Frage von JokoHeinz, 39

Sollte man wirklich auswandern, wenn man es in Deutschland nicht geschafft hat?

Ein guter aber nicht so glücklicher Freund will Deutschland den Rücken kehren und auswandern. Nachdem er jahrelang trotz echter Bemühungen jobmäßig nicht auf einen grünen Zweig gekommen ist, will er nun in Südamerika neu anfangen. Ich bezweifel, dass er es dort schaffen wird (Selbständigkeit in der Gastronomie), denn ich glaube die Hürden werden dort noch viel größer sein als hier und das hört man ja nicht selten in den Medien.

Oder ist es tatsächlich einfacher im Ausland?

Antwort
von Tasha, 30

Wichtig ist auf jeden Fall die Vorarbeit: Was muss man dort mitbringen? Unter welchen Bedinungen kann man arbeiten bzw. dort leben? Hat man eine Wohnmöglichkeit in Aussicht? Wie sind die Einstellungschancen? Wie hoch wäre der Verdienst; wie hoch die Lebenshaltungskosten? Kann man die Sprache? >> GANZ wichtiger Punkt!! Gerade in der Gastronomie, falls man mit Gästen zu tun hat.

Meistens muss man eine Durststrecke überwinden und auch erst mal den Umzug stemmen, also braucht man viele Rücklagen. Von den Reimers in den USA, die immer im Fernsehen zu sehe sind, hörte ich mal, dass sie mit 100.000 € rübergegngen sind und dem Vorsatz, zurückzukommen, wenn sie nach Aufbrauchen dieser Summe nicht so viel verdienen, dass es zum Leben reicht.

Wichtig ist halt auch: Bin ich den Jobanforderungen dort gewachsen? Brauche ich dort evtl. Fähigkeiten, die ich hier nicht brauche? Und habe ich die?

Antwort
von trumm, 16

Wenn er es sich  finanziell leisten kann, in Suedamerika einen Gastronomiebetrieb zu pachten oder zu kaufen, der in Bestlage liegt, um somit moeglicherweise mit dieser "genialen" Idee ueber die Runden zu kommen, kann er in Deutschland nicht so erfolglos sein.

Ohne reichlich Kapital und Sprachkenntnissen sowie Kenntnis der suedamerikanischen Mentalitaet, ist sein Wunsch nur heisse Luft und nicht ernst zu nehmen.

Antwort
von diroda, 39

Nein, im Ausland ist es immer schwieriger weil zusätzliche Probleme und Risiken dazu kommen. Die sind nur nicht immer auf den ersten Blick zu sehen. Werden deshalb übersehen.

Antwort
von finaljason, 27

Siiicher, aber wenn die Ausländer aus diesem Grund dann nach Deutschland kommen, nennen wir sie "Wirtschaftsflüchtlinge"... Irgendwie ist das doch paradox.


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