die einmischung der politik scheint eads doch nur wettbewerbsuntauglich zu machen. was haltet ihr davon?
Diese Frage wird ein Politiker sicherlich verneinen. Der Unteschied zwischen den liberalen Staaten (oder zumindest, die den Anspruch erheben solche zu sein) und den "sozialen Marktwirtschaften" ist, dass in den letzteren die Politiker behaupten, die Kapitalismus und der Markt in vielen Situationen versagen und dass die Bevölkerung sich nicht gegen die Macheschaften der Grosskapitalisten wehren kann. Daher muss durch ein Einlenken her, das von der Politik kommen muss. Allein der Begriff "soziale Marktwirtschaft" begründet de facto (aber nicht de jure) jeden Eingriff des Staates. Das Problem ist, dass auch die Bevölkerung solche Ideen unterstützt. Von den festen Glauben (generell) an Prinzipien in Deutschland ist die Staatsgläubigleit enstanden. Fragen Sie Ihren Nachbarn, er wünschst sich sicherlich ein "besseres Regeln" duch den Staat - das haben Sie tausendfach gehört. Solange sich die Meinung der Leute nicht ändert(in Richtung Abkehr von der sozialen Marktwirtshaft), hat die Politik das Recht sich einzumischen. Was in den meisten Fällen kann nicht gut enden, denn die Beamten können nicht die besseren Fachleute sein, als diese in den Privatfirmen (in dem Fall EADS).

Die Politik sollte viel mehr aufpassen, dass die ausl. Firmen mit ihren so genannten Investitionen nicht weiterhin unsere Betriebe niedermachen und dann wieder nach 2-3 Jahren verschwunden sind.
Die Politiker sind nun mal vom "Volk" gewählt und haben deren Interessen zu vertreten!
@Joachim RADüNZEL. Ich habe Ihre Antworten auf der ganzen Seite mit grossem Interesse verfolgt. Ich glaube, Sie wären besser bei Stalin oder Marx aufgehoben. Oder warum fahren Sie nicht nach Kuba, es gibt nocht Chancen auf künstliche Gesellschaften auf der Welt.
Der Staat soll nur die Rahmenbedingungen für die Wirtschaft stellen. Angebot und Nachfrage sollen den Markt bestimmen.
Meiner Meinung mischt die Politik auf Grund von Wiederwahlangst zu sehr in der Wirtschaft mit.
Joachim Radünzel am 6. Februar 2007 14:41 A & N stimmt doch schon lange nicht mehr (wie man uns mal geschult hat). Absprachen und Preistreiberei sind doch schon alltäglich (siehe Sprit).

Wenn die Politik sich nicht seit vielen Jahrzehnten immer wieder für die Interessen von Airbus eingemischt hätte, dann gäbe es dieses Unternehmen in Deutschland gar nicht.
Dabei sind häufig auch politische Entscheidungen gegen den Willen der Wähler und selbstverständlich immer auch auf Kosten der Wähler durchgedrückt worden.
Es sind sogar zugunsten von Airbus mit fadenscheinigen Gründen Gesetze geändert worden, weil die politischen Amateure sich von den Profis bei EADS über den Tisch ziehen liessen.
Wenn die Politik jetzt wieder versucht, sich einzumischen, so ist das schlicht eine notwendige Folge ihrer früheren Einmischungen - also unvermeidlich.
Zweifel habe ich allerdings, ob die Politiker hier nicht den Mund (mal wieder) zu voll nehmen, ob sie also tatsächlich eine Möglichkeit haben, die Entscheidungen bei EADS zu beeinflussen.
Sehr gut!