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Sollte man seinen Eltern wirklich alles verzeihen?

gefragt von dinorli am 18.07.2007 um 21:29 Uhr

Meine Mutter und ich haben seit vielen Jahren ein sehr schwieriges Verhältnis miteinander. Jetzt ist sie mit einer ihrer Äußerungen aber definitiv zu weit gegangen (von verschiedenen Vertrauensbrüchen mal abgesehen). Wir hatten schon mal ein paar Jahre Funkstille und ich erwäge diese nun wieder. Meine Schwiegermutter, die sehr gläubig ist, meint allerdings, ich müsse meiner Mutter verzeihen, ich kenne sie ja schließlich und sie wäre immerhin meine Mutter. Das stimmt natürlich, aber reicht das denn? Von einer Bekannten oder Freundin würde ich mich niemals so behandeln lassen. Habt ihr einen Rat für mich?


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Reply


WolfRichter
beantwortet von WolfRichter am 18. Juli 2007 21:42
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Natürlich sollte man mit seinen Eltern mehr Geduld haben, als mit anderen Menschen. Das bedeutet aber nicht, daß man alles akzeptieren muß. Ich halte es für durchaus legitim, evtl. nach Vorwarnung, im Extremfall auch die Verbindung abzubrechen. Es ist selbstverständlich eine Frage des Einzelfalles, aber Eltern haben kein absolutes Recht auf ihre Kinder.

Man sollte viel, muß aber nicht alles verzeihen.

Kommentar von dinorli am 18. Juli 2007 21:43

Vielen Dank!!! Deine Antwort tut mir sehr gut!


gri1su
beantwortet von gri1su am 18. Juli 2007 21:36
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Ich hatte Ähnliches mit meinem Vater hinter mir. Bis zu seinem Tode konnte ich nicht verzeihen, hatte auch nie mehr den Kontakt zu ihm gesucht. Heute muss ich damit leben, daß ich es nie versucht habe, eine Versöhnung herbei zu führen.

Was ich damit sagen will: Lass es nicht so weit kommen, daß auch Du irgendwann nicht mehr in der Lage sein kannst, Dich mit Deiner Mutter zu versöhnen. Versuche auf jeden Fall, die Angelegenheit einigermaßen zu bereinigen. Wenn es schief geht oder erfolglos bleibt, kannst Du Dich aber immer im Spiegel anschauen und Dir sagen, Du hast zumindest ALLES versucht. Ich bereue heute sehr, daß ich es damals nicht rechtzeitig genug geschafft habe, den ersten Schritt zu tun.

Kommentar von dinorli am 18. Juli 2007 21:41

Glaub mir, ich habe es 100te male versucht. Ich bin mir durchaus bewußt, daß das Leben endlich ist und sie eines Tages nicht mehr da sein wird. Aber sie macht mir das Leben so dermaßen schwer und ich leide so sehr unter ihr, daß ich mir vorstellen könnte, damit leben zu können. Ich habe mir überlegt ihr vorzuschlagen im Guten auseinander zu gehen. Ich werfe ihr nichts vor und wünsche ihr für die Zukunft alles Gute, aber ich möchte ihr keine Gelegenheit mehr geben, mich zu verletzten.

Kommentar von Fd580abb770a26f70fd9a966622313a6smallgri1su am 18. Juli 2007 21:47

Wenn Du es schon so oft und letztendlich ohne Erfolg versucht hast, dann ist es wirklich besser, so zu handeln, wie Du eben beschrieben hast. Es nüzuz ja Niemandem (Dir selbst am Allerwenigsten), wenn Du ständig unter dieser Verletzungen leidest und irgendwann Du nicht mehr Du selbst bist. Es kommt ein Punkt, wo eine Grenze erreicht ist. Und -so entnehme ich das aus deinen Worten- Du hast bisher immer wieder versucht, eine Besserung zu erreichen.


Qetan
beantwortet von Qetan am 18. Juli 2007 22:33
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Ich hatte ähnliche Schwierigkeiten mit meiner Mutter. Als sie sich auch noch in meine Partnerwahl einschalten wollte, war Feierabend. Ich habe sie nie wiedergesehen, obwohl meine Schwiegermutter mich sehr gedrängt hat, sie zu unserer Hochzeit einzuladen. Inzwischen ist meine Mutter tot. Ich habe mir durch meine Entscheidung viele , weitere Streitigkeiten erspart und bin seit nunmehr 13 jahren glücklich verheiratet. Ich bereue nichts.


paradies
beantwortet von paradies am 18. Juli 2007 21:43
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Ich habe die Meinung wie gri1su. "Liebe ein Mutterherz so lange es schlägt, wenn es gebrochen ist, ist es zu spät." Auch wenn man zu Recht stinksauer ist, würde man es später nicht verkraften, nicht doch Kontakt gehalten zu haben. Man sollte nicht alles schlucken und auch Kontra geben, aber sich bewußt sein, daß die Eltern von heute auf morgen nicht mehr da sein können. Je älter und gebrechlicher sie werden, desto bewußter wird mir das.

Kommentar von 3eae58927a0f7286d90bf3dd40119c65smallparadies am 18. Juli 2007 21:59

Wenn sie dich derart verletzt, dann tut es mir sehr leid. Dann ist eine Trennung wohl sinnvoller. Mich würde interessieren, wie das denn so weit kommen konnte. Ist sie denn nur zu dir so oder zu anderen Personen auch?

Kommentar von dinorli am 18. Juli 2007 22:11

Sie hat zu meinen Großeltern keinen Kontakt mehr, weil sie sich von ihnen unverstanden fühlt, ist von meinem Vater getrennt, weil er es mit ihr nicht aushalten konnte, sie hat grade ihre beste Freundin vergrault und mit ihrem jetztigen Ehemann ist sie totunglücklich, was natürlich alleine seine Schuld ist. Wenn ich mit so ziemlich jedem, der mir am Herzen liegt im Klinsch liege, dann denke ich doch irgendwann mal darüber, daß es evtl. auch an mir selber liegen könnte. Nicht so meine Mutter. Für sie sind immer die anderen schuld. Das ist ja das Hauptproblem. Sie wird sich einfach nicht mehr ändern, egal wieviel und wieoft ich mich bemühe!

Kommentar von 3eae58927a0f7286d90bf3dd40119c65smallparadies am 18. Juli 2007 22:36

Ja, dann kann man nicht mehr viel dazu sagen. Sie hat wohl eine große innere Unzufriedenheit. Ist sie noch im Berufsleben und hat Abwechslung? Sei stark und sei nicht traurig.


anonym
beantwortet von wiele am 18. Juli 2007 22:25
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Hallo, dinorli,
ich stimme gri1su zu: Versuche, was in Deiner Macht steht, um die Beziehung zu Deiner Mutter zu heilen.
Du sagst, Deine Schwiegermutter sei gläubig und meint, Du solltest verzeihen. Prinzipiell hat sie da Recht. Das Problem ist u.U. das verzeihen können!
Es ist leicht gesagt: Verzeih ihr.
Warum kann man nicht (oder schwer) verzeihen? Weil man sich um sich selbst dreht oder Selbstmitleid hat. Der böse andere hat mich ja so schlecht behandelt! Aus diesen (oder ähnlichen) Gedanken versuche heraus zu kommen! Sehr viel wird von den Gedanken beeinflusst. Die Gefühle und das Handeln hängen stark von den Gedanken ab.
Ich rate Dir, zunächst eine Entscheidung zu treffen: Willst Du ihr verzeihen oder nicht? Auch wenn Du diese Frage mit ja beantwortest, heißt das nicht automatisch, dass das Verzeihen problemlos "funktioniert"! Es kann harte Arbeit sein. Vor allem wirst Du derbe Rückschläge erleiden: wenn Du schwach wirst in Deiner Entscheidung und auch wenn Deine Mutter Dir mal wieder einen Grund mehr gibt, verärgert zu sein (und das wird geschehen, denn sie wird sich nicht so schnell ändern - falls überhaupt).
Wie steht es mit Deinem Glauben? Kannst Du dieses Problem vor Gott bringen, ihn um Weisheit im Umgang mit Deiner Mutter bitten, ihn bitten, Deiner Mutter und Dir zu vergeben in den Punkten, in denen ihr schuldig aneinander geworden seid? Das könnte eine große Hilfe sein!
Versuche Deine Mutter zu verstehen. Du kennst ihre Schwächen. Vielleicht hast Du selbst Schwächen, die Du nur all zu gerne los wärst, aber Du weißt, Du kannst nicht aus Deiner Haut! Vielleicht geht es Deiner Mutter mit ihren Schwächen genauso?
Gut, wenn Du Dir solche Dinge bewusst machst. Das führt zu einer "gnädigeren" Einstellung.
Und Dir selbst wird es gut tun, wenn Du ihr verzeihst. Du ärgerst Dich über Sie? Verrückte Formulierung, oder? Nicht Deine Mutter ärgert Dich, sondern Du! Und da ist was dran! Man ärgert sich selbst, füttert diesen Ärger mit schlechten Gedanken über den anderen.
Weiß Deine Mutter wie Du ihr Verhalten findest?
Ist es möglich mit ihr daüber zu reden? Versuche es. Sie sollte wissen, dass sie Dich verletzt, sonst kann sich nichts ändern! Wenn sie es weiß, habt ihr beide eine Chance auf Verbesserung der Situation!
Falls Du mit ihr über das Problem redest, versuche möglichst, Vorwürfe zu minimieren. Erzähl ihr, wie Du bei ihrem Verhalten empfindest; weniger, wie schlimm sie sich verhält! Letzteres wird nämlich fast automatisch als Angriff empfunden und ruft Verteidigung bzw. Gegenangriff hervor, was die Fronten verhärtet!
Bringe im Gespräch auch positive Seiten von ihr an. Also beispielsweise: "Ich finde es immer toll, wenn Du dies und das tust. Aber was mir wirklich zu schaffen macht, ist..."
Mache Dir ab und zu Gedanken darüber, wie Du ihr etwas Gutes tun kannst, eine Freude, einen Gefallen,... und setze es um (ohne eine Gegenleistung zu erwarten!)
Was definitiv nicht funktioniert, ist ein reines Lippenbekenntnis "Ich verzeihe Dir, es ist alles wieder ok" - das macht die Sache eher schlimmer, weil Du "formal" nicht mal mehr sauer sein "dürftest", es aber in Deinem Inneren brodelt und kocht, bis der "Vulkan ausbricht".
Ich wünsche Dir Gottes Segen
Gruß wiele





Indy72
beantwortet von Indy72 am 18. Juli 2007 21:35
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Ich denke, dass man sich zwar nicht alles gefallen lassen sollte, aber... irrgendwann muss man auch Verzeihen können.


Raimund1
beantwortet von Raimund1 am 18. Juli 2007 21:37
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Müssen musst du gar nichts, außer sterben. Natürlich ist es schwierig, wieder auf jemand zuzugehen, wenn du so schwer verletzt wirst. Versuch aber auch mal, dich auf den Stuhl deiner Mutter zu setzen und die Dinge von ihrer Seite aus zu sehen. Täte der Schwiegermutter auch gut... Auf jeden Fall sollte deine Mutter ganz klar wissen, dass und wie sehr sie dich verletzt hat. Aber verzeihen, nur um zu verzeihen, was soll das bringen? Dadurch wird doch nichts geheilt! Der beste Ratgeber ist dein innerstes Gefühl!


anonym
beantwortet von kiramarie am 18. Juli 2007 22:09
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Wir haben ähnliches mit meinem Schwiegervater erlebt u.ich weiß, wie du dich fühlst. Auch wir haben immer wieder verziehen u.es mit ihm versucht, aber irgendwann ging es einfach nicht mehr u.mein Mann hat jeden Kontakt zu ihm abgebrochen. Seither geht es meinem Mann (u.auch mir) besser, wir fühlen uns wie befreit. Ich denke das muss jeder einzelne mit sich selbst klar machen. Und in bestimmten Fällen muß man sich vielleicht auch von dem Klischee "das ist doch meine Mutter/mein Vater, da kann ich doch um Himmels Willen nicht mit brechen " befreien. Auch Eltern können ihren Kindern Dinge antun, die würde man sich selbst von allerbesten Freunden nicht gefallen lassen. Hör auf dein Bauchgefühl, dann machst du es richtig. Alles Gute


Luise
beantwortet von Luise am 19. Juli 2007 01:08
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Meine Mutter ist eine sehr liebe Mutter aber sie hat die Diplomatie nicht gepachtet, sondern schon mehrmals Sachen gesagt, die absolut daneben waren, wo sie sich so ausgedrückt hat, dass man das schon als Beleidigung auffassen könnte.

Das war schon immer so und nicht jeder kann damit umgehen. Ich habe das Glück zu verstehen, was sie wirklich meint. Wenn ich die Worte so nehmen würde, wie sie geprochen sind, dann ginge es uns sehr schlecht.

Meine Schwester hat da ganz schöne Probleme damit, weil sie diese Fähigkeit nicht hat und nach mehreren solchen Vorfällen immer noch sensibler dafür wird.

Beobachte, ob sie wirklich meint, was sie sagt, rechne nicht alle Altlasten auf. Gib ihr und Dir noch einmal eine Chance und wenn es so ist, dass sie dich nicht liebt und die Worte, die dich verletzen wirkich so meint, dann kannst Du immer noch Abstand gewinnen. Verlieren wirst Du nichts, wenn Du es noch einmal versuchst.


hardy07
beantwortet von hardy07 am 19. Juli 2007 02:51
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liebe dinorli,

ich weiss nicht wie gläubig du bist, du sollst aber wissen das das gebot vater und mutter zu ehren einen entscheidenden einfluss auf dein eigenes leben hat! Ehre vater und mutter auf das es dir!!! wohl ergehe. Lass dich bitte nicht auf tipps ein, die dir sagen das es völlig ok sei den kontakt abzubrechen. Du solltest immer und immer wieder vergeben (auch wenn das dem ein oder anderen absurd vorkommen mag). Du wirst sehen das sich das absolut segnend auf dein eigenes leben auswirken wird-wirklich! Ehre vater und mutter ohne bedingungen-nicht wenn sie so oder so sind, sondern ehre sie so wie! sie sind, mit all ihren fehlern. Es wird dich stärker machen! ganz nebenbei trägst du viel liebe damit in die welt-und das ist genau das was diese kaputte welt braucht-keinen hass und streit.Es lohnt sich einfach nicht, du wirst es nach dem tod deiner mutter bereuen. Lieb sie so wie sie ist!

Kommentar von dinorli am 19. Juli 2007 20:16

Das sind sehr schöne Worte, die sich mit meiner Realität nicht in Einklang bringen lassen. Bildlich gesprochen nimmt meine Mutter in regelmäßigen Abständen meine Seele in ihre Hände und zerreißt sie vor meinen Augen. Irgendwann läßt sich eine Seele und ein Herz nicht mehr kitten. Ohne sie bin ich vollkommen erleichtert, es fällt mir eine Last von den Schultern, daß ich ihre Ausfälle gegen mich nicht mehr ertragen muß. Und nebenbei bemerkt habe ich zu meinem Vater schon seit Jahren keinen Kontakt mehr. Er hat mir in einem (und dem einzigen Gespräch, an das ich mich erinnern kann) Gespräch ins Gesicht gesagt, er hätte mich nie gewollt und auch nie geliebt. Und genauso hat er mich viele Jahre lang behandelt. Ich glaube, daß er sich vor Gott sehr viel mehr versündigt hat als ich, denn ich habe mich nicht entschieden auf die Welt zu kommen. Meine Eltern waren es und haben ihre Fürsorge- und Liebepflicht eindeutig nicht erfüllt!!! Ich kann mir nicht vorstellen, daß Gott möchte, daß ich mich jahrelang quälen und verletzen lasse - vor so einem Gott hätte ich keine Respekt!

Kommentar von Simple_avatar9smallhardy07 am 19. Juli 2007 21:20

Nein, das will gott ganz sicher nicht-aber wer weiss was er mit dir vorhat? Vielleicht will er dich an dieser situation stärken!? Du gehst vielleicht als viel stärkere person ins leben wenn du das alles überstanden hast. Gott sieht genau wer im recht und wer nicht im recht ist-er wird das nicht unbelohnt lassen wenn du deinen eltern immer und immer wieder(wie auch immer sie sein mögen)mit liebe entgegenkommst.Deine Eltern werden auch eines tages ihr gerechtes urteil erhalten-überlass das aber gott! Gott liebt dich.


anonym
beantwortet von angelika812 am 18. Dezember 2007 11:56
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Hallo Ich weiß nicht ob man dir da einen Rat geben kann ?? aber eines sei dir gesagt :deine bekannten oder feunde kannst du nicht mit deine rMutter vergleichen ich bin muslim,und bei uns ist die Liebe zur mutter das größte ,egal was sie tut versuche es mal mit den Augen eine rMutter zu sehn.Ein Hadith (eine Aussage )des Propheten Mohammed(sas):Ein Mann kam zum Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, und sagte: O Gesandter Allahs, wer hat am meisten Anspruch auf meine gütige kameradschaftlichkeit? Der Prophet sagte: Deine Mutter! Der Mann fragte weiter: Wer sonst? Der Prophet sagte: Deine Mutter! Der Mann fragte weiter: Wer sonst? Der Prophet sagte: Deine Mutter! Der Mann fragte weiter: Wer sonst? Der Prophet sagte: Dann dein Vater.

Ein Mann kam zum Propheten. Er bat ihn um Erlaubnis, den Gihad zu unternehmen. Der Prophet fragte ihn: Leben deine Eltern noch? Der Mann sagte: Ja! Da sagte der Prophet: Du sollst den Gihad unternehmen, indem du für sie sorgst. und solche aussagen gibt es sehr viele ,die veranschaulichen ,wie wichtig deine Eltern sind. viel glück beim versöhnen


anonym
beantwortet von LOLITA321 am 10. August 2008 00:43
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Ich habe mal in einem Psychologiebuch gelesen- man soll ihren Eltern, auch wenn es nicht leicht ist, verzeihen zu können und zu ihnen Kontakt zu halten. Sonst ist man durch diesen Konflikt sehr belastet und hat keine innere Ruhe. Das habe ich selbst erlebt und dachte, ich werde meiner Mutter niemals verzeihen: sie hat mich in letzten Jahren, als sie meinen Stievater geheiratet hat (ich war 14), quasi vergessen und verstossen, wollte sich nicht einmischen, als er mich beleidigte, demütigte usw., dann kamen ihre Alkoholprobleme hinzu und dann fing alles richtig an... Ich "flüchtete" mit 18 weit weg vom zuhause und hielt eine zeitlang kaum Kontakt zu ihr, wobei ich mich wegen dieser ganzen familiären Situation nicht glücklich fühlte. Ich fing an, sie anzurufen und seitdem, schon 10 jahre lang, halten wir einen guten Kontakt, sie ist inzwischen nicht mehr alkoholsüchtig. Alles sieht jetzt anders aus und wir können uns gut unterhalten, solange wir das Thema "Stiefvater" nicht berühren. Sie strickt mir schöne Pullovers und schickt es mir per Post. Ich trage sie zwar selten, aber freue mich darüber, und habe einfach durch unseren Kontakt innere Ruhe.


anonym
beantwortet von LOLITA321 am 10. August 2008 00:44
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Ich habe mal in einem Psychologiebuch gelesen- man soll ihren Eltern, auch wenn es nicht leicht ist, verzeihen können und zu ihnen Kontakt halten. Sonst ist man durch diesen Konflikt sehr belastet und findet dadurch keine innere Ruhe. Das habe ich selbst erlebt und dachte, ich werde meiner Mutter niemals verzeihen: sie hat mich in letzten Jahren, als sie meinen Stievater geheiratet hat (ich war 14), quasi vergessen und verstossen, wollte sich nicht einmischen, als er mich beleidigte, demütigte usw., dann kamen ihre Alkoholprobleme hinzu und dann fing alles richtig an... Ich "flüchtete" mit 18 weit weg vom zuhause und hielt eine zeitlang kaum Kontakt zu ihr, wobei ich mich wegen dieser ganzen familiären Situation nicht glücklich fühlte. Ich fing an, sie anzurufen und seitdem, schon 10 jahre lang, halten wir einen guten Kontakt zueinander, sie ist inzwischen nicht mehr alkoholsüchtig. Alles sieht jetzt anders aus und wir können uns gut unterhalten, solange wir aber das Thema "Stiefvater" nicht berühren. Sie strickt mir Pullovers und schickt es mir per Post. Ich trage sie zwar selten, aber freu' mich darüber, und habe einfach meine innrer Ruhe durch diesen Kontakt.


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