Frage von Referendarwin, 147

Sollte man sicherheitshalber religiös sein, auch wenn Gott vielleicht nicht existiert?

Wenn Blaise Pascal recht hat, sollten wir doch alle zu Gläubigen werden oder nicht?

Antwort
von Unsinkable2, 74

Wenn Blaise Pascal recht hat, sollten wir doch alle zu Gläubigen werden oder nicht?

Pascal beging den Logik-Fehler, zu glauben, es gäbe nur diesen einen Gott.

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Tatsächlich gibt es aber Tausende Götter in den verschiedensten Religionen. Und sie alle sind gleich wahrscheinlich: Entweder gibt es sie. Oder es gibt sie nicht. Jeden einzelnen von ihnen. Oder eine Teilmenge. Oder alle zusammen.

Und das auch mit der gleichen Begründung, die für die Existenz des christlichen Gottes angeführt wird. 

Sollte es aber mehrere Götter geben, dann geht Pascals Idee nicht mehr auf. Vielmehr ist es LOGISCH BESSER, NICHT GOTT-GLÄUBIG zu sein; die mögliche Existenz von Göttern aber generell auch nicht abzulehnen; ... also Agnostiker oder zumindest schwacher Atheist zu sein.

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Begründung:

Viele Religionen haben "Höllen-Konzepte". In diese Höllen wandern die jeweiligen Anhänger der falschen Götter. Mithin kommt JEDER Gott-Gläubige mit 100%-iger Sicherheit in eine Hölle. Nicht zwingend in die eigene. Sehr wohl aber in die jeweils fremden.

Die allermeisten Religionen, insbesondere die Missions-Religionen, sparen jedoch "Ungläubige" i.S.v. "an keinen Gott glaubende Menschen" völlig aus. So auch das Christentum, das die Hölle nur für "Götzenanbeter" und "abtrünnige Christen" vorsieht.

Wer also nicht an Götter glaubt, sie aber auch nicht negiert, wird von den allermeisten Religionen schlicht "übersehen". Zwar steht ihnen in vielen Religionen auch das "Paradies" nicht zu; aber sie kommen auch nicht in die "Hölle". (Das ist darauf zurückzuführen, dass zur Zeit der Religions-Entstehung völliges Desinteresse an Göttern gesellschaftlich ausgeschlossen war.)  

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Logische Schlussfolgerung

Das Paradies auf Erden zu errichten, verbietet kein bekannter Gott. Insofern wäre es konsequent, genau das zu tun, und das Paradies auf Erden zu errichten:

  • Sollte es keine Götter geben, und sollte das Leben mit dem Tod enden, hat man zumindest zu Lebzeiten das Paradies genossen.
  • Sollte es hingegen Götter geben, kommen sowieso alle Gott-Gläubigen in irgendeine Hölle. 

Nur die Nicht-Gläubigen werden ausgespart. Und da über sie in den mir bekannten Religionswerken nichts Negatives berichtet wird, gibt es nur zwei logische Konsequenzen: 

  • (a) man stirbt und ist tot; so, als ob es keinen Gott gäbe. Da man das aber nicht merkt, ist es unerheblich.
  • (b) man kommt ins Paradies und lebt dort ewig.

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Warum nicht negieren? Die Ablehnung der Existenz von Göttern ist insofern schwierig, als es einige Religionen gibt, die "zürnende Götter" haben. Solche Götter entwickeln auch eine Abneigung gegen Leute, die behaupten, sie würden gar nicht existieren. In manchen Religionen wird man dafür mit der Hölle des eigenen Gottes bestraft.

Die Ablehnung des christlichen Gottes gehört hingegen zu den Ausnahmen und ist problemlos möglich. Jesus berichtet in Mt 25, 31ff, wie das Weltgericht des christlichen Gottes abläuft. Dort steht nichts darüber, ob man Gottes Existenz akzeptieren muss oder nicht; sondern ausschließlich - Achtung! - ob man sanftmütig, friedlich, barmherzig und ehrlich war. 

... Und das wiederum führt uns zum "irdischen Paradies" zurück: Wer das Paradies auf Erden errichten will, der muss diese Bedingungen zwangsläufig erfüllen, hat also beim christlichen Gott Pluspunkte fürs christliche Paradies gesammelt, es sich aber zugleich nicht mit den anderen Göttern verscherzt; wird also mit geringerer Wahrscheinlichkeit in einer Hölle enden...

Da viele der jesus'schen Ansprüche (Barmherzigkeit, Ehrlichkeit, etc.) auch für viele andere Religionen gelten, sammelt man überdies auch bei anderen Göttern entsprechende Pluspunkte. Und bei einigen reicht es auch für das dortige Paradies-Äquivalent.

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Schlussfolgerung: Pascal irrte, weil er lediglich von der Existenz des christlichen Gottes als einzigem Gott ausging. Das ist jedoch ebenso wahrscheinlich, wie die Existenz gar keines Gottes und die Existenz tausender Götter.

Sicherer als "Pascals Wette" ist also "Unsinkable2's Wette": Errichte das Paradies auf Erden. Und verzichte auf den Glauben an Götter; wie auch auf die Ablehnung der Existenz von Göttern. Damit besänftigst du eventuell doch existierende Götter am wahrscheinlichsten. Und sollten sie tatsächlich nicht existieren, dann hattest du zumindest ein geiles Leben... ;)

Antwort
von charismaticus, 108

Nö. Man sollte sicherheitshalber auf moralische Korrektheit achten, also so frei nach dem Motto "Was du nicht willst was man dir tu', das füg auch keinem anderen zu." bzw. "Meine Freiheit hört da auf wo die Freiheit meines Nächsten beginnt.".. also eben einfach wertschätzend mit seinen erdischen Lebensgenossen umgehen und im Sinne des Gemeinwohls handeln. Dann kann einem kein Gott was. Aber das sollte man eigentlich auch so tun, ganz unabhängig von Angst vor göttlichen Strafen.

Wenn dieser Gott, der mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sowieso nicht existiert, mich trotzdem einzig aufgrund meines Nichtglaubens bestrafen will (den Nichtglauben kann ich mir ja nicht mal aussuchen, entweder mein Verstand läßt mich an Gott glauben oder eben nicht) - sorry, aber dann hat es dieser Gott ohnehin nicht verdient, angebetet zu werden. So viel Rückgrat hab ich wohl. Dann lieber auf der Highway To Hell fahren, als mich einem miesen Despoten zu unterwerfen :)

Eine andere Sichtweise wäre: Fest steht, daß du nur dieses eine Leben hast. Daß ein Gott existiert, steht so ganz und gar nicht fest - im Gegenteil. Wieso also dieses einzigartige Leben für eine unplausible Vermutung hergeben? Stell dir vor, Gott existiert nicht (und das ist nun mal viel wahrscheinlicher), hast du dann nicht extrem viel Lebenszeit für eine Illusion verschwendet? Ist dein Leben dann erfüllend gewesen, wenn dein Gedankenkonstrukt die ganze Zeit auf dieser Lüge gefußt hat? Deine Ideale, deine Ziele, deine Gewohnheiten, willst du die von irgendeiner schwachsinnigen Religion fremdsteuern lassen?

Antwort
von AaronMose3, 91

Wenn Blaise Pascal recht hat, sollten wir doch alle zu Gläubigen werden oder nicht?

Man kann diese Sicht durchaus vertreten, ja. 

Aber ich glaube kaum, das ein (wenn er existiert) Gott, den Glauben an ihn akzeptiert, wenn er nur aus der Angst heraus entsteht, in der Hölle zu landen. 

Denn du glaubst dann nicht wirklich an ihn, sondern redest es dir ein, damit du dir keine Gedanken darum machen musst, vielleicht zu "verlieren". Das hat mit echtem Glaube wenig zu tun. 

Außerdem gibt es durchaus Lücken in dieser Theorie, wie die angeblich fehlenden Kosten, die es aber durchaus gibt. 

So heißt es: 

Die pascalsche Wette in ihrer  Formulierung geht davon aus, dass Glaube nichts kostet. Pascal selbst gesteht jedoch zu, dass es jedenfalls möglich ist, dass man gezwungen ist „die irdischen Freuden“ zu opfern, um sein Leben dem Glauben an Gott in angemessener Weise zu widmen. Der Gedanke dabei ist, es könne Kosten geben, direkte Kosten (Zeit, Gesundheit, Wohlstand) und „Opportunitätskosten“: Diejenigen, die naturwissenschaftlich denken, auch wenn es Glaubensinhalten widerspricht, könnten in der Lage sein, Entdeckungen zu machen und Ziele zu erreichen, die einem ideologisch Gefangenen verwehrt bleiben.

Es wird auch argumentiert, dass der Glaube Lebensfreude kosten kann, weil die gläubige Person nicht an Aktivitäten teilnehmen darf, die durch das Dogma verboten werden.

Ein weiterer Einwand, den Pascal selbst diskutiert, ist das Problem, dass zum richtigen Glauben die feste Überzeugung gehöre, dass Gott existiere. Diese lässt sich aber nicht ohne weiteres herstellen, wird doch im Argument davon ausgegangen, dass die Existenz Gottes keinesfalls eine sichere Tatsache ist. Entsprechend ist es schwer vorstellbar, dass ein Mensch, der von der Richtigkeit von Pascals Argument überzeugt ist, seine bisherige Skepsis vergessen und sich zum Glauben entschließen kann

Q: Wikipedia.

Wie gesagt, die Wette ist durchaus plausibel und auch einleuchtend. Aber plötzlicher Glaube alleinig aus dem Grund der Angst ? Nein, danke. Dann lieber gar nicht glauben. 

Außerdem ist Angst niemals ein guter Ratgeber. Auch bei solch theologischen Themen nicht. Vor allem weil es nicht besonders intelligent ist, davon auszugehen, das der Christliche/jüdische/muslimische Gott ausgerechnet der eine richtige ist. Es gibt immerhin mittlerweile über 3000 dieser Gestalten. 


Kommentar von Maxieu ,

"...ist es schwer vorstellbar, dass ein Mensch, der von der Richtigkeit von Pascals Argument überzeugt ist, seine bisherige Skepsis vergessen und sich zum Glauben entschließen kann."

Richtig. Insbesondere auf diese Kandidaten passt Proudhons
Bonmot:

                          "Wer Gott sagt, will betrügen."

- zuerst sich selbst, könnte man an dieser Stelle hinzufügen.

Antwort
von wfwbinder, 65

Im Film "Lilien auf dem Feld" wird von Dorf Bewohnern eine Kirche gebaut. Alle beteiligen sich.

Einer fragt den Nachbarn: "Warum hilfst du die Kirche bauen, Du glaubst doch nicht an Gott?"

der entgegnet: "ich glaube auch nicht, dass mein Haus abbrennt, aber ich zahle trotzdem für die Versicherung."

Ein anderer hat es so ausgedrückt: "in einem brennenden Flugzeug gibt es keine Atheisten mehr."

Kommentar von earnest ,

Ein schönes Gleichnis. Versicherungsmathematisch macht es aber keinen Sinn. 

;-) 

Auch ich hatte eine "Versicherungsidee" in meiner Antwort. Du bist mir sicher nicht böse, wenn ich sage, dass ich sie für realistischer halte ... 

;-)

Kommentar von Wahchintonka ,

Das gleicht sich dann aber wieder aus. Denn andere werden ein solches Unglück als Beweis ansehen, dass es keinen Gott gibt

Kommentar von Maxieu ,

"Ein anderer hat es so ausgedrückt: "in einem brennenden Flugzeug gibt es keine Atheisten mehr."

Gegen Ende sicher nicht, aber Gläubige genauso wenig.
 

Kommentar von Ryuuk ,

"ich glaube auch nicht, dass mein Haus abbrennt, aber ich zahle trotzdem für die Versicherung."

Nur gibt es dutzende von Versicherungsagenturen und nur eine davon wird tatsächlich für Brandschaden aufkommen. Aber du weißt nicht welche es ist.

in einem brennenden Flugzeug gibt es keine Atheisten mehr."

Das ist mehr ein Argument gegen brennende Flugzeuge als gegen Atheisten.

 

 

Expertenantwort
von Enzylexikon, Community-Experte für Religion, 58

Was soll das sein "sicherheitshalber" religiös?

Entweder man glaubt, oder man glaubt nicht.

Meinst du, sich ohne innere Überzeugung einer Religionsgemeinschaft anzuschließen, bietet irgendeine Erlösungsgarantie?

Meinst du ehrlich, dass ein allwissender Gott nur auf dein kirchliches Parteibuch schaut und sich nicht für dein Gewissen interessiert?

Man muss zwischen Glauben und Religion unterscheiden.

Ich bezweifele stark, dass die "pro forma" Mitgliedschaft in irgendeiner Gemeinschaft sich irgendwie positiv auf ein göttliches Urteil auswirken würde.

Wie soll jemand beten, der nicht an Gott glaubt, sondern lediglich Angst hat, ohne Taufe der Verdammnis anheim zu fallen?

"Lieber Gott, ich glaube zwar nicht an dich, aber da ich so schreckliche Angst vor der Hölle habe, spreche ich jetzt ein Vaterunser, auch wenn ich das eigentlich unsinnig finde...Vater unser im Himmel..."

Soll so etwas die Seele "erretten" können?

Kommentar von Enzylexikon ,

Ich selbst bin übrigens ein religiöser Mensch, aber ich halte absolut nichts von irgendwelchen Versprechungen im Bezug auf das "Seelenheil" von Gläubigen.

Entweder der Mensch hat ein religiöses Empfinden, ein Bedürfnis nach Spiritualität, Sinnhaftigkeit, Transzendenz und ist dann eben das, was man "gläubig" nennt - oder er meint, dieses Bedürfnis nicht zu haben und ist dann dementsprechend "ungläubig".

Die formelle Mitgliedschaft durch irgendwelche Rituale sind lediglich ein Faktor der organisierten Religionen, nicht aber der Religiosität.

Ich denke, die organisierte Religion ist absolut wertlos, wenn sie nicht vom religiösen Geist der Menschen beseelt wird.

Nicht der Mensch braucht die organisierte Religion, sondern die organisierte Religion beruht auf dem Glauben der Menschen.

Wenn dieser Glaube nicht stets neu belebt wird, dann wird diese Religion tot und erstarrt zu etwas leblosem.

Solch einem verknöcherten Modell traue ich dann vielleicht die Manipulation von Menschen zu - aber sicher nicht die Erfüllung meiner spirituellen Bedürfnisse.

Kommentar von Referendarwin ,

Könnte doch sein, schließlich sind unsere Taten wichtiger als unsere Gedanken, oder?

Wenn ich tausend Juden das Leben rette, obwohl ich insgeheim Juden hasse, bin ich dann ein schlechter Mensch?

Kommentar von Enzylexikon ,

Ich denke, wir sollten vor allem ehrlich und unsere Handlungen mit unseren Überzeugungen in Einklang stehen.

In den zehn Geboten des Alten Testaments heißt es, "Du sollst nicht lügen" und außerdem "du sollst nicht falsch Zeugnis ablegen". Beides sind Aufforderungen zur Ehrlichkeit.

Ich bezweifele daher, dass solch ein Gott irgendeine Alibi-Handlung wie die Taufe als positiv akzeptieren würde, wenn bereits die Intention dahinter unehrlich ist und nur auf egoistischer "Chancenoptimierung" für das Himmelreich ausgerichtet ist.

Was mich angeht, so glaube ich zwar nicht an einen personifizierten, allmächtigen Schöpfergott, aber sollte es so etwas in der Art doch geben, wird er sich durch solche scheinheiligen Taschenspielertricks vermutlich nicht hinters Licht führen lassen.

Außerdem ist doch absolut spekulativ, welches "Parteibuch" denn von Gott akzeptiert werden würde. Das weiß niemand.

Wenn man sich römisch-katholisch taufen lässt, aber am Ende die Sikh-Religion, die Verehrung Vishnus, oder eine andere Religion vor Gott sich als "wahre Lehre" erweisen sollte - dann hätte man auf das falsche Pferd gesetzt.

Soll ich deswegen jetzt allen Glaubensgemeinschaften dieser Welt beitreten, um meine Chancen aufs Himmelreich zu maximieren?

Ich glaube, so dumm wäre Gott nicht, dass er nicht erkennt, das man nur aus Egoismus, Unehrlichkeit und Angst handelt.

Persönlich werde mir jedenfalls diese Mühe nicht machen, es einem hypothetischen Gott auf Biegen und Brechen nun Recht machen zu müssen.

Kommentar von Enzylexikon ,

Wie earnest hier schon ganz richtig sagte: Wenn es einen psychisch entlastet, irgendwelche religiösen Riten zu vollführen, selbst wenn man nicht von ihnen überzeugt ist, kann man das sicher machen.

Das wäre dann aber ein rein psychologischer Effekt.

Ob solch ein Vermeidungsverhalten bei einem Gott allerdings Pluspunkte geben wird, wage ich aber wie gesagt zu bezweifeln.

Für mich stellt sich dieses Dilemma glücklicherweise nicht und ich hoffe, es lassen sich nicht allzu viele Menschen darüber graue Haare wachsen.

Antwort
von Andrastor, 118

Da die meisten Götter gewaltig etwas dagegen zu haben scheinen wenn man der falschen Religion angehört (und es gibt annähernd 2700 verschiedene Götter, die shintoistischen Kami nicht mitgerechnet), ist die Chance sehr gering dass du den richtigen erwischst.

Kommentar von bastianprimus ,

es gibt weit mehr götter.. allein schon die vergessenen der Ägypter. ..

Kommentar von Andrastor ,

ich glaube die Zahl bezieht sich auf die Götter die weltweit aktuell angebetet werden, also aktive Religionsgemeinschaften haben.

Antwort
von Dackodil, 132

Sei gläubig, wenn du glaubst und laß es wenn du nicht glaubst.

Wenn es ihn gibt, kann ich mir nicht vorstellen, daß Gott Freude an so einem Duckmäuser und Taktierer hat.

Ich glaube dann wäre Gott ein ein ehrlicher Atheist lieber.

Und versteck dich nicht hinter irgendwelchen Philosophen, denen du nicht mal eine Phiole Wasser reichen kannst.

Kommentar von Referendarwin ,

Wieso bedienst du dich solch herablassender Sprache in deinem Antwortschreiben?

Antwort
von Dxmklvw, 26

Eine Antwort darauf kann man auch einer ganz anderen Fragestellung entnehmen, ohne daß darauf von anderen eine Antwort gegeben wird:

Soll man sicherheitshalber den Menschen in seiner Umgebung freundlich und rücksichtsvoll begegnen, auch wenn man unter diesen noch niemanden entdeckt hat, mit dem man gerne Kontakt haben würde, oder soll man darauf verzichten und einfach alle Menschen ständig vor den Kopf stoßen in der Vermutung, daß es ohnehin niemanden gibt, den man mag?

Kommentar von hypergerd ,

Auch ich versuche immer freundlich und rücksichtsvoll zu sein und das Gute in den Menschen zu sehen.

Aber deshalb eine bestimmte Gruppe von Menschen aktiv zu unterstützen und "Mitgliedsbeitrag" zu bezahlen...?

Das kann man auch mit einer Spende an richtiger Stelle oder direkt vor Ort.

In einem Dorf, wo nur streng gläubige Menschen wohnen, würde ein einziger "Nichtgläubiger" - und sei er noch so freundlich - vermutlich nie glücklich oder anerkannt werden -> Angst-Art 1 (Benachteiligung).

Dann gibt es aber auch noch Angst-Art 2: Was ist, wenn ich der falschen Menschengruppe hinterherlaufe? Diese kann man dann noch in 2 Untergruppen unterteilen:

a) falsch im Sinne von "bei der anderen Gruppe hätte ich mehr vorteile"

b) Oh, es gibt ja doch ein Überwesen und ich bin primitiven Menschen hinterher gelaufen

Kommentar von Dxmklvw ,

Gleiche unter denen suchen, die alle gleich sind aber völlig anders, als es dem eigenen Wesen entspricht, hilft nichts. Besser ist es oft, nach Menschen zu suchen, die etwas anders sind, eben in der Weise, wie man auch selbst anders sind.

Irgendwo Mitglied sein (und auch noch dafür bezahlen) ist häufig nicht der richtige Weg. Da stimme ich voll zu. Denn Gruppen bestehen fast immer aus Menschen, die nicht sich selbst leben, sondern den Gruppengeist. Gutes Beispiel: Diverse Vereine haben per Satzung bestimmte Merkmale (Angelvereine, Skatvereine, usw.), aber was ist, wenn der etablierte Gruppengeist ein "Besäufnisgeist" ist? Gruppen können manchmal (so wie es überall seltene Ausnahmen gibt) hilfreich sein, aber viel öfter wirken sie nur wie ein zusätzlicher Klotz am Bein.

Vorübergehende und manchmal auch recht lang anhaltende Zufriedenheit hat es mir in der Vergangenheit gegeben, wenn ich an Menschen geraten bin, die selbst heftige Probleme hatten, und ich einfach nur angefangen habe, bei der Lösung nicht meiner, sondern derer Probleme zu helfen. Manchmal kam (gefühlt) plötzlich wie von selbst ein Effekt hinzu, der gleichzeitig auch meine Probleme löste.

Mein Tip an dieser Stelle kann erst einmal nur sein (weil ich ja maßgebliche Details nicht kenne und auch nicht wirklich kennen kann), daß es auch noch ein Leben außerhalb vom Dorf (und vor allem außerhalb vom Dorfgeist) gibt. Sich Klarheit darüber zu verschaffen, ob etwas wirklich das eigene Problem ist oder ob es tatsächlich nur das Problem der anderen ist (in religiösem Eifer gefangen zu sein, kann ein echt hartes Problem einer Gruppe sein), sorgt ebenfalls für einen allmählichen Abbau von Unwohlgefühlen.

Und: Menschen, die man braucht, findet man nicht so sehr dadurch, daß man ihnen alle eigenen Probleme ausbreitet, sondern vor allem dadurch, daß man sich deren Probleme aufmerksam und wohlwollend anhört, ggf. z. B. auch mit dem eingeflochtenen Zusatz zu einer Einladung zu einer Tasse Kaffee o. ä.. Das bedeutet, daß es der zumeist bessere Weg ist, anderen kleine Hilfen zukommen zu lassen, ohne sie mit neuen Dingen zu belasten.

Antwort
von PlueschTiger, 53

Hallo Referendarwin,

es stellt sich zu erst mal die Frage wieso sollte man. Wegen Gott und der Hölle? Wenn du nur deshalb Religiös wirst rettet das nicht denn Gott würde wissen wieso du religiös geworden bist und das es kein wahrer Glaube ist.

Um an Gott zu glauben muss man auch nicht religiös sein, Kirchen sind nur noch ein schein dessen was die Religion mal war. Heute kann man sich mit den Beitritt in die Christliche Kirche oder den Islam genauso versündigen wie mit dem nicht einhalten der angeblichen göttlichen Gesetze.

Gruß Plüsch Tiger

Antwort
von Maarduck, 23

Nehmen wir einmal an es gebe einen Gott. Dann müssten wir als nächstes herausfinden, ob dieser Gott lieber hätte dass man an ihn glaubt, oder lieber dass man nicht an ihn glaubt. Nehmen wir einmal an, dieser Gott hätte lieber, dass man an ihn glaubt. Was würde er dann tun?

Er würde uns Hinweise (keine Beweise, denn er will ja nicht dass man von seiner Existenz weiß, sondern nur dass man an seine Existenz glaubt) für seine Existenz geben. Dieser Gott würde dann Spuren hinterlassen, z.B. auf der Mondoberfläche ein Gemälde hinterlassen, oder die Schrott-DNA so verschlüsseln, dass man aus ihr ein Bild konstruieren könnte (z.B. den gekreuzigten Jesus, um auch klarzumachen welche Religion er präferiert), oder er würde Gebete besser erhören, als dies der Placeboeffekt vermag ... irgend etwas in dieser Form. Nach einem solchen Hinweis könnte man immer noch denken, dass das Aliens waren, oder menschliche Zeitreisende, oder ein extremer Zufall ... man müsste sich immer noch dazu entschließen zu glauben.

Wo aber auch immer die Menschheit seit ihrem Bestehen nachgesehen hat - und sie hat mittlerweile auch auf der Rückseite des Mondes nachgesehen, auf dem Mars, in der Schrott-DNA, Gebete mit statistischen Methoden durchleuchtet - NIRGENDS hat sich auch nur eine einzige Spur eines einzigen Gottes gezeigt. Im Gegenteil, je tiefer die Wissenschaft in den letzten Jahren geforscht hat, um so wahrscheinlicher wurde es, dass es keinen Gott gibt. Stephen Hawking wurde dadurch vom Agnostiker zum Atheisten. 

Wenn sich die Wissenschaft irren sollte und es doch einen Gott gibt, dann wissen wir aber mit SICHERHEIT von ihm, dass dieser Gott nicht will, dass man an seine Existenz glaubt, sonst würde er sich nicht so erfolgreich verstecken. 

Also lass es besser. Es ist vernünftig nicht an seine Existenz zu glauben. Und wenn es doch einen geben sollte, dann ist es auf jeden Fall klüger nicht an ihn zu glauben, weil er einfach nicht will, dass man an ihn glaubt.   

Kommentar von scatha ,

Diese Logik gefällt mir. Er will es vielleicht wirklich nicht. Außer wir sind soweit, daß wir suchen wollen.

erfolgreich verstecken

Dazu fällt mir diese bekannte Anekdote ein:

Nasruddin, der Schmuggler

Jahrelang kam Mullah Nasruddin regelmäßig mit mehreren Eseln an einem Grenzposten vorbei. All seine Esel waren stets schwer beladen mit übervollen Satteltaschen. Der Zollinspektor war sich sicher, dass der Mullah etwas schmuggelte, doch fand er nie heraus, was es war. Jedes Mal, wenn der Mullah die Grenze überquerte, untersuchte der Inspektor sorgfältig die Satteltaschen, aber nie konnte er etwas Verbotenes entdecken.

Eines Tages sollte der Inspektor in den Ruhestand gehen. Am Vorabend seines Abschieds zog er den Mullah zur Seite. “Höre”, sagt er im vertraulichen Ton, “ich bin jetzt im Ruhestand und habe keine Befehlsgewalt mehr. Ich weiß, dass Du all die Jahre irgendetwas geschmuggelt hast und sterbe fast vor Neugier. Bitte sage mir, was es war.”

“Esel”, erwiderte der Mullah.

Antwort
von Giustolisi, 58

Die Pascalsche Wette ist eigentlich ein alter Hut. 
Er meinte ja, dass es sich auszahlen würde religiös zu sein, falls Gott existiert. Falls er nicht existiert, hätte man ja nichts verloren.

Nun hat der gute Blaise das Ganze nicht zu Ende gedacht.

Man verliert wohl etwas, wenn man religiös ist. So verschlingt die Ausübung der Religion je nach Glaube mehr oder weniger viel Zeit. Außerdem unterwirft man sich einem Regelwerk, das je nach Religion starke Einschränkungen mit sich bringt. 
Das ist durchaus ein Verlust.

Selbst wenn man religiös ist, müsste man noch die richtige Religion erwischen. Es gibt kein objektives Kriterium, nach dem man die Religionen nach falsch und wahr sortieren könnte. 

Man müsste durch reines Glück die richtige Religion erwischen und dann noch die richtige Auslegung davon. 

Vielleicht wird man zum evangelischen Christ und kommt nicht in den Himmel, weil man seine Sünden nicht gebeichtet hat.
Vielleicht steht man aber auch vor Hunahau, dem Totengott der Maya und wird von ihm gequält, weil man einen falschen Gott angebetet hat.

Wahrscheinlich ist aber jede Form von Religion einfach nur Zeitverschwendung, da es wahrscheinlich keine Götter gibt.

Antwort
von hypergerd, 30
Genau mit so einer "Angst-Mache-Denkweise" haben es raffinierte Menschen

(Sektenführer, Herrscher, Religionsführer...)
über 3000 Jahre geschafft, die logisch-wissenschaftliche Denkweise
von den Menschen fern zu halten!

Nach über 200 Jahren hat z.B. die Kirche erst 1992
https://de.wikipedia.org/wiki/Galileo_Galilei
rehabilitiert! Könnte zig andere Beispiele fast aller Religionen & Sekten nennen...

Schon die Wörter:
"in der Hölle landen"
"verdammt sein"
"Sünde"
kommen von dieser rafinierten Angstmache, die keinerlei wissenschaftliche Grundlage hat und haben.
(diese Wörter sind nicht mal eindeutig definiert !)

Natürlich versuchen Ideologen, Propagandisten und andere Menschen-Beeinflusser alles, um möglichst viele
auf "Ihre Seite" und zu Steuereinzahlern zu bewegen.

Und natürlich gab und gibt es auch gute Seiten dieser Beeinflussung. So konnte man im Mittelalter (bis heute) viele
Verbrecher von noch mehr bösen Taten abhalten und Kinder erziehen. In Krankenhäusern und Hilfeeinrichtungen
werden täglich auch gute Taten vollbracht!

Selbst wenn es eine Art Überwesen im Universum gäbe, wer sagt Dir, dass Du deshalb irgendeiner
menschlichen Gruppe hinterherlaufen solltest? Es könnte ja auch sein, dass dieses Überwesen sagt:
"Wie konntest Du nur dieser ... falschen Gruppe hinterherlaufen und einen falschen Gott anbeten...?
So hast Du die Suche nach mir um 3000 Jahre verzögert..."

Kommentar von hypergerd ,

Noch was zu https://de.wikipedia.org/wiki/Pascalsche_Wette
die 4 Punkte:
Man glaubt an Gott, und Gott existiert – in diesem Fall wird man belohnt (Himmel – Man hat gewonnen).
Man glaubt an Gott, und Gott existiert nicht – in diesem Fall gewinnt man nichts (verliert aber auch nichts).
Man glaubt nicht an Gott, und Gott existiert nicht – in diesem Fall gewinnt man ebenfalls nichts (verliert aber auch nichts).
Man glaubt nicht an Gott, und Gott existiert – in diesem Fall wird man bestraft (Hölle – Man hat verloren).

Zunächst stimmt Punkt 2 "verliert nichts" nicht:
man verliert Geld (Kirchensteuer),
Zeit (Beten, Kirche besuchen,...)
und Intelligenz (anstatt galileo galilei's Theorie logisch zu analysieren, haben alle Religionen über 200 Jahre aktiv dagegen gekämpft!)

Dann sind das primitive Vergleiche, die gleichwertig betrachtet werden -> mathematisch gesehen Näherungsformel Phase 1.

Bei genauer Betrachtung fehlen die Wichtungsfaktoren (Phase 2)!
Vergleich: wenn ich in ein Flugzeug steige, reicht von 100 Punkten 1 aus, der mein Leben bedrohen könnte
und ich würde mich sofort für das Leben entscheiden.

Wenn also die Angst vor Hölle eine extrem hohe Wichtung (Stellenwert) hat,
sind mir die anderen 3 Punkte (fast) egal...

Außerdem werden von vielen Menschen Begriffe verwendet, die aus religiösen Schriften stammen,
also vor über 1000 Jahren von irgendwelchen Leuten aufgeschrieben wurden.
Wenn man aber eine Logik aus Begriffen aufbaut, die nicht eindeutig definiert sind,
ist das so, als wenn man eine lange mathematische Berechnung auf eine erste Zeile aufbaut,
wo schon ein Rechenfehler vorhanden sein könnte.

uneindeutige Beispielwörter:
Hölle, Teufel, Satan, Gott, ewiges Leben, Gottes Reich, Seele retten, beichten, ...

Antwort
von Lazybear, 38

Nein, solltest du nicht, du solltest frei leben und dein leben so leben wie du dein glück findest, du solltest nach der wahrheit suchen und dich nicht von überholten moralvorstellungen menschlicher natur einschränken lassen. Der gläubige hat keinen vorteil gegenüber dem ungläubigen, er hat sein gesamtes leben fremdbestimmt gelebt! Lg

Antwort
von Zicke52, 112

Blaise Pascal hat aber nicht recht.

Erstens hängt es nicht von meinem Willen ab, ob ich glaube. Wenn etwas in meinen Augen völlig unwahrscheinlich ist, kann ich nicht entscheiden, es für wahr zu halten. Weil ich es einfach nicht für wahr halten kann.

Zweitens hätte ich, angesichts der Anzahl der vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Götter, keinerlei Sicherheit, an den richtigen zu glauben, das wäre sogar höchst unwahrscheinlich. Gar nicht zu reden von der Möglichkeit, dass der richtige Gott, falls es einen gäbe, KEINEM der von den Menschen erfundenen entspricht.

Also: Die Pascalsche Wette ist Quatsch.

Kommentar von Zicke52 ,

Ach ja, ein Nachtrag: der erste Teil der pascalschen Wette war, dass ein Gläubiger, falls es Gott gäbe, nur gewinnen könne. Das habe ich in meiner Antwort schon widerlegt.

Ich vergaß aber den zweiten Teil: dass ein Gläubiger, falls es Gott nicht gäbe, nichts zu verlieren hätte. Das ist nämlich auch falsch. Ein Gläubiger hat in diesem Fall seine Freiheit und Selbstbestimmung verloren, für nichts und wieder nichts. Er hat sich, je nach Religion, mehr oder weniger selbstkasteit und viele sinnlose Opfer gebracht. Vielleicht sogar auf die Liebe seines Lebens verzichtet (weil die z.B. nicht die richtige Religion hatte, oder keine Jungfrau mehr war), oder seine Kinder unglücklich gemacht oder gar seinem Gott geopfert....

Kommentar von Maxieu ,

Im Prinzip hast du recht.

Allerdings ist es für viele - insbesondere evangelische - Christen
in Europa heute nicht mehr so ungemütlich und hinderlich wie ehedem, ihrem Gott gefällig zu leben, denn sie haben ihn zu einer moralischen kosmischen Hintergrundstrahlung entpersonalisiert und  dabei  ihre  eigene  naive  08/15 - Sozialmoral gleich mitgeliefert.

Antwort
von scatha, 4

Nur egozentrische anthropomorphe größenwahnsinnige Stammesgötter von irgendwelchen alten Nahost-Völkern würden sich von einer solchen Krämermentalität beeindrucken lassen.

Ein allgegenwärtiger Gott, der das Universum geschaffen hat, braucht keinen solchen Kuhhandel einzugehen.

Bei der echten Religiosität geht es um uns Menschen. Aber echte Religiosität ist kein sauertöpfisches Gefrömmele oder geistloses Nachplappern von Glaubenssystemen. Ich glaube so manche selbsternannte Atheisten sind in Wirklichkeit religiöser als dogmatisch-ergebene Pharisäer mit Buchhaltermentalität.

Antwort
von Temas, 34

Könnte man, aber egal inwiefern man einer Religion angehört, so darf man nie vergessen seinen eigenen Verstand einzuschalten. Gott hat und anders als die Tiere nämlich einen freien Willen gegeben, wir haben die Fähigkeit zu denken, und über das Denken zu denken. 

Und wieso sollte man sich diese Eigenschaft nicht zunutze machen?

Nichtsdestotrotz wäre es blöd nur aufgrund den von dir genannten Grund zu glauben. Schließlich gehört zur Religion viel mehr Überzeugung und Kraft. Vor allem der Islam verlangt sehr viel vom Menschen, wenn da die nötige Überzeugung nicht vorhanden ist, sieht es schwierig aus. 

Antwort
von Ryuuk, 39

An welchen Gott denn? Wenn Allah der wahre Gott ist, bist du als gläubiger  Christ genauso schlecht dran wie als Atheist. Und wenn Jesus der echte Gott ist, geht es genauso für Muslime.

Und das sind nur zwei von wer weiß wie vielen Göttern wir über die Geschichte angebetet haben.

Kommentar von Referendarwin ,

Ja, es könnte aber dennoch einen geben, der richtig ist. Die meisten Religionen sind ziemlich albern und abwegig, ein paar kann man vielleicht ausschließen ;).

Der Schreiber des Korans hat sich schon Mühe gegeben, auch wenn das Buch mich nicht endgültig überzeugt.

Kommentar von Maxieu ,

"Der Schreiber des Korans..."

Der Schreiber?

Informier dich mal ein bisschen über die Entstehungsgeschichte
dieser Surensammlung. Da waren etliche Leute am Werk, die
bei ihrer Mitschrift Mohammeds Eingebungen mehr oder weniger folgen konnten. Einiges ist auch so hinzugefügt worden (creative writing), das meiste vor der "Kanonisierung" der Endfassung aber in den Müll gewandert - leider längst nicht genug davon.

Antwort
von Konstamoc, 37

Blaise Pascal hat aber ganz einfach nicht Recht.

Er hat sich mit seiner Idee der pascalischen-Wette einen ziemlich großen Bock geschossen den jeder logisch denkende Mensch sofort erkennt!


Pascal ging in seiner Wette davon aus , dass die chancen 50/50 stehen , dass bedeutet er hat nur zwischen Gläubigen seiner Religionsgemeinschaft und Ungläubigen unteschieden.

Allerdings hat er zu diesem Punkt schon einen extrem großen fehler gemacht.

Es gibt viele verschiedene Religion und bei fast allen wird das ausleben einer anderen Religion als Götzendienst angesehen und ist in diesem fall eine Sünde die einen nicht selten schon in die Hölle bringen könnte!

Um die Idee von Pascals Wette richtig anzugehen muss man alle Religionen in denen es verboten wird einen anderen Gott anzubeten mit auf die Seite der Ungläubigen(Hölle) packen , im nächsten schritt alle Religionen die sich nicht ganz so ernst nehmen auf die Seite der Gläubigen(Himmel) und anschließend noch all die Religionen den Gläubigen(Himmel) bei denen es ok ist wenn man nichts von der Religion vor seinem Tod wusste.


Somit ist das 50/50 Verhältniss schon absolut zerstört!


Wenn man es ganz nüchtern betrachtet wäre es sogar klüger an keinen Gott zu glauben wenn man in Himmel will , denn es gibt erheblich mehr Religionen die Götzendienst und multireligieöse ansichten "verteueln" als liberale Religionen die dies nicht tun.

Aber alles in allem finde ich Religion eh ziemlich dämlich und was nach dem Tod passiert kann niemand Wissen der lebt.


Also sollte man sich über all dies keine allzugroße Gedanken machen und Menschen wie Blaise Pascal eher auf Berreichen vertrauen schenken in denen diese Menschen auch Talent haben.

Blaise Pascal war ein guter Mathematiker aber ein echt verdammt schlechter Denker und Philosoph wenn ich mir das so anschaue.


Antwort
von landregen, 125

Das muss schon jeder für sich selbst entscheiden.

Antwort
von ilknau, 14

Nö, referendarwin, lebe dein Leben nach deiner Facon.

Du kannst an den Arbeitsamtchef in der Matrix glauben oder an die Anderwelt/ Autre monde - es ist dir unbenommen, da dein Ding, lG.

Antwort
von Wahchintonka, 104

Wie kommt der auf die Idee? Das ist Angsthasen Philosophie. Ob du glaubst oder nicht: Am Ende kommt immer dasselbe raus - ob es ihn nun gibt oder nicht

Antwort
von chrisbyrd, 5

Ich bin fest davon überzeugt, dass es einen Gott gibt, der uns erschaffen hat und kann nur beschreiben, warum ich persönlich an den Gott glaube, der sich uns m. E. in der Bibel offenbart und davon überzeugt bin, dass die die Bibel das ist, was sie von sich selbst behauptet, zu sein: Gottes wahres Wort und Offenbarung für die Menschen (vgl. 2. Timotheus 3,16; 2. Petrus 1,21).

Für mich gibt es für die Wahrheit dieser Aussage viele Gründe, z. B. ihre Argumentation, ihre Logik und ihr Aufbau, die Einzigartigkeite ihrer Entstehung und Überlieferung, der Bereich "erfüllte Prophetie" usw.

Einige Gründe dafür werden z. B. hier aufgeführt: http://gottesbotschaft.de/?pg=3048

Wenn die Bibel recht hat...
- gibt es einen Gott
- hat unser
Leben einen wirklichen Sinn und eine Zukunft, die über das irdische
Leben hinaus in eine wundervolle ewige Existenz reich
- kennt und liebt dieser Gott jeden einzelnen und nimmt Anteil an unserem Leben
- trennt uns Sünde (unser Egoismus und seine Folgen) von Gott
- bleibt diese Trennung auch über den Tod hinaus bestehen, wenn wir nie bewusst auf die Seite Gottes treten
- gibt es weder eine Wiederverkörperung (Reinkarnation) noch Höherentwicklung noch Selbsterlösung
- sind Himmel und Hölle Realitäten
- gibt es nur einen Weg, mit Gott versöhnt zu werden
- können wir über unsere Zugehörigkeit zu Gott eine klare persönliche Gewissheit erlangen.

Antwort
von Fantho, 43

Kalkül bringt gar nichts!

Oder hältst Du Gott für so blöd, dass er die Absicht dahinter nicht bemerken wird?

Gruß Fantho

Kommentar von hypergerd ,

Sehr gutes Argument! In Wirklichkeit steckt ja auch selten die Angst vor einem Überwesen, sondern die Angst vor anderen Menschen oder Benachteiligung dahinter.

http://www.focus.de/panorama/welt/massentaufen-im-schwimmbad-warum-immer-mehr-fl...

Antwort
von HellaMattoni, 92

Ist doch deine Entscheidung ob du gläubig bist oder nicht. Warum lässt du dir sowas einreden?

Kommentar von Referendarwin ,

Ich lasse mir nix einreden, ich möchte nur eure Meinung dazu hören.

Antwort
von JustNature, 67

Man kann nicht "sicherheitshalber" religiös sein, da es die Menschheit schon 1 Million Jahre gibt und nicht im Geringsten ersichtlich ist, welcher von den seitdem entwickelten vieltausend Aberglauben der gewünschte wäre. Und ein Mister Gott äußert sich ja nie, was er will.

Antwort
von soissesPDF, 41

Eher nicht, aus Sicht des Islam sind Christen so ungläubig wie Atheisten.
Innerhalb des Islam wird es nicht übersichtlicher, so zwischen Schiiten und Sunniten, oder gar Wahabiten.

Antwort
von Eselspur, 5

Ich glaube an Gott, darum ist für mich die Wette von Pascal nicht relevant.

Wenn ich nicht an Gott glauben würde, würde ich mir es sehr ernsthaft überlegen.

Glaube ist eine Entscheidung.. 

Glauben kann man auch ausprobieren, als Experiment und im Experiment beweisen.

Kommentar von earnest ,

Glauben muss man nicht im Experiment beweisen. 

Es ist offensichtlich, dass es Glauben gibt.

Kommentar von Eselspur ,

du hast recht, sorry: im Experiment des Glaubens kann Gott bewiesen werden

Antwort
von fricktorel, 8

Mit "religiös sein" kannst du unserem ewigen Schöpfer nicht imponieren, denn "Religionen" sind das Instrument des "Gottes dieser Welt" (Offb.12,9, 2.Kor.11,14).

Unser "Vater im Himmel" möchte, dass wir "Ihm" glauben (Jes.45,22; Joh.17,17) bzw. Seinem Sohn, welcher für uns starb (Röm.6,23).

Dann haben wir die Chance auf ewiges Leben in Gottes Reich (Offb.20,4).

Antwort
von Elenya95, 45

Man kann auch an Gott glauben, ohne einer Religion zugehörig zu sein.

"Buddha was not a Buddhist. Jesus was not a Christian. Muhammad was not a Muslim. They were teachers who taught love."

Kommentar von earnest ,

Entschuldige bitte, aber wo hat Mohammed denn Liebe gelehrt?

(Du meinst doch jetzt hoffentlich nicht die 9-jährige Aishe?)

Kommentar von Elenya95 ,

Ich wollte damit nur sagen, dass es vollkommen wurscht ist ob und welche Religion man hat. Es gibt Leute die überhaupt nicht an Gott glauben, und trotzdem besser leben, bzw. mehr Liebe auf der Welt verbreiten, als ein stockgläubiger Christ, der jeden Sonntag in der Kirche sitzt. Zum Islam kann ich nichts sagen, da ich kein Muslim bin, aber ich bin gerade erst zurück aus 3-Wochen Backpacking in Marokko, in denen ich durch Couchsurfen etc sehr viel im Kontakt mit Muslimen stand und Gedanken/Glaubensvorstellungen austauschen konnte. Abschließend kann ich nur sagen, dass mir dort KEIN Einziges Mal Rassismus o.ä. begegnet ist. Da erlebt man in Deutschland ganz andere Sachen... Das sind stinknormale Menschen da. Aber du scheinst ja den Koran sehr genau studiert zu haben, wenn du so eine Aussage treffen kannst....   Nur weil sich der IS auf diese Religion bezieht, heißt es nicht, dass alle Muslime Menschenhassende Terroristen sind.... Die Bibel wurde früher genauso missbraucht (Kreuzzüge, Hexenverbrennungen, etc...)   

Kommentar von Dackodil ,

Geht das auch auf deutsch oder ist es nur toll auf englisch?

Kommentar von Referendarwin ,

Tut mir leid, doch Mohammed war sehr wohl Muslim.

Antwort
von Viktor1, 41

Sicherheitshalber ????
B.Pascal postuliert , daß der, der nicht an Gott glaubt , verdammt wird.
Außerdem setzt das voraus, daß man Glauben einfach so "betreiben" kann in dem man sagt ich glaube. Tatsache ist aber - das geht so nicht. Man kann Glauben nicht erzwingen auch sich selbst nicht.  s. dazu auch
https://de.wikipedia.org/wiki/Pascalsche\_Wette#Unf.C3.A4higkeit\_zum\_Glauben
Was man kann daß ist gerecht leben bzw. danach zu streben entsprechend der Botschaft Jesu ("größere" Gerechtigkeit, Nächstenliebe). Diese ist nachvollziehbar, ihr Wert muß nicht geglaubt werden.
Damit ist man "sicher", so oder so und zieht daraus für sich "Gewinn", so oder so.


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