Frage von Neutralis, 68

Sollte man sein Leben ohne Rücksicht auf andere führen?

Wenn ich mir z.B. so Sektenführer angucke, die sich einfach jede Frau in der Sekte schnappen können, viel Geld haben und nie arbeiten, dann muss ich einfach an das Leben eines Königs denken. Er lebt aber auf Kosten anderer. Er hat ein schönes Leben, stirbt dann und das wars. Die Alternative dazu ist ein Leben ehrlicher Arbeit, ehrlich verdienten Geldes und eine Familie. Dann stirbt man und das wars. Ist es so verwerflich andere Leute auszunutzen ? Das scheint angenehmer zu sein.

Antwort
von berkersheim, 6

Sei mir nicht bös, aber Deine Frage ist ausgesprochen naiv. Deine Ausführungen zeigen, dass Du weder zum Sektenführer noch zum König taugst noch zu sonst was. Ich würde mich erst mal informieren. Erst mal würdest Du mit Deinem Wissen in den Zeiten der Könige kaum überleben. So bequem wie Du hatte es nie ein König. Schau Dir mal an, welche Strecken Karl der Große alles auf dem Pferd zurückgelegt hat, sommers wie winters, Sonne wie Regen und Schnee. Wo er alles wie viele Schlachten geschlagen hat, wozu er von klein auf (ab 6 Jahre) trainiert wurde, jeden Tag. Als er nach Rom zu Papst ist, um sich zum Kaiser krönen zu lassen, hat er nicht wie Du das Flugzeug genommen. Das hat er zu Fuß und auf dem Pferd erledigt. Geschlafen hat er im Feldlager, nicht im Hotel. Bevor Du sehnsuchtsvoll zu träumen anfängst: Erst mal informieren. Niemand lebt - außer die Handaufhalter heute - so einfach auf Kosten anderer, wenn nicht vorher die anderen dazu gebracht worden sind, dass sie so blöd sind und die wählen, die ihr hart Erarbeitetes mal so locker an alle Habenichtse zu verteilen. Auch die Leute dumm halten ist Arbeit. Dazu muss viel geschrieben und emotional Aufgeputschtes gesendet werden, dass die Manipulation auch funktioniert. Bei Dir ist es, wie es aussieht leicht, Lügen unterzubringen, ahnungslos und voller falscher Hoffnung und gut als Kanonenfutter zu gebrauchen. Also informiere Dich mal besser, dass ich nicht Recht behalte.

Antwort
von Barney123, 11

Hallo Neutralis,

Denke Leute, die nur auf Kosten anderer leben, haben ein ganz armseliges Dasein. Ja, es gibt Menschen, die kommen sich in so einer Position unheimlich toll vor, wenn sie andere Menschen beherrschen und ausnutzen können. Nur, denke ich, ist das nichts, was einen Menschen wirklich zufrieden macht. Sehr schnell entsteht da wieder eine innere Leere und dann muss die wieder mit der gleichen Droge gefüttert werden. Diese Leute sind süchtig: Machtsüchtig. Ich denke, die sind in ihrem inneren Kern ganz arme unzufriedene Würstchen. Das Problem ist, dass die Dinge erreichen, für die sie von anderen bewundert werden, was ihnen wieder das Gefühl gibt, etwas besonderes zu sein und alles richtig zu machen. Das ist ein Teufelskreis.

Aber für erstrebenswert halte ich das mit Sicherheit nicht. Von einem angenehmen Leben träumen viele, aber ich denke sie können die Konsequenzen einfach nicht abschätzen. Wie viel unglückliche Reiche gibt es? 'Da gibt es mehr als Du glaubst. Hatte mal einen Ausbilder, der war trockener Alkoholiker. Schon viele Jahre. Der arbeitete ehrenamtlich bei den anonymen Alkoholikern. Der sagte, dass es sehr viel Reiche Leute gibt, die vor lauter Unglück anfangen zu trinken. Also Reichtum ist denke ich nicht die Lösung. Um ein glückliches und zufriedenes Leben zuführen bedarf es ganz anderer Dinge, und ja, eine gute Arbeit kann dazu beitragen. Aber in unserer Arbeitswelt läuft sehr vieles schief, so dass eine geregelte Arbeit keine Garantie für ein glückliches Leben ist.

LG

Antwort
von Lyndro, 33

Ich würde mal sagen, diese Frage lässt sich nicht so einfach runterbrechen.

Ich persöhnlich nutze andere Menschen zum Beispiel nicht gerne aus, mir würde das nicht leicht fallen mit dem schlechten Gewissen zu leben. Wenn du das kannst, dir voll bewusst zu sein das du jemand anderem schadest, dann kannst du das tun, aber nicht alle leute kommen damit weg.
Es gibt genug Leute die sich mit dem Ausnutzen anderer Menschen in den eigenen Schwanz beißen und am Ende hat es sich doch nicht gelohnt.

Ein anderer Punkt. Leute wie Sektenführer, oder allgemein viele Menschen die anderen Schlechtes antun, sind nicht immer grundsätzlich Böse. Vielleicht tun sie schlimme Dinge, aber ihnen ist das nicht immer umbedingt bewusst, weil sie durch Irrglauben verblendet sind.

Antwort
von Klebzettel, 16

1.) Die Fähigkeiten, Menschen ausnutzen zu können muss man sich auch erste erarbeiten. Bzw. man muss eine Grundlage für die Ausnutzung schaffen.

2.) Sektenführer handeln aus einer Überzeugung heraus, was nicht immer grundsätzlich schlecht ist.

3.) Ein König herrschte damals aus dem Geburtsrecht heraus, was die Menschen ohne klagen hinnahmen, was heute aber nichtmehr so ist. Es kam nicht selten vor, dass "böse Könige" ermordet wurden. Oder er wurde von anderen ausgenutzt.

4.) Wenn man aus der Situation des "Durchschnittsdeutschen" heraus anfäng, sein gesammtes Umfeld auszunutzen steht man sehr bald allein da. Der Mensch als soziales Wesen braucht aber zuwendung um Glücklich zu sein. Auserdem kann man soziale Fähigkeiten (die man unbedingt braucht, um Menschen erfolgreich zu manipulieren) in gewisser weise auch verlernen.

Antwort
von mm78pr, 22

Klar , kann man. Funktioniert aber nur solange wie es Menschen gibt die so ein rücksichtsloses Leben nicht mitmachen.
Wenn alle Menschen so wären dann könnte man nicht mehr auf Kosten anderer leben.

Antwort
von pewdiecuts, 40

Es wäre der einfachste weg aber glaub mir das recht sich eines tages.

Kommentar von Neutralis ,

Wieso sollte es.

Kommentar von pewdiecuts ,

Rächt*

Kommentar von pewdiecuts ,

Da sich die mitmenschen in deinem umfeld nich gerne ausnutzen lassen. Eine ehrliche Arbeit bedeutet eigene Leistung. Sektenführer haben oft keine anderen kompetenzen als das ausnutzen.

Antwort
von Nashota, 19

Sollen sollte man nicht, tun tun es aber dennoch viele.

Wenn du es wirklich für erstrebenswert hältst, sozusagen über Leichen zu gehen, solltest du dich fragen, woher dein Denken kommt.

Antwort
von AntonJJ, 15

Lebe so, wie du es möchtest. Wenn dein Gewissen schon durch die Moral "verraucht" wurde, wirst du dementsprechend eher der Moral folgen. Man sagt, dass es schwierig ist, der Erziehung entgegenzutreten.

Dann ist es natürlich entscheidend, ob es im Rahmen der Gesetze erfolgt. Ein König hat gesetzlich nichts zu befürchten - dazu muss man erstmal in den Status eines Königs kommen - schaffst du dies, genießt du dann die Unterdrückung / den Sadismus oder gibst du gemäß einer Moral deinen möglichen Konsum auf und gibst es lieber anderen Leuten, die es brauchen.

Wenn es nicht gesetzlich vonstatten geht, musst du eine Entscheidung treffen, ob du bereit bist, mit dem Risiko der Strafe zu leben und eine Ordnungswidrigkeit zu begehen oder ob es sich nicht lohnt.

Amoralische Positionen können z.B. folgende Entscheidungen beinhalten:

Will ich lieber einen Menschen umbringen und dafür 15 Jahre ins Gefängnis oder will ich lieber 15 Jahre in Frieden leben.

Dann spielt wiederum Religion eine Rolle...

Antwort
von LeCux, 26

Tja, es funktioniert nur nicht auf lange Sicht meistens. Aber hey, die hat es immer gegeben, ausgestorben sind sie dann auch oder standen vor Gericht.

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