Sollte öffentlicher Verkehr wie z.B. S-Bahn kostenfrei werden?

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11 Antworten

Wie alt bist du...? Zwölf???

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Grundsätzlich finde ich die Idee eines kostenlosen ÖPNV (zumindest in den Innenstädten und Ballungsräumen) durchaus sinnvoll - ich fürchte, anders lässt sich in diesen Gebieten langfristig der Verkehrskollaps nicht verhindern und die Lebensqualität nicht auf einem akzeptablen Niveau halten.

Dafür müsste das ÖPNV aber auch so strukturiert sein, dass es tatsächlich für jeden sinnvoller und praktischer ist, mit dem Bus / Zug zu fahren als mit dem eigenen Auto. Und wie schon andere hier schrieben, ist das zumindest "auf dem Land" nicht so einfach zu erreichen, zumindest nicht für wenig Geld.

Wir müssen m. E. auf jeden Fall die Attraktivität des ÖPNV erheblich steigern. Die Fahrpreise sind dafür sicher ein mögliches Stellrad, aber nicht das einzige - Kostenlosen ÖPNV fände ich gut, aber da muss noch einiges mehr dazu kommen ...

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So was wäre wie die Rundfunkgebühr dann sehr unfair, viele Leute z.B. vom Land müssen dann doppelt zahlen und die Großstädter sparen Geld. Im besten Fall führt das dann zu weiterer Landflucht und die Städte sind überfüllt und Wohnraum wird dort total unbezahlbar. 

Ich muss 40 km zur Arbeit fahren mit dem Auto einfache Fahrt und habe dadurch echt schon genug kosten und kann damit nicht noch andere mitfinanzieren, die es zur Arbeit einfacher haben. Bei uns fährt ein bis zwei mal am Tag ein Bus in ca. 1 km Entfernung ist die Bushaltestelle, in Ferienzeiten und am WE fährt er noch seltener bis gar nicht. 

Ohne Auto zur Arbeit geht es gar nicht. Und wenn ich mal frei habe, muss ich Erledigungen machen, ohne Auto würde ich am Tag nur eine Erledigung schaffen, ich habe aber sehr viele Sachen zu erledigen. Ohne Auto bin ich total aufgeschmissen, ich müsste langfristig kündigen. 

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So einfach ist das nicht, die Fahrpreise sind ja nicht nur da, um die Fahrer zu bezahlen, sondern um die ganzen anderen Kosten (Vandalismus, Ausbau, Reinigung, etc.) zu zahlen. Wie genau stellst du dir das mit der Steuer vor? Sollen die Leute, die überhaupt keine S-Bahn in der Nähe haben bzw. diese nicht nutzen diese Steuer auch bezahlen?

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Ich würde das für eine klasse und umweltbewusste idee halten

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Nichts ist kostenfrei. Die Kosten würden nur verlagert, doch wer will diese Kosten tragen ohne dafür eine Gegenleistung zu bekommen?

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Wenn man nichts mehr für die Fahrkarten zahlen müsste, so würden die Steuerzahler dafür aufkommen müssen.

Warum solltest Du dafür zahlen, dass ich täglich mit der U-Bahn ins Büro fahre, oder würdest Du das als Gerecht empfinden?

Umgekehrt, die Fahrkarten sind im Prinzip zu billig, denn die werden schon hoch subventioniert.

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Kommentar von TomRichter
12.11.2016, 18:19

> Warum solltest Du dafür zahlen, dass ich täglich mit der U-Bahn ins Büro fahre, oder würdest Du das als Gerecht empfinden?

Wenn das dazu führt, dass Du weniger mit dem Auto fährst und ich so sauberere Luft einatmen kann, fände ich das nicht schlecht.

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Kommentar von claushilbig
13.11.2016, 13:20

Sicher ist der ÖPNV schon hoch subventioniert - aber kennst Du einen anderen Weg, Leute zum Umsteigen zu bewegen?

Oder wie willst Du sonst den Verkehrskollaps in den Städten langfristig verhindern?

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sei ehrlich, du hast keine Ahnung, was der öffentliche Nahverkehr kostet .....

mit 5-10 € pro Haushalt könntest du noch nicht mal die Gehälter der Beschäftigen bezahlen .....

und wie willst du dann die Reparaturen / Versicherungen / Treibstoff / Reinigungskosten  und vor allem Neuanschaffungen bezahlen?

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Kommentar von kevin1905
12.11.2016, 15:43

Mit Luft und Liebe bestimmt! =)

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Das ist m.M. eine sehr schlechte Idee.

Erstens, haben doch nur die Leute in der Stadt bzw. mit entsprechenden Arbeitsstellen einen Vorteil.

Wer z.b. in Hamburg, Berlin, Stuttgart... lebt, der kann i.d.R. auf ein PKW verzichten, weil der öffentliche Nahverkehr dort sehr gut ausgebaut ist.

Aber im "Speckgürtel" um solche Städte bzw. auf dem Land sieht das schon ganz anders aus. Der öffentliche Nahverkehr ist nicht annähernd so gut ausgebaut. Und es macht oft auch wirt. keine Sinn, dies im großen Maßstab zu tun. Folge: Man ist i.d.R. auf ein PKW angewiesen.

Warum soll nur die "Landbevölkerung" die "Stadtbevölkerung" subventionieren? Und tatsächlich haben viele Leute in den Städten gar kein Auto mehr. Die würden also eine Subvention bekommen, ohne dass es was bringen würde (es würde ja "nicht" weniger Autos geben). Anderseits, könnten die Leute auf dem Land eben nicht aufs Auto verzichten und müssten trotzdem über die Steuer diesen Kram finanzieren.

Und noch ein großes Problem sehe ich in der Geldverteilung. Wer entscheidet denn nach welchen Maßstäben, welches Unternehmen wie viel Geld bekommt? Ein Maßstab wäre ja die Anzahl der Fahrgäste bzw. die gefahrenen Kilometer. Nur wie will man diese Zahlen ermitteln bzw. wer soll das kontrollieren?


Und erkläre mal einen Bäcker (aufgrund der Arbeitszeiten wird der i.d.R. keinen öffentlichen Nahverkehr nutzen können), warum der sich ein PKW leisten muss, warum er dein "Angebot" hingegen nicht nutzen kann, aber dieses finanzieren muss. Während der Bankangestellte voll subventioniert werden kann....

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für die Anwohner schon

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Und die Leute, die nicht mit der Bahn fahren? Die müssen dann extra Steuern bezahlen? Nein danke.

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