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Sollte man seinem Kind erzählen, daß es das Produkt künstlicher Befruchtung ist?

gefragt von dinorlidinorli am 01.06.2007 um 20:56 Uhr

Ich kann mir nicht vorstellen, wo da für das Kind der Mehrwert ist, was soll es mit dieser Info anfangen. Wenn es auf natürlichem Wege entstanden ist, sagt man ihm ja auch nicht: "Du bist das Produkt einer Missionarstellung auf dem Sofa". Oder hat ein Mensch das Recht zu Wissen, daß es ein "Retortenbaby" war. Verschweigen oder schonungslose Offenheit, was ist der richtige Weg?


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waterlilies
beantwortet von waterlilies am 1. Juni 2007 21:02
19x
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Warten bis das Kind alt genug ist um die Sache zu verstehen oder verschweigen. Ich könnte mit beidem leben. Das ist ja was anderes als eine Adoption, bei der das Kind tatsächlich andere leibliche Eltern hat. Ein positiver Aspekt für das Kind ist aber sicher, dass es ein erwünschtes und ersehntes Kind war. Zwingend wissen muss ein Kind das meiner Meinung nach nicht, schon gar nicht solange es wirklich noch ein Kind ist.


loopwithme
beantwortet von loopwithme am 1. Juni 2007 21:06
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Ich würde es nicht als völlig zu schützendes Staatsgeheimnis behandeln, aber auch nicht in einer großen Aktion als lebenswichtige Info verkünden.

Konkret sähe das dann so aus, dass ich es nicht von mir aus erzählen würde (warum auch?), aber falls das Kind durch irgendeinen blöden Zufall darauf stößt, nicht "ertappt" reagieren, sondern so locker wie möglich damit umgehen, damit nicht irgendein Gefühl beim Kind aufkommt, dass seine Entstehung irgendwas mit "Peinlichkeit" zu tun hat.

Kommentar von Capuccino am 1. Juni 2007 21:37

So oder so ähnlich hätte ich es auch formuliert... "klasse"

Kommentar von 345b91b71226a3c3dc19086ee5c77bfdsmallloopwithme am 1. Juni 2007 22:24

Danke schön :-)


elkera
beantwortet von elkera am 1. Juni 2007 21:04
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Wenn das Kind mal fragen sollte, würde ich es ihm sagen und auch erklären warum. Ansonsten würde ich darüber schweigen.


gottesanbeterin
beantwortet von gottesanbeterin am 1. Juni 2007 22:28
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Ein Kind kann vielleicht ein Früchtchen sein, aber niemals ein Produkt!
Ich nehme an, du bist noch nicht erwachsen oder hast zumindest (hoffentlich) keine Kinder.

Kommentar von C207f83a93f2d439f0033fdc7bbdbdb7smalljaguar4 am 1. Juni 2007 22:28

Gut gesagt!

Kommentar von Bruno am 2. Juni 2007 02:11

Ein Kind ist sehr wohl ein Produkt. Das Woerterbuch der deutschen Sprache sagt: "Produkt(lat.) Erzeugnis, Ergebnis. Die Produktion, produzieren...)" Das Zeugen ist Akt, der ein Ergbnis hervorbringt, eben das Produkt Kind, das dann die Chance hat ein Fruechtchen oder kein Fruechtchen, sprich liebes Kind zu werden. So ist das halt mit der Sprache.

Kommentar von 61f9453bd03c17d6483b69a8dfbc0660smalldinorli am 2. Juni 2007 20:16

Vielen Dank für den Beistand! Ich habe mich in der Tat nur an das Wort gehalten, welches wir selber in der Reproduktionsklinik (wieder dieses Wort) stets gehört haben. @gottesanbeterin: Ich bin sehrwohl erwachsen und habe zwei wunderbare Kinder, die ich über alles liebe!!! Man sollte nicht jedes Wort so dermarßen auf die Goldwaage legen!!!

Kommentar von Bruno am 3. Juni 2007 00:43

Gern gemacht. Auch wenn ich nicht wusste dass erwachsene Mutter hinter der Frage. LG aus Griechenland.

Kommentar von Bb904a70a750c5fdc16c32511c9b26basmallWieselchen1 am 4. Juni 2007 07:46

Diese Antwort von "gottesanbeterin" ist überhaupt nicht hilfreich und eher entmutigend für Leute, die hier Hilfe suchen. In anderen Fragen und Antworten habe ich wesentlich flapsigere und schnoddrigere Ausdrucksweisen erlebt, die unkommentiert hingenommen werden. Wenn du, liebe Gottesanbeterin, deine Kinder so (gnadenlose Kritik statt Frage beantworten) behandelst, dann frage ich mich, wer denn da nicht richtiger mit seiner Einstellung liegt - jemand, der sich Sorgen darüber macht , wie er mit solchen Themen umgehen soll oder eben du..... Nichts für ungut, aber ich hüpfe bei solchen Kommentaren leicht aus der Hose....

Kommentar von 61f9453bd03c17d6483b69a8dfbc0660smalldinorli am 4. Juni 2007 19:14

Superlieben Dank für diesen netten Kommentar! Mir tut der Beistand wirklich total gut. Ich fühlte mich für einen kleinen Moment schon zur Rabenmutter degradiert.


engelhaar
beantwortet von engelhaar am 1. Juni 2007 21:06
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Nein natürlich nicht, im grunde genommen hast Du die Frage ja auch schon selbst beantwortet. waterlilies Antwort kann ich vollkommen zustimmen.



anonym
beantwortet von tanteju78 am 2. Juni 2007 14:11
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hallo,

einem Kind würde ich das eher nicht erzählen, was sollte es auch mit der Info anfangen? Sie verstehen ja gerade erst, wie Babys auf natürlichem Wege entstehen.

Bei Jugendlichen sieht das ganze da schon anders aus: stellen sie Fragen in die Richtung, sollte man es nicht verheimlichen, dem ganzen also nicht den Anstrich "peinlich" geben; allerdings würde ICh nicht unbedingt von mir aus mit dem Thema anfangen.

Nur wenn das "Retortenbaby" als Erwachsener vielleicht selber versucht schwanger zu werden (bzw seine Freundin/Frau zu schwängern) und es da Schwierigkeiten gibt, dann würde ich es von mir aus erzählen. Ganz einfach um zu zeigen, das auch ich Probleme hatte, schwanger zu werden und dass ich deshalb den Weg "künstliche Befruchtung" gegangen bin. So wird das ganze nicht als heimlichkeit oder versagen hingestellt, sondern als ganz normaler Weg, wenn die natürliche Empfängnuns nicht klappt.

LG, Ju


stefvol
beantwortet von stefvol am 2. Juni 2007 18:59
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Es ist so oder so ein Kind der Liebe - wieso willst es damit behellign? Ist doch eigentlich vollkommen egal.


Wieselchen1
beantwortet von Wieselchen1 am 4. Juni 2007 07:59
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Es kommt auf das Alter des Kindes an. Und natürlich darauf, wie es "drauf" ist. Ein sehr empfindsames, zu Depressionen neigendes Kind würde ich auch als Jugendlichen nicht mit solchen Infos belasten. Einen ausgeglichenen, neugierigen Jugendlichen, der/die schon in der Lage ist, solche Informationen zu verarbeiten, kann man - denke ich - sehr wohl darüber informieren. Ich schließe mich aber "loopwithme" an, ich würde da keinen Infoabend à la "Aufklärung in den 50ern" draus machen. Irgendwann passt es ins Thema und gut ist.

Verheimlichen würde ich es auf gar keinen Fall, halt nur darauf achten, dass das Thema erst dann zur Sprache kommt, wenn die Kids in einem Alter sind, wo sie selber wissen, wem sie es auch anvertrauen können, ohne von den lieben Spielkameraden als Monster usw. beschimpft zu werden. Dann, denke ich, würde es erst problematisch.


gottesanbeterin
beantwortet von gottesanbeterin am 23. Juli 2007 12:32
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Es ist unglaublich anmaßend, zu behaupten, ein Mensch könne Menschen produzieren. Da stellt sich der Mensch über die gesamte Schöpfung, doch gleichzeitig stellt er sich ja damit, indem er sich selbst zum Produkt macht, unter die unterste Stelle in der Natur.
Es ist uns doch nicht einmal möglich, ein einziges Getreidekorn zu produzieren! Wir können es sehr wohl in die Erde legen, gießen, den Boden auflockern u.s.w.
Sehr wohl können wir uns einbilden (und Einbildung ist ja auch eine Art Bildung), wir hätten Getreide produziert, doch das einzige, das wir dabei gemacht haben war, die Naturgesetze zu beachten und zu unseren Zwecken zu nutzen. Sehr wohl können wir ddann aus den geernteten Getreidekörnern Mehl gewinnen und damit Brot produzieren.
So ist bereits das Wort "Pflanzenproduktion" irreführen.
Und bei der so genannten "Tierproduktion" verhält es sich genauso, sogar "Fleischproduktion" ist ein Wort, das es zwar gibt,aber nicht der Realität entspricht. Tiere haben Bewußtsein, haben Seelen - wie kann sich jemand einbilden, sowas könne man produzieren?

Noch viel krasser ist demnach die Idee, der Mensch wäre ein Produkt - er besitzt doch menschliches Bewußtsein, er hat eine Seele er hat so wundervolle Anlagen und Eigenschaften wie Neugier, Fröhlichkeit, Musikalität, Kreativität, Wissensdurst, Sehnsucht nach Vollkommenheit, Sanftmut, Ungeduld,. Lernfähigkeit, Liebreiz, Anmut, Ehrgeiz, Streben nach Sicherheit, Selbstzufriedenheit und viele, viele andere mehr. Und wenn man es ganz genau betrachtet, ist jeder Mensch für sich ein einzigartiges Wunder.
Und da gibts die Idee, daß man so etwas produzieren könnte?
Man kann sehr wohl irrtümlich glauben ein Mensch könne ein Produkt sein, man kann auch ungestraft einen Menschen als Produkt bezeichnen und das können sogar sehr viele und auch sehr lange Zeit tun, was aber nicht bedeutet, daß es so wäre.
Das marktwirtschaftliche Vokabular hat sich schon so in unsere Gehirne eingebrannt, daß wir gar nicht mehr merken, was wir da unbedacht nachplappern oder glauben. Vielleicht sollten wir alle unsere Köpfe ein bisserl ausmisten? Wir, die wir glauben aufgeklärt zu sein, rutschen doch ganz schön oft noch auf der Seife aus. Lassen wir uns doch nicht heruntermachen - auch nicht von uns selber!
Selbstbetrug ist auch Betrug!
Hören wir doch endlich damit auf, uns unter unserem Wert zu verkaufen, hören wir doch überhaupt damit auf, uns zu verkaufen, wir sind sowieso unbezahlbar.
Sehen wir uns doch endlich so, wie wir wirklich sind: ganz, ganz großartige, wundervolle, überraschende Wesen!


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