Sollte man so einen Beruf alleine machen, oder lieber mit Zuhälter?

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8 Antworten

Wenn Du Dir einen Zuhälter suchst, dann kannst Du das verdiente Geld auch gleich verbrennen - wenn Du Dir vorstellst einen besonders "Netten Zuhälter" erwischt zu haben, dann verbrenne nur zwei Drittel.

Keine Sexworkerin braucht heutzutage einen "Beschützer", der sie "versteckt", "mit Kunden versorgt" oder "das mit der Polizei regelt". In Deutschland (und verschiedenen anderen EU-Ländern) ist Prostitution legal, darf in angemessenem Rahmen beworben werden und wer das richtige Geschäftsmodell wählt braucht auch keinen zusätzlichen "Schutz".

In der Welt des Paysex gibt es stark unterschiedliche Geschäftsmodelle in Bezug auf Service, Verdienstmöglichkeit, freie Zeiteinteilung, Klientel und so weiter.

Mach' auf jeden Fall einen Bogen um Laufhäuser ("Eros-Center"...) - und den Straßenstrich hast Du hoffentlich ohnehin nicht im Sinn! Viele denken ja zunächst mal an eine Karriere als Escort. Hierfür gibt es (Google hilft) zahlreiche Escort-Agenturen. Du solltest Dir aber im Klaren sein, dass Du beim Escort viel Zeit mit den Warten auf Deinen Einsatz verbringst und jeder Gast eine neue Überraschung ist.

Immer beliebter bei den Gästen und auch den Sexworkerinnen sind FKK- und Saunaclubs. Hier können sie aktiv auf die Männer zugehen und ihre Zeit selbst planen. Viele Girls arbeiten z.B. nur am Wochenende oder nur tagsüber, andere lieber abends/nachts usw. Die Frauen zahlen dabei ebenso wie die Männer einen Tageseintritt und bekommen dafür die Infrastruktur (Zimmer, Duschen...), Anonymität (nur der Club bekommt Deinen echten Namen auf dem Ausweis zu sehen), Sicherheit (durch das Personal) und natürlich jede Menge Gäste, die sie zu einem Stelldichein verführen können. Gäste, die beim Vorgespräch durch fehlende Manieren oder mangelnde Hygiene auffallen, können sie einfach ablehnen und wieder wegschicken - DAS ist beim Escort-Date nicht so einfach. Über die Gage braucht man nicht zu verhandeln, da sich die Damen untereinander auf Standardpreise verständigt haben (den sog. "Clubstandard").

Neben dem Eintritt (meist 50-100€) werden keine weiteren Kosten fällig - Essen und Trinken sind auch enthalten. Der Leistungsumfang, mit dem die Männer rechnen, ist ähnlich wie beim Escort. Pro halbe Stunde gibt es dann zwar "nur" 50€ - aber der wandert dann komplett in die Taschen der Sexworkerin und eine gute Dienstleisterin weiss ihren Gast auch für eine Stunde oder länger bzw. für das eine oder andere "Extra" zu begeistern...

Nominal ist die Gage beim Escort zwar höher - aber dafür auch der Zeitaufwand für An- und Abreise und die Hälfte der Kohle geht ja dann auch erstmal an die Agentur.

Eine fleißige Club-Dienstleisterin kann am Tag 500-1000 Euro verdienen - an schlecht besuchen Tagen kann es auch mal weniger sein, zu Spitzenzeiten mehr. Die verschiedenen Spielarten des Paysex sind sehr gut in dem Buch "Wir sehen uns im Puff!" (Amazon) zusammengefasst. 

Übrigens: Sich auf Portalen wie kaufmich oder gesext anzubieten hat seine Tücken - denn wer garantiert Deine Sicherheit, wenn in der besuchten Wohnung nicht ein einsamer Freier, sondern gleich eine ganze Gruppe auf Dich wartet? Was wenn ein Kunde sich mehr nimmt, als Du geben möchtest? Dabei kann ein Fahrer oder jemand, der einen Kontrollanruf macht ob alles OK ist, nützlich sein. Dafür reicht aber eine Freundin! Ein Zuhälter, der Dir für diesen "Service" den größten Teil Deines Verdienstes abnimmt, ist deutlich überbezahlt!

Wenn Du wirklich als Sexworkerin arbeiten möchtest und auch bereit bist ggf. die Folgen zu tragen (vielleicht kommt es irgendwann raus? - vor allem wenn Deine Bilder auf den Webseiten einer Agentur im Internet stehen...) dann mach Dir selbst ein Bild (einen Club kannst Du Dir mal unverbindlich zeigen lassen) und lass Dir von niemandem einreden Du bräuchtest einen "Manager" oder "Beschützer" - sonst wird das nix mit dem Geldverdienen...

Seid nett aufeinander!

R. Fahren

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Kommentar von Lejany
15.06.2016, 20:36

Warum sollte man als arbeitender- und Kunde den Straßenstrich meiden? Warum raten davon alle ab?!

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Das solltest Du Dir genau überlegen und vorher nach telefonischer Absprache auch die betroffenen Bordelle und Saunaclubs besuchen um einen Überblick zu bekommen. Auch macht es Sinn mit anderen Prostituierten zu sprechen. Und natürlich arbeitest Du auf eigene Kappe und nicht für einen Zuhälter. Stichwort: Düsseldorfer Modell.

Und denke bitte daran, dass Dein Verdienst sehr von Deiner Optik, Deinem Service und auch der Art der Prostitution abhängt.

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Kommentar von RFahren
04.06.2016, 11:53

Beim "Düsseldorfer Modell" handelt es sich um einen pauschalen Steuerabschlag - also eine Vorauszahlung auf die zu erwartende Steuerschuld der selbständig tätigen Dienstleisterinnen, die dann mit der Jahreeinkommensteuererklärung verrechnet wird. Bordellbetreiber und gewerbliche Zimmervermieter haben sich oft mit den Finanzbehörden darauf verständigt diese Pauschale mit Eintritt bzw. Tagesmiete einzuziehen und abzuführen. Mit "Zuhälter oder nicht" hat dieses Modell erstmal nichts zu tun. Es sorgt lediglich dafür, dass der unerbittlichste aller Zuhälter - das Finanzamt - seinen Teil abbekommt... .

Seid nett aufeinander!

R. Fahren

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Kommentar von Furino
29.07.2016, 16:32

Beachte besonders den letzten Absatz.

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Das kommt natürlich in erster Linie auf den Typ an. Ein starker Kerl an Deiner Seite ist in dem Job aber ein schöner Vorteil. Du kannst Dich gegen Konkurrenz besser behaupten und es gibt auch Rückhalt gegen Freier. Außerdem verschafft er Dir vielleicht auch den einen oder anderen guten Freier.

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Denk lieber noch mal drüber nach, ob das wirklich gut für dich wäre. Und wenn, dann mache es professionell.

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Kommentar von Kashazhij
03.06.2016, 17:05

Professionell.. Wo gibt es denn sowas in so einem Beruf? Ich klingel ca. 20 Bordelle mal durch, vielleicht findet sich ja was. 

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Die Berufserfahrungen der Nutzer/innen in dem Bereich sind sicherlich sehr begrenzt, so dass du zwar mit Vermutungen, aber wohl kaum mit fundierten Branchenkenntnissen rechnen kannst.

Möglicherweise ist die Anzahl der Freier unter den Nutzern größer und sie können dir aus ihrer Perspektive einige Tipps geben.

Brancheninsider findest du tatsächlich vorwiegend in Bordellen, wenn du dich dort andienst.

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Ehhmm. Ich würde es ohne machen. Du kannst doch mal Werbung machen :D!

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Möglichst Ohne Zuhälter

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anmelden beim gesundheitsamt , krankenkasse , haftpflichtversicherung .

dann schild an die straße : öffnung zu vermieten !

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Kommentar von Kashazhij
03.06.2016, 16:57

XD 

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Kommentar von Mignon4
03.06.2016, 16:58

dann schild an die straße : öffnung zu vermieten 

Danke für den Lacher!

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