietet ja ein solches Handeln. Menschen aber sogar Staaten und Kirchen haben sich in der Vergangenheit ruchlos darüber hinweg gesetzt. Wenn jetzt der Atheismus auch noch zur Staatsreligion wird, und man als Christ auch nur darüber redet, dann soll man zum Staatsfeind werden? Ein Glück, dass es solche Gedanken nur bei einigen wenigen gibt. Das schließt natürlich nicht aus, dass irgendwelche Mullas Unsinn reden im Deinem Sinne. Aber wird das die Zuhörer dazu bringen, selbst rassistisch zu werden. Doch nur wenn sie ebenso diese Ader haben. Und dann ist für Straftäter ´mit Gesetzen nicht beizukommen.

Kommentar von woflx ,

Wenn es im Mittelalter so ein Gesetz gegeben hätte, dann wären rund 60
Millionen Menschen weniger gestorben Und Regierungen hätten keine
Protestanten und Hugenotten und Waldenser verfolgt und getötet.

Da irrst Du Dich. Wenn Du Dich mit der Geschichte beschäftigst, wirst Du feststellen, daß die Inquisition im Grunde genommen genau das war, was der Fragesteller forderte:Eine Institution, die Personen und Gemeinschaften, die sonderbare Lehren verbreiten, daraufhin untersucht, ob sie noch auf der Grundlage allgemein anerkannter Prinzipien stehen und gegebenenfalls Konsequenzen zieht.

Problematisch wird die Sache dann, wenn der Boden gemeinsamer anerkannter Prinzipien selbst zu schwanken beginnt oder gar ganz verschwindet.

Kommentar von Wilfri ,

Da hast Du recht. Ich wollte mit dem Kommentar ja nicht ausdrücken, dass ich dass befürworte. Ganz im Gegenteil. Meiner Meinung nach sollte es jedem klar sein, dass eine Institution wie die Inquisition eben nicht das ist, was wir brauchen und damit auch heute keine zusätzlichen Gesetze brauchen, die religiöse Dogmen festlegen. Ich bin für Glaubens- und Gewissensfreiheit. Genau das wollte man damals nicht. Wenn heute der Staat wieder religiöse Themen nach einem bestimmten Chema vereinheitlichen würde, dann hätten wir eine Staatsreligion, die uns dieser Freiheit berauben würde und es käme wieder zu Verfolgungen. Welche "Bestrafung" man da erfinden würde, ist natürlich unklar, aber die Folgen könnten tatsächlich wieder von geringen Strafen bis zum Mord gehen. Und das ist nicht das, was ich meine, dass Du als Fragesteller willst. Denn sonst könnte es sein, dass Du Dich ins eigene Fleisch schneidest und irgendwann auch mal der Bösewicht bist.

Wir brauchen nur so viel Recht, wie erforderlich ist, die staatsbürgerlichen Grundprinzipien aufrecht zu erhalten und kein tendenziöses Recht. Wir wollen eben kein Mittelalter mehr unter dem Diktat einer religiösen Hauptrichtung.

Antwort
von Bambi201264, 48

Sehr schöne, logische aufgebaute Frage, die aber selbstverständlich mal wieder von unseren Lieblingsmuslimen missbraucht wird *würg*

Ich bin jedenfalls vollkommen Deiner Meinung: Ja, sollte es.

Und nicht nur religiöser Fanatismus, sondern jegliche Art von Extremismus.

Mehr Objektivität und Besonnenheit bitte!!!!!

Kommentar von Finchen1304 ,

Ich weiß nicht. Nur die weichgespülte Mitte? Muss man nicht auch in der Lage sein, Extreme auszuhalten? Darf man dann noch extreme Frisuren tragen? Extreme Musik hören? Wer bestimmt, was extrem ist und was nicht? Ich verstehe wohl den Gedanken dahinter, glaube aber nicht, dass es funzt, wenn man "Extreme" verbieten will - verbiete einer Menge das Wort, und es schwelt im Untergrund. Und das knallt dann definitiv doller...

Kommentar von Bambi201264 ,

Stichwort: "Parallelgesellschaften"? Die wir auch haben, obwohl nichts verboten ist?

Ich denke, die ganze Problematik überfordert uns alle.

Antwort
von Finchen1304, 15

Hmmm.

Ich möchte hier mal eine Lanze für die sog. "evangelikalen Freikirchler" brechen - wobei ich natürlich nicht alle kenne und es (leider) tatsächlich seltsame Ausformungen gibt:

Wenn sich Evangelikale (egal ob Landeskirche oder Freikirche) auf die Bibel berufen, dann bedeutet das:

- Ja, man darf Menschen einladen zum Glauben an Jesus, darf ihnen Bibeln schenken, zu Gottesdiensten einladen, für sie beten

- Nein, mit Gewalt, Zwang, Druck, Manipulation gewinnt man niemanden für Christus. Was hilft's, dass einer "ja" sagt und "nein" meint?

Jesus selbst sagt: wenn ihr nicht willkommen seid, schüttelt euch den Staub von den Schuhen, segnet diejenigen und geht weiter.

Darüber hinaus liegt der Maßstab Jesu noch höher: Segnet, die euch fluchen, wünscht denen Gutes, die euch verfolgen!

Ja, da gibt es noch das Alte Testament. Gott hat hier rigoros durchgegriffen und Völker vernichtet. Ich kann das auch nicht erklären, bin schließlich kein Theologe oder so. Jedoch ist durch die Geburt, Kreuzigung, Wiederauferstehung und Himmelfahrt Christi ein neuer Bund geschlossen, und es gibt heutzutage keinerlei Rechtfertigung, im Namen von Jesus Christus Gewalt in irgendeiner Form anzuwenden.

Dass Menschen anderen Menschen auftragen, im Namen Gottes "Ungläubige" auszurotten, ist nicht Gottes Schuld, in der Vergangenheit aber leider immer wieder vorgekommen (Kreuzzüge, Hexenverbrennungen etc.).

Da steckten leider immer machtpolitische und/oder finanzielle Interessen drüber und eine mangelhafte Bildung der breiten Masse. Ist übrigens zum Thema Fanatismus das Hauptproblem: mangelnde Bildung bzw. Angst vor Bildung, da man Gefahr läuft, aus seiner Blindheit und seinen Vorurteilen geweckt zu werden.

Schönen Abend noch,

Finchen1304

Kommentar von MarkusKapunkt ,

Die Antwort gefällt mir. Danke!

Antwort
von kami1a, 61

Hallo! Nur wenn daraus Straftaten entstehen und das ist bereits der Fall.

Ich wünsche Dir alles Gute.

Antwort
von catchan, 11

Tut religiöser Fanatismus nicht genau das selbe? Es beginnt damit, dass
verbreitet wird, die eigene Religion sei die einzig wahre. Dann folgt
die Erkenntnis, dass die eigene Religion besser ist als alle anderen
Religionen. Und dann folgt der Aufruf, alle schlechten Religionen zu
beseitigen.

Tut religiöser Fanatismus nicht genau das selbe? Es beginnt damit, dass
verbreitet wird, die eigene Religion sei die einzig wahre. Dann folgt
die Erkenntnis, dass die eigene Religion besser ist als alle anderen
Religionen. Und dann folgt der Aufruf, alle schlechten Religionen zu
beseitigen.

Tut religiöser Fanatismus nicht genau das selbe? Es beginnt damit, dass
verbreitet wird, die eigene Religion sei die einzig wahre. Dann folgt
die Erkenntnis, dass die eigene Religion besser ist als alle anderen
Religionen. Und dann folgt der Aufruf, alle schlechten Religionen zu
beseitigen.

Tut religiöser Fanatismus nicht genau das selbe? Es beginnt damit, dass
verbreitet wird, die eigene Religion sei die einzig wahre. Dann folgt
die Erkenntnis, dass die eigene Religion besser ist als alle anderen
Religionen. Und dann folgt der Aufruf, alle schlechten Religionen zu
beseitigen.

Hmmm.... schwierige Frage! Ersteinmal gilt zu klären, ab wann beginnt Fanatismus? Erst einmal hält jede Religion sich für die beste.

Grundsätzlich gilt erst einmal: Die Religionsfreiheit sollte zu jeder Zeit gewahrt bleiben. Niemand soll jemand anderen vorschreiben können welche Religion er zu haben hat. Das gilt übrigens auch für Atheisten. Dieser Punkt lässt sich übrigens auch mit der Überzeugung von der eigenen Religion vereinbaren. Ich bin vollkommen überzeugt von meinem Glauben, allerdings weiß ich, dass andere glauben ein anderer Glaube ist besser für sie.

Überzeugt sein.... wenn das ein Punkt für Fanatismus ist, dann haben wir aktuell viele Fanatiker, die sich rot anziehen und laut brüllend vor dem Fernseher sitzen....

Der Punkt ist erreicht, wenn man eine andere Religion beseitigen will. Da könnte man durchaus ansetzen. Solche Punkte kann man m.E. auch durchaus in die Volksverhetzung aufnehmen. Aber dann hätten einige "Islamkritiker" einige Probleme.

In meinen Augen wichtig, um Fanatiker etwas die Stirn zu bieten ist die Schulpflicht. Damit bekommen Kinder aus fanatischen Familien Kontakt zu der Außenwelt.

Aber grundsätzlich gilt, um weiteres Leid zu verhindern: man muss verstehen, dass der eigene WEg nicht immer der richtige für den anderen ist.

Antwort
von FooBar1, 29

Ich finde man sollte da die Grenze ziehen, wo es öffentlich wird und zwar für alle. Keine Koran oder Bibelverteilung, keine Zeugen Jehovas an Haustüren, keine christlichen Prozessionen... Das ist alles privatkram und sollte privat bleiben.

Antwort
von LordPhantom, 68

Ich finde schon.

Antwort
von saidJ, 123

Hallo ,
ich als Muslim bin der Meinung das jeder der behauptet jede andere Religion abgesehen von seiner sollte ausgerottet werden soll Strafrechtlich verfolgt werden .
Und du hast Recht das ist Volksverhetzung und man sollte mit allen Mitteln dagegen vorgehen .

Kommentar von Fatimh ,

Du bist kein richtiger Muslim du bist ein Produkt der deutschen Politik wann hattest du zuletzt den Koran in der Hand ? Du musst nicht mir antworten sondern antworte nur dir selbst auf diese Frage!

Kommentar von saidJ ,

Ich bin kein richtiger Muslim ?
Dann sag mir bitte wo im Koran steht das man andersgläubige aufgrund ihrer Religion ausrotten sollte ?
Wer auch immer das prädigt ist weit weg vom Islam .
Unser Prophet s.a.w.s hatte einen Juden als Nachbarn und hat ihn nicht ausgerottet .
Nun sag mir mal was dein problem ist .

Kommentar von Fatimh ,

Du verstehst nichts vom Islam

Kommentar von saidJ ,

Sehr interesant , das Wort Argument ist dir denk ich fremd entweder du bist ein Troll oder du tust mir leid denn jemanden so leichtsinnig als nicht Muslim zu bezeichnen ist keine kleinigkeit .
Möge Allah s.w.t dich rechtleiten

Kommentar von Fatimh ,

Danke

Kommentar von Fatimh ,

Wünsche ich dir auch Bruder .... Du hast ja recht tut mir leid das ich dich Nicht-muslim genannt habe

Kommentar von saidJ ,

Kein Problem .
Möge Allah s.w.t dir verzeihen .

Kommentar von Fatimh ,

Danke

Kommentar von Fatimh ,

Aber das heißt ja schon das es nichts gutes ist ein nicht muslim zu sein also sollten wir doch schon den Menschen klar machen das sie zum Islam kommen sollen zu der Wahrheit

Kommentar von saidJ ,

Natürlich ist es aus der islamischen Ansicht nciht gut nicht-Muslim zu sein jedoch glaube ich kaum das jemand hören will " sei Muslim oder du kommst in die Hölle "
Versuch lieber mit deinem Verhalten ein Vorbild zu sein und den Islam sogut wie möglich zu präsentieren denn vergiss nicht du spiegelst den Islam wieder und wenn du dich schlecht verhällst ( oder sonst wer  ) dann gibt es leider Menschen die dann den Islam damit in Verbindung bringen .

Kommentar von Fatimh ,

Ok aber wir können doch nicht zu schauen wie die in die Hölle gehen

Kommentar von DonkeyDerby ,

@Fatimh:

Ok aber wir können doch nicht zu schauen wie die in die Hölle gehen

Doch, natürlich könnt Ihr. Wenn es Gott gibt, dann sieht er schon selbst zu, dass er die Menschen von sich überzeugt. Ein allmächtiger Gott braucht kein menschliches Hilfspersonal, das missioniert und zwingt. Gutes vorleben und über die eigene Religion unverbindlich informieren, Angebote machen - das ist vollkommen in Ordnung, denn es gibt ja bei vielen Menschen das Bedürfnis nach Spiritualität. Aber Zwang und Drohung - das kann und darf nicht richtig sein.

Kommentar von LordPhantom ,

Es gibt keinen Gott, keinen Himmel und keine Hölle. Problem gelöst.

Kommentar von Fatimh ,

Du hast das aller größte Problem

Kommentar von saidJ ,

Lordphantom als rational denkender Mensch solltest du wissen das man Gott nicht wiederlegen kann .
Also ist deine Aussagen rein wissenschaftlich gesehen schonmal falsch .

Kommentar von Odorwyn ,

Rein "wissenschaftlich" gesehen ist LordPhantom nämlich gold-richtig! Solange es nicht bewiesen ist das es etwas gibt, gibt es das schlichtweg nicht.

Derjenige der eine außergewöhnliche Behauptung (z.B. eine Existenz des "Übernatürlichen") aufstellt, hat zu beweisen. Nicht andersrum!

Wie soll man auch beweisen, dass es etwas nicht gibt, wenn es dasjenige nicht gib?

Logik.

Kommentar von saidJ ,

Man sollte es wiederlegen können und dies ist nicht möglich .

Kommentar von WuZiMu ,

Gott existiert, weil WIR existieren. Es ist nicht möglich Gott wiederzulegen.

@Fatimh noch hat keiner jemanden in der Hölle gesehen, deshalb musst du nicht denken dass jeder ungläubiger in die Hölle kommt. Allah sagt im Koran selbst, dass Er nie ungerecht sein wird. Deswegen mach dir lieber darüber keine Gedanken.

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