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Sollte man Streit zwischen den Ehepartnern immer vor den Kindern unterdrücken?

gefragt von Heike68 am 29.10.2007 um 17:04 Uhr

Ich frage mich ob es Kinder nicht sowieso merken wenn es Streit zwischen den Eltern gibt!? Manchmal kann man halt nur schwer den Streit unterdrücken! Was sind eure Tricks um es möglichst nicht vor den Kindern auszudiskutieren?

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Kinder x 17.877 Familie x 9.320 Streit x 787 Ehepartner x 34 Konfliktmanagement x 22

Knowledge
beantwortet von Knowledge am 29. Oktober 2007 17:30
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Das ist gefährlich, weil sie ohnehin alles mitbekommen (zumindest, dass die "Luft brennt"); und dann bekommen sie vielleicht den Eindruck, man will etwas vor ihnen verheimlichen. Das ist dann wiederum die Basis für Misstrauen. Ich versuche, wenn meine Wut etwas nachgelassen hat, mich mit den Kindern zusammenzusetzen und ihnen den Streitgrund zu eklären. Oft verstehen sie es nicht, aber zumindest kann ich ihnen zeigen, dass ich auch nur ein Mensch bin und dass ich nichts vor ihnen verbergen will. Ich stelle dann oft fest, dass sie das Streit-Thema dann nicht sehr lange interessiert.


Shira
beantwortet von Shira am 29. Oktober 2007 17:14
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Kommt darauf an, wie heftig der Streit ist, und wie alt die Kinder sind. Kleine Streitigkeiten der Eltern dürfen Kinder ruhig mitbekommen. Von vernünftigem Streiten können auch Kinder lernen.

Kommentar von Vinc1 am 29. Oktober 2007 17:35

Streiten lernen! Das hätte ich jetzt auch geschrieben, DH ;-)

Kommentar von C8d3f6d10fc8cdba93db90ece3f90e6dsmallShira am 29. Oktober 2007 17:36

Vernünftiges und faires Streiten will eben gelernt sein! ;-)

Kommentar von Vinc1 am 29. Oktober 2007 17:45

Du sagst es ;-)


Wishmaster
beantwortet von Wishmaster am 29. Oktober 2007 18:00
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Ganz schlimme Streitigkeiten, die entweder einen sehr ernsten Grund haben oder die zu emotional werden, sollten sie wohl nicht mitbekommen.

Kinder sollten aber auf jeden Fall mitbekommen, dass die Eltern ab und zu Meinungsverschiedenheiten haben und sich auch mal streiten, denn so lernen sie, dass es kein Widerspruch ist, jemanden zu lieben und trotzdem nicht immer der gleichen Meinung zu sein.


ratpacker
beantwortet von ratpacker am 29. Oktober 2007 17:08
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kinder haben eine feine antenne und merken zwist zwischen ihren eltern immer. wenn ihr es leise austragen könnt, wartet bis sie schlafen und redet sachlich miteinander. wenn ihr euch nur brüllend streiten könnt, wartet bis die kids in der schule, etc. sind und tobt euch aus.oder geht in den wald, enn die kids bei oma sind. besser wäre ein besuch beim eheberater.

Kommentar von 0d4550e9ca310f36c442f19c90c63308smallHunley am 30. Oktober 2007 11:40

Nur weil man mal streitet muß man doch nicht zum Eheberater.

Kommentar von Simple_avatar2smallratpacker am 31. Oktober 2007 18:56

nee - man kann auch alles so lassen und bis zur scheidung eskalieren lassen...


Qetan
beantwortet von Qetan am 29. Oktober 2007 21:36
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Kinder merken sofort, wenn stimmungsmäßig etwas zwischen den Eltern nicht in Ordnung ist, egal ob man sich vor ihnen streitet oder nicht. Wie einige Antworten schon sagen, ist es sogar wichtig für Kinder, streiten zu lernen. Vergessen wurde aber bisher, dass es für Kinder mindestens genau so wichtig ist zu lernen, dass man sich nach einem Streit auch wieder vertragen kann.


anonym
beantwortet von gabiii am 3. November 2007 12:38
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Streit belastet ohne Frage die Kinder immer. Man erinnert sich vielleicht an seine eigene Kindheit und auch an die Gefühle, wenn die Eltern gestritten haben. Am schlimmsten habe ich es als Kind empfunden, wenn ich Streit nur hörte ohne die Personen betrachten zu können. Damit fehlte mir die Einschätzung wie schlimm die Situation war. Glücklicherweise haben unsere Eltern immer mit uns geredet über alles und man konnte sehen, dass auch sie nur Menschen waren. Mit unseren Kindern handhaben wir es heute genauso. Es wird immer mit offenen Karten gespielt. Sie wissen, dass es im Leben Probleme gibt, aber auch, dass es Lösungen gibt, dass jeder mal nachgeben muss. Alles kann gut werden, wenn man etwas dafür tut. Wie sind seit 27 J. zusammen und davon 21 J. verheiratet und haben drei Kinder und ein Enkelkind. Es gibt ab und an Streit, aber das Glück und der Zusammenhalt steht im Vordergrund.


Wieselchen1
beantwortet von Wieselchen1 am 30. Oktober 2007 07:53
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Als Erstes sollten wir zwischen einem Streit und einem handfesten Ehekrach unterscheiden, als Zweites das Alter des Kindes berücksichtigen.

In unserer Ehe "krächelt" es häufiger, da mein Mann und ich beide HB-Männchen sind. Ich bemühe mich, mein Temperament unter Kontrolle zu halten, manchmal funktioniert das aber nicht.

Diskussionen und Streitigkeiten sollte man nach Möglichkeit da lassen, wo sie sind: Im normalen Alltag, dort wo sie entstanden sind. Immer alles unterdrücken führt nur dazu, dass es sich aufstaut und dann in einem Riesenknall endet.

Den großen Krach mit Brüllen und Schreien, Heulen und Zähneklappern sollte man nach Möglichkeit vor den Kindern vermeiden. Aber auch hier ist die Möglichkeit gegeben, dass nach einer Versöhnung die Kinder merken, dass auch so was möglich und nicht dramatisch ist.

Nur diese versteckten Hinterhältigkeiten, die Ironie, Stichelei bis unter die Gürtellinie, die sollte man tunlichst unterlassen. Die Kinder merken, dass sich eine Spannung aufbaut, und die ist unerträglich.

Wenn mein Mann und ich einen handfesten Ehekrach haben, hat mein zweijähriger Sohn da keine Angst vor, denn er weiß, dass wir uns versöhnen. Ist aber eine Spannung im Raum, weil jemand was unterdrückt, dann spielt er verrückt. Das kann er nicht ertragen.

Bei meinem großen Sohn haben wir seinerzeit einen Familienrat eingeführt,über den wir eine Menge Probleme gemeinsam gelöst haben. Natürlich nicht die Eheprobleme, da haben wir ihn tunlichst neutral sein lassen. Aber so ein Familienrat ist was Tolles, denn da lernen Kinder UND Eltern mit strengen Regeln, eine Streitkultur aufzubauen. Unsere Regeln waren:

  • Fester Ort

  • Jedes Mal war ein anderer der "Moderator"

  • Jeder muss dem Anderen zuhören, bis er ausgesprochen hat.

  • Kein Sarkasmus, keine Ironie, keine Beleidigungen, Beschimpfungen

  • Grundsätzlich ist der Familienrat dazu da, um Lösungen zu finden und nicht einen der Familienmitglieder abzustrafen

  • Die Lösung muss von allen angenommen werden, auch wenn jemand nicht begeistert von der Lösung ist

  • Es darf keine Ressentiments (Feindseligkeiten, Nickeligkeiten) dem gegenüber geben, der anders abgestimmt hat.


jens79
beantwortet von jens79 am 30. Oktober 2007 07:48
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Kinder lernen am besten vom Vorleben. Wenn du also willst, dass deine Kinder auch Konflikte austragen und friedlich lösen können, musst du ihnen auch zeigen wie das geht und dass du das auch machst. Voraussetzung ist natürlich, dass die Eltern nicht unsachlich, beleidigend oder verletzend werden, wenn die Kinder dabei sind.


weisseFeder
beantwortet von weisseFeder am 30. Oktober 2007 07:29
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Vor allem sollte man sich nicht gegenseitig beschimpfen..habe es damals mit meinem Ex oft erlebt..er ist Schotte und seine Redegewantheit in Deutsch war nicht so gut..aber wie bei den meisten Sprachen kannte er ziemlich alle Fluchwörter und "Fachausdrücke" wie Schla....Hu...und und...irgendwann hat die Große (damals) 8 Jahre aufgeschnappt und sagte dann mal zu mir..Mama wenn Papa dich Schl... nennt kann ich das doch auch..das war heftig und bring mal einem 8jährigem Kind bei das Papa nicht immer recht hat und das es ein schlimmes Wort ist das sehr verletztend ist..also..streiten ja...aber sachlich und vernünftig,nicht unter der Gürtellinie...es muss gelernt sein


anonym
beantwortet von matilda am 29. Oktober 2007 18:01
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man sollte zu heftige Streits nicht vor den Kindern austragen (die Betonung liegt auf sollte) - leider klappt das nicht immer... Wichtig finde ich, mit den Kindern darüber zu reden und vor allem, dass sie auch die Versöhnung mitkriegen. So können sie tatsächlich konstruktives Streiten lernen.


anonym
beantwortet von mousimaus am 29. Oktober 2007 17:56
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Wir haben es auch immer so gehalten es vor den Kindern möglichst zu verstecken, wenn man sich streiten muss. Manchmal, gerade mit den älteren beiden, passiert es aber, dass sie die Streitereien mitbekommen. ich glaube es tut ihnen auch bereits gut zu sehen, dass nicht immer alles Friede Freude Eierkuchen ist und sie werden ein bischen auf ihre evtl, kommenden Beziehungen vorbereitet. Nur dadrauf achten, wie man sich streitet ist auch wichtig, also nicht unter die "Gürtellinie" gehen oder zu beleidigent werden.


anonym
beantwortet von anma1968 am 29. Oktober 2007 17:41
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Wenn es wirklich mal zu einem Streit kommen sollte (was bei uns höchst selten ist), versuchen wir es trotz allem, dass die Kinder es nicht mitbekommen. Unmittelbar nach dem Streit ist mir nämlich nicht der Sinn danach, noch viel zu reden. Jedoch stellte ich in der Vergangenheit fest, wenn die Kinder es mitbekommen, besonders der Große (15), dass die Kinder oftmals die Schuld bei sich suchen. Und diesen Punkt finde ich ganz traurig. Da hilft nur eine Erklärung. Andererseits kann man den Kindern dann auch zeigen, dass ein kleiner Streit ab und zu auch immer mit einer Versöhnung endet. Dies ist meiner Meinung nach auch sehr wichtig.


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