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Sollte man Nabelschnurblut einfrieren lassen?

gefragt von Sonnenrose am 11.10.2008 um 18:08 Uhr

Meint Ihr, dass es sinnvoll ist Nabelschnurblut einfrieren zu lassen? Wo ist es am sichersten und günstigsten, denn so ganz billig ist das nicht, wie ich gehört habe?

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moon73
beantwortet von moon73 am 11. Oktober 2008 18:13
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Nein, es ist nicht sinnvoll. Es ist nur Geldschneiderei.

Folgendes sagt die AOK dazu:

Nutzen der Aufbewahrung von Nabelschnurblut/Stammzellen Eigene Nabelschnurzellen haben in der Medizin praktisch keine Bedeutung. Auch die zukünftig erhofften Anwendungsmöglichkeiten (wie Züchtung von Ersatzorganen aus Stammzellen) sind sehr fraglich. Die Gefahr, dass ein Kind überhaupt jemals eine Behandlung mit Stammzellen braucht, ist sehr gering. Die Verwendung von Nabelschnurblut bei Erwachsenen ist unwahrscheinlich.

Erfolgversprechender ist bei der Behandlung von Krebs der Einsatz fremder Zellen oder Zellen, die unmittelbar vor Beginn der Chemotherapie aus Knochenmark oder Blut gewonnen wurden.

Bei Leukämien (Blutkrebs) von Kindern haben Untersuchungen gezeigt, dass der später entdeckte Krebs oft schon vor der Geburt im Körper des Kindes vorhanden war. Das bedeutet, dass auch das Nabelschnurblut möglicherweise mit Tumorzellen verunreinigt und zur Verwendung nicht geeignet ist.

Darüber hinaus sind technische und wirtschaftliche Fragen zu bedenken. Die Einlagerung von Stammzellen aus Nabelschnurblut ist mit erheblichen Kosten verbunden. Ob die Stammzellen, die über einen sehr langen Zeitraum gelagert werden, auch noch in 40 Jahren verwendet werden können, ist derzeit wissenschaftlich nicht zu beurteilen. Langzeitstudien dazu haben erst begonnen.

http://www.aok.de/bund/rd/166366.htm

Kommentar von 9731636c1addb31bb323f29e4e9f1a7fsmallwienochmal am 11. Oktober 2008 18:14

so isses, große geldmacherei

Kommentar von wallenstein am 12. Oktober 2008 12:45

Um Gottes Willen ... in welchem Land leben wir ???

Ist die Bevölkerung schon so unselbständig, dass die Homepage der AOK als zitierfähig anerkannt wird ???

LEUTE, aufwachen !!!!!

Die Kassen MÜSSEN doch alles, was nach Fortschritt riecht, schlecht reden, weil sie sonst zugeben müssten, dass die Krankenkassenbeiträge nicht ausreichen.

Bitte, bitte, bitte ... schaut Euch doch mal an, wer bei den Krankenkassen Auskünfte erteilt ... welche fachliche Qualifikation diese Leute haben und wozu sie sich äussern !!!

Primäre Aufgabe der KK ist, die Gelder der Versicherten einzutreiben, ordentlich zu verwalten und bedarfsgerecht auszugeben. Das war's aber auch schon !!!

Für die Beantwortung medizinischer Fragen sollte man sich an unabhängige Leute wenden !!!

Fassungslose Grüsse

=> Antwort auf die eigentliche Frage in separatem Beitrag

Kommentar von A1c317f1368a7570cd71d70b11bb3163smallCondor131 am 13. Oktober 2008 17:57

Mal als frage: welche quelle hast Du?
Die fortschrittliche werbung der unternehmen, die blut einlagern ist bestimmt nicht zuverlaessiger als die AOK, eher weniger. Und nein, ich bin ganz sicher kein freund der AOK oder glaube einer krankenkasse oder einem einzigen arzt. Welche UNABHAENGIGEN leute hast Du denn befragt? Biologen ... auch aus einem anderen land als .de? Genetiker? Woher waren die denn ... es waren doch mehr als 2 meinungen oder? Dazu kommt die frage: Wie stellst du deren unabhaengigkeit fest? Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass leute, die sich damit auskennen nicht auch fuer bestimmte industriezweige arbeiten?


Qetan
beantwortet von Qetan am 11. Oktober 2008 18:09
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Für das Kind könnte es einmal lebensrettend sein.

Kommentar von Cbbbcac8a8964b610e4634a700781d12smallhajottka am 11. Oktober 2008 18:10

wann z.B.??

Kommentar von C457a976f16fe866efafc545a63e22fcsmallQetan am 11. Oktober 2008 18:12

Bei vielen Erkrankungen für deren Behandlung man Stammzellen benötigt.

Kommentar von Cbbbcac8a8964b610e4634a700781d12smallhajottka am 11. Oktober 2008 18:20

z.B.??

Kommentar von Simple_avatar8smallbiene87 am 11. Oktober 2008 18:25

leukämie

Kommentar von Cbbbcac8a8964b610e4634a700781d12smallhajottka am 11. Oktober 2008 18:28

Und was macht man dann mit dem Blut?? Sorry, das ich so hartnäckig bin, aber es interessiert mich!


anonym
beantwortet von wallenstein am 12. Oktober 2008 13:05
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Die Frage ist nach heutigem Wissensstand nicht abschliessend zu beantworten.

Richtig ist: Die Kosten sind sehr hoch, und der wirkliche medizinische Nutzen ist zum jetzigen Zeitpunkt noch umstritten. Ethische Fragestellungen möchte ich ausdrücklich ausklammern.

ABER: Vergleichen Sie die Sache mal nüchtern mit einem PC. Vor 20 Jahren hat ein PC, der weniger konnte als ein Taschenrechner heute, ein Vermögen gekostet. Damals hat man sich nicht vorstellen können, was heutige PC's würden leisten können. Forschung kostet halt nun mal Geld !

Zurück zur Medizin: Vor 20 Jahren führten bestimmte Krebserkrankungen SICHER zum Tode ... heute können diese Tumorarten aufgrund weiterentwickelter Medikamente gelindert oder sogar geheilt werden !

Bei der Stammzellenforschung sind wir erst am Anfang. Die Werbeaussagen vor allem einer der beteiligten Firmen sind zugegebenermassen mit Vorsicht zu geniessen ... da werden schiere Wunder versprochen. Sowas ist natürlich bedenklich.

Aber gehen Sie mal von der anderen Seite an die Fragestellung heran: Sie bekommen heute Nachwuchs und verzichten wegen oberflächlicher Antworten wie "Geldschneiderei" auf die Einlagerung. Irgendwann erkrankt Ihr Kind (was bitte nie eintreten möge) - und just zu dem Zeitpunkt hat die Wissenschaft eine Möglichkeit gefunden, mittels Stammzellen zu helfen. Wie mag es Ihnen DANN gehen ?

Rein nüchtern, wissenschaftlich gesehen: Nach dem heutigen Stand ist die Einlagerung von Nabelschnurblut eine Art "Versicherung", von der man davon ausgehen muss, dass man sie vermutlich nicht in Anspruch wird nehmen müssen oder können (heutiger Stand: geringe Wahrscheinlichkeit, dass die Stammzellen sinnvoll eingesetzt werden können)

Sie müssen für sich selbst abwägen, ob Sie die etwa 3000 Euro irgendwo aus Ihrem persönlichen Budget abzweigen können, und ob Ihnen diese Versicherung das Geld wert ist.

Ich kann Ihnen aus meiner eigenen Erfahrung sagen: Wir standen vor der selben Entscheidung, haben unser eigenes Fachwissen um die Meinungen von Spezialisten erweitert (interessanterweise haben uns einige Ärzte ganz offen gesagt, dass sie es trotz der nicht vorhandenen Erfolgsgarantie sehr wohl machen würden) - und wir haben einlagern lassen (nicht beim bekannten Marktführer, sondern bei einer Firma, die mit einer Uni zusammenarbeitet). An den Kosten haben sich die Grosseltern beteiligt, und wir selbst verzichten halt auf das eine oder andere im täglichen Leben. Das aber war und ist es uns wert. Und wenn unsere Stammzellen einem anderen Menschen helfen, ist es uns das auch wert :-)

So ... lange Mail ... aber das Thema lässt sich nicht in zwei Sätzen abhandeln ...

... alles Gute ;-)

Kommentar von A1c317f1368a7570cd71d70b11bb3163smallCondor131 am 13. Oktober 2008 17:52

Ok ... wie viele stammzellen koennen nach bisherigen technischen gegebenheiten tatsaechlich aus dem vorhandenen rohmaterial gewonnen werden? Wie lange ist das eingelagerte blut tatsaechlich nutzbar?
Selbst leute, die sich damit auskennen sagen eindeutig, dass nach 10 jahren faktisch schluss ist. Gut also hast Du genau 10 jahre zeit fuer eine versicherung ... eine lebensversicherung ist das definitiv nicht. Warum? Ganz einfach: Die schweren und gefaehrlichen erkrankungen, die in diesem zeitraum auftreten koennen bisher nicht mit den eigenen stammzellen behandelt werden, da diese erkrankungen bereits zum zeitpunkt der geburt virulent waren. Dann allerdings macht das nabelschnurblut eben keinen sinn.
Daneben schon mal das kleingedruckte gelesen? Auf das eingelagerte material hat das einzulagernde unternehmen in fast allen faellen vollzugriff auch ohne zustimmung der berechtigten. Wie war das doch mit der garantie, dass das blut unbeschaedigt ist? Wird nicht garantiert waere auch in jedem fall mit einem selbstmord fuer die unternehmen vergleichbar. Also ausser den kosten und die freigabe des genetischen materials ist selbst mittelfristig nicht zu sehen, was das bringt.
Auch ich habe mich erkundigt und alle, die sich damit auskennen und besonders die genetiker und biologen haben eindeutig gesagt, dass mittelfristig das bedeutet in den naechsten 10jahren nicht damit zu rechnen ist, dass das material effektiv genutzt werden kann und die geringe anzahl der vorhandenen stammzellen auf ein mass erweitert werden kann, dass daraus auch nur ansatzweise ein terapiemittel entstehen wuerde. Also nutzt das ganze ausser der forschung niemandem. Ob die einlagerung von zwellmaterial ueber den zeitraum von 10jahren noch mehr als eine gensequenz hinterlaesst, ist bis heute nicht positiv beantwortet, ist auch nicht zu erwarten, dass sich das in so kurzem zeitraum aendert.
Genau aus diesen gruenden ist das geldschneiderei, denn es gibt keine garantien, es ist mittelfristig keine techznologie zu erkennen, die aus der geringen anzahl zellen tatsaechlich ein terapiemittel erstellen laesst und es gibt keinen exklusiven zugriff der berechtigten, sondern einen exklusiven zugriff des unternehmens.

Kommentar von wallenstein am 17. Oktober 2008 09:45

naja ... einige Ihrer Aussagen stehen ja gar nicht im Widerspruch zu dem, was ich geschrieben habe, aber Ihre Schlussfolgerung finde ich recht einseitig. Definitiv widersprechen möchte ich jedem, der in diesem Bereich der Wissenschaft meint, vorhersagen zu können, ob in den nächsten 10 Jahren Technologien zu erwarten sind, aus denen Therapiemittel hervorgehen werden.

Dazu wird viel zu viel an der Sache geforscht (da bin ich wieder Ihrer Meinung: durchaus weit überwiegend mit rein kommerziellem Hintergrund), dazu sehen wir gerade im Bereich "Stammzellenforschung" oft auch unerwartete Ergebnisse. Ich sehe es nach wie vor NICHT als Geldschneiderei (wenn es die richtigen Firmen sind), denn der Begriff klingt arg negativ für etwas, was potentiell eigentlich positiv ist.

Kommentar von stoppeltiger am 30. Dezember 2008 15:50

Das mit den zehn Jahren ist eine Behauptung, die nicht totzukriegen ist. Praktisch bewiesen, ist die Langzeitlagerung für Nabelschnurblut inzwischen für 15 Jahre und für Knochenmark (da sind auch Stammzellen drin) für 30 Jahre.

Wie lange geht es theoretisch? Da haben Wissenschaftler des IBMT Fraunhofer-Instituts an biomedizinischen Modellen ausgerechnet, dass mehrere hundert Jahre technisch kein Problem sind, weil die Zellen bei den tiefen Temperaturen nicht altern. Jetzt könnte jemand kritisches sagen - hmh, das ist ja jetzt auch nur die Theorie. Dazu eine Anmerkung: Bis die erste Rakete ins All geflogen ist, war es auch nur Theorie, dass sowas geht. Denn bevor jemand etwas praktisch beweisen konnte, stand immer die bloße Theorie. Man hat sich ausgerechnet, was gehen könnte und hat es dann praktisch nachgewiesen.

Und die Quelle: http://www.ibmt.fraunhofer.de/fhg/Images/KryobankbroschuereFebruar2005tcm266-70017.pdf


Condor131
beantwortet von Condor131 am 12. Oktober 2008 02:53
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Nein, das ist geldschneiderei.
Es gibt bisher keine moeglichkeit in ausreichender menge aus der geringen menge stammzellen, die durch das einfrieren auch noch mal reduziert und gelegentlich beschaedigt wurden, ausreichend stammzellen fuer eine behandlung zu gewinnen. Beim derzeitigen stand der technik ist es auch nicht mittelfristig erkennbar, dass ein so wesentlicher fortschritt eintritt, dass das blut wirklich hilfreich ist. Es gibt nicht einmal wissenschaftlich fundierte hinweise, dass das blut ueber einen zeitraum groesser 10jahre so gelagert werden kann, dass nach dem auftauen ueberhaut sinnvoller nutzen daraus gezogen werden kann. Ich meine mit ausnahme einer genetischen untersuchung ;-).
Im ergebnis wuerde ich jedem abraten dies zu nutzen, ausser, er hat geld uebrig und moechte gern genetisches material der welt zu verfuegung stellen ohne darueber echte kontrolle zu haben.


pippi60
beantwortet von pippi60 am 11. Oktober 2008 18:10
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Wenn Du das Geld übrig hast, würde ich es befürworten. Persönlich denke ich, dass es nicht nötig ist.


anonym
beantwortet von Wasserball am 11. Oktober 2008 18:10
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Mein Kollege macht es. Du musst Dich erkundigen, ob dein Krankenhaus überhaupt und wenn ja mit welchem Institut zusammen arbeitet.

Kosten ca 2500 Euro.

Sinn: Meines Erachtens keiner


hajottka
beantwortet von hajottka am 11. Oktober 2008 18:09
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Was willste denn damit machen????


anonym
beantwortet von stoppeltiger am 30. Dezember 2008 15:59
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Ich kann nur sagen, mach es. Ich hab's für meine Zwillinge getan. Firma nenne ich aber nicht, um keine Schleichwerbung zu machen. Was die Anbieter angeht, da kannst Du in Deutschland eigentlich jeden nehmen. Die werden alle streng kontrolliert und überwacht. Für mich waren Erfahrung und der persönliche Kontakt (wie sind die am telefon) am wichtigsten.

Warum habe ich es getan? Weil ich davon überzeugt bin, dass die Stammzelltechnologie die Medizin deutlich voran bringen wird. Soweit ich weiß, werden jedes Jahr rund 50.000 Menschen weltweit mit Stammzellen behandelt. Und da geht es nicht nur um Leben retten und ganz schlimme Krankheiten, sondern auch um Knieknorpel oder neue Herzgefäße, die die Lebensqualität verbessern. Immer wenn ich meine Kinder betrachte und die gerade Unsinn anstellen, habe ich einfach das gute Gefühl, für eine große Portion Unglück eine Behandlung in Reserve zu halten.

Was das Geld angeht - ich hab's zwar nicht gemacht, aber meistens kannst Du es finanzieren. Das sind dann so um die 25-30 Euro in der günstigsten Monatsrate.


anonym
beantwortet von alejna am 28. Oktober 2008 08:53
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Sie können bei VIVA 34 nachfragen vor 2Jahren ca.2.000€ und jährlich 30€.Ich habe es gemacht bei Zwillingen. Wirwaren der Meinung,dass das Summe in 18-20Jahren gar nicht soviel ist und wenn es eine Chance gibt lohnt es sich


nisl8
beantwortet von nisl8 am 11. Oktober 2008 23:04
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was???? sowas hab ich noch nie gehört! durch die anderen antworten hab ich erst den sinn verstanden. wow dazugelernt, das wusst ich nicht. tolle frage!!!


anonym
beantwortet von Susann39 am 11. Oktober 2008 18:53
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Wenn Dein Kind einmal schwer erkrankt (z.B. Leukämie) und kein geeigneter Rückenmarkspender zu finden ist (wie es ja leider oft genug passiert) und die Chance vielleicht auch nur 0,1% ist, dass das eingefrorene Nabelschnurblut hilft, dann macht es auf jeden Fall Sinn.

Kommentar von A1c317f1368a7570cd71d70b11bb3163smallCondor131 am 12. Oktober 2008 02:54

wie soll das nabelschnurblut dann helfen?
Du weisst, dass es sich um eine aeusserst geringe menge handelt?


finchen012
beantwortet von finchen012 am 11. Oktober 2008 18:11
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