Sollte man den Industirstandard Linux in schulischen Informatikkursen benutzen ?
selbstverständlich. Der Staat, Länder, Kommunen würden Millionen wenn nicht Milliarden an Lizenzgebühren sparen, wenn sie freie Software und freie Betriebssysteme verwenden würden. Nebeneffekt: wer mit Linux umgehen kann, für den ist Windows ein Kinderspiel.

Letztendlich ist das Betriebssystem egal, aber irgendein Unix ist schon sinnvoll.

Selbstverständlich Linux. Es ist leichter zu erlernen, kostenlos und deutlich robuster. Die gängige Praxis, Schüler zum Raubkopieren anzustiften ("ihr wisst doch bestimmt alle, wo ihr euch Windows und Powerpoint besorgen könnt"), obwohl es kostenlose für den schulischen Einsatzbereich gleichwertige Software gibt, kotzt mich an.
Ja man sollte Linux für den Informatikunterricht in Schulen nutzen, nicht so sehr weil es Industriestandard ist, was so ja auch nicht stimmt, sondern mehr weil es ein Offenes Betriebssystem ist bei dem man keine Probleme hat an den Sourcecode zu kommen. Ein weitere Vorteil sind die geringen Anschaffungskosten da es praktisch umsonst zu bekommen ist. Das Argument Window sei überall schon vorhanden zieht meiner Meinung nach überhaupt nicht, den es gibt die verschiedensten Versionen und welche soll da bitte genommen werden? Bei Linux kann man das leichter vorgeben, nicht weil es weniger Versionen gibt vielmehr weil es keine Zusätzlichen Kosten verursacht.
Sorry, aber das ist Unsinn. Es gibt deutlich mehr Linux-Distributionen als Windows-Versionen. Erschwerend hinzu kommt, dass fast jedes Linux mit einem anderen Desktop und eigener Struktur daher kommt. Und die Administration ist auch bei jeder Distribution anders. Wer Suse Linux hat, muss bei Ubuntu erst auf lange Suche gehen. Bei Ländern und Kommunen, um die es hier ja geht, sind zu mindestens 95% Win2000 bzw. XP im Einsatz. Die Oberflächen sind fast identisch, die Administration ebenfalls. Der enorme finanzielle Aufwand für einen Umstieg auf Linux, sowie die organisatorische Umsetzung ist bei den momentanen Haushalten unmöglich.
Das Stimmt aber es wäre möglich für alle Schulen eine einheitliche Distribution zu nutzen, dann wären auch die nicht benachteiligt die sich keine teueren Windows-Rechner nicht leisten können. Man könnte eine Version wählen die sehr genügsam ist und schon auf kleiner und Leistungsschwacher Hardware gut Läuft. Es geht hier um Schulen und die Schulische Ausbildung und nicht um die Berufsausbildung.
Du solltest eines auch noch bedenken die Berufswelt besteht nicht nur aus Verwaltungsangestellten da gibt es viele mehr Bereiche bei denen einem das Wissen über Windows auch nicht weiter hilft.

Überall dort, wo die öffentliche Hand Gelder bereit hält, sollte offene Software eingesetzt werden.
Privatschulen dürften indes (von mir aus gesehen) gerne zu proprietärer Software mit all ihren Lizenzen greifen.
Man lernt mit Linux einfach mehr. Man ist beim Automatisieren und Programmieren nicht auf zig Programme angewiesen, die man dann auch erst wieder kaufen muss und die beim nächsten Systemupgrade wertlos sind.
Noch dazu sind so Schüler die nicht so viel Geld haben nicht benachteiligt.
Kommerzielle Software wird masslos überbewertet; wer wirklich lernt wie Computer funktionieren und wie man sie bedient ist nicht darauf angewiesen, dass einem ständig der Supporter das Händchen hält. Und produktiver ist man so auch.
Ich nutze privat und beruflich sowohl Linux als auch Windows. Weder Linux noch Windows sind als "Industriestandard" zu bezeichnen. Wir leben aber mit unseren ganzen Computern in einer vernetzten Welt und hier gibt es Standards an die sich alle halten müssen/sollen und Linux oder Unix mit all seinen Ablegern und Derivaten hat hier schon immer die Nase um ein paar Millimeter vorne gehabt. Das Argument kein Mensch hat Linux zu Hause kann ich nicht wirklich verstehen! Es kostet nichts läuft auf fast jeder Hardware auch ohne Installation und macht man den PC aus ist das Linux auch weg.
Der Laptop meiner Tochter läuft unter Linux seit zwei Jahren ohne Probleme. Die Schularbeiten werden mit OpenOffice gemacht und im Internet ist sie auch mit Firefox und der mintNanny (Kinderschutz) unterwegs ohne Viren oder Angriffe von aussen (Firewall und Virenscanner sind kostenlos bei Linux dabei).
Also um die ursprüngliche Frage zu beantworten. Ja ganz klar gehört für mich Linux zum Stoff des Informatikunterrichts an unseren Schulen. Weniger als Grundsatzfrage (Linux oder Windows) viel mehr um zu zeigen das es noch was anders gibt und weil man dort auch an einfachen Beispielen zeigen kann wie man programmiert (viele Programmiersprachen sind in Linux enthalten oder können über das Internet nachinstalliert werden) und wie so eine Software "TICKT"
Zum Schluss noch eine Randbemwerkung Grundsätzlich ist es so das fast alle "Bürohengste" mit Microsoft und MS Office arbeiten aber der File-Server, der Mail-Server oder die Firewall auf einem Linux oder Unix laufen.
Wir verwenden ausschließlich Linuxrechner seit nunmehr 10 Jahren (zuvor wurde SCO-Unix eingesetzt)

Wenn man es als Add-On laufen lässt, schon. Es kann nicht schaden, versch. BES kennen zu lernen.
Linux ist kein Industriestandard.

Wäre totaler Schwachsinn, im Informatikunterricht werden die Schüler auf Office-Arbeiten in ihrem späteren Beruf geschult. Und welches normale Unternehmen hat schon Linux auf seinen PC's. Vor allem würde diese Umstellung unmengen von Euros kosten. Die Lehrer müssten ebenfalls umgeschult werden. Und außerdem können die Schüler dann keine Hausaufgaben in dem Fach mehr machen, weil 99% der Schüler kein Linux daheim haben.
Buchfink am 15. April 2009 10:42 Es geht doch nichts über ein gesundes Halbwissen.
Linux kostet nichts anders als Windows.
meine Tochter sollte für eine Hausaufgabe eine Powerpointshow machen. Ich soll mir also das Officepaket kaufen damit meine Kinder ihre Hausaufgaben machen können? Sehe ich ehrlich nicht ein. Ich komme mit OpenOffice gut zurecht und dasselbe gibt es auch für Windows. Openoffice kann auch Worddateien lesen und schreiben. Also was spricht dagegen?
DH! so sehe ich das auch, es gibt keine Grund eine bestimmen Hersteller zu bevorzugen.
Die Schule hat nicht die Aufgabe auf die spezielen Bedürfnisse der Industrie hin aus zu bilden, dafür ist in der Berufsausbildung noch genügend zeit. Es ist absolut überflüssig Spezielles MS-Office Wissen zu vermittel, das Wissen das Vermittelt werden soll, kann genau so gut mit Open-Office vermittelt werden
Weil Schüler sich mit dem Computer vertraut machen sollen. Was nützt ein Betriebssystem, an dem sie zu Hause nicht üben können.
Es kann evtl. sinnvoll sein, Linux parallel zu installieren, jedoch nicht als Ersatz.
Was nützt sie ein Betriebssystem das sie nicht bezahlen können, Windows ist nicht gerade Billig. Vertraut machen mit eine Computer ist nicht gleichbedeutend mit vertraut machen mit Windows,
Es macht keinen Sinn, die Schüler auf etwas vorzubereiten, was in der Berufswelt kaum existiert. Linux auf dem Desktop ist in Unternehmen immernoch die Ausnahme.
Informatikunterricht soll die Grundlagen liefern und nicht Produktwissen vermitteln.
IT-Grundlagen werden theoretisch vermittelt. Die Praxis, also die Arbeit am Rechner sollte schon realitätsnah sein.
Und Windows ist Realitätsnäher als Linux? Tut mir Leid aber es gibt nicht nur Office-Anwendungen in der Industrie. Steuerrechner, Robotersteuerungen, Prozessrechner und was es nicht alles sonst noch an Computern gibt laufen bei weitem nicht alle unter Windows. Wer Open-Office bedienen kann, kann auch ohne Probleme MS-Office bedienen und umgekehrt.
Es geht darum, dass ich in der Schule auch ein OS gesehen und bedient habe, welches im Berufsleben zum Einsatz kommt. Was nützt es dem Schüler, wenn er Linux in der Schule gelernt hat und in der kaufmännischen Ausbildung dann einen Windows-Rechner bedienen muss ? Wäre es dann nicht von Vorteil gewesen, er hätte in der Schule ebenfalls einen Windows-Rechner gehabt ? Von OpenOffice und Co spricht doch Niemand, dem Fragesteller ging es doch um Linux.
Ich klinke mich jetzt hier aus. Ich habe schon zu viele dieser meist ideologisch geführten Diskussionen gehabt. Die OpenSource Befürworter sind zumeist Privatanwender und haben keinen Schimmer davon, welche Probleme und Kosten im kommerziellen- oder auch öffentlichen Sektor durch OpenSource aufgeworfen werden.
Es geht um die schulische Ausbildung und nicht um die Berufsausbildung. Kinder sollten nicht schon in der Schule benachteiligt sein weil sich die Eltern nicht den neusten Windowsrecher leisten können. Genau hier wäre eine Spezielles Betriebssystem das auf so etwasRrücksicht nimmt Sinnvoll das kann von mir aus auch ein spezielle Windowsversion sein wenn sie mit kleiner Hardware auskommt, besser wäre aber eine Open-Source Lösung weil dort nicht eine große Firma bestimmt.

Linux ist zwar ein SUPER betriebssystem aber leider noch nicht für schulen zu gebrauchen! Weil es fast niemand zuhause hat!
Es kann sich aber jeder schnell ohne große Kosten besorgen bei Windows sieht das schon anders aus.
Das ist ein weit verbreiteter Irrglaube, dass Open Source Software für Unternehmen billiger ist. Sie sparen zwar die Lizenzgebühren, aber der Support und die zumeist notwendige Anpassung ist meist deutlich teurer. Dazu kommen Mitarbeiterschulungen. Im Serverbereich sieht es anders aus.
Teurer als Was?
Als die Lizenzgebühren und den meist enthaltenen KOSTENLOSEN Support.
die Frage war ja auch nach dem Schulunterricht. Da finde ich Linux geradezu ideal, weil man nicht wie bei Windows einfach starten und losklicken kann, sondern sich erst mal mit ein wenig Grundlagen und Therorie beschäftigen muss. Und diese Wissen würde auch im späteren Beruf nicht schaden, wo zweifellos Windows die größere Rolle spielt.
lydia42 bezog ihre Antwort aber auf den Einsatz bei Ländern und Kommunen. Und meine Antwort bezog sich auf ihre Antwort.
meine Antwort bezog sich auf die Kosten, die der Staat für die Schulen inform von Lizenzgebühren für Software und Betriebssysteme zu zahlen hat. Natürlich gibt es auch noch das Beispiel von mutigen Kommunen wie die Stadt München, die sich ins Linux-Land begeben. Nicht ohne Probleme - klar. Aber ist Windows ohne Probleme?
Schön, dass Du das Beispiel München anführst. Die hatten damals enorme Anpassungsprobleme und die Kosten waren immens. Es gab einen interessanten Artikel in, ich glaube es war die iX. Mehrere Firmen, die sich auf Linux spezialisiert haben, haben sich an München eine goldene Nase verdient. Die Zeche hat letztlich der Steuerzahler gezahlt. Und alles nur, weil man sich nicht länger abhängig von MS-Produkten machen wollte. Stattdessen war man dann abhängig von einigen kleinen Unternehmen, die die Anpassungen durchgeführt hatten.
ich kenne auch ein paar Angestellte der Stadtverwaltung und weiß wie die manchmal fluchen. No Risk no Fun :-)
Zumindest bleibt das Gold für die Nasen in Deutschland und geht nicht nach Amerika.
Oha, mit dieser Aussage wäre ich vorsichtig :-)
Ich weiss zwar aus dem Kopf nicht mehr die in M. beteiligten Firmen, aber ein hoher Anteil von IT-Systemhäusern sind Teile amerikanischer Aktiengesellschaften oder Muttergesellschaften.
Schon mal Ubuntu ausporbiert, das ist so leicht zu installieren und erlernen wie Windows