Hängt es von der Größe eines Hundes ab, ob es sinnvoll und artgerecht ist, ihn in einer Großstadt zu halten? Welche anderen Faktoren/Überlegungen sollte man dabei noch berücksichtigen?

Nein, das hat mit der Größe wenig zu tun. Es gibt durchaus kleine Rassen, die einen wesentlich größeren Bewegungsdrang und Freiheitsdrang haben als manche große Rasse. Du solltest dir ganz genau überlegen, was dem Hund an Bewegung und Beschäftigung bieten kannst, und dann gezielt danach suchen, ob es eine Rasse gibt, die mit diesen Bedingungen, die du stellen kannst, glücklich werden kann. Das wäre eine gute Basis.

Ich finde es auch wichtig, dass Du viel Zeit für Deinen Hund hast. Ob sich ein Hund unbedingt in einer Großstadt wohl fühlt, weiß ich nicht. Für meinen (kleinen) Hund ist es das Größte, über Felder und Wiesen zu streifen. Eine Runde um den "Block" macht ihm nicht so viel Spaß als wenn wir in die Natur gehen.
Ich finde nicht das die Größe ausschlaggebend ist sondern die Rasse!!! Du solltest z.B. mit einem Boardercollie viel mehr platz zum joggen, radfahren, spielen,etc. haben als wahrscheinlich mit einem kleinen Schoßhündchen. Kommt auch darauf an wieviel Grünfläche deine Stadt bietet etc. Also nicht die Größe des Hunde sondern seine Bedürfnisse sind entscheidend!!!
Das hängt Größtenteils davon ab, was Du mit dem Hund machen willst, nicht von der Größe des Hundes. Wenn Du z.B. nicht viel mit dem Hund läufst, fallen Schlittenhunde schonmal aus, jeder Hund hat sein Temperament, Du solltest Dich entsprechend beim Züchter informieren, was dieser Hund braucht.

Was fuer einen Hund Du hältst,ist doch eigentlich egal;hauptsache er ist ordentlich erzogen und hat seinen Auslauf.. Auch in Grossstädten gibt es Orte an denen man den Hund fit halten kann..
Auch das mit der Wohnungsgröße ist manchmal ziemlich Quatsch! Klar ne Dogge auf 20 qm... völlig klar! Aber mal ganz ehrlich gefragt, welcher Hundehalter lässt denn seinen Hunde selbst in einer großen Wohnung wirklich in jeden Raum rein? Also mal eine ganz einfache Rechnung: Ich hatte eine Wohnung von 100 qm, Allerdings gab es dort 3 Kinderzimmer, in die meine Hunde nicht reindurften, weil meine Kids es nicht wollten. Also schon mal etwa 45 qm weg! So dann noch Küche (da durften die nur rein wenn grad nicht gekocht wurde weil zu eng) etwa 10 qm weg! Bad und Gästeklo, nochmal 10 qm und der Rest war mein Wohn-, Schlaf und Esszimmer und die Diele. So und nach Adam Riese haben wir dann noch schlappe 35 qm die als Rest geblieben sind... Und das für 2 große Hunde. Ist rechnerisch nicht viel, hat denen aber gereicht, da es drauf ankommt den Hunden einen festen Platz zuzuweisen zum Ruhen, der ungestört oder zumindest so geschaffen ist, dass man nicht über den Hund fällt. Dafür muß natürlich Platz da sein. Ecke für ein Körbchen und das Sofa ;-) Und ich bin dann eben mal mehr mit den Hunden rausgegangen und zwar zu Stellen, wo sie frei laufen können ohne Leine. Ich bin froh keinen Garten zu haben, da der nach einem Besuch meiner Hunde aussehen würde wie nach dem Besuch einer Wildschweinrotte. Ich glaube, sie sind zu groß geratene Wühlmäuse... :D Jetzt in meiner neuen Wohnung habe ich für mich und meine Tiere (abzüglich Bad, Kinderzimmer, Schlafzimmer und Küche) wieder etwa 40 qm zur freien Bewegung. Nur mit dem Unterschied dass da mehr Bodenfreiheit ist als in der alten Wohnung. Also weniger qm Wohnung (mehr Zimmer) aber mehr Platz zum Laufen. Das freut aber eher meine Katzen, da sie in der Wohnung fangen spielen. Meine Hunde spielen in der Wohnung gar nicht... Erst gar nicht angefangen. (wollte ja nicht alles wegstellen müssen)

Das kommt auf die Rasse an, nicht auf die Grösse. Es gibt aber Hunderassen die wirklich nicht für ein Leben in der Stadt und als reiner Wohnungshund gehalten werden sollten. Dazu zählen für mich viele reine Arbeitshunde.

Also ich denke, dass man bei der Wahl der Rasse doch die äusseren Umstände beachten soll. Z.B. ein Münsterländer, der ja eigentlich für die Jagd gezüchtet wurde, ist in einer Grossstadtwohnung, wenn er jagdlich nicht geführt wird, nicht unbedingt glücklich. Genauso wie Rassen, die sehr gerne Arbeiten. Die sollten auch durch einen Garten die Möglichkeit bekommen, sich ohne Leine auszutoben und ihre eigene Spiele durchführen können. Dann kommt es natürlich auf die grösse der Wohnung an. In einer kleinen 50 qm Wohnung ist ein Berner Sennhund nicht so zufrieden. Das wichtigste ist aber, dass Mensch und Tier zusammen passen! Also: abstimmen auf die Aktivitäten, die Verbundenheit und eben auch die Zeit, was man für einen Hund bereit ist zu investieren.
ich kenne viele Bernersennen, die in der Wohnung gehalten werden und denen es gut geht dabei.